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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Meine Rache!!!

 

Hallo Du,

wer Feinde hat, braucht diese Feinde,

   um von sich (Seinem ICH) abzulenken;

   um sein kleines egoistisches ICH zu verstecken.

Und wer gegen seine Feinde „öffentlich und heldenhaft“ kämpft,

   wer sich gegen sie auflehnt und gegen sie lästert und meckert,

   der kämpft im Grunde gegen sich selbst,

      gegen den Feind in sich,

      gegen seine eigene Selbstablehnung.

Und damit steigert er die Wut und den Hass

   gegen seine selbstgemachten Feinde,

   gegen die Menschen, in die er hineinspiegelt,

      was er an sich nicht akzeptieren kann und ablehnt.

 

Aus dieser verdrehten Betrachtung,

   bei der man in seiner Schwäche gut dastehen möchte,

   wächst eine verheerende Selbstlüge,

   nämlich: Ich bin gut und die anderen sind schlecht!

   Niemand liebt mich und deshalb hasse ich alle – auch mich.

   Ich weil ich ahne, dass das mein Tod wäre,

      will ich den Gegenbeweis von einzelnen,

      will deren Zuneigung und Liebe um jeden Preis.

   Ich nehme sie mir oder erzwinge sie –

      und stelle fest, dass ich immer weniger erhalte.

 

Und so wird ein neuer Feind geboren,

   der, den ich mir zum Freund ausgewählt hatte,

   der, der mich doch nicht so liebte, wie ich es mir vorstellte.

Und das geht solange,

   bis ich nur noch Feinde sehe;

   bis aus meiner Sicht „wirklich“ alle gegen mich sind;

   bis ich keine Hoffnung mehr habe;

   bis mir nur noch der letzte Schritt in den Freitod bleibt,

      mit dem ich mich an allen räche.

 

Wenn ihr mir nicht gebt, was ICH von euch will,

   z.B. Geborgenheit, Vertrauen, Aufmerksamkeit, Zuneigung und Anerkennung,

   dann gebe ich euch das auch nicht!

   Ja ich lehne euch sogar ab. Ich missachte euch!

   Ich hasse euch, weil ihr mich nicht liebt.

   Und letztlich versage ich mich euch ganz,

      indem ich nicht mehr bin.

 

Es wird mein letzter Aufschrei sein!

Ihr seid schuld daran, dass ich nicht mehr leben kann.

Wenn ich tot bin, dann habe ich vor euch meine Ruhe.

Ihr aber sollt diese Ruhe nicht haben.

Ihr sollt keine Freude mehr in eurem Leben finden.

Ihr sollt von eurer Schuld bedrückt und geplagt

   und von eurem Gewissen gequält und getrieben werden!

Dann wisst ihr endlich, wie es mir ergangen ist,

   wie sehr ich (unter euch) gelitten habe.

 

Solche Gedanken aber sind nicht wahr.

Sie sind eine Lüge; eine Selbstlüge,

   geboren aus Enge, Angst und Feigheit,

   geboren in der Vorstellung des Kopfes,

      durch die eigenen Gedanken genährt und großgezogen;

   aus dem Gefühl der Ablehnung hochstimuliert;

   aus Selbstmitleid gepflegt und genährt.

 

Das kleine, aufschreiende Ego lehnt sich auf,

   fühlt sich nicht richtig erkannt und gewürdigt,

   drängt sich in den Vordergrund,

   spielt sich (sein ICH) auf,

   will sich beweisen;

   Aufmerksamkeit und Zuneigung erzwingen,

   und erlebt umso stärker,

      dass andere nichts mit ihm zu tun haben wollen.

 

Und seine Lügenthese wird bestätigt: Niemand mag mich!

Indem er seine Nächsten beleidigt;

   sie kratzt, beist und tritt und sie sich deshalb von ihm zurückziehen,

beweist er sich selbst,

   dass er nicht gewollt und geliebt wird,

   dass er im Grunde überflüssig ist.

 

Wie verdreht und egoistisch falsch das doch ist!!!

Ein solch verqueres Denken kann nur aus Angst und Ohnmacht entstehen.

 

Wenn das Vorzeichen nicht stimmt,

   wird aus einem Guthaben Schulden.

Wenn meine Einstellung zu mir und den Menschen nicht stimmt,

   sehe ich überwiegend Probleme

      und trage schwer an meinen selbsterzeugten Lasten

         und damit verbunden, an Krankheit und Leid.

Wenn mein Vorzeichen, meine Lebenseinstellung nicht stimmt,

   dann wird aus jeder meiner guten Gaben ein belastender Fluch.

 

Das Vorzeichen kann ich nur dadurch ändern,

   indem ich mich selbst ändere,

   indem ich mich selbst nicht so wichtig nehme,

   indem ich nicht alles auf mich beziehe,

   indem ich nicht alles so ernst nehme.

 

Das Vorzeichen kann ich nur dadurch verändern,

   indem ich mir nicht mehr aus eigener Kraft

      und aus eigenem Wollen selbst helfe,

         mir also nicht mehr selbst nehme und erzwinge, was ich haben will,

   sondern indem ich mich öffne und das annehme,
      was sich für mich ergibt.

   Indem ich mit dem zufrieden bin, was ich habe

      und mit dem, was ich von anderen freiwillig und gerne bekomme.

 

Und indem ich nicht mehr selbst haben will, stelle ich fest,

   dass ich bereits etwas habe;

   dass ich etwas wertvolles habe, von dem ich nichts wusste.

Und jetzt wo ich weiß, dass auch ich etwas habe,

   werde ich bereit zu geben.

Etwas von mir zu geben,

   anderen mich mitzuteilen,

   andere an mir teilhaben zu lassen,

   an anderen Teil zu haben.

 

Im Geben erkenne ich,

   was ich habe,

   was besonders an mir ist,

   was ich bisher als Negativ abgelehnt habe,

   was andere an mir schätzen.

Im Geben erkenne ich mich selbst!

 

Geben ist lieben

   und lieben ist leben

   und leben heißt annehmen!

Es heißt, sich zu verändern und sich verändern zu lassen.

Es heißt, zu wachsen und erwachsen zu werden;

   über sich selbst hinauszuwachsen und seinen Selbstbezug hinter
      sich zu lassen.

Es heißt, sich dem anderen zuzuwenden und statt dem „Ich“
   das „Du“ zu sehen.

Es heißt, verantwortlich zu werden für sein eigenes Denken,
   Reden und Tun, um Gemeinschaft gründen und ein „Wir“
   leben zu können.

Es heißt, anderen das zu geben, was man selbst lange nicht hatte.

 

Die Rache des kleinen Mannes ist,

   über andere zu schimpfen und Recht haben bzw. bekommen zu wollen.

Das Verhalten des großen Mannes ist,

   zu erkennen, zu lernen und sich und seine Umstände zu verändern -
   mit Gottes Hilfe, und ohne ein Wort darüber zu verlieren.

 

Wenn jemand ein große Reise macht,

   dann möchte er gerne Bedrückendes zurücklassen.

Doch sehr bald stellt er fest, dass er sich selbst,

   sein quälendes ICH, immer dabei hat.

Nicht die anderen sind oder waren an der eigenen Misere schuld,

   sondern immer ist es jeder für sich selbst.

Wer das erkennt,

   - und jeder kommt irgendwann zu dieser Erkenntnis -,

   der hat begonnen ein besseres Leben zu leben

   und ein wertvoller Mensch zu sein.

 

 

Ich weiß nicht, wer das folgende Gedicht geschrieben hat,

   aber es ist schön und passend:

 

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.

Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.

Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass.

Ein bisschen mehr Wahrheit, das wär’ etwas.

 

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh’.

Statt immer nur Ich, ein bisschen mehr Du.

Statt Angst und Hemmung, ein bisschen mehr Mut -

und Kraft zum Handeln, das wäre gut.