Gedichtete Inspiration
Offen, suchend, schaut der Geist
in den Raum, die Zeit, das Weite;
gedankenverloren allermeist,
entdeckt er dort das Blitzgescheite.
Sinnen und Fühlen sich verbinden,
Ahnen sich mit Denken vereint;
aus Bildern Worte sich entwinden,
Altes nunmehr neu erscheint.
Und im Empfinden sich verdichtet,
was sprechen will im neuen Licht;
was nunmehr ist neu ausgerichtet,
ergießt sich findend in ein Gedicht.
Kunstvoll formt sich Wort um Wort
auf ein Blatt, das nicht vergisst;
festgeschrieben ruhen sie dort
und warten stumm auf den Publizist.

