Die Stille spricht
Hallo Du,
ich rufe Dich,
ich sehne mich nach Dir.
Es schmerzt mich,
wenn ich höre, wie laut es in Dir ist,
wenn ich erkenne, dass Du mich in Dir,
dass Du Dich selbst nicht mehr wahr-nimmst.
Warum weichst Du mir aus?
Warum läufst Du vor mir weg?
Hast Du Angst vor mir?
Bist Du schon so krank,
dass Du nicht mehr weißt, was Dir gut tut,
dass Du die Stille nicht mehr erträgst?
Kranke Tiere ziehen sich zurück,
entziehen sich dem Lebenskampf,
suchen die Stille, um still zu werden,
um Ruhe zu finden für ihre Genesung.
Höre doch auf herumzulaufen,
Dich abzulenken, Dich abzuhetzen,
Deine Unruhe nach außen zu verlagern.
Du bist außer Dir, Du bist nicht ganz bei Dir,
wenn Deine Gedanken ständig woanders sind.
Halte inne, tue nichts, lasse mich wirken,
damit Du dir selbst begegnen kannst.
Nehme Deine Unruhe in Dir wahr und halte sie aus.
Nur so kommst Du zur Stille, zu mir.
Ich bin Deine Zuflucht,
Ich bin der ruhende Pol in Dir.
Ich bin Deine heilende Quelle,
der Ort, an dem Du Dir selbst begegnest.
In mir, lernst Du Deine Schattenseiten kennen
und durchdringst sie,
In mir erträgst Du Dich,
In mir wirst Du gereinigt und geläutert,
In mir, entwirren sich Deine Erlebnisse
und sortieren sich Deine Gedanken,
In mir liegt neue Kraft,
In mir findest Du Heilung,
In mir bist Du Gott nahe,
In mir spricht Gott mit Dir.

