
Liebe ist
Liebe ist offen!
Sie ist ansteckend offen, denn sie öffnet, weitet, relativiert und befreit.
Sie sieht den anderen und wendet sich ihm zu.
Sie ermöglicht, sich (sein Ich) zunehmend zu vergessen
und nicht alles auf sich selbst zu beziehen.
Sie nimmt uns aus dem Bezugszentrum
und macht uns zu einem verantwortungsbewussten Teil des Ganzen.
Sie ermöglicht Vertrauen, Beziehung, Gemeinschaft, Nähe und Hoffnung.
Sie verbindet.
Sie verändert uns vom Wollenden und Nehmenden
zum Empfangenden und Gebenden.
Sie erkennt ihren Ursprung, Gott.
Liebe fließt!
Sie fließt beständig, gleichmäßig erfrischend und belebend,
ganz ohne Stau, Druck oder Nachdruck.
Sie ist und füllt. Sie durchweicht, durchdringt, reinigt und verändert.
Sie umfließt, umhüllt, trägt und tränkt.
Sie heilt, ermutigt, stärkt.
Sie erfüllt, bis sie durchdrungen hat und überfließt.
Im Überfluss breitet sie sich aus.
Sie gleicht aus, befruchtet und nährt.
Sie lässt Zeit zum Wachsen und Reifen.
Sie vervielfältigt sich.
Sie fließt nur dorthin, wo sie willkommen ist und gebraucht wird.
Sie verändert nur dort, wo Offenheit dies zulässt.
Liebe weiß!
Sie ist sich Gewiss.
Sie sieht, erkennt und versteht.
Sie vertraut und beschenkt.
Sie denkt nicht, sondern handelt.
Sie bewirkt aus sich heraus.
Ohne Liebe ist alles Können, Wissen und Tun nichtig.
Ohne Liebe hat das Leben keinen Sinn.
Liebe bewirkt
Sie macht aus uns das, was wir sein sollten
und das, was wir insgeheim werden wollen.
Sie überwindet und führt uns zum Guten.
Sie ermöglicht, setzt frei und befähigt.
Sie verwandelt, verändert, wendet.
Sie löst und lässt überwinden.
Sie erneuert, kräftigt, bevollmächtigt und verbindet mit Gott.
Durch ihn haben wir. Durch uns bewirkt er.
In unserem Verhalten, Denken, Fühlen, Hoffen und Tun zeigt er sich.
Liebe beschenkt
Sie lebt aus sich heraus.
Sie ist ohne Absicht und Eigennutz.
Sie ist objektiv, verständnisvoll, weitsichtig und weise.
Sie führt immer zu Wahrheit und Wahrhaftigkeit
und deckt Ichbezug, Unzufriedenheit, Verbitterung, Selbstlüge,
Selbstmitleid, Selbstherrlichkeit und Selbstgerechtigkeit gnädig auf.
Sie schenkt inneren Frieden und Gleichgewicht.
Sie lässt das Gute in uns wachsen und stark werden, nämlich:
Verständnis, Geduld und Gelassenheit,
Ausgeglichenheit, Freundlichkeit und Güte,
Dankbarkeit, Freude, Vertrauen, Großzügigkeit und Treue,
Anstand, Ehrlichkeit und Genügsamkeit,
Aufmerksamkeit, Einfühlsamkeit und Taktgefühl,
Toleranz und Achtung vor der Würde
und dem Selbstbestimmungsrecht des Anderen.
Nur sie gibt Kraft zum Geben und zur Vergebung.
Indem wir in der Liebe die Güte Gottes erkennen, - zu uns und zu anderen -,
können wir vorbehaltlos Gott lieben, andere und auch uns selbst.
Mit der Liebe Gottes haben wir alles, was wir brauchen und wonach wir uns sehnen.
In ihr haben wir gefunden, was unser Leben sinnvoll und fruchtbar macht.
Durch sie danken und glauben wir Jesus, den Christus, und hoffen auf ihn.
In seiner beispielhaften Liebe zu uns können auch wir alles ertragen und erdulden.

