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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Was Gott aus Liebe fordert
   (nach Mi 6,8; NL)

 

Hallo Du,

mit welchen Recht kann Gott etwas von uns fordern? Er ist der Schöpfer

von allem. Alles ist sein. Er gibt, leiht oder überlässt etwas zeitweise und

nimmt es irgendwann wieder zurück. Er ist das mächtigste Wesen, das es

überhaupt gibt. Als höchste Instanz gibt er seinen Geschöpfen Gebote,

also Anordnungen, Vorschriften, Weisungen, Gesetze, und Befehle, um

sie zu schützen, um ihr Zusammenleben zu regeln und um ihnen das

Leben zu erleichtern.

Wir neigen dazu, diese Gebote nur als Angebote oder Hinweise zu

betrachten, weil wir uns (besonders als Erwachsene) nicht gerne in

unser Verhalten und in unsere Lebensführung reinreden lassen.

Doch das ist ein Fehler. Gott gibt seiner Schöpfung und seinen

Geschöpfen seinen Willen kund, für ihr Verhalten, für ihr Leben

und für ihre Rolle und Aufgabe darin. Er weiß, was für jedes

Lebewesen das Beste ist und wofür er es erschaffen hat.

Sein Wille entspricht seinem alles überragenden Wesen und

seinen einmaligen Eigenschaften. Ihn kennzeichnen: Leben

gebende Liebe, Gnade und Güte, Reinheit, Weisheit und

Wahrhaftigkeit, Unabhängigkeit, Unveränderlichkeit und

Vollkommenheit, Allmacht, Allgegenwart, Allwissenheit und

Ewigkeit und damit verbunden, Unendlichkeit, Unermesslichkeit

und Unbegreiflichkeit.

Er ist der und das alleinige Gute. Er alleine weiß, was war, was ist

und was wird, denn durch ihn geschieht alles.

Er verbindet die Ursachen mit den Auswirkungen, die Vergangenheit

mit der Zukunft, unsere Vergangenheit mit unserer Zukunft. Er formt

die Zukunft. Er rät oder bittet also nicht nur, sondern er fordert zu

Recht. Seine Liebe fordert uns zum Lieben auf, zu dem, was

niemandem schadet und jedem hilft, zu dem, was jede/r braucht.

Und weil unser Wahrnehmungs-, Erfahrungs- und Wissenshorizont

sehr beschränkt ist, brauchen wir seine helfende, unterstützende

und führende Zuwendung, seine Macht, Weisheit und Weitsicht,

die uns zuteilwerden durch Gottvertrauen und Glauben sowie

durch seinen Geist, durch sein biblisches Wort und das Vorbild

in Jesus Christus.

 

Was fordert Gott von uns?

Er fordert die strikte Einhaltung seiner Gebote und Gesetze!

Aber: Das war den Menschen damals nicht möglich und ist auch

uns heute nicht möglich, besonders dann, wenn wir sie nicht

oder nur teilweise kennen, wenn sie uns nicht bewusst sind

oder wir sie bewusst ablehnen oder, wenn wir sie aus eigener

Not bzw. Unfähigkeit nicht halten können. Wir sind als

Menschen nicht unfehlbar. Aber, wir können dazulernen.

Die zehn Gebote des Alten Testaments (2.Mose 20, 1-17) sind

Verhaltensregeln für das mitmenschliche Zusammensein. Das

erste Gebot ‚Ich bin der HERR, dein Gott … Du sollst keine

anderen Götter haben neben mir‘. Stellt klar, dass Menschen

eine zentrale Obrigkeit brauchen. Eine, die sich für die

Menschen einsetzt und liebt, die anzuerkennen ist und die

berechtigt ist, jedem und jeder von uns Vorschriften zu

machen, zum Wohl aller.

In 5.Mose 6,5; 3.Mose 19,18 und Lukas 10,27 werden die

zehn Gebote zu einer verkürzten Handlungsanweisung

zusammengefasst:

»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem

Herzen, mit ganzer Hingabe, mit all deiner Kraft und mit

deinem ganzen Verstand. Und auch deinen Mitmenschen

sollst du so lieben wie dich selbst.« (HfA)

 

In Micha 6,8 finden wir eine verkürzte, ergänzende

Zusammenfassung (NL):

Es wurde dir, Mensch, [in der Thora, Heiligen Schrift, Bibel]

längst gesagt, was gut ist und wie Gott möchte, dass du

leben sollst. Er fordert von euch nichts anderes, als dass ihr

euch an sein Wort haltet, liebevoll und barmherzig

miteinander umgeht und demütig vor Gott euer Leben führt.

 

Es geht Gott um 3 zentrale Punkte:

1. Sein Wort einzuhalten.

2. Liebevoll und barmherzig miteinander umzugehen.

3. Demütig vor Gott sein Leben zu führen. 


-  Um Gottes Wort einhalten zu können, muss man es gut
kennen und verinnerlicht

haben. Man muss es ‚gegessen‘ haben, aufgenommen, durchgekaut, geschluckt und

verdaut haben, es also gehört, gelesen, verstanden und sich gemerkt haben, damit

dessen Nahrungsteile, also Inhalt, Bedeutung und Geist, im Körper, also im Gehirn,

im Herzen, in jeder Faser des Seins, aufgenommen werden, damit es das eigene

Wesen befruchtet, verändert und erweitert.

-  Um liebevoll und barmherzig miteinander umzugehen, muss man das zunächst

für gut, richtig und sinnvoll halten und dann intensiv einüben, also die Vorteile dieses

Verhaltens erkennen und immer wieder anwenden. Oft ist es so, dass man

zurückbekommt, was man gibt.

-  Um sein Leben vor Gott demütig zu führen, muss man auch bereit sein, sich

von ihm etwas sagen zu lassen. Das beinhaltet auch, seine Größe, Weisheit und Güte

anzuerkennen, das eigene, übergroßes Ego auch vor Mitmenschen zu zügeln und

den unbändigen, freien Willen Gott gegenüber vertrauensvoll aufzugeben.

 

Wie kann das geschehen?

Je mehr wir uns mit einem Text oder einer Sache bzw. einer Person beschäftigen, sie gut

und interessant finden und bewundern, sie vielleicht sogar mögen oder lieben und

Gedanken, Kraft und Zeit in sie investieren, desto mehr übernehmen wir Inhalte davon

bzw. desto ähnlicher werden wir ihr!

Das ist wie bei einem alten Ehepaar, das sich im Laufe der vielen gemeinsamen Jahre sehr

gut kennengelernt hat, sich gegenseitig geschätzt hat, aufeinander eingegangen ist und

die jeweils guten Seiten des/der Anderen nach und nach übernommen hat. Sie haben sich

einander angepasst. Sie sind in Vielem eins geworden.

 

In Bezug auf Gott geht das auch schneller, denn er hat uns einen starken Helfer geschenkt,

seinen Heiligen Geist, der diese Angleichung an sein Wesen bewirkt.

Die Früchte und Kennzeichen von Gottes Geist sind Liebe, Freude, Frieden, Geduld,

Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung. Sie wachsen und

gedeihen in uns in gemeinsam verbrachter Zeit mit Gott/Jesus und durch gute Erfahrung.

Dadurch werden wir Jesus immer ähnlicher, ihm wesensgleich. Auch wir werden ruhig,

menschennah, vergebungsbereit, liebevoll und einfühlsam, demütig, entschlossen und

vorbildhaft.

 

Fazit

Indem der Mensch die Gebote, die Forderungen Gottes, als gut und richtig und wertvoll

akzeptiert, erkennt er ihren Wert und auch Gott und sein Wesen an, und damit auch

seine lebengebenden Eigenschaften.

 

Er erkennt sie als Vorzüge, die ihn auszeichnen und für andere angenehm machen.

Er versteht sie als wohlwollende Einladung Gottes, es ihm gleichzutun.

Er sieht sie als die offenen und wartenden Arme seiner Liebe. Und er versteht, dass

nicht sein eigener Wille, nicht sein Wissen und Können, sein Wohlstand, sein

Durchsetzungsvermögen, seine Cleverness, sein Erfolg oder sein Rang ihn wertvoll

machen, sondern nur seine innige Gottbezogenheit und seine gelebte, liebevolle

Mitmenschlichkeit.

 

 

  *Siehe dazu auch den Beitrag: Was Gott gefällt   (Röm 12,2)