Land und Segen gegen Treue und Gehorsam (Jer 30,22)
Der Bund zwischen Gott und Menschen:
Und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein. (Jer 30,22)
Du Herr, unser Gott, unser Retter,
der du wirkst und bewirkst von alters her,
der du da bist, wenn wir dich anrufen
und für uns da sein wirst, in aller Ewigkeit.
Du hast auch mich
durch die wilde und orientierungslose Wüste des alten Lebens fern von dir geführt,
damit ich erkenne, dass ich ohne dich nicht sein kann,
dass nur du alleine der Einzige bist, der die Macht hatte, mein früheres Sterben in der Welt
zu überwinden und mich, als Neugeborener, in ein besseres Leben an deiner Seite zu führen.
Herr, du schenkst uns Land, jedem das Seine,
Heimat, ein Zuhause, Familie, Freunde und Nächste.
Und diese Landesteile füllst du mit Segen und deiner großzügigen Liebe.
Du gibst Nahrung, Schutz, Sicherheit, Geborgenheit und Wohlergehen
und durch dein Wort, auch Kraft und Hoffnung, Mut und Zuversicht, Orientierung und Führung.
Wir erkennen dein Wirken an uns und um uns herum.
Du sorgst für uns wie ein liebender Vater für seine Kinder.
Du bist unser liebender Vater im Himmel. Wir sind deine Kinder.
Gerne kommen wir immer wieder, vertrauensvoll bittend, zu dir
und bauen dabei auf deine Güte, auf deinen Beistand und dein Wirken.
Das brauchen wir. Daraus leben wir. Das ist unsere Lebensgrundlage.
Verwurzelt und verankert in dir, bist du unsere Lebensgrundlage.
Dafür sind wir dankbar und dafür lieben wir dich.
Aber Herr,
deine Zusage für Land und Segen aus deiner Fülle
beinhaltet auch eine Verpflichtung für uns,
nämlich die, nach deinen Weisungen zu leben.
Leider vergessen wir das immer wieder und wir glauben dann,
dass Erfolg und Wohlergehen aus eigner Kraft und eigenen Fähigkeiten entstehen.
Das entfernt uns, meist unbemerkt, immer wieder von dir.
Wir rechnen aber weiterhin mit deinem Segen,
obwohl wir unsere Verpflichtung zu Treue und Gehorsam nicht einhalten.
Und erstaunt stellen wir dann fest: Das Land schwindet und der Segen vergeht.
Von dir getrennt, fallen wir zurück ins alte Ego,
in Selbstbezug und Selbstverherrlichung,
in Selbstverwirklichung aus eigener Kraft und nach eigenen Vorstellungen.
Dadurch irren wir ab, in Furcht, Zweifel und Verwirrung,
in Freiheits- und Unabhängigkeitsstreben,
in ungebremstes Wollen, in Gier und Überheblichkeit,
in Anspruchsdenken und Hochmut.
Kurz gesagt: Ins Falsche, Schlechte, Böse und Rebellische.
Wir werden, wer wir sein wollen und sind nicht mehr, wie wir ursprünglich sind.
Ohne deinen Maßstab vergessen wir unsere Wurzeln, unsere Grenzen, unsere Verpflichtungen.
Und wir vergessen auch,
dass wir für die Beziehung mit dir geschaffen wurden, dir zur Ehre und nach deinem Bilde.
Wir vergessen, dass wir nur in Verbundenheit mit dir,
unseren Wert und Lebenssinn finden, unsere Lebensaufgabe.
Herr,
du bist gütig und voller Gnade! Erbarme dich unser.
Vergebe uns unser Abtriften von dir,
denn wir kehren demütig, reumütig und bußfertig zu dir zurück.
Schenke uns nun ein reines Herz und festige es in dir.
Führe uns immer wieder aus selbstverschuldeter Gefangenschaft
in die Freiheit deiner ewigen Liebe.
Stärke erneut unsere Dankbarkeit und Treue,
damit wir dich, wieder lieben, achten und ehren, dir, wieder folgen und gehorchen,
damit wir dauerhaft in dir sind, in dir fest verwurzelt und tief gegründet sind,
damit wir von dir befähigt werden,
dem Bösen und Verlockenden und Verführenden zu widerstehen
und mit dir gemeinsam unser Leben zu meistern.
Danke, Herr Jesus Christus, dass du dafür dien Leben gegeben hast.
Danke, dass du dich vor Gott für jeden von uns persönlich einsetzt.
Danke, dass Glaube und Gottes Geist das bewirkt.
Amen

