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K.O. - gegangen (Daniel 8,18)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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K.O. gegangen
  (Daniel 8,18)


Während er mit mir redete, lag ich wie ohnmächtig da, mit dem Gesicht am Boden.

Doch dann berührte mich Gott und stellte mich wieder auf die Beine. (nach Daniel 8,18)

 

Hallo Du,

gestern habe ich beim wöchentlichen Basketballspiel den Ball mit voller Wucht an die Stirn

bekommen. Ich spürte noch wie die Nervenverbindungen zu den Muskeln sich abschalteten

und ich zusammensank. Doch irgendwie war ich nicht ganz weg. Eher stark benebelt.

Ich konnte nichts sehen und ich war unfähig, mich zu bewegen oder zu sprechen. Und doch

hörte ich, was um mich herum vorging und spürte, was andere mit mir machten.

Die fünf Sportkameraden standen eschrocken um mich herum und redeten durcheinander,

was nun zu tun sei.

Einer sagte: "Legt ihn in die Seitenlage", was dann auch geschah. Jemand legte mir sogar

seine Hand auf den Oberarm. Beides war sehr angenehm. Es gab mir Ruhe und das Gefühl,

nicht alleine zu sein und dem Gehirn die Möglichkeit zur Selbstdiagnose und langsamen

Regeneration.

Ein anderer sagte: "Legt ihm ein kaltes Tuch in den Nacken".

Er holte eines und überrascht stellte ich fest, dass ich die frische Kühle empfinden konnte.

Es funktionierte noch etwas.

Doch irgendwie war ihnen die Situation und meine Bewegungslosigkeit unheimlich.


Ein Dritter zog mich aus der Seitenlage, rüttelte und schüttelte mich, klopfte mir auf die

Wangen und fragte ständig: "Hörst du mich? Hörst du mich?" Das war sehr unangenehm,

zumal ich mich nicht wehren und auch nichts sagen konnte.

Dann meinte ein Vierter: "Setzt ihn doch auf." Und sie zogen mich hoch. Auch das

war schlimm.

Weshalb konnten sie mich nicht einfach liegen lassen und warten bis mein Körper sich

wieder einschaltete? Dann würde ich doch von selbst wieder aufstehen.

Schließlich lag ich dann doch wieder auf dem Boden und fand die Kraft mich auf die

Knie zu drehen, die Stirn auf den kühlen Boden zu legen und ihnen den Rücken

zuzuwenden mit dem Signal:

"Lasst mich! Zerrt nicht an mir rum." Doch einige meinten wieder, diese Lage sei

nicht gut für mich   und sie wollten mich hochheben und aufstellen.

Nach einer Weile führten mich zwei in die Umkleide, wo ich dann mit dem kühlen

Tuch auf der Stirn eine Weile auf einer Bank lag, bis ich langsam wieder klarer und

koordinierter wurde.

Das freundliche Angebot, mich nach Hause zu fahren, brauchte ich zum Glück nicht

anzunehmen. Dennoch fuhr einer von ihnen hinter mir her, um sicher zu sein, dass

alles gut ging.

Die Jungs waren sehr besorgt um mich, jeder auf seine Art.

In der Not ist es gut, jemanden zu haben, der versucht beizustehen.

Ich weiß: Nichts geschieht ohne Grund und ohne Auswirkung.

Der Grund, weshalb ich den Ball an den Kopf bekam, ist nicht wichtig.

Es geschah mit Sicherheit ohne Absicht und sagt dennoch dem Werfer etwas.

Jedoch, wie ich und die anderen mit dem Vorfall und dessen Auswirkung umgehen,

das ist wichtig.


Mein Fazit:

Ich schreibe das Geschehen und Empfinden auf, um mir und anderen bewusst

zu machen wie wichtig es ist, die Erste-Hilfe -Regeln zu kennen,

   sie immer wieder aufzufrischen und einfühlsam anzuwenden;

   bei der praktischen Hilfe einen klaren Kopf zu behalten;

   sich nicht von anderen irre machen zu lassen und alles Mögliche auszuprobieren und,

   nicht nur technisch alles richtig zu machen,

   sondern auch menschliche Nähe und Berührung zu wagen.


Ich danke den Jungs, die fast alle Lehrer sind oder waren, für ihren Beistand

   und nehme den Vorfall zum Anlass festzustellen, dass wir alle für den Notfall

   nicht genügend vorbereitet sind und uns dafür regelmäßig weiterbilden sollten.

Und auch, dass es gerade als Lehrer und Sportlehrer zu unserer Pflicht gehört,

   Kinder in Schule, Vereinen oder Kirchengemeinden frühzeitig in die

   Erste-Hilfe-Regeln einzuweisen und sie mit ihnen immer wieder zu üben.

Mir brummt der Schädel immer noch (wohl doch eine leichte Gehirnerschütterung),

   doch das wird vergehen.

Gott sei Dank, dass nichts schlimmeres passiert ist und,

   dass wir dadurch darauf vorbereitet wurden, beim nächsten Notfall noch besser

   zu handeln.