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Jeder Mensch braucht Führung (Röm 10,8-10)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Jeder Mensch braucht Führung   (Röm 10,8-10)

 

Gottes Wort ist dir ganz nahe; es ist in deinem Mund und in deinem Herzen. Das ist nämlich das

Wort vom Glauben, das wir verkünden.

Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: "Jesus ist der Herr!", und wenn du von ganzem

Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden.

Wer also von Herzen glaubt, wird von Gott angenommen; und wer seinen Glauben auch bekennt,

der findet Rettung. (Röm 10,8-10; HfA)

 

Führung: Was ist das?

Führung bzw. das Verb 'führen' bedeuten: 'leiten', 'die Richtung bestimmen' bzw. 'in Bewegung

setzen'.

Wer führt, leitet an und geleitet, fragt und orientiert, ermutigt, festigt und bestätigt. Er/Sie hat

den Überblick, den Durchblick, die Einsicht und die Kompetenz und deswegen liegt die Führung

zum gemeinsamen beschlossenen Ziel bei ihm/Ihr. Die Führenden motivieren und unterstützen

die Geführten. Sie können sich an ihn anlehnen. Geführte sind die, die sich führen lassen, die den

Führenden vertrauen und annehmen können, was sie ihnen raten.

 

Zwischen den Geführten und den Führenden gibt es sozusagen ein Bündnis, das auf

gegenseitiger Achtung und auf Liebe, Vertrauen und Mitverantwortung beruht. Beide Seiten

stehen in einer besonderen Verantwortung für die jeweiligen Bündnispartner.

 

Eine Führung ohne freiwillige Gefolgschaft ist nicht möglich. Eine Gefolgschaft (Anhänglichkeit,

Nachfolge) für unehrenwerte Führer und Führerinnen wird nicht dauerhaft sein.

 

Führen und Geführt werden

Zu führen, ist ein verantwortliches Leiten, ein, anderen kompetent und umsichtig dienen. Um

eine solche Rolle verantwortlich und erfolgreich wahrzunehmen, braucht man hohe soziale und

emotionale oder fachliche oder geistliche Kompetenz, die nur wenige haben. Dazu gehören u.a.:

 

In Bezug auf sich selbst: Selbstvertrauen, Rückgrat, Eigenverantwortung und Selbstdisziplin sowie

in hohem Maße Verantwortungsbereitschaft, Gerechtigkeitssinn, Gewissenhaftigkeit, Fleiß und

Engagement, Erfahrung und Wissen, Flexibilität und Konsequenz, Großmut und Durchsetzungs-

vermögen, Zielorientiertheit und Vorbildfunktion.

 

Im Umgang mit anderen: Geduld, Achtung, Toleranz und Respekt, Menschenkenntnis,

Einfühlungsvermögen, Hilfsbereitschaft und Kompromissfähigkeit, Kritikfähigkeit und

Zivilcourage und Durchsetzungsvermögen.

 

In Bezug auf die Zusammenarbeit: Teamfähigkeit, Kooperationsbereitschaft,

Motivationsvermögen sowie Konfliktfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit.

 

Die Bibel sagt dazu: Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel gefordert, und wem viel

anvertraut wurde, von dem wird umso mehr verlangt. (Lk 12,48;NGÜ)

 

An Führende werden hohe Maßstäbe angelegt und sie brauchen für ihre Aufgabe Lebens-

erfahrung und Reife. Dennoch: Führende sind auch nur Menschen, werden von Versuchungen

heimgesucht und sind weder fehlerfrei noch vollkommen, auch wenn einige das manchmal von

sich glauben. Woran sie hauptsächlich gemessen werden ist, ob sie persönliche Beziehungen und

Verbindungen zu den Geführten haben, sich für sie erfolgreich einsetzen, sie nicht bevormunden

und integere Vorbilder sind.

 

Führung, Dienst am Nächsten, ist nur dann erfolgreich, wenn gemeinsam angestrebte Ziele auch

erreicht werden. Der gemeinsame Erfolg hängt daher von den Führungsqualitäten und Führungs-

kompetenzen der Führenden sowie von dem Verhalten, der Akzeptanz und Folgsamkeit der

Geführten ab.

 

Der Führungsprozess ist eine „ständige Begleitung“ der Geführten. Ein Vordenken, Rückfragen,

Beraten und Fürsorgen. Er bedarf der Anerkennung und Akzeptanz durch die Geführten. Ein

Vertrauen, Annehmen, Einfügen und Mitverantworten.

Führung ist nur dann Führung, wenn die Führung von den Geführten akzeptiert wird und sich in

ihrem Verhalten und Tun niederschlägt.

 

Geführt werden

Geführt zu werden, ist eine große Erleichterung und Entlastung. Sie hilft in Unsicherheit,

Unerfahrenheit, Unwissenheit und ohnmächtigem Unvermögen. Man muss sich keine Gedanken

machen, man muss nicht alles selbst wissen und können und sich nicht um alles selbst kümmern.

Man braucht den großen Überblick nicht. Man delegiert und kann sich auf das Wesentliche

konzentrieren, auf seine eigenen Aufgaben und Fähigkeiten.

 

Entlastung tritt aber nur ein, wenn man den Führenden vertraut und ihre Führungsrolle

akzeptiert. Dazu gehören Gesprächs- und Unterstützungsbereitschaft, Bündnistreue und

Gefolgschaft, Verbindlichkeit und Fügsamkeit, Fleiß und Leistungsbereitschaft, Anerkennung und

Verzichtbereitschaft zum Wohle des Ganzen. Dazu die Bereitschaft, Ideen und Kreativität

einzubringen, Förderungsangebote wahrzunehmen und Hinweise anzunehmen, also, sich ganz in

die Gemeinschaft einzubringen.

 

Diesem Bündnis zum gegenseitigen Vorteil liegt eine Aufgabenteilung zugrunde, in der

verschiedene Fähigkeiten und Begabungen sich ergänzen und zu einem Ganzen

zusammengefasst sind. Jeder und jede hat darin die Verpflichtung, seinen Teil zu erfüllen. Eine

solche Gemeinschaft wird stark und erfolgreich sein.

 

Zeitgeist und Selbstbezogenheit

Wir leben aber in einer entgleisten Zeit. Obwohl (oder gerade weil) das Leben immer stärker

strukturiert und in einen festen Zeitplan eingezwängt ist und wir auf Zusammenarbeit und

gegenseitige Ergänzung angewiesen sind, glauben viele zu wissen, was richtig und gerecht ist. Sie

mischen sich in Dinge ein, die sie nicht verstehen. Sie opponieren, rebellieren, protestieren und

revoltieren, weil es modern und in ist. Sie lehnen sich gegen ihr Bündnis auf, weil es sie

mitverpflichtet und scheinbar ihre Freiheit einschränkt. Sie wollen selbstbestimmt, unabhängig

und frei sein und sich nichts mehr sagen lassen. Sie wollen der 'Boss' sein, ohne dafür die

notwendigen Voraussetzungen zu haben. Egoistisch nehmen sie nur sich selbst zum Maßstab

stellen daraus ihre Forderungen auf. Sie agieren selbstgerecht und hochmütig. Sie machen sich

ihr eigenes Recht und haben ihre Gaudi dabei. Die Gemeinschaft und ihre Nächsten sind ihnen

egal.

 

Ihre Rebellion führt in ihnen zu Unmut, Undank, Unruhe und Verbitterung, zu Aufbegehren,

kräfteraubendem Kampf und ständigem Widerspruch, zu einer sich verselbständigenden

Antihaltung. Sie fühlen sich (ihr Ich) zu kurz gekommen und beschimpfen lautstark ihre

Vorgesetzte und Chefs, ihre Eltern oder Ehepartner, oder die, die selbstlos eine gemeinnützige

Aufgabe übernommen haben und sie sind sich nicht bewusst, dass sie damit die auch für sie

wichtige Gemeinschaft zerstören.

 

Von einem Bündnis ist dann nichts mehr zu spüren, viel mehr hat man den Eindruck, dass Neid,

Gier und Eifersucht regieren, dass jeder nur die eigenen Interessen vertritt und dass eine

Abstimmung, Einigung und Gemeinsamkeit nicht mehr gesucht werden, um eigene Vorteile zu

erlangen. Wer so denkt und handelt vergisst, dass auch andere Rechte haben und das das eigene

Recht nur bis dahin reicht, wo das gleiche Recht des anderen beginnt.

 

Gleichberechtigung ist also nicht diskutabel. Sie ist ein Grundpfeiler menschlichen

Zusammenlebens. Die Cleveren sagen: Ja, vor dem Gesetz sind alle gleich, nur die nicht, die den

besseren Rechtsanwalt haben.

 

Gott aber, der alles durchforscht, weiß, was im Herzen des Menschen vorgeht. (Röm 8,27)

 

Die übelsten Machenschaften hecken sie aus und brüsten sich: 'Wir sind bereit! Unser Plan ist

schlau erdacht!' Wie unergründlich ist doch, was im Inneren eines Menschen vorgeht, in der Tiefe

seines Herzens! (Ps 64,7)

 

Kann man Gottes Gebote wegdiskutieren, schönreden, umdeuten oder anders bewerten?

Nein. Sie sind ewig richtig. Sie sind Basis und Leuchtturm, Führung und Ausrichtung. Die beiden

Kernfragen sind: Lasse ich mich von ihnen führen? Und: Was geschieht mit mir, wenn nicht?

 

Führung durch Gott und sein Wort und seinen Geist

Gott ist der allmächtige Schöpfer des Universums, der Schöpfer der Natur und aller Geschöpfe,

der Bewahrer des Lebens und Lenker jedes einzelnen Wesens. Er ist durch und durch Liebe. Er ist

unser aller himmlischer Vater. Vor ihm sind alle wir ohne Ausnahme gleich und vor ihm besteht

nur, was für alle gleich gut ist.

 

Da er allmächtig und allwissend ist und da er in allem der Geber ist, sucht er bei uns nicht seinen

Vorteil. Er hat ihn bereits. Ihm Vorteilnahme zu unterstellen oder ihm zu misstrauen ist also

absolut unsinnig.

 

Und weil er ein Gott ist, den wir leiblich nicht sehen, (aber am Geschehen erkennen können), ist

er als Mensch Jesus in die Welt gekommen und hat an sich selbst die Selbstsucht, Engstirnigkeit

und Gehässigkeit von Menschen kennengelernt. Er weiß, dass das Leben und Zusammenleben

nicht immer leicht ist. Er kennt die Einfalt, Begehrlichkeit und Begrenztheit unseres Sehens. Er

kennt das Gift, das Stolz, Neid, Gier, Überheblichkeit oder Vormachtstreben in uns verbreitet.

 

Und obwohl (oder gerade weil) er voller Liebe war, ist er gescheitert. Man hat ihm Böses

unterstellt, falsche Zeugen gegen ihn auftreten lassen, ihn missachtet, gefoltert und gedemütigt

und letztlich hingerichtet, obwohl er die Menschen nur aufrütteln und von ihrem lieblosen und

bequemen Denken und Verhalten befreien wollte.

Und weil Menschen sich nicht gern etwas sagen lassen und schon gar nicht ihre eigene

Schlechtigkeit erkennen wollen, (die schieben sie lieber anderen in die Schuhe), musste er als

Unruhestifter beseitigt werden.

 

Doch Gott hat aus Schlechtem Gutes gemacht. Er verwandelte die Niederlage zu einem Sieg. Er

rückte seinen Sohn wieder ins rechte Licht, indem er ihn von den Toten auferweckte, indem er

das Unrecht der Kreuzigung aufhob und Jesus zu sich erhob, damit er auch heute noch in

unseren Herzen wohnen und uns mit seinem Geist leiten kann.

Gott hat uns Jesus zum Vorbild gemacht, an dem wir uns orientieren können. Er und seine

Lebenseinstellung und Lebensweise können uns Leitbild und Hilfe sein. Im können wir vertrauen,

weil er sein Leben für uns geopfert hat, für unsere Verfehlungen und unser gottfernes und

selbstherrliches Verhalten.

Jesus will uns nichts aufzwingen oder einreden, uns nicht übers Ohr hauen oder missbrauchen.

Er will lediglich, dass das Gute in uns lebt.

 

Gott hat Jesus zu seinem Sprecher gemacht. Durch Jesus Christus und das, was er sagte und was

in der Bibel festgehalten ist, wissen wir, wie liebevoll und gnädig und väterlich Gott wirklich ist

und was er zu unserem Wohl alles tun kann und tun möchte.

Darüber hinaus hat er uns auch noch seinen göttlichen, heiligen Geist gegeben, der uns sein

Wesen erkennen, seine Worte verstehen und seine Liebe erinnern lässt, der uns sein Wort

erkennen und akzeptieren lässt, der uns in seinem Geist der Liebe empfinden und handeln lässt.

 

Führung hautnah

Das hört sich alles sehr theologisch, theoretisch und schwierig an, ist es aber nicht. Es geht lediglich um

Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Glauben wir dem, was in der Bibel steht oder glauben wir es nicht.

Vertrauen wir darauf, dass Gott jedem hilft, der ihn bittet oder nicht. Bauen wir darauf, dass er uns mit

unseren Fehlern liebt und trotzdem (bzw. gerade deswegen) und durchs Leben führt und begleitet.

 

Sucht die Nähe Gottes, dann wird er euch nahe sein! (Jak 4,8;NGÜ)

 

Wenn wir seine Nähe suchen, zu ihm gehen und bei ihm bleiben, ist er mir zwangsläufig nahe, es

sei denn er würde immer wieder vor mir das Weite suchen und mich meiden wie die Pest. Aber

gerade das tut er nicht. Er freut sich über unser Kommen und Mitteilen und Bitten, weil wir ihm

dann vertrauen, weil er uns dann willkommen ist und wir dann für seine führenden und

orientierenden Worte offen und zugänglich sind.

 

Wir erlebe seine Führung hautnah, wenn wir uns jeden Tag neu unter sein Wort stellen,

entweder unter eine einzelne Leitverheißung für das ganze Leben oder unter die jeweilige

Tageslosung oder unter einen anderen Leitvers, der uns beim Bibellesen aufgefallen und wichtig

geworden ist.

Wenn wir jeweils heute ganz bewusst danach leben und unser Denken, Verhalten und Tun daran

ausrichte, bemerken wir die Hilfe und Sicherheit, die uns daraus zuteilwerden. Und je häufiger

wir das tun, desto selbstverständlicher und erleichternder wird uns seine Führung.

Wir haben immer jemanden mit uns, den wir fragen können, mit dem wir reden können, der uns

zuverlässig berät, führt und der uns in der Not weiterhilft.

 

Ordnen wir uns daher Gott und seiner Führung unter, damit wir den Versuchungen des Bösen

täglich widerstehen und der Teufel von uns ablässt, weil er unerwünscht ist. (nach Jak 4,7)

 

Jeder Mensch wird geführt

Ob wir wollen oder nicht: Jeder Mensch wird geführt, weil er unvollkommen ist, weil er Führung

braucht und sich unbewusst oder bewusst führen lässt, auf welche Art auch immer. Sei es die

Führung durch Erziehung in Familie und Schule oder Arbeitsplatz, durch Werte, Ideale, Idole oder

Wissen, durch Werbung, Propaganda oder Erkenntnis, durch die Beeinflussung von Freunden,

Bekannten oder Arbeitskollegen, durch Gottes Wort oder durch eigenes Wollen und Wünschen.

 

Alles was wir aufnehmen, beeinflusst uns. Daher ist es wichtig darauf zu achten, was das ist.

Wer will was von mir? Wem kann ich vertrauen? Von wem oder von was lasse ich mich führen?

 

Wir dürfen und die Führung aussuchen. Wir können schädliches Denken aussperren, indem wir

uns dem Guten zuwenden. Wir können das Böse mit Gottes Hilfe und Führung und Neuaus-

richtung überwinden, wenn wir es wollen und zulassen.

 

Missbrauch von Führung

Misstrauen gegenüber menschlicher Führung ist angebracht. Deutschland hatte einen Führer,

der machthungrig in Kriege geführt, Vertrauen missbraucht hat und viele Menschen in

Konzentrationslagern heimtückisch umbringen ließ.

 

Eine ganz andere Art von Missbrauch liegt in einer beherrschenden Übermutter, in einem

erzwingenden Vater oder in manipulierenden Politikern, Geschäftemachern und Verführern.

Eine Führung, die Vertrauen missbraucht, die sich heimtückisch aufzwängt, die einengend

kontrolliert und bevormundend entmündigt, die sich einbildet, alles zu dürfen, zu wissen und zu

können, die immer wieder die Entscheidungsfreiheit der Geführten einschränkt und missachtet,

eine solche Führung dient nur dem eigenen Machterhalt und damit sich selbst. Der Führer oder

die Führerin machen sich selbst zu Gott.

 

Und wenn jemand noch so viel Macht und Einfluss hätte, aber die Liebe nicht, dessen Tun wäre

alles nichtig. (nach 1. Kor 13)

 

Lassen wir uns doch immer stärker von der selbstlosen Liebe Jesu und seiner Treue führen, damit

das Gute in uns dauerhaft die Oberhand gewinnt und wir ihm immer ähnlicher werden.

 

Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. ... Das Wort

wurde Mensch und lebte unter uns. Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, wie sie

Gott nur seinem einzigen Sohn gibt. In ihm sind Gottes vergebende Liebe und Treue zu uns

gekommen. (Joh 1,1+14;HfA)