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Die Ernte ist groß, aber es gibt zu wenig Arbeiter (Lk 10,2)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Die Ernte ist groß, aber es gibt zu wenig Arbeiter
 (Lk 10,2)

 

Hallo Du,

wenn ich durch die Felder wandere sehe ich, dass Erntezeit ist.

Riesig große Mähdrescher fressen sich durch weite Getreidefelder.

Es staubt und rauscht. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen.

Beeindruckend und doch auch irritierend ist die Szenerie.

 

Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, da war die Getreideernte harte Arbeit.

Viele Menschen waren dabei im Einsatz. Oft sangen sie dabei.

Zwei oder drei Männer schwangen die Sense, Frauen und Kinder

   trugen die geschnittenen Halme zusammen und stellten sie zum Trocknen auf.

Eine Vogelscheuche sollte die Vögel daran hindern, sich die Körner von den Ähren zu picken.

 

Um ein größeres Feld abzuernten, brauchte man fast eine ganze Woche.

Danach kam das Dreschen im Bauernhof.

Die Körner wurden aus den Ähren geschlagen und dann wurde die Spreu vom Weizen getrennt.

Heute macht der Mähdrescher beides in zwei Stunden.

 

Jesus kannte noch keine Mähdrescher.

Für ihn war Ernte körperliche Arbeit.

Arbeit von Menschen für Menschen.

Jeder Halm musste geschnitten werden, um an das Wertvolle zu kommen,

   um die Körner, die Früchte, die Nahrung einsammeln zu können.

Jedes Körnchen musste zusammengetragen und geborgen werden,

   damit es nicht verloren ging.

 

In der Ernte zeigte sich Gottes Segen.

Er ließ das Korn wachsen und reifen.

Er gab den Menschen Kraft zum Ernten und Danken.

Ihm sang man die fröhlichen Dankeslieder.

Ihm zu Ehren feierte man das Erntedankfest.

Jeder wusste, was ernten bedeutete, nämlich das Kostbare bergen.

 

War Jesus ein Landwirt?

Nein, natürlich nicht. Er war an den Menschen interessiert.

Bei ihm ging es immer um das Verhältnis zwischen den Menschen und Gott.

Sie waren voneinander getrennt und er wollte sie wieder zusammenbringen.

Er wollte, dass die Menschen wieder mit Gott Gemeinschaft haben.

Er wollte, dass Gott, unser Schöpfer,

   wieder Gemeinschaft mit uns, mit seinen Geschöpfen hat,

   die er ja nach seinem Bilde schuf, die seine Kinder sind.

Zwischen Gott und den Menschen wollte und sollte er vermitteln.

Er sollte sie vor Gott wieder ‚hoffähig’ machen, annehmbar, schuldfrei,

von ihm, durch seinen Tod für uns, vor Gott gerechtfertigt.

Die Menschen hatten vergessen, dass sie von Gott abstammten,

   dass sein Wesen in ihnen lag und dass sie in ihrer Verirrung

   ohne ihn kein Lebensglück haben konnten.

 

In der Tretmühle des Lebens hatten sie gelernt,

   dass sie sich auf sich selbst und ihre eigene Kraft verlassen mussten

   und dass sie nur zu etwas kamen, wenn sie sich nahmen, was sie haben wollten.

Dazu setzten sie ihre Kraft und ihre Raffinesse ein.

Zu bekommen und zu haben wurde ihr Lebensinhalt.

Das aber machte sie einseitig, krank und von ihrer Gier abhängig.

Darin suchten sie Bestätigung und Anerkennung,

   auch die, dass sie sich selbst auf die Schulter klopfen und loben konnten.

Sie stellten sich und ihre Wünsche, ihren Kopf und ihre Habsucht,

   Ihren Geltungsdrang und ihre Unsicherheit, ihre Willen und ihre Zweifel

   in den Mittelpunkt, in das Zentrum ihres Denkens und Handelns.

Alles bezogen sie auf sich, alles hatte ihnen zu dienen.

Diese Selbstsucht machte sie krank und sie tut es auch heute noch.

Sie lebten und leben an ihrem Lebensziel vorbei.

Sie tragen Früchte in sich, die nicht zur Wirkung kommen, die andere nicht nähren.

Sie verwenden ihre Früchte für sich selbst und verhindern dadurch,

   dass aus den Körnern neues Getreide wächst, neues Saatgut entsteht.

Wer nicht sät, der kann auch nicht ernten. Er fühlt sich arm.

Und wer nichts hat, kann auch nichts geben,

   der kann auch sich nicht an andere geben,

   der kann sich nicht zum Nächsten von anderen machen, der bleibt lieber isoliert.

Er bildet sich ein, er sei etwas Besonderes,

   weil er (trotz seiner inneren Armut) doch reich ist, obwohl er beziehungsarm ist.

Er bildet sich ein, dass Selbstliebe ihn weiterbringt,

   er erkennt nicht, dass er dadurch sein eigenes Wesen verleugnet

   und sich als Gruppenwesen der Gruppe und seiner Menschlichkeit entzieht.

 

Oh ja, da sind viele von Gott abgefallen. Viele leiden und irren durchs Leben.

Viele bedürfen einer neuen Orientierung.

Die Menschen wissen nicht mehr, was ihre Bestimmung ist.

Sie wissen nicht mehr, was Liebe ist und bedeutet.

Sie wissen nicht mehr, dass Menschen nur dann glücklich sind und bleiben,

   wenn sie lieben, wenn sie Liebe reichlich verschenken,

   wenn sie zuvor Gottes Liebe, Jesus, annehmen.

 

Sie kommen alleine nicht weiter.

Sie brauchen einen Vermittler, der sie zu Gott zurückführt.

Jesus sagt: Die Ernte ist groß.

Viele brauchen ihn, um Gott wiederzufinden.

Viele brauchen ihn, um sich selbst wiederzufinden.

 

Wie wird aus Getreide Brot?

Zuerst muss das Korn sich selbst aufgeben und in der Erde vergehen.

Aus ihm wird ein Spross, der zu einem Getreidehalm wächst

   und der Halm trägt als Krönung die Ähre mit den neuen, wertvollen Körnern,

   eine dreißig- bis sechzigfache Vermehrung.

Um den Schatz der Körner zu bergen, braucht man Arbeiter.

Die Arbeiter ernten; sie bringen die Ernte ein.

Der Bauer legt einen kleinen Teil der Ernte als Saat zurück,

   der größere Teil der Ernte wird gedroschen, zu Mehl gemahlen und zu Brot verbacken;

   es wird zur Nahrung, die Kraft zum Leben, zum Säen und Ernten gibt.

Der Kreislauf des Lebens beginnt mit der Ente immer wieder neu.

Die Ernte ist umso größer, je besser der Boden bestellt und vom Regen begossen wird.

Das Leben gelingt umso mehr,

   je stärker wir von Gott verändert werden und in seiner Liebe wachsen können.

   je mehr Gemeinschaft wir mit ihm haben.

Egoismus und Streit kosten Kraft, sie schwächen und zerstören,

   sie blockieren, verhindern, beenden, sie hemmen den Fluss der Liebe.

 

"Die Ernte ist groß, aber es gibt zu wenig Arbeiter, die sie einbringen."

Wenn wir nicht zu Arbeitern Gottes werden, gehen viele Körner verloren.

Ja wir selbst gehen verloren, weil wir unserer Bestimmung nicht folgen.

Wird sind Gruppenwesen und brauchen daher Gemeinschaft.

Sie gibt uns Schutz, Halt und eine Aufgabe; dafür haben wir Fähigkeiten und Gaben.

Wir leben, um Gemeinschaft zu bilden, um eine Familie zu haben und das Leben weiterzutragen.

Wir leben, um Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen zu haben,

   um mit ihnen gemeinsam etwas zu vollbringen.

Wir leben, um uns gegenseitig zu ergänzen und zu erfreuen,

   damit wir im Kontakt mit den anderen

     die Herausforderungen und Versuchungen des Lebens besser meistern.

Wir leben, um unser Ich zu überwinden und ein Wir zu werden und zu bleiben.

 

Wir brauchen uns gegenseitig.

Wir brauchen Nähe und Gemeinschaft,

   um die selbstlose Liebe in uns zu entwickeln und sie an andere weitergeben zu können.

Wir brauchen Nähe und Gemeinschaft,

   um uns sicher und geborgen zu wissen, um stark zu werden und zu  wachsen.

Wir brauchen Nähe und Gemeinschaft mit Gott,

   um herauszufinden wer wir sind,

   um unsere Bestimmung zu finden und für ihn fruchtbar zu werden.

Wir brauchen Nähe und Gemeinschaft mit Jesus,

   um von ihm zu lernen,

   um durch ihn zu Gott zu finden,

   um seine Liebe durch uns wirken zu lassen.

Wir brauchen Nähe und Gemeinschaft mit dem Wort Gottes

   und dem Geist, der in ihm steckt,

   denn seine Worte sind unsere Nahrung, die uns ermöglichen,

   Gottes Arbeiter zu werden und die Ernte für ihn einzubringen.

Wir brauchen seine Kraft und seinen Segen,

   um immer wieder die Liebe auszusäen, um den Liebeskreislauf in Gang zu halten.

 

Bevor sie sich auf den Weg machten, sagte Jesus ihnen:

"Die Ernte ist groß, aber es gibt zu wenig Arbeiter, die sie einbringen.

Deshalb bittet Gott, den Herrn der Ernte, dass er mehr Arbeiter aussendet,

die seine Ernte einbringen." (Lk 10,2)