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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Wie Gott lieben?
 

Hallo Du,

es geht mir zurzeit schlecht.

Quälende und lähmende Schmerzen toben in meinem Körper.

Sie knebeln und schütteln mich. Sie wollen mir etwas sagen.

Wieder einmal bin ich an Grenzen gekommen.

Meine Hilflosigkeit ist offenbar. Von mir selbst aus kann ich nichts tun.

In meiner Ohnmacht suche ich die Nähe Gottes und seinen Willen.

Ich suche einen Sinn im mühsamen Sein, seinen Sinn für mein Sein.

Gehe ich noch seinen Weg?

 

In der Bibel finde ich das wichtigste Gebot, das Gott und Jesus uns gegeben haben:


Höre! Gott allein ist Herr. Neben ihm gibt es keinen Gott. Ihn sollst du mit ganzem

Herzen, mit ganzer Seele, deinem ganzen Verstand und deiner ganzen Kraft lieben.

Ebenso wichtig ist das andere Gebot: Liebe deine Mitmenschen, so wie du dich selber liebst!

Es gibt kein anderes Gebot, das lebenswichtiger ist als diese beiden. (Mk 12,29–31):

 

Wie oft schon habe ich diese Zeilen gelesen. Sie sind mir zur Leitlinie geworden.

Und doch fällt mir gerade jetzt auf, dass ich gar nicht genau weiß, wie ‚Gott lieben’ geht.

Ich stelle fest, dass mein Verständnis von Liebe immer noch sehr beschränkt ist und

   überwiegend aus meinem Gefühl oder aus meinem Wissen und Verstand bestimmt werden.

Es ist höchste Zeit zu verstehen, was Jesus damit wirklich sagt.

Und wenn wir schon einmal dabei sind:

Es fällt mir auch schwer, mich selbst zu lieben. Auch hier weiß ich nicht, wie das geht.

Mir wurde beigebracht, dass Selbstliebe, dass ‚Sich selbst lieben’ eine Form von Narzissmus sei,

   ein krankhaftes ‚Verliebt sein’ in die eigene Person.

Ich musste lernen, dass Selbstliebe das Gleiche ist wie Selbstsucht und Egoismus,

   ein eigennütziges ‚Sich in den Mittelpunkt stellen’,

   ein ‚Nur an sich selbst denken’,

   ein ‚Auf das eigene Wohl und den eigenen Vorteil bedacht sein’,

   ein übergriffiges ‚Sich selbst bevorzugen’ und damit andere benachteiligen.

Indem ich das schreibe ahne ich, dass das so nicht richtig sein kann

   und dass ich damit vielleicht von meinen Eltern erzieherisch manipuliert wurde,

     um meine eigenen Bedürfnisse und Interessen hinter ihre zurückzustellen.

Immerhin hatte ich noch vier weitere Geschwister.

 

Wie also komme ich zu Antworten, die mir sagen, wie ich Gott und wie ich mich lieben kann?

Ich bitte Gott um Weisheit und um die Führung im Geist.

Möge er mich erhellen und mir in diesem Text die Wahrheit zeigen.

 

Hartnäckig suche ich in der Bibel und werde fündig:

Wer glaubt, dass Jesus Christus der von Gott verheißene Retter ist,

der ist ein Kind Gottes. Kinder aber, die ihren Vater lieben, die lieben auch

ihre Brüder und Schwestern. Dass wir wirklich Gottes Kinder lieben,

erkennen wir an unserer Liebe zu Gott und daran, dass wir seine Gebote halten.

Denn Gott lieben heißt nichts anderes als das tun, was er uns sagt;

und das ist nicht schwer. (1.Joh 5,1-3):

 

Dass ich meine Brüder und Schwestern liebe, erkenne ich

   an meiner Liebe zu Gott und daran, dass ich seine Gebote halte?

An meiner Liebe zu anderen erkenne ich meine Liebe zu Gott?

An meiner Liebe zu mir, erkenne ich meine Liebe zu Gott?

Indem ich tue, was er sagt, erkenne ich meine Liebe zu Gott?

 

Wie ist das gemeint? Weshalb ist mir das ein Rätsel?

„Kinder, die ihren Vater lieben, die lieben auch ihre Brüder und Schwestern.“

Ich kannte meinen Vater so gut wie nicht.

Meine Eltern wurden geschieden noch bevor ich geboren wurde.

Er war nicht da. Ich konnte ihn nicht lieben.

Auch meinen Stiefvater konnte ich nicht lieben.

Er war ein unberechenbarer Mensch vor dem ich Angst hatte.

Zu oft hat er mich verprügelt. Zu oft hat er sich an mir abreagiert.

 

Zum Verständnis bleiben mir noch der zweite Satzteil und der letzte Satz:

- „und daran, dass wir seine Gebote halten.“

- „Gott lieben heißt nichts anderes als das tun, was er uns sagt.“

 

Herr, welche Gebote meinst du?

Spontan fallen mir dazu die mosaischen Gesetze ein, die du dem Volk Israel gabst,

   damit die Menschen friedlich zusammen leben.

Darin beziehst du dich vor allem auf die zehn Gebote aus 2. Mose 20,1-17:

  1. Ich bin der HERR, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

  2. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel,
    noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist:
    Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott,
    der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer,
    die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben
    und meine Gebote halten.

  3. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird
    den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

  4. Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine
    WerkeAber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine
    Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht
    dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde
    gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum
    segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.

  5. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande,
    das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

  6. Du sollst nicht töten.

  7. Du sollst nicht ehebrechen.

  8. Du sollst nicht stehlen.

  9. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau,
    Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

 

Ich kenne diese Gebote, doch so sehr ich mich anstrenge, ich kann einige davon nicht immer halten.

Ich glaube gar: Je mehr ich mich anstrenge, sie zu halten, desto weniger gelingt es mir.

Das, was ich tun möchte, tue ich meist doch nicht, aber das, was ich nicht tun möchte, das tue ich.

 

Meine menschliche Natur, mein Verhalten und Tun,

   wurden im Lebens- und Überlebenskampf geschult und gefestigt.

Sie hat sich in der Auseinandersetzung bewährt. Soll das Richtige jetzt falsch sein?

Darf ich mich nicht mehr behaupten?

Wie steht es um: Auge um Auge oder um: wie du mir, so ich dir; keiner denkt an mich, deswegen ich;

   nur der Starke ist erfolgreich; der Erfolg heiligt die Mittel.

Sich so zu verhalten, ist wie ein innerer Zwang, eine Angewohnheit,

   ein vorgelebtes, eingeübtes, automatisiertes Verhalten, das Gott abbauen möchte.

Ja, es ist schwer, sich nach den Gesetzen und Geboten zu richten,

   aber Gottes Leitlinien sind hilfreiche Werte und Ziele, sie können es auch für mich sein.

Auch wenn ich zunächst nur wenige davon einhalten kann, so ist das Wenige doch schon viel,

   denn aller Anfang ist schwer und je länger ich den neuen Weg gehe, desto leichter fällt es mir.

 

Dennoch, himmlischer Vater,

   ich bin fest davon überzeugt, dass du meine Beschränktheit kennst

   und dass es noch andere Wege gibt, die mir zeigen, wie ich dich lieben kann.

 

Ich schaue auf Jesus und lese in deinem Wort, dass er dein folgsamer Sohn war.

Keiner kannte dich so gut wie er. Er tat immer das, was du ihm gesagt hast.

Er hat dir vollständig vertraut. Er hat dich sicherlich geliebt. Ist sein Gehorsam diese Liebe?

 

Er hat seinen Jüngern alles gesagt, was er von dir wusste, alles, was wir von dir wissen sollten.

Paulus ist mir ein großer Lehrer, er schreibt:

Bleibt keinem etwas schuldig, abgesehen davon, dass ihr euch untereinander lieben sollt.

Denn nur wer seine Mitmenschen liebt, der hat Gottes Gesetz erfüllt.

Alle Gebote, die Gott Mose gegeben hat - wie zum Beispiel: «Du sollst nicht die Ehe brechen,

du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht neidisch sein auf das, was anderen

gehört» -, alle diese Gebote lassen sich in einem Satz zusammenfassen: «Du sollst deinen

Nächsten lieben wie dich selbst.» Denn wer seinen Mitmenschen liebt, tut ihm nichts Böses.

Deshalb ist die Liebe das Entscheidende an Gottes Gesetz. (Röm 13,8-10)

 

Nur wer seine Mitmenschen liebt!

Die Liebe zu den Mitmenschen ist also das Entscheidende?

Die Bibel gibt mir weitere Antworten:

 

Ich liebe Gott, indem ich

- ihn in den Mittelpunkt stelle,

- seine Nähe suche,

- ihm nahe bleibe,

- ihn lobe und ehre,

- ihm vertraue,

- mich ihm anvertrauen,

- ihm gehorche,

- seinen Willen tue,

- in Ehrfurcht vor Gott lebe, (2.Kor 7,1)

- mich verhalte, wie es ihm gefällt, (2.Kor 7,1)

- mich von jeder Sünde trenne, die meinen Körper oder Geist verunreinigt, (2.Kor 7,1)

- mich meinem Nächsten zuwende,

- meinen Nächsten liebe,

- barmherzig bin, (Lk 6,36)

- dem gebe, der mich um etwas bittet, (Mt 5,42)

- den Menschen helfe und ihnen Gutes tue,

     ohne Dank oder eine Gegenleistung zu erwarten, (Lk 6,35)

- nicht über andere richte, (Lk 6,37)

- niemanden verurteile, (Lk 6,37)

- anderen vergebe, (Lk 6,37)

- gebe, was ich habe, (Lk 6,38)

- mich nicht wehre, wenn mir Böses geschieht, (Mt 5,39)

- meine Feinde liebe, (Mt 5,44)

- für die bete, die mich hassen und verfolgen. (Mt 5,44)

 

Alles, was wir brauchen, um ein Leben zu führen, wie es Gott gefällt,

hat uns Christus geschenkt. Denn durch ihn haben wir Gott kennengelernt,

der uns in seiner Macht und Herrlichkeit zu einem neuen Leben berufen hat.

Dadurch hat er uns das Größte und Wertvollste überhaupt geschenkt:

Seine Zusagen, dass alle, die dem verdorbenen und todbringenden Wesen dieser Welt

entflohen sind, an Gottes ewigem Wesen und Leben Anteil haben werden.

Deshalb setzt alles daran, und beweist durch einen vorbildlichen Lebenswandel,

dass ihr an Gott glaubt. Jeder soll sehen, dass ihr Gott kennt.

Diese Erkenntnis Gottes zeigt sich in eurer Selbstbeherrschung.

Selbstbeherrschung lernt man nur in Geduld und Ausdauer, und dadurch

wieder kommt man zur wahren Liebe und Ehrfurcht vor Gott.

Wer Gott liebt, wird auch seine Brüder lieben, und schließlich

werden alle Menschen diese Liebe zu spüren bekommen.

Wenn ihr diesen Weg geht und dabei weiter vorankommt, wird euer

Christsein nicht leer und wirkungslos bleiben. (2.Petr 1-8)

 

Haltet fest zusammen, und schafft Frieden in eurer Gemeinde.

   dann wird Gott, der ja ein Gott der Liebe und des Friedens ist, mit euch sein. (2.Kor 13,11)

 

Lebt nun auch wie Kinder des Lichts!

   Ein solches Leben führt zu aufrichtiger Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit. (Eph 5,9)

Prüft in allem, was ihr tut, ob es auch Gottes Wille ist. (Eph 5,10)

Helft finstere Machenschaften ans Licht zu bringen. (Eph 5,11)

Achtet genau darauf, wie ihr lebt: Nicht wie Menschen, die von Gott nichts wissen wollen,

   sondern als Menschen, die ihn kennen und lieben. (Eph 5,15)

Dient Gott, sträubt euch nicht gegen das, was der Herr von euch erwartet.

   Haltet unerschütterlich am Wort des Lebens fest. (Eph 5,16-17)

Singt miteinander Psalmen, und lobt den Herrn mit Liedern, wie sie euch sein Geist schenkt.

   Singt und jubelt aus vollem Herzen! Und immer gilt: Im Namen unseres Herrn Jesus Christus

   dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit, überall und für alles! (Eph 5,19-20)

 

Lebt in Ehrfurcht vor Gott und in ganzer Hingabe an ihn. (Phil 2,12)

Hütet euch vor unzufriedenem Murren und misstrauischen Zweifeln. (Phil 2,14)

 

Liebt euch untereinander herzlich in Barmherzigkeit, Güte, Demut, Nachsicht und Geduld.

   Streitet nicht miteinander, und seid bereit, einander zu vergeben, selbst wenn ihr glaubt,

   im Recht zu sein. Denn auch Christus hat euch vergeben. Das Wichtigste ist die Liebe.

   Wenn ihr sie habt, wird euch nichts fehlen. (Kol 3,12-14)

Lasst das Wort Christi seinen ganzen Reichtum bei euch entfalten. Achtet darauf, dass es

   bei euch richtig verkündigt und verstanden wird. Ermutigt und ermahnt euch gegenseitig,

   und dankt Gott von ganzem Herzen mit Psalmen, Lobgesängen und Liedern, die euch der Heilige

   Geist schenkt. Ihr habt doch Gottes Gnade erfahren! Lasst all euer Tun - euer Reden wie euer

   Handeln - im Namen Jesu geschehen. So könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken. (Kol 3,16-17)

 

Gott will, dass ihr ganz und gar ihm gehört. (1.Thess 4,3)

Gott hat uns zu einem Leben berufen, das ihn ehrt. (1.Thess 4,7)

 

Wahrer Schmuck der Frauen ist es, Gutes zu tun. Damit beweisen sie,

   dass sie Gott lieben und ehren. (1.Tim 2,10)

 

Glücklich ist der zu nennen, der Bewährungsproben besteht und im Glauben fest bleibt.

   Gott wird ihn mit dem Siegeskranz, dem ewigen Leben, krönen. Das hat er allen versprochen,

   die ihn lieben. (Jak 1,12)

 

Seid immer sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet.

   Hütet euch vor unkontrolliertem Zorn! Denn im Zorn tun wir niemals, was Gott gefällt. (Jak 1,19)

 

Trennt euch ganz entschieden von allem Gemeinen und Bösen. Nehmt bereitwillig Gottes Wort an,

   das er wie ein Samenkorn in euch gelegt hat. Es hat die Kraft, euch zu retten. Nun genügt es

   aber nicht, sein Wort nur anzuhören; ihr müsst auch danach handeln. (Jak 1,21-22)

 

Wer aber die Botschaft von der Rettung und Befreiung erkannt hat und immer wieder danach

   handelt, der hat sie nicht vergeblich gehört. Er kann glücklich sein, denn Gott wird ihn segnen

und alles, was er tut. (Jak 1,25)

 

Witwen und Waisen in ihrer Not zu helfen und sich vom gottlosen Treiben dieser Welt nicht

   verführen zu lassen das ist wirkliche Frömmigkeit, mit der man Gott, dem Vater, dient. (Jak 1,27)

 

Hat Gott nicht gerade die erwählt, die vor der Welt arm, aber im Glauben reich sind?

   Sie wird Gott in sein Reich aufnehmen, das er allen zugesagt hat, die ihn lieben. (Jak 2,5)

 

Lebt nach dem wichtigsten Gebot, das Gott uns gegeben hat: «Du sollst deinen Nächsten

   lieben wie dich selbst!» Wenn ihr das in die Tat umsetzt, handelt ihr richtig. (Jak 2,8)

 

Wer Gott liebt, wird auch seine Brüder lieben, und schließlich werden alle Menschen

   diese Liebe zu spüren bekommen. (2.Petr 1,7)

 

Liebt nicht diese Welt, die von Gott nichts wissen will. Hängt euer Herz nicht an sie,

   auch nicht an irgendetwas, das zu dieser Welt gehört. Denn wer die Welt liebt, kann nicht

   zugleich Gott, den Vater, lieben. (1.Joh 2,15)

 

Lasst uns einander lieben: nicht mit leeren Worten, sondern mit tatkräftiger Liebe

   und in aller Aufrichtigkeit. (1.Joh 3,18)

 

Wir gehorchen seinen Geboten und leben, wie es ihm gefällt. Und so lautet Gottes Gebot:

   Wir sollen an seinen Sohn Jesus Christus glauben und einander so lieben, wie Christus

   es uns aufgetragen hat. (1.Joh 3,22-23)

 

Wer seinen Geboten gehorcht, den wird nichts von Gott trennen, und auch Gott

   hält ihm die Treue. Das wissen wir, weil der Heilige Geist, den Gott uns geschenkt hat,

   dies bestätigt. (1.Joh 3,24)

 

Lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer seinen Bruder liebt,

   beweist damit, dass er ein Kind Gottes ist und Gott wirklich kennt. (1.Joh 4,7)

 

Wer glaubt und bekennt, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, den wird nichts

   von Gott trennen. (1.Joh 4,15)

 

Wir vertrauen fest auf Gottes Liebe. Gott ist Liebe,

   und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. (1.Joh 4,16)

 

Wer Gott liebt, der muss auch seinen Bruder lieben. (1.Joh 4,21)

 

Oh Gott,

statt der starren Gesetze und Gebote des alten Bundes mit dir, begegnen mir nun im neuen Bund

   mit Jesus viel stärker meine eigenen Werte, Ziele, Einstellungen und Verhaltensweisen.

Ich werde jetzt nicht mehr unselbständig unter das Gesetz gezwungen,

   sondern mir werden die Augen geöffnet,

   für das, was ich tue oder nicht tue, und für das, was ich besser tun und lassen sollte.

Du gibst mir Jesus als Vorbild und Maßstab und als ein Licht,

   das die Dunkelheit in mir erhellt und das mir den Weg zu dir weist.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinen Weg. (Ps 119,105)

 

Ich erkenne, dass ich noch viel zu lernen habe

   und dass ich mich kennen lernen muss, um dich und deine Worte zu verstehen.

Auf diesem Weg bin ich schon eine große Strecke gegangen,

   vieles ist mir bewusst geworden,

   ganz besonders, dass meine Werte und mein Denken und Fühlen mich bestimmen,

   dass sie meine Einstellungen, mein Verhalten, meine Sprache und mein Tun ausrichten.

   Sehe ich nur mich, dann sehe ich weder meinen Nächsten noch dich.

   Sehe ich aber dich, dann erkenne ich mich in dir und in meinen Nächsten.

   Sie werden mir zu Bruder und Schwester und du wirst mir zum Vater.

 

Dennoch Vater,

   ich kann auch diesen neuen, schmalen und steinigen Weg nicht ohne dich gehen.

   So manche Selbsterkenntnis erschüttert mich und geht mir tief unter die Haut.

Ich brauche dich, um immer wieder ermutigt und aufgebaut zu werden,

   um immer wieder aufstehen und weitergehen zu können, um nicht aufzugeben.

Ich brauche Zeichen deiner Gunst und Gegenwart, damit mein Vertrauen in dich gefestigt wird.

Ich brauche deine Liebe, damit sich die Liebe in mir daran entzünden kann.

Ich erkenne: Ohne Liebe bin ich nichts.

 

Die menschliche Liebe ist so ganz anders als deine.

Du bist geduldig und freundlich.

Du kennst keinen Neid und keine Selbstsucht.

Du prahlst nicht und bist nicht überheblich.

Du bist weder verletzend noch auf dich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend.

Du freust dich nicht am Unrecht, sondern freust dich, wenn die Wahrheit siegt.

Du erträgst alles, du glaubst alles, du hoffst alles und hältst allem stand. (1.Kor 13,4-7)

 

Du bist die Liebe. Du bist mir Vorbild.

Könnte ich doch so meinen Mitmenschen begegnen.

Könnte ich doch so mir selbst begegnen.

 

Doch dich kann ich so nicht lieben, denn du bist so groß, gut und rein.

Du bist vollkommen. An dir ist nichts auszusetzen.

Alles, was gut und vollkommen ist, das kommt von Gott, dem Vater des Lichts. Er ist

   unwandelbar; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis, Gutes und Böses. (Jak 1,17)

Du bist gerecht und du tust immer nur das Gute und Rechte.

Du bist Weisheit und Weitblick. Was du tust, ist immer gut für alle.

 

Du hast das Universum erschaffen, die Erde auf der ich lebe und die Natur,

   von der ich ein Teil bin.

Mit dem Geschenk meines Lebens hast du mir auch Verantwortung gegeben,

   nämlich die, dein Geschenk zu achten, zu ehren, zu pflegen und zu erhalten;

   mich zu achten, zu ehren, zu pflegen und gesund zu erhalten.

Du hast mich zu einem bedürftigen Gruppenwesen gemacht,

   das Gemeinschaft, Fürsorge und Schutz zum Überleben braucht.

 

Du hast mir die Verpflichtung auferlegt,

   die Gaben und Fähigkeiten, die du in mich gelegt hast,

   zu entdecken, zu entwickeln, auszuformen und sie zum Wohle aller einzusetzen.

Nur wenn es mir körperlich, seelisch und geistig-geistlich gut geht,

   bin ich in der Lage, anderen davon abzugeben,

   habe ich genügend Ruhe, Ausgeglichenheit und Muße, mir für sie Zeit zu nehmen,

   ihnen zuzuhören und auf sie einzugehen, sie zu unterstützen;

   nur dann kann ich fruchtbares Vorbild sein, Liebe säen, ohne mich dabei zu verausgaben.

 

Was wäre ich ohne Mitmenschen;

   ohne die, die mir am Nächsten sind; ohne die, denen ich auf meinem Lebensweg begegne?

Was wäre ich ohne dich?

   Ohne Gemeinschaft könnte ich nicht leben und schon gar nicht Leben weitergeben.

   Mein Leben wäre mit mir zu Ende. Mein Leben hätte keinen Sinn!

 

So aber habe ich Brüder und Schwestern,

   Mitmenschen, die die gleiche Verantwortung und Verpflichtung haben, wie ich.

   Sie sind Teil des Kreislaufs, in dem auch ich mich befinde.

   Sie haben ähnliche Schwierigkeiten, Hoffnungen und Ängste.

Mit unseren unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten brauchen wir uns gegenseitig.

   Wir brauchen uns gegenseitig, um uns zu ergänzen und auszutauschen,

   um uns zu unterrichten, zu unterstützen, zu erfreuen und zu ermutigen,

   um füreinander einzustehen, um dadurch unserem Leben Sinn zu geben.

 

In meinen Brüdern und Schwestern erkenne ich mich.

   Ich teile mit ihnen das Los der begrenzten Menschlichkeit.

   Untrennbar ist mein Schicksal mit ihnen verbunden.

Wenn ich sie achte, dann achte ich mich.

Wenn ich sie unterstütze, dann unterstütze ich mich.

Wenn ich Verständnis für sie habe, dann auch für mich.

Wenn ich sie liebe, dann liebe ich auch mich.

Und wenn ich lieben kann, was du uns allen gibst,

   dann kann ich nicht anders, als dich zu bewundern und zu lieben.

 

Du hast uns nach deinem Bilde als Gemeinschaftswesen erschaffen.

Leider wurden wir in der Gemeinschaft mit anderen von einzelnen, kranken Menschen

   immer wieder verletzt und beschmutzt, sodass wir verbogen und verängstigt wurden,

   sodass wir uns zurückgezogen haben. Von deinem Bild in uns ist oft nicht mehr viel zu erkennen.

Unser Ehrgeiz, unsere Gier nach Einfluss und Macht, nach Besitz und Sicherheit,

   nach Befriedigung, Lust, Spaß und Unabhängigkeit haben uns verschmutzt und zugemüllt.

Wir haben uns Götzen gesucht und gemacht, die das Zusammenleben untergraben,

   die uns vereinsamen, die uns Kraft rauben, krank machen und letztlich abtöten.

 

Wie wichtig ist es doch, dass alle Menschen heil werden und in dir ihr Heil finden.

Wir brauchen dich. Du bist über uns, um uns und in uns und wirkst durch uns.

Wir sind ein Teil von dir. Lasse diesen Teil wieder stark werden.

 

In deiner Erhabenheit bin ich blind, naiv und klein.

All mein Wissen und Denken reicht nicht aus, um dich zu erfassen.

Und wenn ich glaube zu verstehen, so verstehe ich doch nicht.

Ich bin aus dir und doch kann mir ohne dich nichts gelingen.

 

Vater, ich möchte dauerhaft mit dir verbunden sein.

Darum trete ich immer wieder vor dich,

   um mit dir Gemeinschaft zu haben, um dir ganz nahe zu sein.

Es fällt mir auch manchmal schwer, die Regeln und Gebote unseres neuen Bundes zu beachten.

Mein Verhalten ist oft noch von eigenem Wollen, von verwirrenden Gedanken und Gefühlen

   und vom ‚Bauen auf meine eigene Kraft’ bestimmt.

   Das bringt mich immer wieder an ein unüberwindliches Hindernis.

   Ich bin das Hindernis.

Deshalb bitte ich dich:

Schalte meinen Verstand und mein Wollen aus und mache mich völlig hilflos.

Hilflos wie ein kleines Kind. Lasse mich aus deiner Gnade leben.

 

Meine wahre Bedeutung liegt darin, dein Kind und dein Sohn zu sein.

Für dich muss ich zu einem Kind werden, das deinen Schutz und deine Führung braucht,

   um sich geistlich entwickeln zu können.

In dieser unübersichtlichen und kalten Welt bin ich ahnungslos.

Ohne deine Liebe, Kraft und Zuneigung kann ich nicht erwachsen werden.

Nur in meiner Schwäche bin ich für dich bereit. Nur in Demut nehme ich dich an.

In meiner kindlichen Hilflosigkeit habe ich nur die Wahl, dir zu vertrauen.

   Und du belohnst mein Vertrauen mit deiner liebenden Gnade.

 

Du nährst und beschützt mich.

Du hast mich nach deinem Bild und Wesen erschaffen.

Ich sehe dich vor mir und um mich. Ich erkenne dich in mir.

Wir sind miteinander verbunden.

In deiner Gegenwart und Liebe bin ich geborgen.

Du verstehst mich; du bist immer für mich;

   du liebst mich; du stehst mir immer wieder bei.

Ich habe nichts, was ich dir geben könnte, außer:

   meinem grenzenlosen, blinden Vertrauen.

 

An dem, wie du zu mir bist, erkenne ich den mich liebenden Vater.

Nur im Vertrauen auf dich kann ich mich dir weit öffnen und ganz hingeben.

Mein Vertrauen in dich ist mein Dank und meine Treue.

Mein Vertrauen in dich ist meine Liebe zu dir.

 

Ich kann tun, was du mir sagst,

   weil ich dir vertraue,

   weil ich weiß, dass deine Gebote gut und richtig sind,

   weil ich weiß, dass du mir im Tun beistehst.

Mein Gehorsam ist der Beweis meiner Liebe für dich.

 

Mit dir überwinde ich alle Hindernisse.

Mit dir gehe ich ins Ungewisse. Du bist meine Prämisse.

Wer könnte gegen mich sein, wenn du für mich und mit mir bist?

Im kindlichen Vertrauen,

   in der unbewussten Gewissheit deiner Liebe,

   im festen Verlassen auf deine Verheißungen und im Hoffen und Bauen auf deine Gnade,

   möchte ich gehen, wohin du mich führst und tun, was du mir sagst.

 

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen,

   denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. (Röm 8,28)

 

Du möchtest, dass ich so vollkommen werde wie du. (Mt 5,48)

 

Von dir lasse ich mich gerne Überraschen. Du gibst, was ich mir nicht vorstellen kann.

Ich bin bereit für deinen nächsten Schritt. Vater, ich liebe dich! Ich danke dir

für deine Liebe und dafür, dass ich dich, andere und mich lieben darf.

 

Was kein Auge jemals sah, was kein Ohr jemals hörte und was sich kein Mensch

   vorstellen kann, das hält Gott für die bereit, die ihn lieben. (Jesaja 64,4; 65,17)

 

Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe;

   und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. (1.Joh 4,16)