Suche nach Freiheit
Freiheit, was bist du, du schillernde Macht?
Erwartung ans Außen, hast du gebracht;
Versprechungen, die du nicht halten kannst,
Die Abhängigkeit nun das Kalb umtanzt.
Jeder neue Reiz hebt den alten auf,
Immer schneller schleudert des Lebens lauf;
Immer besser und größer soll es sein,
Spaß, action pur, Wohlstand, - das wäre fein.
Gefangen vom - Be-sitzen, Be-wahren,
ist meine Freiheit dahingefahren.
Vorschriften, Regeln, Ängste und Pein,
schränken die Freiheit zusätzlich ein.
Unruhe, Hektik, Leere und Leiden,
werden mich auf meiner Flucht begleiten.
Aber fliehen wohin? Wo ist der Ort,
an dem Abhängigkeit und Zwang sind fort?
Überall habe ich selbst mich dabei,
ICH setze mir auf des Übels Geweih.
ICH halte mich fest an diesen Dingen!
ICH entscheide nicht gegen das Zwingen.
Ich hab’ die Freiheit, frei zu entscheiden,
für höhere Werte, mich zu bescheiden.
Durch Bindung an Werte, werde ich frei,
von Sorgen, Nöten und Alltagsgeschrei.
Freiheit vom Haben, Freiheit im Sein,
Das macht mich glücklich, das macht mich rein.
Frei sein zu lieben, erst Dich, dadurch mich,
für Dich etwas tun, das verwirklicht mich.
Darin ich finde, meine Gaben und Stärken,
Darin erprob’ ich, mein Handeln, mein Werken,
Dadurch, dass Du bist, kann ich erst ICH sein,
Dadurch offenbart sich mein innerer Schrein.
Allein mit mir selbst, in Saus und in Braus,
das treibt mich ins Leere, ins Irrenhaus.
Zusammen mit Dir, Deinem Anderssein,
kann ich wachsen, mich finden, - glücklich sein.

