Seelenpein – Psychosomatisches Leiden
(1.Kor 12, 24-26)
Die Psyche ist ein Teil von mir,
mit der ich fühle, denke,
mit der ich hoffe, plane, lenke.
Sie ist mein Geist, mein Wollen,
verbunden mit äußerem Sollen,
und auch mit eigenem Grollen.
Sie will eine Persönlichkeit sein,
bedeutsam und anerkannt,
keinesfalls aber klitzeklein.
Darum erhebt sie sich über die Soma,
den Körper, den Leib und die Glieder,
und wirkt ihnen leichtfertig zuwider.
Der Leib braucht Ruhe, Freude, Pflege,
ständige Rücksicht und Hege,
stressfreie Harmonie allerwege.
Und daraus erwächst Spannung,
anhaltendes, körperliches Leiden.
Unzufriedenheit, ist nicht zu vermeiden.
Geist und Körper passen nicht mehr zusammen.
Der innere Frieden steht in verzehrenden Flammen.
Der Eine will den Anderen verdammen.
Aber, nur gemeinsam kommt man weiter.
Jeder, ist des anderen Begleiter.
Man kann nicht mehr sein, als man in der Summe ist,
ansonsten drohen Untergang, Pein und Zwist.
Darum spüre wachsam auf, was sich in dir regt,
was dich bewegt, sich dir auf die Seele legt,
was dich unterbewusst belastet oder erregt,
was dich, unentwegt, unüberlegt widerlegt.
Was geht dir an die Nieren?
Was will dich attackieren?
Was liegt dir schwer im Magen?
Was bereitet dir Unbehagen?
Sei einfach, wie du bist!
Am besten auch Christ.
Gott aber hat unseren Leib so zusammengefügt,
dass die unwichtig erscheinenden Glieder
in Wirklichkeit besonders wichtig sind.
Nach seinem Willen soll unser Leib nämlich eine
untrennbare Einheit sein, in der jeder einzelne
Körperteil für den anderen da ist.
Leidet ein Teil des Körpers, so leiden alle anderen mit,
und wird ein Teil geehrt, freuen sich auch alle anderen.
(1.Kor 12, 24-26)

