berühren
Hallo Du,
etwas hat mich berührt,
zunächst nur ganz leicht,
zart und sanft,
es geht mir nach,
es hält an,
es ist intensiv.
In mir rührt sich etwas,
es regt sich etwas,
ich bin berührt,
angerührt,
innerlich bewegt und ergriffen.
Woher rührt das?
Etwas ist zwischen uns geschehen,
etwas, das ich nicht erklären kann.
Du hast mich berührt,
berührt mit Deinem Sein,
mit Deinem Wesen
und mit Deinen Händen.
Du hast mich angenehm berührt,
eine Verbindung zwischen uns hergestellt,
Gefühle in mir geweckt,
mir Hoffnung gegeben,
Rührung bewirkt.
Es drängt mich, rührig zu werden,
etwas aktiv zu tun,
Dir näher zu kommen,
mich Dir zu offenbaren,
die Berührung zu wiederholen.
Ich habe Deine Scheu erkannt,
aber auch Dein Sehnen.
Ich verstehe Deinen Wunsch nach Freiheit,
Unabhängigkeit, Weite und Sicherheit,
aber auch Dein Sehnen nach Berührung,
nach Nähe, Zärtlichkeit und Geborgenheit.
Du hast Dich abgegrenzt
und fühlst Dich dennoch angezogen.
Auch Du hast mir in die Seele geschaut,
meine Zartheit und Zärtlichkeit erkannt,
aber auch meine innere Kraft und Leidenschaft wahrgenommen.
Du hast erkannt,
dass ich mit meinem Körper spreche
und dass meine Hände mehr sagen können,
als 1000 schöne Worte:
Sie drücken meine Gefühle aus und offenbaren mich.
Sie können entspannen, beruhigen, freisetzen und heilen,
sie können berühren, erkunden und geben,
sie können freigeben, loslassen und befreien,
sie können sich mit Deinen halten,
sie können sich mit Deinen verschränken,
sie können unsere Herzen und Seelen verbinden.
Freiheit zur Verbindung entsteht
aus der Unabhängigkeit von eigenen Auflagen,
aus der Unabhängigkeit von fremden Vorgaben,
aus der Befreiung der eigenen Gefühle,
aus der Sicherheit des geliebt Werdens,
aus der Gewissheit angenommen zu sein
und
aus der freien Entscheidung zu lieben.
Ich reiche Dir,
vertrauensvoll meine Hände.

