Das Baby
Noch klein, noch zart, noch rein,
so soll ein Baby sein.
Geboren, um zu werden,
zu wachsen hier auf Erden,
zu reifen und zu tragen,
zu bestehen an schweren Tagen,
zu lieben und zu mehren;
Lebensglück zu begehren.
Noch schläft es die meiste Zeit.
Noch sieht es nicht sehr weit.
Noch nuckelt es an der Brust.
Noch strampelt es mit Lust.
Es lauscht auf alle Laute.
Es riecht gern das Vertraute.
Es formen sich die Sinne,
damit das Sein beginne.
Es wächst dem ‚Mein’ entgegen.
Es lernt, sich aufzuregen,
zu wollen, schreien, trotzen,
kindlich herumzumotzen.
Es lernt zu laufen, sprechen,
andere auszustechen.
Und eh’ man sich versieht,
die Pubertät geschieht.
Ein junger Mensch, erst hilflos klein,
tritt hoffnungsfroh ins Leben ein.
Es möge ihm leicht gelingen,
große Taten zu vollbringen.

