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Gehorsam lernen (Hebr 5,8-9)

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Buch: Der Du in mir

 

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Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Gehorsam lernen (Hebr 5,8-9)


´Allerdings` blieb es selbst ihm, dem Sohn Gottes, nicht erspart, durch Leiden zu lernen, was

es bedeutet, gehorsam zu sein. Doch jetzt, wo er durch sein Leiden vollkommen gemacht ist,

kann er die retten, die ihm gehorsam sind; ihm verdanken sie alle ihr ewiges Heil. (Hebr 5,8-9)


Hallo Du,

das Schlimmste, was Eltern passieren kann ist, dass ihre Kinder nicht auf sie hören, dass sie

sich von ihnen nichts sagen lassen und die Erziehung zum Guten nicht annehmen, dass sie

ihnen nicht gehorsam sind und sich nicht mehr in die Familie einfügen.


Weshalb ist das für sie das Schlimmste?

Weil sie ihre Kinder lieben.

Weil sie sie aus Liebe auf das Leben vorbereiten wollen.

Weil sie ihnen soziale Grundregeln mitgeben wollen, die Voraussetzungen für das

Zusammenleben und fürs Gelingen sind.

Weil sie aus eigener Erfahrung wissen, dass Ungehorsam in Chaos, Not und Leiden führt.

Weshalb sollten Kinder ihren Eltern gehorsam sein?

Weil die Lebenserfahrungen haben, die sie noch nicht haben können.

Weil die wissen, wie 'der Hase im Leben läuft' und was, was bewirkt.

Weil die oft mühsam im Leiden gelernt haben, welche Konsequenzen falsches Verhalten und

Handeln nach sich ziehen.

Weil deren Urteilsfähigkeit so geschult ist, dass sie imstande sind, zwischen Gut und Böse zu

unterscheiden. Das wollen sie ihren Kindern beibringen und sie damit vor Schlimmem

bewahren.

Heute, im Zeitalter des Liberalismus, der Selbstfindung und der Selbstverwirklichung, des

EGO's, hat Gehorsam eine abschreckende Bedeutung bekommen. Man vermutet darin

Einschränkung, Bevormundung, Willkür und Unterdrückung durch herzlose Despoten, die die

von ihnen Abhängigen gefügig machen wollen. Da sind heute Misstrauen, Auflehnung,

Ungehorsam und Verweigerung angesagt.

Sich einfügen ist nicht mehr in. Gehorsam schränkt angeblich das EGO ein! "ICH will selbst

herausfinden, was gut für mich ist."

"Wer nicht hören will, muss fühlen", sagt der Volksmund und meint damit, dass Ungehorsam

durch die unvermeidlichen Folgen bestraft wird und die Ungehorsamen darunter leiden

müssen. Im Umkehrschluss bedeutet es: "Wer gehorcht, dem wird es gut gehen". Oder auch:

"Wer Strafe gefühlt hat, lernt zu gehorchen."

'Gehorsam' hat etwas mit Respekt, mit Achtung und Ehrerbietung zu tun. Wer den Rat, die

Hinweise oder Aufforderungen der Eltern in den Wind schlägt, der missachtet sie, der

vertraut ihnen nicht, der ist leichtsinnig, rebellisch, hochmütig, kurzsichtig und ziemlich

dumm.

Im Arbeitsleben gibt es immer einen Chef oder eine Chefin und auch die haben wieder Chefs

und können nicht machen was sie wollen. Wer in dieser Ordnung nicht tut, was er soll, wofür

er bezahlt wird, was der Firma und allen Beschäftigten gut tut, der muss gehen, der fliegt

raus.

So gesehen ist Gehorsam, das 'Sich einordnen und unterordnen können' unter den Willen

einer vorgegebenen Autorität, eine Tugend. Wer den 'Gehorsam verweigert', duldet keine

Autorität über sich, erkennt keine Autorität an und macht sich selbst zur Autorität, meistens

aber zum Despoten, der sich nicht einfügen will, der keine Rücksicht nehmen will, der nur

sich sieht, sich zum Maßstab macht, sich maßlos überschätzt und vorgegebene Ordnungen

nicht anerkennt. Sie wollen lieber selbständig und unabhängig, nur auf sich alleine bezogen

sein. Andere haben ihnen zu dienen. Sie sind nur Handlanger und Mittel zum Zweck.

Solche Menschen haben nie gelernt zu gehorchen, sich ganz dem Willen einer erfahrenen

Person, einer Autorität, unterzuordnen und deren Anordnungen genau und widerspruchslos

zu befolgen und davon zu profitieren. Waren deren Eltern zu nachsichtig und nicht

konsequent genug oder hat deren Konsequenz das Rebellische hervorgerufen? Waren die

Eltern ehrlich, echt und vorbildhaft oder haben sie selbst nicht getan, was sie von ihren

Kindern erwarten?

Die Bibel greift das Problem des Ungehorsams auf. Wer den Eltern gegenüber ungehorsam

ist und gegen sie meutert, der hört auch nicht auf Gott. Es ist ihnen nicht bewusst, dass er

auch ihr allwissender, weiser und gütiger Schöpfer ist, der Hintergründe, Zusammenhänge

und Motive kennt und Menschen durchschaut.

Damit Menschen geregelt miteinander auskommen, sich alle gleich entfalten können,

niemand zu kurz kommt und alle mit ihren jeweiligen Begabungen ihre Lebensaufgabe

vollbringen können, hat Gott Struktur, Ordnung und Obrigkeit eingesetzt, verbunden mit

seinen Gesetzen und Geboten. Freie Entfaltung für alle gibt es nur in einem geordneten
Rahmen.


In 5.Mo 27,9-10 fordert Gott sein Volk und auch uns auf: Du sollst der Stimme (dem Wort)

des Herrn, deines Gottes, gehorchen und seine Gebote und Gesetze und Ordnungen halten.

Er möchte das, weil er seine Geschöpfe liebt und nur Gutes für sie will.

Er möchte das, weil er weiß, wohin ungehorsam führt, nämlich in Loslösung von ihm, in

Verzicht seiner Hilfe und Führung, in Isolation und Einsamkeit, in Orientierungslosigkeit und

Überforderung, in Selbstgerechtigkeit, Überheblichkeit, Unfrieden und Sünde.

Er möchte das, weil er seine Kinder vervollkommnen will, sie nach seinem Vorbild makellos,

unübertrefflich und vollendet machen will. Und wenn sie das ablehnen, schmerzt ihn das.

Das geht nur, wenn sie ihm vertrauen und auf ihn bauen, wenn sie ihn anerkennen und für

sich zulassen, wenn sie alte Einstellungen loslassen und stattdessen ihn für sich machen

lassen.


In Ps 81,14 sagt Gott traurig: Oh, dass doch mein Volk mir gehorsam wäre.

Und in Jer 17, 23: Aber sie gehorchten mir nicht, ja, sie hörten nicht einmal hin! Sie haben

sich stur gestellt und wollten sich nichts sagen lassen.

Gott denkt weiter. Er weiß, dass wir ihn brauchen. Er weiß, dass wir Not, Drangsal und

Leiden nicht lange aushalten und schnell nach Auswegen suchen werden und dass wir

letztlich 'von selbst' darauf kommen, ihn wieder in unser Leben aufzunehmen und uns

schließlich doch nach ihm und seinem Wollen zu richten.


In 5.Mo 4,30 sagt er: Wenn du in der Drangsal bist und dich alle diese (schlimmen) Dinge

getroffen haben, … , so wirst du zu dem Herrn, deinem Gott, umkehren und seiner Stimme

gehorsam sein.

Und weil Gott seine Geschöpfe, seine Kinder, nach wie vor liebt und sie nur zu Einsicht und

Gehorsam bringen wollte, nimmt er sie gerne wieder bei sich auf, trägt er ihnen nichts nach,

vergibt ihnen und führt sie in ein Leben voller angenehmer Überraschungen und Wunder, in

ein Leben nach seinem Willen, aus seiner Kraft und mit seinem Segen, in seine herrliche

Fülle.


In Mk 14, 34-36 sehen wir Jesus leidend im Garten Gethsemane.

Dort heißt es: Tiefe Traurigkeit und Angst überfielen Jesus, und er sagte zu ihnen (seinen

Jüngern): "Ich zerbreche beinahe unter der Last, die ich zu tragen habe. Bleibt bei mir, und

wacht mit mir!" Jesus ging ein paar Schritte weiter, warf sich nieder und betete: "Mein Vater,

wenn es möglich ist, so erspare mir diese schwere Stunde, und bewahre mich vor diesem

Leiden! Dir ist alles möglich. Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen."


Den Gehorsam, den Gott von uns verlangt, den verlangt er auch von seinem Sohn Jesus,

damit durch ihn die Weltordnung wieder hergestellt wird und für alle Zukunft erhalten

bleibt. Er ist der Herr! Jesus sollte bzw. musste für unsere Sünden sterben, damit Gott uns

vergeben und wir wieder mit ihm versöhnt werden konnten, damit wir wieder in seine

Familie aufgenommen werden und ein aufrechtes Leben führen können.


Die heutigen Leitverse aus dem Hebräerbrief sehen die ausweichende Bitte Jesu, doch vom

Leiden verschont zu werden, als ganz menschlichen Versuch von Ungehorsam gegenüber

Gott. Auch er musste durch Leiden lernen, was es bedeutet, gehorsam zu sein.

Auch blieb es selbst ihm, dem Sohn Gottes, nicht erspart, durch Leiden zu lernen, was es

bedeutet, gehorsam zu sein. Doch jetzt, wo er durch sein Leiden vollkommen gemacht ist,

kann er die retten, die ihm gehorsam sind; ihm verdanken sie alle ihr ewiges Heil. (Hebr 5,8-9)


Jesus wurde durch sein Leiden vollkommen gemacht. Von sich aus erkennt er die Größe und

Weitsicht Gottes, seines Vaters, an und fügt hinzu:

"Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen."

Nun kann Großes geschehen. Aus eigener Erfahrung gelernt, durch Gehorsam vollkommen

gemacht, mit der Kraft und dem Willen und dem Geist Gottes nun vollständig verbunden

und vom Vater bevollmächtigt, kann Jesus nun die retten, die ihm gehorsam sind, die seiner

Erfahrung vertrauen, die seine Liebe erkennen, die seinem Beispiel folgen, die ihr Sein und

Werden ganz Gott und ihm überlassen.


Ungehorsam gegenüber Gott und seiner Ordnung muss bestraft werden, damit Unordnung

und Willkür sich nicht durchsetzen, damit Einheit und Frieden wiederhergestellt werden,

damit Gottes Liebe und Fürsorge und die Verbindung mit ihm wieder zum Tragen kommen,

damit Gehorsam wieder gewürdigt wird.


Weil Jesus gehorsam war und dadurch für unsere Sünden litt und für unsere Vergebung in

den Tod ging, verdanken sie alle ihr ewiges Heil. Das Heil ihrer Seele, nämlich das ersehnte

Gute, Glück und Wohlergehen, den Segen Gottes. Damit verbunden verdanken sie ihm ihr

'Neu geboren sein' in ein besseres Leben, in eine erneuerten Gemeinschaft mit Gott. Sie

bekommen nun eine übergreifende Sichtweise, veränderten Werte und Ziele und können

immer besser zwischen Gut und Böse unterscheiden. Sie erkennen zunehmend ihre

Hilfsbedürftigkeit und Abhängigkeit von Gottes Gnade, vertrauen immer stärker auf seine

Güte und Vergebung und ihre Erlösung von allen Sünden.


Das gibt ihnen Gelassenheit und Frieden. Sie erleben ihre fortschreitende Vervollkommnung

und das vertieft ihren Glauben. Sie bauen auf die Seligkeit, ihre endgültige Vollendung im

Reich Gottes sowie die ewige Gemeinschaft mit ihm in Frieden und völliger Geborgenheit.