Eschborn, den 4.12.2019
Die offene Tür (Weis 6,14)
Neues, Fremdes tritt herein,
durch die Tür in meine Stube.
Ja, es weitet stets mein Sein.
Staunend lacht in mir der Bube.
Ist die Tür mein Ohr, mein Auge,
durch die ich Anregung aufsauge?
Ist die Tür mein Tor ins Leben,
damit ich mich der Welt kann geben?
Eignes Denken tritt heraus,
aus der Tür, sich zu erproben.
Hofft auf Zustimmung, Applaus,
darauf, dass man ihm gewogen.
Wer am Morgen früh aufsteht, um der Weisheit zu begegnen,
dem macht sie es leicht: Sie sitzt schon vor seiner Tür.
(Weis 6,14; GNB)

