Vergesse nie deine Frau! (1.Kor 7,3)
„Der Mann soll seine Frau nicht vernachlässigen!“ (1.Kor 7,3)
„Bedenkt, dass nach Gottes Ordnung Mann und Frau füreinander da sind.“ (1.Kor 11,11)
Oh ihr Männer! Was seid ihr doch für Herumtreiber.
Ihr habt geheiratet, ohne zu bedenken, dass eure Frauen eure Nähe brauchen.
Sie sind ganzheitliche Wesen,
angefüllt mit zarten, liebevollen Gefühle und einer empfindsamen Seele.
Unter familiären Spannungen und Zerwürfnissen leiden sie viel stärker als ihr.
Ohne gelebte und gelingende Beziehung können sie nicht gedeihen.
Deshalb brauchen sie euch,
eure Anwesenheit, eure Aufmerksamkeit, eure Zuwendung, eure Unterstützung
und gemeinsame Unternehmungen mit euch.
Sie wollen mit euch Freude und Leid teilen.
Wenn ihr das zulasst, gehen sie mit euch durch’s Feuer,
ansonsten könnt ihr sie leicht verlieren.
Ein Mann drängt lieber in die große, weite Welt,
um dort seine Bewährung und Anerkennung zu finden.
Er lebt lieber im Wettbewerb mit anderen Männern.
Er fühlt sich dabei sicherer und verstandener.
Seine Ehefrau beachtet er dabei kaum.
Selten versucht er, ihre Blickweise zu verstehen.
Manchmal ist sie ihm sogar im Weg.
Doch, das Gute liegt so nah.
Er muss sich nur bei ihr bewähren!
Sie hat ihn mit der Heirat schon anerkannt.
Sie gibt ihm Gelegenheit für eine liebevolle Beziehung
und für seine persönliche Vervollkommnung.
Er muss sie nur nutzen. Alles andere ist unwichtig.
Wir Männer müssen lernen, Beziehung zu leben.
Nur in der Beziehung mit der eigenen Frau werden wir zum Mann,
nämlich weich, einfühlsam, zärtlich, treu, stark und erfolgreich im Leben.
Sie gibt uns die Möglichkeit, Verantwortung für andere zu tragen
und damit unseren unabhängigen Egoismus zu überwinden.
Nur ein starker Mann traut sich, auch schwach zu sein und Gefühle zu zeigen.
Nur ein starker Mann hat den Mut, von einer Frau Rat und Hilfe anzunehmen.
Nur ein starker Mann bemerkt, dass seine Frau etwas hat, was ihm fehlt.
Nur ein starker Mann weiß, dass er ohne seine Frau versagt.
Ihr Männer, verhaltet euch euern Frauen gegenüber einsichtig und verständnisvoll.
Nehmt Rücksicht auf ihre Bedürfnisse, Gefühle und Meinung.
Schenkt ihnen viel Zeit, Zuneigung, Aufmerksamkeit, Gemeinschaft und Liebe.
Ermöglicht ihnen viele Sozialkontakte, besonders in ihrem Ümfeld.
Das ist ihre Stärke und besondere Gabe. Davon profitiert ihr am meisten.
Macht ihnen keine Vorschriften, denn sie sind viel lebensklüger als ihr.
So wie Pflanzen Licht, Luft und Wasser brauchen,
so brauchen Frauen diese Beziehungen und euren Rückhalt,
sie brauchen die Gewissheit eurer intensiven Liebe und Treue zu ihr.
Aus männlicher Sicht ist das Übertrieben, vielleicht sogar verrückt,
aber aus ihrer Sicht ist das die Basis des Zusammenlebens.
Wer seiner Frau nicht gibt, was sie braucht, der achtet sie nicht,
der beachtet sie auch nicht, ja, der missachtet sie sogar.
Bedenkt immer: Ihr seid der Hafen, in dem ihre Liebe ankert.
Sie hat sich für euch entschieden. Euch schenkt sie ihr Leben.
Und bedenkt auch: Ihr habt charmant und erfolgreich um sie geworben
und euch für sie entschieden! Lebt euer Charme noch?
Beziehung und Gemeinschaft sind ihr Lebenselixier.
Gemeinsame Unternehmungen sind ihre Seelennahrung.
Für ihre Kinder und für ihren Mann da zu sein, ist ihre Lebensbestimmung.
Daran ändert auch die Emanzipation der Frau nichts.
Ganz im Gegenteil, sie macht es für die Frau nur noch schlimmer.
Männer neigen dazu, selbständig, unabhängig und cool zu sein,
und sie wollen nicht gerne einsehen, dass sie es nicht sind.
Sie wollen sich von einer Frau, ihrer Mutter, nichts sagen lassen
und übersehen dabei, dass ihre Frau nicht ihre Mutter ist.
Sie schwirren lieber jagend in der Weltgeschichte umher und merken gar nicht,
dass sie damit ihrer Frau die Grundlage für ihre Liebe rauben.
Wenn er nicht da ist, kann sie ihn nicht lieben.
Liebe lebt nur in der vertrauensvollen Beziehung!
Liebe will und muss sich immer wieder ausdrücken und lebendig sein.
Das verbindende Band von Liebe und Vertrauen muss ständig bestätigt werden.
Liebe bedeutet, dem anderen nahe zu sein und zu wissen, wohin man gehört!
Liebe muss gelebt und ständig ausgetauscht werden, sonst vertrocknet sie
und eine vertrocknete Pflanze ist nicht mehr zu beleben!
„Nichts soll zwischen euch stehen,
das euch am gemeinsamen Gebet hindert.“ (1.Petr 3,7)
Nicht die Anerkennung von Fremden hilft dem Mann weiter,
nicht der berufliche Erfolg und Aufstieg,
nicht die Beliebtheit bei seinen Freunden,
sondern nur die Anerkennung der eigenen Frau und ihre dankbare Treue.
Er kann nur lieben, indem er ihre Liebe annimmt und erwidert.
Er kann nur lieben, wenn er sich Zeit dafür nimmt.
Er kann nur geliebt werden, wenn er liebenswürdig ist.
Sie kann ihn nur lieben, wenn er anwesend ist.
Wer keine Zeit für seine Frau hat, hat auch keine Zeit für sich selbst.
Wer keine Zeit für sich selbst hat, der liebt sich auch nicht selbst.
Wer sich nicht selbst liebt, der kann auch anderen keine Liebe geben.
Wer lieber ein anderer sein will, verachtet sich selbst.
„Ohne Liebe bin ich nichts! … Liebe ist geduldig und freundlich.
Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht und ist nicht überheblich.
Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend.
Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt.
Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand.“ 1.Kor 13,4-7)
Männer glauben gerne, Frauen hätten ihnen den Rücken frei zu halten,
damit sie dem (vermeintlichen) Erfolg hinterher jagen können.
Sie glauben, Frauen imponieren zu können oder gar zu müssen.
Sie glauben, mit Gegenständen Liebe zeigen und beweisen zu können.
Frauen aber brauchen hauptsächlich Zuwendung und wollen angenommen werden.
Frauen wissen, dass der Erfolg des Mannes
sich in der Beziehung zu seiner Frau und zu seinen Kindern widerspiegelt.
Wer in äußeren Aktivitäten übermäßig nach Ehre und Anerkennung sucht,
versucht damit eine innere Leere zu füllen, die nur durch eine liebevolle Beziehung
mit sich selbst, zu seiner Familie und zu Gott zu füllen ist.
Nur wer sich für zwischenmenschliche Liebe und Gemeinschaft reichlich Zeit nimmt
und sie überreich verschenkt, wird dabei glücklich, denn er erkennt darin,
dass sein Leben und er selbst einen Sinn hat,
dass er seinen Sinn darin hat, für andere da zu sein.
Diese Entdeckung macht ihn dankbar
und sie führt ihn zu seiner Sehnsucht und zu seinem Ursprung,
nämlich zu seiner Bestimmung als Mensch und Mann
und zu Gott, seinem Schöpfer, von dem er ein wichtiger Teil ist.

