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Nöte, durch die euer Glaube auf die Probe gestellt wird (1.Petr 4,12)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Nöte, durch die euer Glaube auf die Probe gestellt wird  (1.Petr 4,12)

 

Liebe Freunde, wundert euch nicht über die Nöte, die wie ein Feuersturm über euch

hereingebrochen sind und durch die euer Glaube auf die Probe gestellt wird; denkt

nicht, dass euch damit etwas Ungewöhnliches zustößt.

Freut euch vielmehr, dass ihr auf diese Weise an den Leiden teilhabt, die Christus

durchmachen musste; denn dann werdet ihr, wenn er in seiner Herrlichkeit erscheint,

erst recht von Freude und Jubel erfüllt sein. (1.Petr 4,12-13; NGÜ)

 

Hallo Du,

was mir an der Bibel besonders gut gefällt ist, dass sie uns in Nöten anspricht und weiterhilft, dass

sie Anfeindungen, Versuchungen oder auch Verfolgung den Schrecken nimmt und sie als normale,

schmerzhafte Herausforderungen und Prüfungen sieht, als Bewährungsproben und als sinnvolle

Geschehnisse. Wie gehen wir darin mit uns und anderen um? Wem geben wir die Schuld?

Hinterfragen wir uns? Halten wir trotzdem und gerade deswegen an Gott fest? Gehen wir in unser

stilles Besinnungs- und Gebetskämmerlein? Bitten wie Gott um Beistand, Kraft und Erkenntnis?

Bleiben wir in Hoffnung und Zuversicht auf seine Hilfe und sein Eingreifen? Sind wir

veränderungsbereit? Sind wir bereit seine Hinweise anzunehmen und ihm gehorsam zu sein?

Bleiben wir in diesem Gericht treu und standhaft in der Nachfolge Jesu?

Reagieren wir mit destruktiven Vorwürfen wie: „Warum lässt Gott das zu? Warum geschieht mir

das schon wieder?“ oder mit konstruktiven Fragen wie: „Wozu geschieht es? Wofür ist das gut?

Was kann ich daraus lernen?“

 

Die Bibel verknüpft Nöte mit Ursachen. Sie kommen nicht von ungefähr. Sie haben etwas mit uns

selbst zu tun, z.B. mit Fehleinstellungen, Fehlverhalten, Unwissenheit oder Gottesferne. Sie stellen

uns auf die Probe. Die Bibel sagt nicht: „Daran bist du selbst schuld. Sieh zu, wie du

zurechtkommst. Sie sagt vielmehr: „Erschrecke nicht, verzweifle nicht. Lasse dich nicht davon

lähmen oder von Gott wegziehen. Nöte sind ganz normal und gehören zum Leben.. Jeder kennt sie.

In ihnen brauchst du Hilfe. Bist du bereit, dir von Gott helfen zu lassen? Traust du ihm zu, dass er

dir helfen will und kann? Bist du bereit, ihm deine Situation und deine Ängste und Hoffnungen im

Gebet zu erzählen und ihn um Beistand zu bitten?“

Deine Beziehung zu Gott wird auf die Probe gestellt. Ist er für dich ein realer, verständiger und

vertrauenswürdiger himmlischer Vater und Lebensbegleiter oder ist er für dich ein harter, liebloser

oder gleichgültiger Wüterich? Kennst du ihn überhaupt richtig? Erkennst du in Jesus sein wahres

Wesen, seine Sehnsucht nach dir und seine Liebe für dich? Stehst du in ständiger Verbindung mit

ihnen? Bist du bereit, ihnen sein Leben mitsamt Heil und Wohlergehen anzuvertrauen?

 

Der zweite Bibelvers gibt uns eine überraschende Antwort, die mit unseren vielen Fragen

scheinbar nichts zu tun hat: Wir sollen uns freuen, dass wir Anteil an den Leiden Christi haben.

Ist das nicht Masochismus, eine Zumutung? Wer will schon leiden?

 

Dazu ein Beispiel: In der Schule musste auch ich lange Gedichte auswendig lernen, z.B. den

‚Zauberlehrling‘ von Johann Wolfgang von Goethe oder die ‚Kraniche des Ibykus‘ von Friedrich

Schiller oder den ‚Schimmelreiter‘ von Theodor Storm und das ist mir sehr schwer gefallen.

Deutsch war nicht gerade mein Lieblingsfach, ich war schlecht, den Lehrer fand ich doof und

merken konnte ich mir nur, was mich auch interessierte und was mir Spaß machte. Außerdem war

ich ein Kreativer. Etwas neu zu erfinden war für mich leichter, als etwas Fremdes zu reproduzieren.

 

Also, ich war in Not. Ich musste büffeln, wollte aber nicht. Ich musste viel Zeit investieren, obwohl

ich als 15-Järiger lieber mit meinen Freunden gespielt hätte. Ich musste mich zur ungeliebten

‚Pflicht‘ überwinden, obwohl ich nicht einmal wusste, ob ich überhaupt das Gedicht vortragen

musste.

Ich habe mich gequält. Ich habe gelitten. Ich bin zwischendurch fast verzweifelt, aber Mama war

hartnäckig. Schließlich musste ich einsehen, dass ich gar nicht so doof bin, nur bequem.

Die Kraniche musste ich Tatsächlich in der Klasse vortragen. Alles lief wie Butter. Der Lehrer war

angenehm überrascht und ich auch. An Betonung und Gefühl sollte ich noch arbeiten aber das für

mich so wichtige Erinnerungsvermögen war O.K. - und das hätte ich nicht gedacht.

 

Ich hatte mich mit Hilfe meiner Mutter der Situation gestellt. Ich hatte mich von Unlust oder

Ablehnung nicht unterkriegen lassen. Ich hatte gelernt, dass andere ähnlich Schwierigkeiten

überwinden mussten. Ich hatte gelernt, an mich und meine Merkfähigkeit zu glauben und das hat

mir später sehr geholfen. In der Überwindung bin ich gewachsen, über meine Angst, Unlust und

Trägheit hinaus und im Erfolg stand ich in der Klarheit, dass mir mehr möglich ist, als mir bewusst

war.

 

Zurück zum zweiten Leitvers: ‚Wir können uns darüber freuen, an Leiden teilzuhaben, die auch

Christus durchmachen musste‘. Auch er war ein Mensch wie du und ich. Er versteht uns in

unserem Leiden. Ihm ist nichts fremd.

Vielleicht ist es Jesus ja auch anfangs nicht leicht gefallen, die Thora auswendig zu lernen. Mit

Sicherheit aber war auch er Anfeindungen, Versuchungen, Verdächtigungen, Herausforderungen,

Prüfungen, Bewährungsproben sowie Qual und Leid und sogar Verfolgung ausgesetzt.

Wie hat er sich in seinen Feuerstürmen verhalten.. Immer wieder begab er sich in die Stille, in die

Nähe zu und das Gespräch mit seinem Gottvater und ließ sich darin inspirieren, stärken und neu

ausrichten.. Mit Gottes Unterstützung konnte er alle Herausforderungen meistern und mit seiner

Unterstützung sind auch wir auf einem guten Weg dorthin. Mit jeder mit ihm gemeinsam

überwundener Not wird eine Bewährungsprobe bestanden, unsere Verbindung mit ihm bestärkt

und unser Glaube und Vertrauen vertieft.

Erfolge auf dem Weg mit ihm erfüllen uns mit Freude und Jubel. Freude darüber, dass Jesus uns

geholfen hat, dass er in uns wohnt und uns nach und nach merklich nach seinem Vorbild in sein

Wesen verändert. Und Jubel darüber, dass wir ihm treu geblieben sind, dass wir zu seiner

himmlischen Familie gehören dürfen und mit ihm im Heiligen Geist verbunden sind. Dadurch

haben wir immer wieder am Sieg Jesu über das Böse teil, das uns von außen oder innen gefangen

nehmen will.

 

Meine Freude nach bestandener Gedichtsangstprüfung und mein Jubel nach einer unerwartet

guten Lehrerbeurteilung bleiben unvergessen, auch wenn eine Schwalbe noch keinen Frühling

macht, aber sie stärkt, ermutigt und lässt vertrauensvoll auf weitere ‚Wunder‘ hoffen.

 

Die und viele andere Erfahrungen mit Gott geben mir einen Vorgeschmack auf das, was geschieht,

wenn Jesus zum dritten Mal zu uns kommt.

Das erste Mal kam er als Baby in die Welt. In der Adventszeit warten wir symbolisch auf deine

Geburt, die wir dann an Weihnachten mit großer Freude und Dankbarkeit und seligem Jubeln und

Hoffen feiern.

Das zweite Mal kam er zu mir persönlich, als er mich zu sich rief und ich ihn kennenlernen durfte,

als ich mich für ihn als meinen Herrn entschied. Damit hat sich für mich alles geändert. Mein altes

Denken wurde durch den Geist Jesu erneuert und ich wurde in Schutz und Segen von Gottes

Familie aufgenommen.

Und das dritte Mal wird er kommen, wenn er in seiner Herrlichkeit erscheint, wenn er Gericht hält

und anschließend mit seinen Getreuen die Ewigkeit in einer neuen, heilen Welt ohne Nöte und

Leiden verbringt. Seine Herrlichkeit ist seine erleuchtende Klarheit und Reinheit, seine göttliche

Hoheit und Majestät, seine unvergleichliche Allmacht und Erhabenheit, seine Liebe,

Barmherzigkeit und Vergebung, sein gegenwärtiges, wohltuendes Wesen, seine strahlende

Heiligkeit, die in seinem irdischen Leben angeklungen sind.

 

Liebe Freunde, wundert euch nicht über die Nöte, die wie ein Feuersturm über euch

hereingebrochen sind und durch die euer Glaube auf die Probe gestellt wird; denkt nicht, dass euch

damit etwas Ungewöhnliches zustößt. Freut euch vielmehr, dass ihr auf diese Weise an den Leiden

teilhabt, die Christus durchmachen musste; denn dann werdet ihr, wenn er in seiner Herrlichkeit

erscheint, erst recht von Freude und Jubel erfüllt sein. (1.Petr 4,12-13; NGÜ)