Arbeit
Arbeit adelt, - ungemein,
Läßt man sie für andre sein.
Müßiggang ist eine Zier,
Darum lasse ich ihn Dir.
Geistig rege, bodyfit,
Halte fleißig ich den Schnitt,
Komme früh und gehe spät,
Staune wie die Zeit vergeht.
Überstunden dürfen sein,
Halten meinen Eingang rein.
Wühle durch die Akten mich,
Stapel wachsen auf dem Tisch,
Lese, schreibe, konzipiere,
Denke, rechne, redigiere,
Lauf’ herum und sitze still,
Höre was ein andrer will,
Biege grad’, was krumm begann,
Halte auch die Luft mal an,
Hoffe auf ein gutes Ende,
Träum’ vom nächsten Wochenende.
Schuften, schlafen, essen,
Kann man das vergessen?
Streß bestimmt den Arbeitstag,
Lohn als Dank, ich nicht nur mag.
Arbeit adelt, - ungemein,
Laß’ sie mir zum Wohle sein,
Schütze mich vor Müßiggang,
denn davon wird mir so bang.

