Göttliche Gerechtigkeit
Hallo Du,
oh ja, wir alle wollen unser Recht!
Wir wollen, dass uns Recht geschieht,
wir bestehen auf Gleichberechtigung
und hoffen auf ausgleichende Gerechtigkeit,
jedenfalls immer dann, wenn es uns selbst betrifft.
Dahinter steht der dringliche Wunsch,
nicht zu kurz zu kommen.
Wenn Recht und Gesetz auf unserer Seite stehen,
fühlen wir uns stark und bestehen meist darauf,
auch rechtzubekommen. Es steht uns ja schließlich zu.
Wie selbstgerecht wir doch sind,
wenn es um unseren eigenen Vorteil geht.
Wir reden von Rechtschaffenheit
und schaffen uns unser Recht doch selbst.
Wir wollen aufrecht sein und aufrecht gehen können
und belügen uns doch selbst.
Indem wir so im rechthaben und rechten verhaftet sind,
sehen wir nicht die andere, höhere Bedeutung von Gerechtigkeit.
Im täglichen Leben gibt es viele Gesetze,
so viele, dass wir sie gar nicht alle kennen können
und deshalb verstoßen wir ständig gegen irgend eines davon.
Vor Gott gibt es, durch Jesus verdeutlicht und eingesetzt,
nur noch ein Gesetz, das Gesetz der Liebe.
Es ist eine Form der Liebe,
wie sie beispielsweise gute Eltern
ihren Kindern gegenüber empfinden und weitergeben.
Es ist eine selbstlose, fürsorgende und führende Liebe,
die dem anderen nur Gutes wünscht und zukommen lässt.
Es ist eine Liebe,
aus der Freude, Freundlichkeit und Freiheit erwachsen,
eine Liebe die gerne gibt, aber nicht nimmt.
Es ist eine Liebe,
die annehmen kann, die angenommen werden kann,
weil keine Gegenforderung besteht.
Diese Liebe hat mit menschlicher Verliebtheit
oder mit einer partnerschaftlichen Liebe
zum gegenseitigen Nutzen, nichts zu tun.
Dieses Gesetz ist so einfach, aber doch nur schwer einzuhalten.
Wir alle haben diese Liebe in uns, wir sind aus ihr geschaffen,
aber wir wissen oft nicht, wie wir sie zeigen und geben können.
Zuviel belastet und behindert uns, zuviel ICH ist in uns.
Wir leiden unter unseren Schwachheiten und Begrenzungen
und vergessen ganz, dass Jesus gerade dafür gestorben ist.
Wir wissen es nicht und können es deswegen auch nicht glauben.
Wir wissen auch nicht, dass wir göttliche Geschöpfe sind,
die alle Fähigkeiten Gottes haben und nutzen könnten.
Wir wissen auch nicht,
dass wir uns in ein anderes, neues Leben hineinentwickeln können,
in dem wir die gesamte Vollmacht und Autorität Gottes haben werden.
Wenn wir in der Liebe leben, leben wir in Gott,
denn Gott ist die Liebe, und er lebt dann in uns.
Wenn wir in der Liebe leben und lieben,
werden wir seine Kinder, seine Söhne und Töchter,
seine Erben und Bevollmächtigten.
Wenn wir in der Liebe leben,
wissen wir, dass wir ohne Gott nichts sind und nichts vermögen
und dass es seine Liebe und seine Kraft ist, die durch uns wirkt.
Ohne Liebe sind wir nichts, aber mit Liebe sind wir alles, durch ihn.
Durch seine Gnade und Liebe werden wir gerecht gemacht,
ihm gerecht gemacht, für ihn zurecht gemacht.
Durch seine Gnade und Liebe verändern wir unser Wesen,
wachsen wir in unserem Charakter und werden Jesus immer ähnlicher.
Durch seine Gnade und Liebe wird uns seine Gerechtigkeit zuteil.
Wir werden ihm als seine Vertreter auf Erden gleichgestellt
und erhalten die Fähigkeit,
uns in seiner Gegenwart nicht mehr Minderwertig zu fühlen,
sondern kraftvoll und bestimmt in seinem Namen zu lieben
und machtvoll gegen das Böse, Schlechte und Kranke zu wirken.
Das ist seine liebevolle Gerechtigkeit. Das ist seine Weisheit.
Durch sein Wort werden zu Christen,
die die Fülle des geistigen Lebens erhalten.
Wir werden zu Christen, die Weisheit und Erlösung bekommen haben,
denen die inwendige Heiligung und Gerechtigkeit Gottes zuteil wurde.
Wir werden zu Christen, die nicht mehr an sich selbst denken,
sondern nur noch an das Wohl von Gottes Gemeinde.
Wir werden zu Christen, die Christus alle Ehre machen
und die Gott dafür loben und danken.

