Deprecated: str_replace(): Passing null to parameter #1 ($search) of type array|string is deprecated in /www/htdocs/w0102ae4/himmelsbriefe-j4/libraries/src/User/UserHelper.php on line 565
Bedrängnisse um Christi willen (Kol 1,24-25)

Deprecated: htmlspecialchars(): Passing null to parameter #1 ($string) of type string is deprecated in /www/htdocs/w0102ae4/himmelsbriefe-j4/layouts/chromes/html5.php on line 26

Deprecated: htmlspecialchars(): Passing null to parameter #1 ($string) of type string is deprecated in /www/htdocs/w0102ae4/himmelsbriefe-j4/layouts/chromes/html5.php on line 26

Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates



Bedrängnisse um Christi willen (Kol 1,24-25)

 

Angesichts von all dem freue ich mich auch über die Nöte, die ich durchmachen muss,
denn sie kommen euch zugute. Sie gehören zu den Bedrängnissen um Christi willen,
die nach Gottes Plan noch ausstehen, und was ich davon an meinem eigenen Körper
erleide, nehme ich damit dem Leib von Christus ab, der Gemeinde, zu deren Diener
Gott mich gemacht hat. (Kol 1,24-25)

 

Hallo Du,

heute beschäftige ich mich ausführlich mit einem ungeliebten Thema, mit den Tiefen
des Lebens, in die wir ohne eigenes Verschulden geraten. Dazu gehören Bedrängnisse
und unangenehmen Situationen, Bedrückung, Gedrängtheit, Not, Elend, Enge, Gram,
Jammer, Kummer, Pein, Qual, Schmerz und Unglück.

Ich tue das nicht, weil ich auf das Böse fixiert wäre, sondern weil ich immer das Gute
hoffe und wünsche und weil das Schlechte auch Voraussetzung für das Gute ist, für
Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und
Selbstbeherrschung, sowie auch für Lachen und Leichtigkeit. Ich tue es, weil ich an
die Auferstehung aus einem alten, belastenden Leben in ein neues, geführtes und
gesegnetes Leben glaube und sie selbst erlebe. Wir haben eine Wahl. Wir können
uns entscheiden.

 

Weshalb gibt es Bedrängnis? Vielleicht wissen wir die angenehmen Höhen nicht zu
schätzen, wenn uns die unangenehmen Tiefen unbekannt blieben. Vielleich würden
wir bei ständigem Höhenflug überheblich, selbstbezogen, gleichgültig oder auch
hilflos in Notlagen. Wir brauchen enge und dunkle Täler zur Besinnung und Sinn-
findung sowie zur Bestandsaufnahme und Neuorientierung. Wir gehen Irrwege,
Umwege und Abwege auch, damit wir die dunklen Seiten des Lebens kennen-
lernen, darin lernen mit ihnen umzugehen und darin zu bestehen bzw. sie zu meiden,
um das schon gereinigte zu erhalten.

 

Höhen und Tiefen sind nötig und gottgegeben. In ihnen zeigt sich das Gute, das uns
trägt und ermutigt oder das Böse, das auch um uns und in uns ist, das uns zu
beherrschen sucht und zu bösem Tun drängt. Beide Bereiche gehören zu Gottes
genialem Plan der Befreiung, Errettung, Erlösung, Stärkung und Vervollkommnung
des Menschen. Wer leidet, ist eher bereit, sich und sein Umfeld zu verändern. Denn
nichts ändert sich, wenn wir es nicht selbst ändern, wenn wir Veränderung nicht
wollen und für möglich halten.

 

Geistlich gesehen ist das Gute der Bereich Gottes, des Befreiers vom Bösen und das
Böse der Bereich Satans, des Verführers zum Bösen. Gott möchte, dass wir voller Liebe,
Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbst-
beherrschung sind, vertrauensvoll aus seiner Gnade und Güte leben sowie dankbar und
treu bei ihm bleiben.

Satan dagegen möchte, dass wir besessen sind von Hass, Neid, Gier, Selbstsucht und
Ungeduld, dass wir verbittert, unzufrieden, unfreundlich, abweisend, hartherzig oder
großtuerisch werden, dass wir uns nehmen was wir wollen, damit wir ihm verfallen bleiben,
Gott nicht kennenlernen bzw. uns von ihm abwenden.

 

Gut und Böse sind beide in uns. Und bei manchen Entscheidungen werden wir immer
wieder schmerzvoll zwischen ihnen hin- und hergezogen. Um nicht zerrissen zu werden,
entscheiden wir uns für eine der beiden Seiten und das hat Konsequenzen. Das ist der

ewige Kampf zwischen Gott und Satan, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Liebe und
Hass, zwischen großzügiger Hilfsbereitschaft und kleinkariertem Egoismus, zwischen Engeln
und Dämonen, zwischen Engagement und Gleichgültigkeit.

Die Bibel sagt zu dieser Auseinandersetzung: Wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern
gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im
Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben. (Eph 6,12)

 

Hiob - uns zum Beispiel

Im Buch Hiob werden uns diese Mächte und Gewalten anschaulich geschildert:

Eines Tages erschienen die Engel vor dem Herrn und mit ihnen kam auch der Satan.

»Woher kommst du?«, fragte der Herr den Satan. Der Satan antwortete dem Herrn:
»Ich bin auf der ganzen Erde herumgezogen.«

Da fragte der Herr den Satan: »Hast du meinen Knecht Hiob gesehen? Er ist der beste
Mensch, der auf der Erde lebt - er ist rechtschaffen, aufrichtig, gottesfürchtig und
verabscheut das Böse.«

Der Satan antwortete dem Herrn: »Ja, Hiob ist ein gottesfürchtiger Mann, aber er hat
auch allen Grund dazu! Du hast ihn, seine Familie und seinen Besitz stets vor Unglück
bewahrt. Du lässt ihm alles gelingen, was er unternimmt, und sein Reichtum wächst
immer weiter.

Aber wende dich nur einmal gegen ihn und nimm ihm alles weg, was er besitzt -
dann wird er sich auf jeden Fall von dir lossagen!« (Hiob 1,6-11)

 

Daraufhin ließ Gott zu, dass Satan Hiob bedrängte, in unsägliches Unglück stürzte
und auch seine Frau entsetzlich leiden ließ. Er bringt Hiob in Bedrängnis, Anfechtung
und Versuchung, in Angriffe und Verfolgungen, in Trübsal und Krankheit, Leid und
Seelenschmerz.

Weshalb tut Satan das? Er tut es, um Hiobs Glauben und Gottvertrauen zu zerrütten,
um Hiob gegen Gott aufzubringen und von Gott abzubringen, um ihn in seinen eigenen
Machtbereich zu ziehen und ihn zu seinem Knecht und Sklaven zu machen, damit auch
durch ihn das Böse verbreitet wird. Satan und seine dämonischen Helfer säen in Hiob
Gift, Zweifel, Verzagen, Misstrauen, Hader, Isolation, Lüge und Anklage, um sein
Seelenheil zu zerstören und ihn ganz vom Bösen abhängig zu machen.

 

Anfangs klagt und jammert Hiob vor Gott und seinen Mitmenschen noch. Seine
Freunde' wollen ihm einreden, sein Leiden sei durch eigene Schuld verursacht
worden und er müsse diese Schuld herausfinden und unbedingt vor Gott bekennen.
Seine Frau fordert ihn gar auf, Gott wegen des anhaltenden Unglücks zu verfluchen.

Ein Anderer schildert ihm die Allmacht und Größe Gottes und weist ihn darauf hin, dass
es ihm und den Menschen in keiner Weise gestattet ist, Gottes weises Wirken zu beurteilen.

Letztlich spricht Gott selbst mit Hiob, macht ihn auf seine Güte und die Schönheit seiner
Schöpfung aufmerksam und auch darauf, dass Gut und auch Böse ausschließlich von
ihm verfügt werde. Er alleine habe die Macht, das eine oder andere geschehen zu lassen.

 

Schließlich jammert Hiob nicht mehr. Er fügt sich in das Gottgegebene und prüft darin
seine Beziehung zu Gott. Er stellt fest, dass es für ihn keine Alternative zu Gott gibt.
Ohne Gott wäre er verloren. Mit Gott hat er jedoch Hoffnung auf Besserung und sein
fester Glaube an Gott gibt ihm Kraft und Halt. Aus Liebe und Dankbarkeit für Gottes
Gnade bleibt er auch in der Prüfung rechtschaffen, aufrichtig, gottesfürchtig und
verabscheut das Böse. Und weil Hiob trotz seines Leidens Gott treu bleibt, dessen
Belehrungen demütig annimmt und Satan widersteht, wird er von Gott aus der
Bedrängnis und dem Leid erlöst und dafür vielfach entschädigt.

 

Hiob leidet um seiner Liebe und Treue zu Gott wegen. Er leidet auch unter seinen
'frommen' Ratgebern und der Ungewissheit seines Schicksals, doch er bleibt Gott
fest verbunden. Seine Hoffnung und sein Glaube tragen ihn in höchster Bedrängnis
und schlimmstem Leiden.

 

Jesus, Mensch und Gott

Jesus, der gehorsame Sohn Gottes, wurde als Mensch geboren und ging wie wir
durch die Höhen und Tiefen des irdischen Lebens. Auch er wurde in Bedrängnisse
gebracht. Satan versuchte ihn erfolglos in der Wüste und viele Menschen demütigten
ihn, verleumdeten und verrieten ihn, ja sie kreuzigten ihn sogar voller Häme und Hass.

 

Jesus, der Gutmensch, ausgestattet mit göttlicher Vollmacht und Weisheit, war immer
ohne Sünde und stets eng mit Gott im Geist verbunden, ein wahres Vorbild. Er, der
Barmherzige, Gottes Sprachrohr, liebte die Menschen und half allen, die zu ihm kamen.
Aber er benannte auch das Unrecht und die Verfehlungen von scheinheiligen Pharisäern
und Schriftgelehrten und machte sich dadurch bei ihnen unbeliebt.

 

Die religiöse Führungsschicht sah in ihm eine Gefahr für ihre Macht und ihren Einfluss und
kämpfte deshalb mit allen Mitteln gegen ihn. Sie spionierte ihn aus, verdrehte seine Worte,
beschuldigte ihn, unterstellte ihm einen Pakt mit Satan, wiegelte andere gegen ihn auf,
klagte ihn wegen angeblicher Gesetzesübertretung und Gotteslästerung an und forderte
schließlich seinen Tod. Sie ließ ihn verspotten, schlagen, bespucken, quälen und kreuzigen.

Selbstbezogene, auf den eigenen Vorteil bedachte Menschen lehnen ihn auch heute noch ab,
misstrauen ihm, verkennen ihn, machen Stimmung gegen ihn, verraten ihn, sehen ihn als
weltfremden Spinner und selbsternannten Guru und kreuzigen ihn damit.

 

Wahrhaftig, Jesus musste seiner Liebe zu den Menschen wegen und in Erfüllung seines
Auftrags der Errettung und Vergebung, seiner Treue wegen, viel Bedrängnis und Leid
aushalten, aber das war ihm ja schon ins Stammbuch geschrieben:

 

Der Herr ließ seinen Boten emporwachsen wie einen jungen Trieb aus trockenem Boden.
Er war weder stattlich noch schön. Nein, wir fanden ihn unansehnlich, er gefiel uns nicht!
Er wurde verachtet, von allen gemieden. Von Krankheit und Schmerzen war er gezeichnet.
Man konnte seinen Anblick kaum ertragen. Wir wollten nichts von ihm wissen, ja, wir
haben ihn sogar verachtet. Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm; er
erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen.

Wir aber dachten, diese Leiden seien Gottes gerechte Strafe für ihn. Wir glaubten,
dass Gott ihn schlug und leiden ließ, weil er es verdient hatte.

Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen
unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft - und wir?

Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir alle irrten
umher wie Schafe, die sich verlaufen haben; jeder ging seinen eigenen Weg. Der Herr
aber lud alle unsere Schuld auf ihn. Er wurde misshandelt, aber er duldete es ohne ein
Wort. Er war stumm wie ein Lamm, das man zur Schlachtung führt. Und wie ein Schaf,
das sich nicht wehrt, wenn es geschoren wird, hat er alles widerspruchslos ertragen.
Man hörte von ihm keine Klage.

Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und grausam hingerichtet. Niemand glaubte,
dass er noch eine Zukunft haben würde. Man hat sein Leben auf dieser Erde ausgelöscht.
Wegen der Sünden meines Volkes wurde er zu Tode gequält!

Man begrub ihn bei Gottlosen, im Grab eines reichen Mannes, obwohl er sein Leben lang
kein Unrecht getan hatte. Nie kam ein betrügerisches Wort über seine Lippen.

Doch es war der Wille des Herrn: Er musste leiden und blutig geschlagen werden. Wenn
er mit seinem Leben für die Schuld der anderen bezahlt hat, wird er Nachkommen haben.
Er wird weiterleben und den Plan des Herrn ausführen. Wenn er dieses schwere Leid
durchgestanden hat, sieht er wieder das Licht und wird für sein Leiden belohnt.
Der Herr sagt: "Mein Bote kennt meinen Willen, er ist schuldlos und gerecht. Aber er lässt
sich für die Sünden vieler bestrafen, um sie von ihrer Schuld zu befreien.
(Jes 53, 2- 11)

 

Als Maria und Josef ihren kleinen Sohn Jesus zur Weihe in den Tempel brachten, weissagte
Simeon, ein gerechter, gottesfürchtiger und vom Heiligen Geist erfüllter alter Mann, der
sehnsüchtig auf die Ankunft des Christus wartete:

Dieses Kind ist von Gott dazu bestimmt, viele in Israel zu Fall zu bringen und viele
aufzurichten. Es wird ein Zeichen Gottes sein, gegen das sich viele auflehnen werden.
So sollen ihre innersten Gedanken an den Tag kommen. (Lk 2, 34-35)

 

Und in Lk 12,49-53 sagt Jesus:

Ich bin gekommen, um auf der Erde ein Feuer anzuzünden; ich wünschte, es würde
schon brennen! Aber vor mir steht eine Taufe, mit der ich noch getauft werden muss,
und wie schwer ist mir das Herz, bis sie vollzogen ist! Meint ihr, ich sei gekommen, um
Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Entzweiung.

Von jetzt an wird es so sein: Wenn fünf Menschen unter einem Dach leben, werden sich
drei gegen zwei stellen und zwei gegen drei. Der Vater wird sich gegen den Sohn stellen
und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen
die Mutter, die Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter und die Schwiegertochter
gegen die Schwiegermutter.

 

Als Lehrer und Rabbi hielt Jesus den Menschen einen Spiegel vor und forderte sie damit
zur Prüfung ihrer Einstellung zu Gott auf. Das tut er auch heute noch.

Viele nahmen und nehmen diese Herausforderung an, kehren zu Gott um und sind ihm
für die folgenden positiven Veränderungen dankbar, für die Führung in seine Nachfolge
und für das neue, bereicherte Leben als Christen.

Doch viele fühlten und fühlen sich von ihm vor den Kopf gestoßen, angegriffen, entlarvt
und bloßgestellt. Sie distanzieren sich von ihm und bekämpfen ihn; sie wollen mit ihm
nichts zu tun haben.

 

Trotzdem ist er ihre einzige Hoffnung, denn: Die ´gottfeindlichen` Mächte und Gewalten
hat er entwaffnet und ´ihre Ohnmacht` vor aller Welt zur Schau gestellt; durch Christus
hat er einen triumphalen Sieg über sie errungen. (Kol 2,15) 

Leider aber wissen sie noch nicht, dass das Gute stärker ist als das Böse, dass Liebe, Bitternis,
Hass, und Gleichgültigkeit zu überwinden vermag.

 

Paulus, Mensch und Diener Jesu Christi 

Saulus war auf dem Weg nach Damaskus, um in seinem grenzenlosem Hass auch dort alle,
die an Jesus als ihren Erlöser glaubten, gefangen zu nehmen und hinrichten zu lassen.
Er hielt zu den Mächtigen und wollte die vernichten, die seine Überzeugungen gefährdeten.
Doch dann kam alles anders:

Kurz vor Damaskus umgab Saulus plötzlich ein blendendes Licht vom Himmel.
Er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme: "Saul, Saul, warum verfolgst du mich?"
"Wer bist du, Herr?", fragte Saulus. "Ich bin Jesus, den du verfolgst!", antwortete
die Stimme. "Steh auf und geh in die Stadt. Dort wird man dir sagen, was du tun sollst."
(Apg 9, 3-6)

 

In Damaskus erschien Jesus seinem dortigen Jünger Hananias und schickte ihn zu dem
gefürchteten Christenverfolger Saulus:
Der Herr sprach zu Hananias: Geh nur hin; denn
dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, dass er meinen Namen trage vor Heiden und vor
Könige und vor das Volk Israel. Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines
Namens willen. (Apg 9,15-16)

 

So wurde aus dem verblendeten Christusgegner Saulus der glühende Jesusverehrer Paulus,
ein Kämpfer für den Herrn, ein durchgeistigter und reflektierender Denker, ein Lehrer und
Vorbild im Glauben für alle, die Jesus kennenlernen und ihm nachfolgen wollen. Er beschreibt
seine Bedrängnisse und Nöte um Christi willen in den folgenden Bibelversen selbst:

Ich habe Christus weit mehr gedient und viel mehr auf mich genommen als sie (die Irrlehrer).
Ich bin öfter im Gefängnis gewesen und häufiger ausgepeitscht worden. Unzählige Male hatte
ich den Tod vor Augen. Fünfmal habe ich von den Juden die neununddreißig Schläge erhalten.
Dreimal wurde ich von den Römern ausgepeitscht, und einmal hat man mich gesteinigt.
Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einmal trieb ich sogar einen Tag und eine ganze Nacht
hilflos auf dem Meer.

Auf meinen vielen Reisen bin ich immer wieder in Gefahr geraten durch reißende Flüsse und
durch Räuber. Gefahr drohte mir von meinem eigenen Volk ebenso wie von den Nichtjuden.
In den Städten wurde ich verfolgt, in der Wüste und auf dem Meer bangte ich um mein Leben.
Und wie oft wollten mich falsche Brüder verraten! Mein Leben bestand aus Mühe und Plage, aus
durchwachten Nächten, aus Hunger und Durst. Ich habe oft gefastet und war schutzlos der
Kälte ausgesetzt.

Aber das ist noch längst nicht alles. Tag für Tag lässt mich die Sorge um alle Gemeinden nicht
los. Wenn einer schwach ist, dann trage ich ihn mit; wird jemand zum Bösen verführt,
versuche ich ihm unter Einsatz aller meiner Kraft zu helfen.
(2.Kor 11,24-29)

Mehr noch: Wir rühmen uns sogar der Leiden, die wir für Christus auf uns nehmen müssen.
Denn wir wissen: Durch Leiden lernen wir Geduld, durch Geduld kommt es zur Bewährung,
durch Bewährung festigt sich die Hoffnung.

Unsere Hoffnung aber wird uns nicht enttäuschen. Denn dass Gott uns liebt, ist uns
unumstößlich gewiss. Seine Liebe ist ja in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist,
den er uns geschenkt hat. Diese Liebe zeigt sich darin, dass Christus sein Leben für uns
hingegeben hat. Zur rechten Zeit, als wir noch in der Gewalt der Sünde waren, ist er für uns
gottlose Menschen gestorben. (Röm 5,3-6)

 

Auch wenn ich viel durchstehen muss, gibt er mir immer wieder Mut. Darum kann ich auch
anderen Mut machen, die Ähnliches durchstehen müssen. Ich kann sie trösten und
ermutigen, so wie Gott mich selbst getröstet und ermutigt hat.

Ich leide mit Christus und in seinem Dienst in reichem Maß. Aber ebenso reich sind der
Trost und die Ermutigung, die mir durch ihn geschenkt werden.
(2.Kor 1,4-5)

 

Die Leiden, die ich jetzt ertragen muss, wiegen nicht schwer und gehen vorüber.
Sie werden mir eine Herrlichkeit bringen, die alle Vorstellungen übersteigt und kein Ende hat.

(2.Kor 4,17)

 

Wie wir mit Christus leiden, sollen wir auch seine Herrlichkeit mit ihm teilen. (Röm 8,17)

Wenn wir mit ihm geduldig leiden, werden wir auch mit ihm herrschen. (2.Tim 2,12)

 

Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist mir gegeben ein
Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich
mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, dass er von mir
weiche.
Aber er hat zu mir gesagt: "Meine Gnade ist alles, was du brauchst! Denn gerade
wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir."
Darum will ich mich am
allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. (
2.Kor 12,7-9)

 

In allem empfehlen wir uns als Gottes Mitarbeiter: Wir bleiben standhaft in Bedrängnissen, in
Not und Angst, auch wenn man uns schlägt und einsperrt, wenn wir aufgehetzten Menschen
ausgeliefert sind, bis zur Erschöpfung arbeiten, uns kaum Schlaf gönnen und auf Nahrung
verzichten. Wir lassen uns nichts zuschulden kommen und erkennen Gottes Willen; wir sind
geduldig und freundlich, Gottes Heiliger Geist wirkt durch uns, und wir lieben jeden Menschen
aufrichtig. Wir verkünden Gottes Wahrheit und leben aus seiner Kraft. Zum Angriff wie zur
Verteidigung gebrauchen wir die Waffen Gottes: das richtige Verhalten vor Gott und den
Menschen. (2.Kor 6,4-7)

 

Paulus erlitt um Christi willen Gefängnis, Leid, Schläge, Verachtung, Armut, Verfolgung,
Verspottung, Geißelung, Todesgefahr und Trübsal. Nicht weil er Strafe verdient hätte,
sondern weil er Jesus liebte und trotz Verbot der Herrschenden unbeirrt das Evangelium
der Liebe und Barmherzigkeit Jesu Christi verkündete.

 

Christen, Menschen und Jünger Jesu

Christen sind ganz normale, fehlbare Menschen, die erkannt haben, dass ihr Leben ohne
Gott erbärmlich ist. Sie haben sich für Jesus als ihren Herrn und Fürsprecher entschieden,
weil ihre Eltern oder Freunde es ihnen nahelegten oder weil sie in ihrem alten Leben nicht

mehr klar kamen und nicht weiter vor sich hin wursteln wollten. Sie haben ihre Hilfs-
bedürftigkeit und Ohnmacht erkannt und von Jesus Hilfe zur Veränderung in ein neues
Leben angenommen. Sie sind auf dem Weg der Veränderung zum Guten, auf einem
Weg mit Gott.

 

Christen erscheinen ungläubigen Menschen oft seltsam andersartig und doch irgendwie
anziehend. Sie fühlen sich ihm Herzen zu ihnen hingezogen, doch deren Denken erscheint
ihnen als naive Torheit. Trotzdem sehen manche von ihnen mit Achtung zu ihnen auf.

Und doch sind Christen immer noch Menschen und Sünder wie alle anderen auch. Sie sind
nicht besser und nicht schlechter. Sie gehen nur einen anderen Lebensweg und haben
andere Ziele, Überzeugungen und Werte. Sie sind keine fehlerfreien Heiligen, sondern
von Gott geheiligte und angenommene, zu ihm gezogene, weil sie sich für den Lebensweg

der Liebe mit ihm entschieden haben. Sie sind Liebe übende, Lernende und Lehrlinge Jesu.

Sie lernen das liebevolle Wesen Gottes an Jesus und in seinem biblischen Wort kennen,
bemerken seine gütige Zuwendung, seine hilfreiche Unterstützung und weise Führung
und sie bauen immer stärker auf die Weisheit seiner Ansichten, Gebote und
ausgewogenen Ordnung.

 

Gott ist der Schöpfer des Universums. Er weiß, was die Welt bewegt, wie seine Schöpfung
tickt, was sie braucht und zusammenhält und auch, was ihr schadet. Er ist der Bewahrer
des Lebens, unser aller himmlischer Vater, der uns seinen Sohn Jesus geschickt hat als ein
Abbild seiner selbst, damit wir durch dessen Lehren und Handeln ein sichtbares und
begreifbares Vorbild haben.

Und Gott geht noch weiter: Er verbindet uns immer stärker mit seinem Geist, damit wir
dem Zeitgeist und dem Ungeist nicht mehr hilflos ausgeliefert sind, damit wir die Fallen
und Sticke Satans frühzeitig erkennen und die Strapazen, Herausforderungen und
Bedrängnisse des Lebens meistern.

 

Christus also hat gelitten, und zwar körperlich. Darum rüstet auch ihr euch mit seiner
Gesinnung aus, wenn ihr seinetwegen leiden
müsst! Denn wer einmal wegen Christus
körperlich zu leiden
hatte, in dem ist die Sünde abgestorben, und er wird sich für den
Rest seines Lebens in dieser Welt nicht mehr von menschlichen Leid
enschaften fortreißen
lassen, sondern nur noch tun, was Gott will.
(1.Petr 4,1-2)

 

Wenn die Welt euch hasst, dann denkt daran, dass sie mich schon vor euch gehasst hat.
Sie würde euch lieben, wenn ihr zu ihr gehören würdet, denn die Welt liebt Ihresgleichen.
Doch ihr gehört nicht zur Welt; ich habe euch aus der Welt heraus erwählt. Das ist der
Grund, warum sie euch hasst. (Joh 15,18-19)

 

Meine Lieben, wundert euch nicht über die harte Probe, die wie ein Feuersturm über
euch gekommen ist. Sie kann euch nicht unerwartet treffen; denn ihr leidet ja nur etwas
von dem mit, was Christus gelitten hat. Freut euch vielmehr darüber, denn wenn er in
seiner Herrlichkeit erscheint, werdet ihr erst recht von Freude und Jubel erfüllt sein.
(1. Petr 4,12-13)

 

Darum sollen alle, die nach dem Willen Gottes zu leiden haben, sich ganz ihrem Schöpfer
anvertrauen und nicht davon ablassen, das Rechte zu tun.
(1.Petr 4,19)

 

Jesus nachzufolgen, Unverständige trotz Misstrauen und Ablehnung zu lieben, dabei
vielleicht verkannt, missachtet und ausgenutzt zu werden oder geliebte Mitmenschen
leiden zu sehen, ist kein Zuckerschlecken. Das sind Bedrängnisse, Leiden und Heraus-
forderungen um Christi willen.

 

Deshalb seid ihr voll Freude, auch wenn ihr jetzt – wenn Gott es so will – für kurze Zeit
leiden müsst und auf die verschiedensten Proben gestellt werdet. Das geschieht nur,
damit euer Glaube sich bewähren kann, als festes Vertrauen auf das, was Gott euch
geschenkt und noch versprochen hat. Wie das vergängliche Gold im Feuer auf seine
Echtheit geprüft wird, so wird euer Glaube, der viel kostbarer ist als Gold, im Feuer des
Leidens geprüft. Wenn er sich als echt erweist, wird Gott euch mit Ehre und Herrlichkeit
belohnen an dem Tag, an dem Jesus Christus sich in seiner Herrlichkeit offenbart.
(1.Petr 1, 6-7)

 

Es ist eine Gnade Gottes, wenn jemand ohne Schuld nur deshalb Kränkungen erfährt
und
leiden muss, weil er im Gewissen an Gott gebunden ist. (1.Petr 2,19)

 

Ihr müsst jetzt für eine kurze Zeit leiden. Aber Gott hat euch in seiner großen Gnade
dazu berufen, in Gemeinschaft mit Jesus Christus für immer in seiner Herrlichkeit zu l
eben. Er wird euch Kraft geben, sodass euer Glaube stark und fest bleibt und ihr nicht
zu Fall kommt.
(1.Petr 5,10)

 

Ist es da nicht leichter, kein Christ zu sein?

Kann Gott seinen Dienern nicht Not, Kränkungen und Zurückweisungen ersparen?

Sind Ehre und Herrlichkeit eine hinreichend ausgleichende Belohnung?

 

Gott hat euch die Gnade erwiesen, dass ihr etwas für Christus tun dürft - nicht nur
ihm vertrauen, sondern auch für ihn
leiden. (Phil 1,29)

 

Aus Liebe zu leiden, für Jesus zu leiden, mit anderen Menschen Mitgefühl zu haben,
sich für sie einzusetzen und Bedürftige zu unterstützen, das sind Möglichkeiten, die
eigene Liebe auszudrücken. Könnten wir das nicht, würden wir seelisch verkümmern.
Wir hätten kein Ziel und keine Aufgabe, die über uns hinausgeht und , unser Leben
hätte keinen Sinn.

 

Trotz allem ist es leichter, Christ zu sein, als ungläubig. Ein Christ weiß, wo er hingehört
und kommt mit sich ins Reine. Er hat Lebensmut und Hoffnung, er glaubt an Besserung
und ist lernbereit. Er vertraut auf die angemessene und rechtzeitige Unterstützung
Gottes und nimmt sie gerne an. Er lässt sich dankbar mit Liebe beschenken und ist
jederzeit bereit, sie auf seine Art weiterzugeben. Er weiß, dass er im weltlichen Leben
auf Gottes neue Welt vorbereitet wird,
auf sein Reich, in dem dann nur noch Liebe, Einheit und Frieden herrschen. Er erfährt
Reinigung und Veredlung und Vervollkommnung sowie Vereinfachung seines Lebens
und Denkens. Er erhält Gemeinschaft, Zuwendung, Halt, Kraft, Führung, Schutz und
Bewahrung sowie tiefe Einsicht in die Zusammenhänge von Gottes Ordnung und
Schöpfung. Er wird in der gefallenen Welt geführt und bewahrt und vom weltlichen Geist
befreit. Sein Leben wird erfüllt, sinnvoll und zielgerichtet auf Jesus hin und darauf, mit ihm
die Zukunft und Ewigkeit in Glück und Freude und Leichtigkeit und Herrlichkeit zu verbringen.
Sein vergangenes Leiden und seine ertragenen Nöte werden vergessen und über alle Maße
ausgeglichen sein.

 

Denn hier auf der Erde gibt es keinen Ort, der wirklich unsere Heimat wäre und wo wir für
immer bleiben könnten. Unsere ganze Sehnsucht gilt jener zukünftigen Stadt, ´zu der wir
unterwegs sind`. (Hebr. 13,14)

 

Würde Gott seinen Kindern die Schwierigkeiten und Bedrängnisse ersparen, könnten sie
sich nicht weiterentwickeln. Stillstand und Degeneration wären wahrscheinlich die Folge.
Das große Plus der Menschen, ihre größte Gabe, ist ihre Anpassungsfähigkeit und Wandel-
barkeit. Deshalb ist es eine große Gnade und Auszeichnung, von Gott verwandelt zu werden,
sich für Jesus einsetzen zu dürfen, dabei aus Liebe für ihn leiden zu können und in allem nicht
alleine zu sein.

 

Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen,
die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben.
(Eph 6,10-12)

 

Wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen das sie beherrschende und in ihnen
versteckte Böse, gegen die Dämonen, die uns benutzen wollen. Wir kämpfen liebevoll gegen
Unwissenheit und Gottlosigkeit. Wir kämpfen mit Verständnis und Überzeugung, denn wir
kennen die dunkle Seite und haben sie überwunden. Wir kämpfen beharrlich mit Gottes Hilfe und Unterstützung. Unsere Waffen und unser Schutz sind Ehrlichkeit und Wahrheit, barmherzige Gerechtigkeit, Mut zur Besserung, Eintreten für das Evangelium des Friedens, Gottvertrauen, Gottes Wort und unser ständiges Gebet. Wir sind davon überzeugt:

Wenn Gott für uns ist, wer kann dann noch gegen uns sein? (Röm 8,31)

 

Der natürliche Mensch ohne Gott

Menschen, die Gott noch nicht kennen, glauben an sich selbst und ihre eigene Kraft.
Sie spielen sich gerne wie ein Gott auf und sie sind davon überzeugt, dass ihre Erfolge alleine
auf ihr eigenes Wissen und Können zurückzuführen ist. Sie werden geleitet von ihren
Gefühlen, ihrem Wollen und ihrer Lust. Sie entscheiden aus beschränktem Wissen und
eingeschränkter Sicht nach dem Prinzip 'Versuch und Irrtum' und denken doch, sie seien
klug und weise. Vieles misslingt ihnen und das wenige was gelingt, bestätigt und bestärkt
sie in ihrer Überheblichkeit.

 

Wer allein vom Zufall bestimmt wird, flattert wie ein Fähnlein, das vom Wind abhängig ist.
Bei Windstille ist dann Resignation angesagt resignieren oder aber sie blasen sich auf und
machen selbst solange viel Wind um etwas, bis ihnen die Puste ausgeht oder bis sie
endlich mit Gewalt erreicht haben, was sie wollen.

 

Der natürliche Mensch richtet sich nach den Maßstäben der Welt. Er ist auf Wohlstand
und Besitz aus, auf Macht, Einfluss, Geltung, Durchsetzung, Vorteil, Spaß oder Sicherheit.

Oft ist er selbstbezogen, lieblos, freudlos, ungeduldig, herzlos, unfreundlich, ungerecht,
unbeherrscht, intolerant und respektlos, ein Kämpfer gegen sich selbst und andere.

Er hört und sieht nicht, weil er verhärtet und verblendet ist. Er betäubt seinen Geist
immer wieder mit Drogen, die beispielsweise Aktionismus, Gleichgültigkeit, Spaß oder
Faulheit heißen. Doch die können seine Gottlosigkeit, seine innere Leere und Langweile
nicht beseitigen.

 

Das Erstaunliche daran ist, dass diese Menschen zwar manchmal merken, dass sie
irgendwie gefangen sind, dass sie dabei aber nicht wirklich unglücklich sind.

Sie nehmen sich keine Zeit zur Besinnung, sie machen sich keine Gedanken über
Veränderung, sie Strampeln in ihrem Hamsterrad bis zum Umfallen und kommen dennoch
nicht voran. Ihre eingesetzten Energien verpuffen. Sie fangen immer wieder von vorne an.
Sie ertragen das scheinbar Gegebene, weil sie anderes nicht kennen. Es ergeht ihnen wie
Sisyphos in der griechischen Sage, der zur Strafe und Last seinen Felsblock ewig auf einen
Berg hinauf wälzen muss, weil der, fast am Gipfel angekommen, jedes Mal wieder ins Tal rollt.
Sein Tun ist sinnlos und ohne Perspektive.

 

Wie ein vernichtendes Feuer wird sein Urteil alle treffen, die von Gott nichts wissen wollen
und die rettende Botschaft von Jesus, unserem Herrn, ablehnen. Sie werden dem ewigen
Verderben ausgeliefert sein; für immer von unserem Herrn getrennt, ausgeschlossen aus
seinem herrlichen Reich. (2.Thess 1,8-9)

 

Wer so in der Tretmühle seines Lebens gefangen ist, fühlt sich zu kurz gekommen und
ungeliebt. Er ist enttäuscht, unzufrieden, wird leicht verbittert und launisch, aggressiv
und selbstsüchtig. Er 'rächt' sich an denen, denen es scheinbar besser geht und reitet
sich damit immer tiefer in sein Unglück. Er kommt aus seinem Teufelskreis aus Wollen,
Ablehnung, Unzufriedenheit und Isolation nicht mehr heraus.

Solche Menschen bereiten anderen gerne deshalb Leiden, damit die es auch nicht mehr
gut haben und/oder damit sie selbst jemand sind, den man beachten muss.
Letztlich aber bekämpfen und zerstören sie sich gegenseitig. Die Bibel schreibt dazu:

 Denn es entspricht der Gerechtigkeit Gottes, dass er die, die euch Leiden bereiten,
selbst leiden lässt.
(2.Thess 1,6)

 

Woher kommen denn die Kämpfe und Streitigkeiten zwischen euch? Doch nur aus
den
Leidenschaften, die ständig in eurem Innern toben! (Jak 4,1)

 

Wir wollen nicht vergessen, dass wir selbst früher unverständig und ungehorsam waren.
Wir waren vom rechten Weg abgeirrt und wurden von allen möglichen Wünschen und
Leidenschaften beherrscht. Wir lebten in Bosheit und Neid, waren hassenswert und
hassten uns gegenseitig.
(Tit 3,3)

 

Muss das so bleiben? - Nein!

Der natürliche, weltbezogene und in sich gefangene Mensch kann aus seinem Gefängnis
der Abhängigkeiten befreit werden. Er kann lernen, dass es höhere Werte und Ziele gibt,
dass er nicht für alles verantwortlich ist, dass Mächte und Gewalten gegen ihn, um ihn
und um seine Mitmenschen kämpfen und dass es einen Erretter aus dem Elend der
Gottlosigkeit gibt, der ihn in ein neues, geistliches Leben führen möchte, in dem er
gereinigt, geläutert und reichlich entschädigt wird, dass Jesus Christus auf ihn wartet.

 

Es ist die Aufgabe von Christen, ihnen von Jesus zu erzählen, damit sie deine Liebe,
Güte und Barmherzigkeit suchen und seine Zuwendung, Hilfe und Vergebung am eigenen
Leib erfahren.

 

Menschen, die dann immer noch Gott ablehnen, kreuzigen Jesus, indem sie seine
Nachfolger bespucken, quälen, verfolgen, bekämpfen, benachteiligen, belügen und
berauben. Und wenn sie mit Lug und Trug und Tücke und List und Bosheit die Guten
zum Bösen verführt bzw. von Gott abgebracht haben, empfinden sie Triumph, Häme
und Genugtuung sowie eine kurzfristige Entlastung für ihr anklagendes und gepeinigtes
Gewissen.

 

Der Sinn von Bedrängnis und Leid

Die Welt wird also von Satan und seinen Dämonen regiert und die meisten Menschen
sind ihnen hörig. Sie werden von ihnen beherrscht, manipuliert und missbraucht und
gehen schließlich irgendwann daran zugrunde.

Sein Ziel ist, Gott und das Gute zu bekämpfen und alles zu zerstören, was er macht
und was ihm gehört. Deshalb bedrängt er die besonders stark, die sich für Gott
entschieden haben und die Jesus bereits nachfolgen. Er will sie davon abbringen
und zu sich zurückholen.

 

Gott hat den Menschen einen freien Willen gegeben. Dazu gehört, dass er sie auch
ihre eigenwilligen Wege gehen lässt. Gott lässt Satans Intrigen und Abwerbungs-
versuche zu, damit er selbst uns durch Bedrängnisse und Nöte tragen kann, damit
wir das bemerken und damit sich unser Glaube an ihn darin bewährt. Aus Dankbarkeit
für sein gnädiges Erbarmen stellen wir uns ihm dann gerne, freiwillig, dauerhaft, also
mit Leib und Seele zur Verfügung. Das verherrlicht ihn und festigt uns. Wir siegen
durch Niederlagen.

 

Diese göttliche, uns fremde Logik zeigt sich zum Beispiel bei allen Christenverfolgung.
Erstaunlicherweise werden Menschen dadurch nicht von Gott ferngehalten, sondern
umso stärker zu ihm hingezogen.

Das kommt daher, dass sich Unbeteiligte mit den Verfolgten solidarisch erklären.
Das Schlechte wird so zum Steigbügelhalter für Gott. Das Schlechte ermöglicht die
Wende zu Gott hin.

 

Das Geheimnis von Märtyrern ist, von Menschen die für ihre selbstlosen Über-
zeugungen getötet wurden, dass deren Kraft und Standhaftigkeit andere beeindruckt
und dass die an ihnen verübte Gewalt und Ungerechtigkeit sie tief berührt und gegen
die Mächtigen aufbringt. Sie ahnen, dass die Mächtigen mit Verfolgung, Unterdrückung
und Gewalt etwas verstecken, unterdrücken und verhindern wollen, was auch ihnen
schadet und dass Gewalt, Machtgier und Verfolgung auch vor ihnen nicht Halt machen
werden.

 

Wie kann man sich gegen den Terror des Bösen wehren? Mit Solidarität, gewaltfreier
Auflehnung und anhaltend ziviler Gehorsamsverweigerung, mit Wahrheit und
Wahrhaftigkeit, durch Entzug der Unterwerfung, um die übergriffige und willkürliche
Macht auszutrocknen und ein endlich einen Systemwechsel zum Guten herbeizuführen.

 

Bedrängnisse sind also not-wendig, weil wir darin Nöten und Leiden und deren
Ursachen leichter auf den Grund gehen, weil wir Besserung und Veränderung wollen.
Durch Bedrängnisse werden wir vorbereitet, Zweifelhaftes aufzugeben, Belastendes zu
überdenken und Bindendes loszulassen und unsere Werte, Ziele und Gottesbeziehung
zu überprüfen. Dann suchen wir Antworten auf elementare Fragen wie:

Gibt es Gott überhaupt? Was weiß ich von ihm? Lasse ich mich von ihm leiten?

Was will und kann er für mich tun? Was ist ihm wichtig? Kann man ihm vertrauen?

Hilft er auch mir? Was glaube ich?

Glaube ich, dass er viel gescheiter und weiser ist als ich und dass er deshalb viel besser
weiß, was das Beste für mich ist? Kann ich seinen Willen für mein Leben annehmen
oder soll er es vielleicht nach meinen Vorstellungen und nach meinem Willen formen?
Erkenne ich meine eigene Beschränktheit, Hilflosigkeit und Ohnmacht und auch, dass
ich auf seine Liebe, Führung, Bewahrung und Gnade angewiesen bin, dass auf Glück
kein Verlass ist, auf ihn aber schon?

 

Gerade in den Tiefen unseres Lebens suchen, ergründen und lernen wir dazu. Jesus
ist das Lichtlein in der Dunkelheit, das erkennen lässt. In den Höhen glänzen wir dann
mit dem Neugefundenen und Neugelernten, mit dem uns von Gott in geistiger
Verbindung Gegebenen.

 

Wir leiden auch um Christi willen, wenn wir erkennen, wie sich andere noch auf ihrem
Lebensweg quälen, wie sie noch an zweifelhaften Ziele festhalten, weil sie noch leichtsinnig,
kurzsichtig und unverantwortlich sind, weil noch Unfriede in ihnen ist, weil sie Gott und
Jesus und ihre Liebe noch nicht kennen.

Wir leiden um Christi willen auch als seine von Nächstenliebe erfüllten Nachfolger und
weil wir für die Unerlösten hoffen und beten, damit sie zu Gott finden, in seine Familie
aufgenommen werden und darin Schutz, Geborgenheit, Zuwendung, Ausgeglichenheit,
inneren Frieden und ewiges Leben finden.

 

Doch wegen dieses Leidens aus Liebe haben wir auch Grund zu Freude und Jubel!

Ihr habt also allen Grund, euch zu freuen und zu jubeln, auch wenn ihr jetzt ´nach
Gottes Plan` für eine kurze Zeit Prüfungen verschiedenster Art durchmachen müsst
und manches Schwere erleidet. Denn diese Prüfungen geben euch Gelegenheit, euch
in eurem Glauben zu bewähren. Genauso, wie das vergängliche Gold im Feuer des
Schmelzofens gereinigt wird, muss auch euer Glaube, der ja unvergleichlich viel
wertvoller ist, auf seine Echtheit geprüft werden. Und wenn dann Jesus Christus
´in seiner Herrlichkeit` erscheint, wird ´eure Standhaftigkeit` euch Lob, Ruhm und
Ehre einbringen. (1. Petr 1,6-7)

 

Wundert euch nicht über die heftigen Anfeindungen, die ihr jetzt erfahrt. Sie sollen
euren Glauben prüfen und festigen und sind nichts Außergewöhnliches. Freut euch
vielmehr darüber, dass ihr mit Christus leidet; dann werdet ihr auch jubeln und euch
mit ihm freuen, wenn er in all seiner Herrlichkeit erscheint. Ihr dürft euch glücklich
nennen, wenn man euch angreift und verhöhnt, nur weil ihr Christen seid. Daran
zeigt sich nämlich, dass der Geist Gottes, der Geist seiner Herrlichkeit, bei euch ist.
(1. Petr 4, 12-14)

 

Fürchtet euch nicht!

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder
Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
Denn ich bin gewiss, dass weder Tod
noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch
Zukünftiges,
weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann
von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. (Röm 8,35,38-39)

 

Freut euch und jubelt!

Freut euch, von Gott erwählt zu sein als seine Kinder, als seine Söhne und Töchter,
als seine Beauftragten. Freut euch über alle Bedrängnisse, mit denen Gott euch wachsen
und reifen lässt. Freut euch über seinen Beistand und eure Bewährung und Bewahrung
darin. Freut euch über seine Liebe und Führung. Freut euch über jede positive
Veränderung in eurem Denken, Fühlen, Verhalten, Reden und Tun, denn das ist eine
Bestätigung seiner Liebe zu euch und eurer Liebe zu ihm.

 

Dem, der siegreich aus dem Kampf hervorgeht, werde ich das Recht geben, mit mir
auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich den Sieg errungen habe und jetzt mit
meinem Vater auf seinem Thron sitze. (Offb 3,21)