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- Texte - weltlich https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich Wed, 04 Mar 2026 13:22:43 +0000 Joomla! - Open Source Content Management de-de 24 Aphorismen – Sinnsprüche - Gedankenakrobatik https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4801-24-aphorismen-sinnsprueche-gedankenakrobatik https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4801-24-aphorismen-sinnsprueche-gedankenakrobatik  

 

 

???

 

Eschborn, den 4.11.2020

 

24 Aphorismen   (Sinnsprüche mit Gedankenakrobatik)

 

Das Problem der Wissenschaft ist, dass sie zu 99 % aus Irrtum besteht.

 

Wer nicht weiß, was er sucht, wird es auch nicht finden.

 

Mein Wissen ist meine Rüstung! Wäre da nicht der Zweifel.

 

Verkehrte Welt: Mut ist gut! Übermut ist besser. Hochmut ist am besten?

Und was ist mit Demut?

 

Ich glaube nur, was für mich bewiesen ist! Es kann auch falsch sein.

 

Glaube beweist sich. Irrglaube auch!

 

Auswendig Gelerntes ist oft nicht verstanden.

 

Der Verstand sagt, dass er recht hat. Das sagt der Unverstand auch.

 

Wenn ich dann endlich im Lotto gewonnen habe, fängt mein Leben so richtig an!

Was ist bis dahin?

 

Ich bin die Größte!“, sagte die Ameise, bevor ein Elefant unabsichtlich auf sie trat.

 

Wie hoch ist der Himmel? Höher als der Verstand!

 

Der Hochmut sagt: „Ich weiß es besser! Darum bin ich besser!“

Die Demut erwidert: „Wer seine Nase zu hoch hält, der sieht den Stolperstein nicht.“

 

Ein Akrobat riskiert nur das, was er kann! Ein Dummkopf riskiert mehr.

 

Der eine versucht, das Leben zu verstehen. Der andere lebt einfach.

 

Die Menschen haben Flügel, benutzen sie aber nicht.

 

Wer schon einmal hoch geflogen ist weiß, dass man auch tief stürzen kann.

 

Manchmal ist der Verstand zu groß, um jemanden in den Arm zu nehmen.

 

Denken ist wie Straßenverkehr. Es gibt immer wieder Staus und Karambolagen.

 

Eine Lüge ist nur für den eine Lüge, der nicht darauf reinfällt.

Der andere bemerkt sie nicht.

 

Wer zu oft nach hinten blickt, sieht nicht mehr, was vor ihm liegt.

 

Auch eine Schnecke kommt ans Ziel. Irgendwann.

 

Überflieger haben selten Bodenhaftung!

 

Kleinkarierte Denker machen große Fehler.

 

„Endlich frei!“, sagte der Fallschirmspringer und zog die Reißleine.

 

 

 

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Kategorie - Texte weltlich Tue, 03 Nov 2020 23:00:00 +0000
Am Anfang ist https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/432-am-anfang-ist https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/432-am-anfang-ist


Am Anfang ist

 

Hallo Du!

Am Anfang ist die innere Inspiration.

Sie fällt zu, erhellt und bewegt den Geist.

Die Idee formt sich aus in Gedanken

und sie wird zu gedachten Worten.

 

Gedachtes drängt nach außen.

Es möchte verwirklicht werden.

Es möchte erhellen und bewegen.

Es möchte weitergegeben werden.

 

Am Anfang ist das ausgesprochene Wort

und aus den Worten ergibt sich ein persönlicher Sinn

und dieser Sinn gibt uns die Kraft das zu tun,

was nur von uns persönlich getan werden kann.

 

Nur im Tun erschließt sich der Reichtum der Inspiration.

Nur im Tun verwirklicht sich die Eingebung.

Nur im Tun verwirkliche ich mich.

Im Tun formt sich mein Leben.

 

 

 

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Kategorie - Texte weltlich Wed, 02 Jun 2010 09:34:13 +0000
Das Glück der Erde https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3116-das-glueck-der-erde https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3116-das-glueck-der-erde  

Das Glück der Erde

liegt es auf dem Rücken der Pferde?

Da striegele ich dieses fast 600 kg schwere Kraftpaket immer und immer wieder,

besonders am Rücken, aber gesehen habe ich es nicht, das Glück.

Und wenn ich den Sattel auflegte und festzurrte, sah ich es auch nicht.

Und wenn ich dann darauf saß, auf Sattel und Pferd, sah ich es immer noch nicht.

Und ich hatte auch nicht den Eindruck, als würde ich auf dem Glück sitzen,

   eher auf einem eigenwilligen, zu großen Fahrrad, das mir zeigt, wo es lang geht.

 

Nun, ich saß nicht auf dem besten Pferd im Stall,

   aber ich hatte auch nicht aufs falsche Pferd gesetzt.

Im Grunde war Theo erfahren genug, um mich auszuhalten

   und da ich ihn nicht von hinten aufzäumte,

   hätte ich mit ihm Pferde stehlen können,

   wenn er nicht schon ein Pferd, ein Hannoveraner, gewesen wäre.

 

Nun, bevor ich weiter schweife: Es geht ja um das Glück.

Also, noch hatte ich es nicht gefunden.

Vielleicht kommt es ja erst in der Bewegung.

(Mir geschieht es häufig,

   dass ich erst wieder glücklich werde, wenn ich mich bewege.)

 

Also, leichter Wadendruck und los geht es - im Schritt zum Aufwärmen.

Mein erstes Erstarren weicht

   einer schaukelnden, schlingernden, durchaus gemütlichen Bewegung im Becken,

   die sich im Rücken bis zum Kopf fortsetzt. Eine schöne Massage.

Ich soll mich in die Bewegung des Pferdes fallen lassen und locker werden,

   mich dem Rhythmus des Tieres anpassen, mich bewegen lassen;

und da dachte ich doch, ich sei der Reiter

   und ich müsste das Pferd anweisen, das zu tun, was ich gerne hätte.

Pustekuchen, doch schaukeln ist ja auch ganz schön!

 

Aber dann! Kopplung treten und den nächsten Gang einlegen,

   wieder ein leichter Wadendruck und tatsächlich, Theo reagiert.

Er geht über in einen leichten Trab und ich versuche hinterher zu kommen,

   nein, nicht hinter dem Pferd her, sondern hinter seinem Rhythmus her.

Leichtes Absitzen, wenn die äußere Pferdeschulter zurückgeht,

   leichte Hüftstreckung in den labilen Stand,

   wenn die Pferdeschulter wieder nach vorne kommt,

   den Rhythmus finden, erspüren.

 

Oh Theo, warum nur kannst du dich nicht meinem Rhythmus anpassen,

   dass wäre doch (für mich) viel leichter.

Warum nur stehe ich (auch in der Evolution) kopfgesteuert und etwas hilflos über dir,

auf der Suche nach Rhythmus und Harmonie?

Ja, ja, ich weiß,

   der Mensch ist entwicklungsgeschichtlich nur deswegen erfolgreich,

weil er willig, anpassungs- und lernfähig ist.

Und weil ich ja das Glück suche und willig bin, es zu finden,

   passe ich mich eben an, finde ich den neuen Rhythmus

     und unterstütze so die Bewegung des Pferdes.

Und je mehr dies gelingt, desto wohler fühle ich mich.

Ja, je mehr ich mich auf das Pferd einlasse, seine Bewegungen mitmache,

   desto weniger muss ich mich anstrengen, oben zu bleiben

   und desto mehr Spaß macht es.

In mir kommt Freude auf über das Gelingen und das neue Miteinander.

So könnte es bleiben, das wäre zum Träumen - aber nichts bleibt, wie es ist.

 

Ich soll meine Körperhaltung verbessern, dressurmäßig ausbauen,

   elegant aussehen, die Schultern zurücknehmen, aufrechter sein.

Eigentlich bin ich ja mit meinem Aussehen zufrieden, nicht aber der Reitlehrer,

   er glaubt, ich könnte mich noch steigern,

   ganz ohne Haargel, Gurkenpackung, Eyeliner und sonstigem Outfit.

Aufstehen, absitzen - aufstehen, absitzen,

   X-beinig die Knie am Sattel lassen und die Waden, das Gaspedal, vom Pferd nehmen,

   Schultern leicht zurück und Hüfte vor, im Gleichgewicht auf und ab,

   kaum im Steigbügel stehen, sich vom Rhythmus des Pferdes bewegen lassen,

   sich mitbewegen.

 

Uff! Au!

Nun ja, ich sagte es ja schon: Der Mensch ist lernfähig,

   aber leider das Pferd auch.

Wenn der Rhythmus nicht stimmt oder wenn es widersprüchliche Signale erhält,

wird es einfach langsamer oder es bleibt vielleicht sogar stehen.

 

Dennoch: Manchmal haben wir uns geeinigt, fast verstanden,

   eine gemeinsame Bewegung gefunden, in Harmonie bewegt,

   und das waren Glücksmomente: Mensch und Tier im Einklang.

   Das geht. Das gibt es tatsächlich.

Wie gut, dass Pferde mitdenken können.

 

Und auch im Galopp hat Theo mich bewegt und ertragen.

Da ging so richtig die Post ab. Da zitterte das Herz.

 

Ich sollte dabei nur mein Überleben trainieren:

Aus dem Galopp

   - vorbeugen zum leichten Stand,

   - im Rhythmus bleiben,

   - entschleunigen und zurücknehmen in den Trab,

   - beruhigen und stabilisieren,

   - zurücknehmen in den Schritt und loben.

 

Wenn ich dann mit weichen Knien vom Pferd gestiegen bzw. gerutscht bin,

   hat das Pferd nicht gerade unglücklich ausgesehen.

Vielleicht hat es sich gerne (mit mir) bewegt,

   vielleicht aber hat es auch gedacht (und das traue ich ihm jetzt auch zu),

   dass das Glück der Pferde ein Reiter auf der Erde ist?

 

Erstaunlich, so ein Pferd!

Wenn man auf es eingeht, dann gehorcht es auch.

Ein Musterbeispiel für gelingende Erziehung.

 

Warum nur versuchen wir Menschen so wenig,

   - uns auf unser Gegenüber einzustellen,

   - seine Stärken und Eigenarten herauszufinden,

   - sein Wesen kennenzulernen,

   um sie oder ihn mit leichter, liebvoller Unterstützung zur Entfaltung zu bringen?

 

Warum nur glauben wir immer wieder, als Mensch auch Herr und Bestimmer zu sein?

 

Warum nur glauben wir, wir müssten das Leben reiten und meistern,

   wo doch meist das Leben uns reitet und Gott es für und mit uns meistert.

 

Vielleicht liegt das Glück doch nicht auf dem Rücken der Pferde,

   sondern es sitzt darauf und empfindet sich ein.

Vielleicht ist der Mensch doch zu mehr fähig,

   als mancher unbedarft meint oder ihm zutraut.

 

Liegt der Zauber nicht gerade im Einfinden und Einfühlen,

   im Akzeptieren und Dazulernen,

und finden wir das Glück nicht im Aufeinander eingehen,

   in der gemeinsamen Harmonie und im gegenseitigen Verständnis?

 

Ich habe im Pferdegalopp gelernt und verstanden.

Ich habe das Pferd achten gelernt und (für mich) erkannt,

   dass ein gutes Pferd nur so hoch springt, wie es muss.

Keine zehn Pferde können mich davon abhalten,

   wieder zu reiten - und weiter vom Pferd zu lernen.

 

Ein Pferd wird oft genug von Menschen falsch behandelt,

   verbogen, geschlagen, gezwungen und seelisch verletzt.

Es würde sich selbst nie zu etwas zwingen oder gar sich selbst verletzten,

   das tut nur der Mensch.

 

Wie gut, dass auch Pferde Geschöpfe Gottes sind.

Wie gut, dass man sie respektvoll lieben darf.

Wie gut, dass man im Einklang mit ihnen Glück empfinden kann.

 

Zugegeben, mit meinem Fahrrad habe ich da Probleme.

 

 

P.S.

Die Lüneburger Heide in blühendem rot-violett grüßt euch alle

und wartet auch auf euch.


 

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Kategorie - Texte weltlich Fri, 15 Mar 2013 09:09:01 +0000
Der Anthropologe https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3025-der-anthropologe https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3025-der-anthropologe

Der Anthropologe

 

Hallo Du,

da ist mir doch etwas komisches passiert.

 

Ich habe den Auftrag, mich mit der Berufseignung

   für angehende Lehrkräfte zu beschäftigen.

Bei der Recherche stoße ich auf einer Internetseite

   auf einen Berufseignungstest, den ich natürlich teste.

Noch nie habe ich einen solchen Test durchgeführt

   und deshalb bin ich gespannt auf das Ergebnis.

Also gehe ich den Test mit Eifer und Elan an.

Ich beantworte Fragen, teilweise sehr komische Fragen

   und lasse mich dabei nicht in irgendeine Ecke drängen.

Ich beantworte die Fragen so gut wie ich kann

   und gebe dabei auch an, was ich nicht kann (und das ist ziemlich viel).

 

Ich möchte doch schließlich herausfinden,

   ob ich den richtigen Beruf gewählt habe.

Sicherlich, ich bin nicht mehr der, der ich damals war.

Sicherlich, manche Interessen haben sich im Laufe der Zeit verschoben,

   aber die Begabungen müssten doch noch die Gleichen sein.

 

Nun, das Ergebnis hat mich fast umgehauen.

Meine damaligen Berufsträume werden noch heute bestätigt,

nur, damals hatte ich das nicht für möglich gehalten.

Weil ich meine Interessen nicht als Begabungen sehen konnte,

   war ich nicht hartnäckig genug und habe mich anders entschieden.

Schade, aber immerhin doch in etwa in diese Richtung.

 

Die Auswertung des Tests hat ergeben:

„Ihr Interessenprofil wurde mit den Profilen von 160 Studienfächern verglichen.

Eine exakte Übereinstimmung mit ihrem Profil besteht in den Berufen:

Professor, Facharzt, Anthropologe, Theologe“.

 

Professor wollte ich damals tatsächlich werden, aber wie, bei den damaligen Umständen? Weil ich Menschen schon immer sehr interessant fand und mich ihre Veranlagungen und ihr jeweiliges Verhalten und Gebaren total faszinierte,

bin ich zumindest Gymnasiallehrer geworden. Also ein kleiner Professor.

 

Meine Alternative dazu war der Arztberuf, doch der Ruf in meinem Herzen war damals nicht stark genug. Heute ruft es ganz laut, denn ich durfte auf meinem Weg mit Gott erkennen, dass er Heilungskräfte in mich gelegt hat, die ich auch gerne einsetze.

 

Was Anthropologie ist, musste ich erst einmal nachlesen.

Es bedeutet frei übersetzt „die Wissenschaft vom Menschen“.

Ja genau, mein starkes Interesse an Menschen hat mich ausgerichtet.

In diesem Interesse entdecke ich heute sehr viel Verständnis und Liebe.

Es beschäftigt mich, weshalb sie so sind, wie sie sind

   und weshalb sie sich so verhalten, wie sie es tun,

   oft zum eigenen Nachteil, allerdings, ohne es zu wissen.

Es beschäftigt mich, weil ich erkannt habe,

   wie wichtig die Entwicklung der eigenen Fähigkeiten

   mit der Entwicklung der Persönlichkeit verbunden ist.

Es beschäftigt mich, weil ich sehe, wie Kinder von ihren Eltern,

   aber auch von ihrem gesellschaftlichen Umfeld,

   negativ geprägt und somit für ihr eigenes Leben,

   verdreht ausgerichtet werden.

Und es beschäftigt mich, weil ich sehe,

   wie Menschen damit umgehen und wie aus der Verdrehtheit

   doch noch etwas Gutes werden kann, mit Gottes Hilfe.

 

Theologie hatte ich deswegen ausgeschlossen, weil das meine Mutter wollte.

Heute sehe ich auch das anders.

Der Ursprung des Menschen kann nur Gott sein

   und der Sinn des Lebens kann nur durch ihn verdeutlicht werden.

 

Das Verblüffende ist,

   dass die Veranlagungen damals schon da waren

   und dass sie sich trotz eines ganz anderem Berufsweg

     dennoch durchgesetzt haben.

 

Fast 600 Texte sind in den letzten 5 Jahren entstanden,

   die sich mit dem Menschsein beschäftigen

   und diese Texte entstehen, ohne universitäres Studium und Berufspraxis,

   sie kommen aus dem Inneren, aus dem Unbewussten,

   aus der Gabe und Begabung, durch die wir mit Gott verbunden wurden,

   im Grunde sind sie göttliche Eingebungen, die offenbar werden.

 

Sie sind Ausdruck von der Liebe Gottes und seiner Sorge über unsere Wege.

Sie sind entschleunigendes Bewusstmachen

   und führen zu erkennen, zu Erkenntnis, der Grundlage für innere Heilung.

Sie legen den reinigenden Finger in die offene Wunde, damit sie heilen kann.

Sie trösten die kleine, empfindsame menschliche Seele

   und bauen Vertrauen zu dem liebenden Gott auf,

   ohne das Hoffnung und Veränderung nicht möglich sind.

Sie geben Mut, so zu tun, als ob die Veränderung bereits geschehen wäre,

   damit man sich darin üben und darin wiederfinden kann.

Sie bestätigen, dass Veränderung und Heilung möglich ist

   und dass sie auch tatsächlich geschehen.

 

Andere und ich setzen sie seelsorgerisch mit gutem Erfolg ein.

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

 

In diesem Sinne bin ich tatsächlich zum Anthropologen, Arzt, Theologen und Professor geworden.

 

Und das tröstet mich.

Ich bin etwas geworden, von dem ich bis zu diesem Test nicht wusste,

   dass ich dafür eine echte Veranlagung habe.

 

Ich bin es geworden, weil es immer in mir steckte

   und weil ich mich an diesem unbewusst Wissen und Können orientiert habe.

Ich bin es geworden, weil Gott es aus mir machen wollte,

obwohl ich viele Umwege gegangen bin.

Ich bin es geworden, ohne das Ziel zu haben, es werden zu wollen

   und ohne den Willen zu haben, es werden zu müssen.

Ich hatte mich anders entschieden,

aber Gott hat sich letztlich doch durchgesetzt.

Zum Glück, denn es macht mir sehr viel Freude,

   so zu sein, wie ich geworden bin.

Es erfüllt mich viel mehr und macht mich tatsächlich glücklich.

Dieses Denken und das Entdecken von Zusammenhängen in diesem bereich

fällt mir sehr leicht und es regt mich stark an.

Es ist selbstmotivierend und überhaupt nicht ermüdend.

Es zeigt mir meinen Lebenssinn

   und der spiegelt sich in den Texte, die über mich hinausgehen.

Sie werden auch nach noch meinem Tod gelesen werden

   und Menschen ansprechen, anrühren und heilen,

   so wie sie es bereits heute schon tun.

Es ist mein Lebensschicksal,

   dass ich in diesen Dingen weit vorausschauen kann

   und Erkenntnis habe, die andere so nicht haben,

   dass ich Tendenzen und Entwicklungen im Ansatz sehe und verstehe,

   für die sie blind sind

   und dass ich Handlungsnotwendigkeiten sehe, die sie nicht einsehen können.

Diesen Menschen sagen Signale nichts.

Sie wollen und brauchen Fakten, Belege und Beweise,

   die man aber erst hat, wenn das Kind schon im Brunnen liegt.

 

Für vieles, was ich sehe, empfinde, spüre, denke und tue,

   ist die Zeit noch nicht reif.

Aber ich weiß, dass sie kommen wird.

Das war bisher mit meinen Erkenntnissen immer so.

 

Ich möchte die Testerkenntnis noch einmal aufgreifen:

Als ich noch jung war, kannte ich meine Begabungen nicht.

Deshalb entschied ich mich irgendwie,

   die Begabungsrichtung höchstens erahnend.

Die Entscheidung war ein verstandesmäßiger Kompromiss

   zwischen bekannten und wussten Größen.

Das Herz und die Sehnsucht,

   das innere, antizipierte Bild, wurde kaum beachtet.

Ich gehe einen anderen Weg und werde dabei unglücklich.

In meinem Leiden richte ich mich neu aus

   und verändere meinen falschen Weg so,

   dass ich mich immer mehr darin wiederfinden kann,

   so, dass er für mich Sinn macht und meinem Tun Sinn gibt.

Mit der anpassenden Neuausrichtung

   und meinem veränderten Wirken erhalte ich Erfüllung.

In der sinnhaften Erfüllung

   finde ich Bestätigung und Motivation für den geänderten Weg.

Die (teilweise) Umkehr wird durch Freude und Erfolg belohnt

   und die festigen den neuen Weg, die neue Ausrichtung.

 

Ich tue mehr das, was ist tun sollte

   und weniger das, was ich eigentlich nicht wollte.

Ich tue das, was mir liegt, weil das andere mit schwer gefallen ist.

Ich tue endlich das, was ich schon immer hätte tun sollen,

   was ich aber bisher nicht tun konnte und tat,

     weil die Umstande es scheinbar nicht zuließen.

Ich tue endlich das, wozu ich ins Leben berufen wurde.

 

Ich bin zu etwas geworden ohne zu wissen,

   dass es meinen Veranlagungen entspricht.

Ich bin zu etwas geworden, ohne zu wissen,

   dass ich es tatsächlich hätte werden können.

Ich bin es geworden, ohne es zu bewusst zu bemerken.

Ich bin es geworden, obwohl mein Lebensweg ganz anders war.

 

Heißt das nicht,

   dass mir mein Lebensziel und mein Lebenszweck,

   und damit auch mein Lebenssinn,

   vorgegeben waren und sich trotzdem ausgeformt haben?

 

Ja, ich hatte einen ziemlichen Zeitverlust,

   aber hatte ich in dieser Zeit nicht auch einen reichen Gewinn

   an Erfahrung und praktischer Erkenntnis,

   die ein festes und verlässliches Fundament für den neuen Weg sind

   und die meiner Veranlagung Orientierung, Tiefe und Reife gegeben haben.

Das hat den Vorteil, dass man weiß, wovon man spricht und schreibt.

Das hat den Vorteil, dass man, Ursachen und Auswirkungen versteht

   und dass man Umstände und Hintergründe besser einschätzen kann.

Die Erkenntnisse sind nicht theoretisch,

   sondern sie werden durch tägliche Erfahrungen belegt.

 

Ist das nicht schön und beruhigend.

Frühe Fehlentscheidungen korrigieren sich im Lebensablauf

   und die eigentliche Bestimmung obsiegt.

 

Geht es mir auf meinem geistlichen Weg nicht genauso?

Vollzieht sich das Christ werden nicht auch so?

 

Ich komme als Gottes Kind zur Welt und weiß es nicht.

Ich trage in mir die Veranlagung Christ zu sein, und kenne sie nicht.

Ich sollte die Nähe Gottes suchen, doch ich suche sie nicht,

   weil von ihm nichts weiß und ihn deshalb auch nicht kenne.

Ich gehe in die Irre, ohne es zu sehen und zu wissen.

   Aus diesem Blickwinkel ist es nicht die Irre, sondern (m)ein Weg,

   den ich gehen will, von dem ich (im Kopf) überzeugt bin.

Ich gehe diesem Weg, stolz, und tue mich schwer oder scheitere gar.

 

Erst wenn ich erkenne, dass ich so nicht weiterkomme,

   bin ich offen für Anregung und Hilfe von außen, für Einsicht und Umkehr.

Ich bin bereit, den Stolz zu überwinden

   und meine Last (zumindest teilweise) abzugeben.

Ich erleichtere mir meinen Weg durch neue Ziele und Schwerpunkte.

Ich lasse los und lasse zu. Ich verlasse Standpunkte und suche bessere.

 

In der ständigen Anpassung an mich und meine Fähigkeiten

   werde ich verändert, werden Hemmungen und Schranken überwunden

   und ich werde doch zu dem, was ich werden sollte

     und für was ich vorgesehen war.

 

Früher hatte ich den unbestimmten Wunsch, das oder das zu werden.

Mit dem Ergebnis aus dem Test weiß ich,

   dass sich der Wunsch eine Basis hat,

   dass er auf Begabung beruht und dass er sich verwirklichen lässt,

ja schon verwirklicht hat.

Das Unbestimmte ist zur Tatsache geworden.

Jetzt kann ich selbstbewusst damit umgehen

   die Gabe als Gottesgeschenk annehmen und sie gezielt einsetzen.

 

Ein Wunsch ohne Hoffnung ist leer.

Hoffnung ohne Vertrauen bleibt leer.

Vertrauen ohne Zuversicht kann nichts bewirken.

Zuversicht hat nur der,

   der weiß, von wem und wozu er befähigt und was seine Aufgabe ist.

 

Danke für diesen Lichtblick.


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Kategorie - Texte weltlich Tue, 12 Mar 2013 07:02:15 +0000
Der Mutsprung (Ps 57,8) https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4509-der-mutsprung-ps-578 https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4509-der-mutsprung-ps-578

Der Mutsprung   (Ps 57,8)

 

Gott, jetzt habe ich neuen Mut gefasst, voller Vertrauen blicke ich in die Zukunft.

Darum will ich singen und dir danken, Herr. (Ps 57,8)

 

Hallo Du,

heute ist ein besonderer Tag! Eine Last ist von mir abgefallen. Es ist fast vollbracht.

Ich habe nach langer Zeit mal wieder gut durchgeschlafen.

Zur Feier des Tages schreibe ich euch, was geschehen ist.

Ich beginne mit einer alten, eindrücklichen Vertrauenserfahrung.

hrend des Studiums zum Lehrer für Physik und Sport mussten viele kleine und

größere, äere und innere Hindernisse übersprungen werden. Eine der großen

Herausforderungen war der Mutsprung. Zur Sportausbildung gehörte auch eine

praktische Ausbildung im Wasserspringen. Eine Disziplin, mit der ich nach einem

misslungenen Köpper (Kopfsprung) vom Einer im Freibad, eigentlich nichts

mehr zu tun haben wollte.

Als Erstsprung verlangte unser Ausbilder den Abfaller vorwärts vom 5m-Turm. Und seine knappe

Handlungsanweisung dazu war: „Stellt euch ganz vorne hin, streckt die Arme über den Kopf, macht

euch ganz steif und lasst euch fallen!“ Und als Motivation fügte er dazu: „Ohne den Sprung, könnt

ihr kein Examen machen.“

Mutig‘ stellte ich mich ganz hinten an und da war ich unter anderen Angsthasen nicht alleine.

Ganz hinten, da hat man Zeit, zuzusehen wie die anderen die Aufgabe lösen und von ihnen zu

lernen aber auch, um zu sehen, ob das wirklich gutgeht aber auch, um eigene Zweifel zu nähren

und einen Rückzieher zu machen. Das aber hieße, das Sportstudium aufgeben zu müssen.

Es schien, ganz leicht zu sein. Die ersten Springer kamen prustend, cool und stolz wie Oskar aus

dem Wasser. Einer, den ich nach dem Trick dabei fragte, sagte in seiner Euphorie freundlich:

Einfach fallen lassen!“ Das aber konnte meine Angst nicht besänftigen.

Irgendwann war ich an der Reihe. Ich kletterte den Turm hoch und wunderte mich, wie hoooch das

da oben ist. Dann ging ich vorsichtig nach vorne zur Kante. In mir tobte es. Eine Stimme schrie:

Nein! Geh zurück! Das ist zu gefährlich. Du kannst dir das Genick brechen.“ Und eine leise

flüsterte: „Du musst! Egal, was passiert! Blamier dich nicht.“ Und eine Dritte sagte: „ Die anderen

haben es auch geschafft. Es ist nichts passiert. Mach‘s einfach!“

Ich musste mich schnell entscheiden. Ich entschied mich fürs nicht umdrehen, nicht zurück gehen,

nicht wieder runter klettern, für‘s ‚Nicht aufgeben‘.

Ich machte einfach, was der Ausbilder sagte: „Stellt euch ganz vorne hin, streckt die Arme über den

Kopf, macht euch ganz steif und lasst euch fallen!“

Als ich beim ‚Macht euch ganz steif‘ war, musste ich lächeln. Ich war schon aus Angst ganz steif.

Und dann fiel ich. Es kam mir lange vor. Irgendwann fühlte ich das Wasser um mich herum und

wunderte mich, dass ich noch lebe. Auch ich hatte einen Schutzengel. Beim Schwimmen zur Leiter

stellte ich fest, dass alles heil geblieben war. Prustend, cool, dankbar und stolz wie Oskar stieg ich

aus dem Wasser.


Dieser Mutsprung hat meine Angst besiegt und mir Mut gegeben für viele gewagte Kunstsprünge

vorwärts oder rückwärts vom Ein- und Dreimeterbrett und auch für viele andere Gottvertrauens-

sprünge im Leben, nach denen ich Freude und Weitung erlebt habe.

Und die harte Motivation des Ausbilders: „Ohne den Sprung, könnt ihr kein Examen machen“, hat

r mich eine neue Bedeutung bekommen: ‚Ohne den immer wieder neuen Glaubenssprung in die

Hand Gottes kann dessen Güte und Gnade nicht an mir wirken.“

Weshalb ist heute ein besonderer Tag? Weshalb ist eine Last von mir abgefallen? Welcher

Glaubenssprung ist fast vollbracht?

Gestern haben der Verlag und ich die letzten Arbeitsschritte an meinem ersten Buch

Der DU in mir erledigt. In ihm habe ich viel über mich preisgegeben. Ich habe mich fallen lassen.

Was noch ansteht, ist eine Textprüfung am Null-Exemplar. Es ist bestellt. Gott sei Dank.

Nun baue ich auf Gott und sein Gelingen, ihm zur Ehre. Und ich baue auf euch, denn die Gute

Nachricht verbreitet sich nur durch Weitersagen.

Einer hilft nun dem anderen, gegenseitig sprechen sie sich Mut zu. (Jes 41,6)




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Kategorie - Texte weltlich Thu, 10 Aug 2017 05:28:11 +0000
Der Plastikbecher-Traum (Mt 10,42) https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4016-der-plastikbecher-traum-mt-1042 https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4016-der-plastikbecher-traum-mt-1042  

Der Plastikbecher-Traum   (Mt 10,42)

 

Hallo Du,

kennst du diese leichten, praktischen aber irgendwie abstoßenden Einweg-Party-Getränkebecher aus Plastik? Sie sind zwar wasser- und alkoholresistent aber auch spröde und spannungsempfindlich und sie bekommen bei Hitze Blasen. So ein Becher kam in meinem heutigen Traum vor.

 

Ich ging schon eine Weile auf einem schmalen Pfad durch eine einsame und karge Berglandschaft und hatte Durst. Da sah ich neben dem Weg eine große Glasschale mit frischem, klarem Wasser und daneben einen schäbigen, schmutzigen Plastikbecher mit Blasen und Rissen. Den tauchte ich in das klare und kühle Wasser, um daraus zu trinken. Und als er ins Wasser eintauchte, veränderte er sich langsam. Ich sah, dass er zuerst heil und ganz und ansehnlich wurde, dann sauber und ganz klar. Verdutzt klopfte ich mit dem Finger dagegen. Das Plastik war wieder wie neu. Als ich den Becher aus dem Wasser nahm, wurde er hart und schwer. Das Plastik verwandelte sich in hartes, haltbares und durchsichtiges Glas. Ich trank daraus und Frische durchrieselte mich. Als ich das Glas zurückstellte, verwandelte es sich wieder in den schäbigen und hässlichen Plastikbecher. Verblüfft wachte ich auf und fragte Gott im Gebet, was der Traum wohl zu bedeuten habe.

 

Und sofort durchflossen mich die Antwort:

Der schäbige Becher, das war ich. Resistent, spröde, verformt und verschmutzt stand ich durstig neben dem lebendigen Wasser und konnte es nicht erreichen. Dann kam der Erlöser, Jesus in mir, und tauchte mich vorbehaltlos und vertrauensvoll in das klare, erfrischende, reinigende und lebenspendende Wasser, damit ich darin erneuert werde, damit ich von Gottes Wort und Geist erfüllt, durchtränkt und heil werde.

 

Mit der Rückverwandlung des gereinigten und festen Glases in einen weichen, schäbigen und schmutzigen Plastikbecher mit Blasen und Rissen sagte Gott mir: "Habe keine Angst vor den schäbig und schmutzig aussehenden Menschen auf deinem Weg. Gehe auf sie zu und auf sie ein. Tauche sie in mein klares und lebensspendendes Wasser und fülle sie mit meinem Wort und Geist, damit auch sie gereinigt, geheilt und erneuert werden. Das wird deinen Durst stillen."

 

Und nachdem ich dies aufgeschrieben habe, schaue ich in der Computerbibel nach einem Vers, der meinen Traum mit Gottes Wort und Geist verbindet und finde ihn in Mt 10,42:

Und wer dem geringsten meiner Nachfolger auch nur ein Glas kaltes Wasser reicht, darf sicher sein, dafür belohnt zu werden.

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Kategorie - Texte weltlich Mon, 18 May 2015 05:58:58 +0000
Die Kir(s)che (2.Tim 2,14) https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4956-die-kir-s-che-2-tim-2-14 https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4956-die-kir-s-che-2-tim-2-14

Harpe/Arendsee, den 18.05.2019

 

Die Kir(s)che   (2.Tim 2,14)

 

Ich wollte mal ne Kirche kaufen,

doch die gabs nur im Pfund.

Und weil wir uns nicht einigen konnten,

wurds Handeln mir zu bunt.

 

Da kam ein Pfarrer schnell herbei

und sagte klug und schlau:

„Meine Kirsche kannst du haben,

doch die ist noch im Bau.“

 

So hab ich eine Kirsche nun,

mit einem ‚s‘ zuviel.

Nen Kirchbaum hab ich auch gepflanzt,

denn das war stets mein Ziel.

 

Nun schwelge ich in Kirschen

und hab kein ‚s‘ mehr zu viel!

 

 

Ermahne sie vor Gott eindringlich, dass sie endlich mit diesen

sinnlosen Streitereien um Worte aufhören, was keinem nützt,

sondern bloß diejenigen durcheinanderbringt, die zuhören.

(2.Tim 2,14; HfA)



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Kategorie - Texte weltlich Tue, 13 Aug 2019 10:34:04 +0000
Die Würde des Menschen (1.Mo 1,26) https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4985-die-wuerde-des-menschen-1-mo-1-26 https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4985-die-wuerde-des-menschen-1-mo-1-26

Würde

 

Eschborn, den 26.02.2019

 

Die Würde des Menschen   (1.Mo 1,26)

 

Die Würde des Menschen ist, dass er lebt!

Und nicht, wie er lebt oder wie er ist.

 

Und wo der Mensch seine Würde hat,

würdig ist, zu leben und zu sein,

da haben auch Tiere und Pflanzen und Landschaften

ihre Würde, ihr Daseinsrecht, ihre Bestimmung,

denn: Auch sie sind!

 

Es geht nicht darum, ob sie uns gefallen oder nützen,

es geht um die Lebensgemeinschaft mit ihnen,

ums Miteinander und Füreinander,

um die Einstellung zueinander,

um Respekt und um ihr Sein,

darum, sie sein zu lassen.

 

Gott sei Dank für die Vielfalt der Natur,

der Lebensräume, des Lebens, der Möglichkeiten

und unserer Verantwortung dafür!

 

 

Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich!

Sie sollen walten über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels,

über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die auf der Erde

kriechen. (1.Mo 1,26; E)

 

 

Bürde






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Kategorie - Texte weltlich Tue, 13 Aug 2019 09:13:31 +0000
Eigentlich (2.Kor 13,5) https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4018-eigentlich-2kor-135 https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4018-eigentlich-2kor-135

Eigentlich (2.Kor 13,5)

 

Stellt euch selbst auf die Probe, um zu sehen, ob ihr im Glauben ´gefestigt` seid; prüft, ob ihr bewährt seid! Eigentlich müsst ihr doch erkennen, dass Jesus Christus in eurer Mitte ist, oder nicht? Andernfalls hättet ihr ja die Probe nicht bestanden! (2.Kor 13,5)

 

Hallo Du,

eigentlich glaube ich an Jesus Christus, die Auferstehung und das ewige Leben.

Was sagt das dir über mich? Glaube ich das oder glaube ich es nicht?

 

Das Wort 'eigentlich' hat mehrere Bedeutungen:

1.Eigentlich, wirklich, tatsächlich bin ich ein Geschöpf und Kind Gottes und mein eigentlicher Sinn und Zweck ist, ihn zu lieben und ihm zu gehorchen, damit sein Segen über meinem Leben liegen kann.

 

2. Nach Jesaja sollte Jesus eigentlich Immanuel (Gott mit uns) heißen, aber er wurde von seinem Vater Josef Jeschua geheißen, ein Name, der sich wahrscheinlich aus den hebräischen Worten 'jwh' und 'sua' zusammensetzt (Gott um Hilfe rufen) und die Bedeutung von „Gott ist Rettung/Hilfe/Erlösung“ hat. Die Namen Immanuel und Jeschua sind somit sinnverwandt. Die lateinische Übersetzung ist 'lesus', was im deutschen und englischen zu Jesus wurde.

Eigentlich aber, in Wirklichkeit, bei genauer Betrachtung, streng genommen ist der tatsächliche Name Jesu egal, weil wir alle die gleiche Person meinen, den Sohn Gottes, den wir um Hilfe anrufen können und der unser Erretter und Erlöser ist. Wer an ihn glaubt, mit dem ist Gott.

 

3. Was für eine Krankheit hast du eigentlich? Ich frage das nicht aus Neugier, sondern aus freundlicher Anteilnahme und mir ist bewusst, dass du diese Frage als unvermittelt und peinlich empfinden könntest. Und ich hoffe, dass du nicht empört oder entrüstet reagierst und mich fragst, was ich mir bei meiner Frage eigentlich denke.

 

Eigentlich glaube ich an Jesus Christus, seine und meine Auferstehung und das ewige Leben!

Ich schränke diese Aussage nicht mit einem 'aber' ein. Eigentlich glaube ich, aber die Auferstehung von den Toten bleibt trotzdem unglaublich. Ich glaube nur, was ich sehe und selbst das ist manchmal noch schwer zu verstehen. Eigentlich bin ich Christ, aber in der Bibel lese ich nicht und dass Jesus mir hilft, habe ich noch nicht bemerkt.

 

Was ist mir eigen? Was gehört fest zu mir und meiner Persönlichkeit?

Ich bin Christ, weil ich als Sünder von Jesus Christus gerufen wurde und nicht weil ich schon vollkommen bin. Ich folge Christus nach, um von ihm zu lernen. Ich folge seinem Ruf, suche seine Nähe, lese in seinem Wort, damit ich ihn immer besser verstehe und er mich nach und nach vervollkommnet. Ich folge seiner Berufung, nämlich dass ich meine Erkenntnisse und Wunder mit ihm als gute Botschaft weiterzusagen. Er lebt und wirkt auch heute.

 

Ich bin im Übergang aus meinem alten Leben in ein neues. Das ist wie eine Loslösung, Rettung und Auferstehung aus weltlicher Gebundenheit und Gefangenschaft.

In Leid und Not halte ich an ihm fest. Er verhilft mir dazu, dass mein Geist und Verstand sich aus irdischen Ängsten, Zwängen und Reaktionen lösen kann. Er ermöglicht mir, auf das christliche Ideal der Liebe zu hoffen und es anstreben, sowie Gottes Hinweise, Gebote, Werten und Ziele zu verinnerlichen.

Mein Ziel ist, Jesus ständig nahe zu sein und zu bleiben, ihm blind zu vertrauen, mit seiner Hilfe und Führung jederzeit zu rechnen, inneren Frieden zu erlangen und mit ihm in göttlicher Liebe und Geborgenheit die Ewigkeit zu verbringen.

 

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, dennoch: Was für ein Christ bist du eigentlich?

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Kategorie - Texte weltlich Mon, 18 May 2015 06:03:51 +0000
Eine Rippenprüfung (Ps 66,10) https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4917-eine-rippenpruefung-ps-66-10 https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4917-eine-rippenpruefung-ps-66-10



Eschborn, den 23.09.2019

 

Eine Rippenprüfung   (Ps 66,10)

 

Man brach mir eine Rippe,

damit ich wütend ausflippe,

um dann zurück zu Gott zu finden,

um mein Ego zu überwinden,

um zu vergeben und verzeihen,

um mich erneut für Gott zu weihen.

 

Dann, wieder in Liebe geborgen,

ohne Zorn und quälende Sorgen,

kann Gottes Segen wieder fließen

und ich seine Güte genießen.

 

 

 

Ja, Gott, du hast uns Prüfungen ausgesetzt,

du hast uns geläutert wie Silber ´im Schmelzofen`.

(Ps 66,10; NGÜ)




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Kategorie - Texte weltlich Sat, 28 Dec 2019 06:47:13 +0000
Früher https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/628-frueher https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/628-frueher  

Früher

 

Früher war alles besser,

wahrscheinlich, weil ich das Schlechte vergessen habe.

 

Früher war alles anders,

aber, es ist ja immer anders

und es kommt immer anders, als ich es mir vorstelle.

 

Früher war ich nicht der, der ich heute bin.

Vieles hätte ich – aus heutiger Sicht –

besser oder anders machen können oder auch sollen,

aber damals wusste ich es nicht besser.

 

Wenn ich es damals schon besser gewusst hätte,

bräuchte ich heute nicht mehr zu leben,

denn leben bedeutet lernen,

innerlich vollkommener zu werden,

zu betrachten, zu hören und geduldig zu bleiben,

tolerant zu werden mit sich und den anderen,

sich zu freuen an dem was ist und wie es ist,

darauf zu hoffen, wie es sein könnte

und zu tun, was zu tun ist.

 

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Kategorie - Texte weltlich Fri, 04 Jun 2010 03:30:58 +0000
Ganz spontan https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3194-ganz-spontan- https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3194-ganz-spontan-  


Ganz spontan

 

Mit einer Frau von deinem Format,

gebildet, nett und akkurat,

der Liebe fähig, herzenswarm,

geh' ich sehr gerne Arm in Arm.

 

Und bin ganz stolz – herzsapperlott,

auch ich bin immer noch ganz flott,

im Gleichschritt gehen wir durch’s Leben;

charmant wir unsere Liebe geben.

 

 

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Kategorie - Texte weltlich Sat, 16 Mar 2013 09:10:02 +0000
Geborgen in Gott https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3144-geborgen-in-gott https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3144-geborgen-in-gott

Geborgen in Gott

 

Hallo Du,

geborgen in Gott gibt es keine Angst,

   denn er liebt und beschützt uns, seine Kinder.

Und weil Gott uns liebt, also dich und mich,

   will er nur das Beste für uns, genau so,

   wie auch wir für unsere eigenen Kinder nur das Beste wollen.

Aus Liebe bewahrt er uns vor allem Übel und er gibt uns,

   was wir wirklich brauchen und was gut für uns ist.

   Nicht unbedingt das, was wir wollen,

   aber bestimmt das, was langfristig das Beste für uns ist.

 

Angst haben wir immer dann, wenn wir etwas unbedingt wollen,

   wenn also unser ICH im Mittelpunkt steht

     und wir befürchten müssen, dass wir nicht das erhalten,

         was wir glauben haben zu müssen.

Wir klammern uns an Dinge, die es nicht wert sind und wir sorgen
   uns um Zusammenhänge, die wir nicht beeinflussen können.

Es sind unsere anspruchsvollen und fordernden Gedanken,

   die immer wieder Angst in uns auslösen und uns verunsichern.

Sie gaukeln uns vor,

   dass wir ohne das, was wir haben oder sein wollen,

     nicht wertvoll oder wichtig genug sind,

   dass wir ohne das Angestrebte nicht vollwertig sind.

Wir streben nach einem äußeren Beweis für unser erfolgreiches Dasein

   und legen dabei einen leistungsbezogenen Maßstab an,

   der mehr schadet als nützt.

 

Geborgen in Gott können und dürfen wir so sein, wie wir sind.

Wer jemand anderer sein will, kann nicht er selbst sein.

Er lehnt sich ab und kennt seine Vorzüge nicht.

Bei Gott zählt nicht Wohlstand, sondern Wohlbefinden.

Bei ihm braucht man keinen Neid, weil jeder individuell erhält.

Menschliches Wollen und Streben führt zu innerer Unruhe,

Akzeptanz des von Gott Gegebenen und nutzen unserer Veränderungs-

   gelegenheiten sorgen für Fortschritt und inneren Frieden.

Gott versorgt mich mit allem, was ich wirklich brauche

   und er beschützt mich vor allem, was mir dauerhaft schaden könnte.

 

Geborgen in ihm,

   vertraue ich auf seine Liebe und auf seine Zusagen;

   baue ich auf seine Zuverlässigkeit, Treue und Ehrlichkeit;

   bin ich mir gewiss, dass meine Gebete erhört werden.

Aus diesem tiefen Wissen um die Geborgenheit in ihm,

   kann ich gelassen, geduldig und ausgeglichen sein.

Wer kann schon etwas gegen mich ausrichten,

   wenn Gott auf meiner Seite ist,

   wenn ich aus seinem Willen lebe,

   wenn er mich durch das Leben begleitet,

   wenn er mich führt und bewahrt?

 

Ich kann niemanden Verletzen,

   wenn seine Liebe mich durchdringt

   und durch mich zu meinen Mitmenschen fließt,

   sogar zu denen, die mich ablehnen oder angreifen.

 

Ich kann nicht mehr verletzt werden,

   weil es mein wollendes Ich nicht mehr gibt,

   und damit auch keinen Stolz, keinen Hochmut und keine Eitelkeit.

Ich habe mein Wohl vollständig in die Hände Gottes gelegt

   und denke, sage und tue, was Jesus mich gelehrt hat,

   was meine selbstverständliche menschliche und geistliche Pflicht ist.

 

Ich weiß, dass verletzende Menschen verletzt worden sind,

   dass sie unzufrieden, unausgeglichen und verbittert sind

     und dass ihre Verletzungen nicht mir persönlich gelten,

   sondern dass sie nur versuchen, dieses Leid loszuwerden und

     dass sie dabei leider sich selbst und Ihre Ehre noch mehr verletzen

     und die Achtung vor sich noch mehr verlieren.

Diesen teuflischen Kreislauf kann ich unterbrechen,

   indem ich nicht mit gleicher Münze vergelte.

 

Geborgen in Gott lebe ich aus ihm heraus.

Seine Geborgenheit und Obhut ermöglichen mir,

   mein gottgewolltes und gottgegebenes Wesen zu finden,

   mich zu finden und aus mir heraus zu sein und zu bleiben.

Ich verliere mich nicht mehr in der Suche nach irgendetwas,

   sondern ich finde, was für mich gut ist und nutze es.

 

Ich bin in Gott geborgen, solange ich mich in ihm berge.

Ich bin mit ihm verbunden, solange ich mit ihm verbunden bleibe,

   solange ich diese Verbindung aufrechterhalte.

Ich bleibe in ihm, solange ich meine Gedanken, Worte und Taten

   an ihm ausrichte und er mein Bezugssystem ist.

 

Jesus sagt uns:

„Ihr sollt einander lieben, so wie ich euch geliebt habe.

An eurer Liebe füreinander werden alle erkennen,

dass ihr meine Jünger seid.“ (Joh 13:34 – 35)

 

An unserer Liebe füreinander wird jeder erkennen,

ob wir in Gott geborgen sind!

 

 

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Kategorie - Texte weltlich Fri, 15 Mar 2013 12:23:26 +0000
Geliebt werden? https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5751-geliebt-werden https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5751-geliebt-werden  

 

Geliebt werden?

 

Ich will geliebt werden!

 

Warum wird man geliebt?

Weil man ist.

 

Wann wird man geliebt?

Stets.

 

Wie wird man geliebt?

Auf seine, ihre Art.

 

Wozu wird man geliebt?

Ohne Absicht.

 

Wer liebt, der wird geliebt!

 

 

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Kategorie - Texte weltlich Fri, 22 Mar 2019 05:45:55 +0000
Gewohnheiten, die mich fesseln https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5525-gewohnheiten-die-mich-fesseln https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5525-gewohnheiten-die-mich-fesseln  

Gewohnheiten, die mich fesseln

 

Hallo Du,

was tust Du immer wieder,

sodass es für Dich selbstverständlich geworden ist,

sodass es für Dich eine Eigenschaft geworden ist,

sodass es eine feste Handlungsweise geworden ist,

zur Angewohnheit, zur Gepflogenheit, zur Lebensgewohnheit?

 

Gewohnheiten wohnen in Dir.

Sie haben sich in Dir wohnlich eingenistet;

sie bestimmen Dein gewohnheitsmäßiges Verhalten;

sie halten Dich im Gewohnten gefangen,

   fesseln Dein Selbst

   und machen Dich gewöhnlich und durchschnittlich.

Sie machen Dir das Leben leicht, engen Dich aber ein..

 

Du gehst gewohnten Beschäftigungen nach,

tust das, was Du meistens tust,

was für Dich üblich,

was Dir durch langen Umgang vertraut ist,

was Dir zur festen Gewohnheit geworden ist.

 

Aber,

Gewohnheiten geben Dir eine trügerische Sicherheit.

Sie verhindern das kritische Infrage stellen,

das neu denken, das kreativ werden.

Sie hindern Dich daran, neue Wege zu gehen

   und kommen Deiner Trägheit und Bequemlichkeit entgegen.

Sie zwingen Dich in alte Rollen,

   in anerzogenes Verhalten,

   und verdecken dadurch Dein wahres Wesen.

Der Gewohnheit folgend bist Du ohne Höhen und Tiefen,

ohne Veränderung, ohne Entwicklung, ohne Reifung.

Der Gewohnheit folgend, lebst Du ohne zu leben.

 

Ja, man gewöhnt sich an alles,

doch ist das wirklich gut und erstrebenswert?

Ist das nicht Resignation und Selbstaufgabe,

ein, aufgrund von Misserfolgen oder Enttäuschungen bedingter Rückzug,

ein trauriger Verzicht auf eigene Pläne und Träume,

ein deprimierendes „entmutigt sein“ und „sich abfinden“ mit wenig,

ein kapitulieren, sich fügen, den Mut verlieren, verzagen?

 

Tugenden wie Sparsamkeit und Bescheidenheit,

Zurückhaltung und Enthaltsamkeit,

Gewissenhaftigkeit und Pflichtbewusstsein,

Berechenbarkeit und Zuverlässigkeit

können ganz schön lähmend sein,

können Dich gefangen halten und hemmen,

können Deine Wünsche und Bedürfnisse,

   Deine Angst vor Verletzung,

   vor Zurückweisung und Ablehnung verdecken,

können wie ein Stein auf Deiner Seele lasten,

können Dir Deine Lebendigkeit und Lebensfreude nehmen,

sie können Deinen Wandel, Deine Verwandlung,

   Deine Heilung und Genesung

   und Deinen Aufbruch ins Leben verhindern.

 

Du fühlst Dich wie gelähmt oder blockiert,

Du kommst nicht aus Dir heraus,

Du bist gehemmt, verkrampft, verschlossen,

   voller Vorsicht, Angst und Misstrauen.

 

Ich wünsche Dir,

dass Du Deine Gewohnheiten entdeckst und aufdeckst,

dass Du sie in Frage stellst,

dass Du sie überprüfst und neu bedenkst,

dass Du die Schlechten ablegst und die Guten beibehältst,

dass Du frei wirst vom Zwang des Unterbewussten,

dass Du erkennst, was sich dahinter verbirgt und

dass Du Dich auf den Weg begibst,

   Neues zu entdecken,

   Neues zu prüfen,

   Neues anzunehmen,

dass Du Dich auf den Weg begibst,

   das zu entdecken,

     was Gott Dir gegeben hat,

     was er Dir anbietet und neu gibt,

     - in Dir und in Deiner Umgebung.

 

 

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Kategorie - Texte weltlich Tue, 06 May 2003 22:00:00 +0000
Glaubt ihr, was man euch erzählt? (Gal 3,5) https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3978-2014-06-02-09-03-23 https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3978-2014-06-02-09-03-23

Glaubt ihr, was man euch erzählt?   (Gal 3,5)

 

Überlegt doch einmal: Wieso gibt Gott euch seinen Geist? Wieso lässt er Wunder bei euch

geschehen? Tut er das, weil ihr die Vorschriften des Gesetzes befolgt, oder tut er es, weil ihr

der Botschaft glaubt, die euch verkündet wurde? (Gal 3,5;NGÜ)

 

Hallo Du,

es gibt so viele 'Schlächtbabbler', 'Dummschwätzer', 'Interessantmacher' und

Märchenerzähler, so viele Lügner, Betrüger und Täuscher, so viele Egoisten, Ausnutzer und

Unlogiker, wenn ich denen allen zuhören und glauben würde, wo käme ich da hin? Ich würde

ständig betrogen, ausgenommen und getäuscht. Ich wäre nur noch unglücklich und

verbittert.

 

Nein, ich bin grundsätzlich Skeptiker. Ich passe auf und bin misstrauisch! Gutgläubigkeit und

Naivität schaden nur! Ich stelle meine Ohren lieber auf Durchzug. Ich höre lieber weg oder

überhöre, was sie sagen. Zuhören? Nein! - Darauf hören? Selbstverständlich nicht! - Ihnen

glauben und ihnen ihre Geschichten abnehmen? Wozu? Das ist doch allein ihre Sache! Das

tue ich mir nicht an! Sie können reden was sie wollen: Ich lasse ihr Gerede bei mir nicht ein!

 

Richtig? Gut so? - Ich weiß nicht. Wo ziehe ich die Grenze? Wer gehört zu den Betrügern,

Schlächtbabblern und Dummschwätzern und wer zu den Guten? Wohin führt mich ein

überstarkes Misstrauen?

Es hält mich in ständiger Vorsicht, Angst und Ablehnung. Das kostet Kraft und verkrampft

mich unnatürlich. Es unterstellt anderen pauschal Schlechtes, Bösartigkeit und Täuschungs-

willen. Ich werte sie ab und mich auf. Ich wehre sie ab und meine Empfindsamkeit ebenfalls.

Und das Schlimmste: Ich verschließe mich auch dem Guten. Ohne Vertrauen gibt es keine

Kontakte und kein Lernen, keine Liebe und keine Weiterentwicklung. Zum Reifen gehören

neben Erfolgen auch Erfahrungen mit Scheitern.

 

Zugegeben, es ist unschön, enttäuscht und (immer wieder) betrogen zu werden. Aber es ist

auch blöd, sich aus Angst und Misstrauen immer weiter zurückzuziehen und abzusondern,

um schädliche Einflüsse zu meiden.

 

Wieso gibt Gott Menschen seinen Geist? - Damit sie im Guten, in Gott, fest verankert und

unangreifbar sind. Damit sie böse Absichten (vorher oder nachher) erkennen und sich jedes

Mal neu davon distanzieren. Damit sie die guten und bösen Geister um sie herum und in

ihnen selbst unterscheiden. Damit sie in der Liebe bleiben und anderen zuhören und erst

danach entscheiden, was sie mit dem Gehörten machen, ob sie es glauben und annehmen

und daraus lernen wollen oder nicht.

 

Als Jesus nach seiner Gefangennahme zu Pilatus gebracht wurde, fragte der ihn:

"Dann bist du also doch ein König?" Jesus antwortete: "Ja, du hast Recht. Ich bin ein König.

Und dazu bin ich Mensch geworden und in diese Welt gekommen, um ihr die Wahrheit zu

bezeugen. Wer bereit ist, auf die Wahrheit zu hören, der hört auf mich." - "Wahrheit?

Was ist das überhaupt?", erwiderte Pilatus. (Joh 18,37-38;HfA)

 

Ja, was ist Wahrheit überhaupt? Gibt es die? Ist sie nicht immer subjektiv geprägt. Hängt sie

nicht immer von Einstellungen, Sichtweisen und Erfahrungen ab? Ist Wahrheit nicht immer

relativ? Halb- und Teilwahrheiten sowie Lebenswahrheiten sind doch auch Wahrheiten,

oder?! Vielleicht sehen wir den Begriff 'Wahrheit' zu gesetzlich, zu absolut, zu schicksalshaft.

 

Nach dem Bedeutungswörterbuch ist Wahrheit, wenn eine Darstellung oder Schilderung

einer auch von anderen erlebten Wirklichkeit entspricht bzw. wenn etwas Gesagtes mit

Geschehenem, Bestehendem und Gedachtem übereinstimmen.

 

Jesus antwortete: "Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben!

Ohne mich kann niemand zum Vater kommen. (Joh 14,6; HfA)

 

Er allein ist absolut wahr und verlässlich, weil er kein eigenes Interesse hat. Schließlich hat er

sogar sein Leben für unser Wohl und Heil, für deines und meines gegeben.

 

Deshalb erklärte er (Jesus) ihnen: "Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, werdet ihr

erkennen, wer ich bin, und einsehen, dass ich nichts von mir aus tue, sondern weitergebe,

was mir mein Vater gesagt hat. (Joh 8,28; HfA)

 

Wir erkennen also erst rückblickend, was wahr und zuverlässig war, dass Jesus in allem die

Wahrheit gesagt hat und dass Gott zuverlässig ist, dass wir ihnen glauben können. Zuerst

kommt das Wagnis des Vertrauens. Aber das ist nicht schlimm, denn gerade das hilft uns,

uns immer stärker an Jesus und an dem von ihm Gesagte und Getane zu orientieren.

 

Wer aber die Wahrheit Gottes liebt und das tut, was er will, der tritt ins Licht! An ihm zeigt

sich: Gott selber bestimmt sein Handeln. (Joh 3,21;HfA)

 

Seltsam, ich glaube den Menschen, was sie mir sagen. Ich weiß, es ist ihre persönliche

Wahrheit. Ich erkenne sie darin. Ich bemerke, wenn etwas nicht stimmt. Ich frage nach und

mache damit bewusst. Ich nehme sie an und ermögliche damit, ebenfalls angenommen zu

werden. Gegenseitig werden durch das Gesagte und Gehörte neue Impulse gesetzt. Wir sind

veränderungsfähig. Ich bin bereit, Altes sterben zu lassen um Neuem Platz zu machen. Das

berührt und öffnet Ohren und Herzen.

Das Gesagte auf Punkt und Komma zu prüfen und zu analysieren und die Unwahrheit

herauszufinden ist gesetzmäßig, rechthaberisch, pingelig sowie wenig liebevoll und hilfreich.

Da kann auch ich nicht bestehen.

 

Denn es heißt in der Schrift: „Verflucht ist jeder, der sich nicht ständig an alles hält, was im

Buch des Gesetzes steht, und der nicht alle seine Vorschriften befolgt.“ (Gal 3,10b;NGÜ)

 

Und wenn ich schon Menschen glaube, umso mehr glaube und vertraue ich Gott, der Liebe

und Gnade und Güte und Barmherzigkeit ist und Jesus, dem Messias, der sich auch für mich

hat kreuzigen lassen und den ich selbst leider schon viel zu oft gekreuzigte habe!

 

Wieso lässt Gott Wunder bei uns geschehen? - Damit wir an den Wundern erkennen, dass

er uns liebt, für uns sorgt, bei uns ist und dass in der Bibel die Wahrheit über ihn steht.

Damit wir unseren vorhandenen Glauben an ihn erkennen und darin bestätigt und gefestigt

werden und damit wir uns um so mehr auf ihn stützen und ihm vertrauen.

 

Gott wirkt an mir, weil ich der Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus glaube, weil ich

ihm glaube und vertraue, weil ich auf ihn höre und mich an ihm ausrichte. Auf der Grundlage

des schlichten Glaubens, dass wahr ist, was er uns sagt und zusagt, wurde ich vor Gott für

gerecht erklärt, wurden mir meine Sünden vergeben, erhielt ich eine neue Chance, ein neues

Leben. Im Nachhinein erkenne ich immer deutlicher, das seine Wahrheit mich immer mehr

zum Glauben befreit.

 

Und darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen

Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommem habt,

sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das in euch wirkt, die ihr glaubt.

(1.Thess 2,13;HfA)



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Kategorie - Texte weltlich Mon, 02 Jun 2014 06:51:10 +0000
Gott-vergessen (Ps 13,2-6) https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4053-gott-vergessen-ps-132-6 https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4053-gott-vergessen-ps-132-6

Gott-vergessen
   (Ps 13,2-6)

 

Wie lange noch, Herr, willst du mich vergessen? Etwa für immer? Wie lange noch willst du dich vor mir verbergen? Wie lange noch muss ich unter tiefer Traurigkeit leiden

und den ganzen Tag Kummer in meinem Herzen tragen? Wie lange noch darf mein Feind auf mich herabsehen? Schau doch her und antworte mir, Herr, mein Gott!

´Gib mir neuen Mut und` lass meine Augen wieder leuchten, damit ich nicht in den Todesschlaf sinke! Mein Feind soll nicht sagen können: »Jetzt habe ich ihn

endgültig besiegt!« Meine Gegner sollen nicht jubeln und sich freuen, wenn ich den Halt verliere. Doch ich will auf deine Güte vertrauen, von ganzem Herzen will ich

jubeln über deine Rettung! Mit meinem Lied will ich dem Herrn danken, weil er mir Gutes erwiesen hat. (Ps 13,2-6)


Er saß da wie ein Häuflein Elend,

in Tränen aufgelöst, verzweifelt und gottvergessen.

Wie wird es weitergehen? Wie kann es weitergehen?

 

Er hatte sich alles ganz anders vorgestellt. Nach seinen Plänen hätte alles so schön werden können, doch alles kam anders. Irgendetwas lief da schief, immer und

immer wieder.

Warum nur? Wozu nur?

Jetzt, nach Verlust und Zusammenbruch, nach Qual und Leid, weiß er nicht mehr weiter!

 

Er fragt und sagt sich:

Gibt es noch Hoffnung für mich? Ist doch noch nicht alles verloren?

Gibt es ein neues Leben nach den Scheitern?

Wenn 'nein', dann bin ich verloren.

Wenn 'ja', dann weiß ich nicht wie ich es anfangen könnte.

 

Gibt es jemanden, der mir dabei helfen kann? Gibt es jemanden, dem ich etwas bedeute?

Gibt es jemanden, der mein Schicksal wenden kann?

Gibt es jemanden, dem ich mich bedenkenlos anvertrauen kann?

 

Wer könnte mir sagen, was bei mir nicht stimmt? Von wem würde ich mir das sagen lassen?

 

Wie gerne würde ich mir meinen Kummer von der Seele reden. Aber wer möchte das hören?

 

Kann man Menschen überhaupt vertrauen? Denken nicht alle nur an sich selbst, an ihren Vorteil, an ihren Erfolg, an ihre Bequemlichkeit, an ihre Ruhe?

 

Wer oder was bleibt dann noch?

Ein treuer Hund? Ein stummer Fisch? Der Rückzug in den friedlichen Gemüsegarten?

 

Könnte es tatsächlich einen Gott geben, der über den Dingen steht,

der alles durchschaut, der weiß, was richtig ist und wie alles gut wird?

Würde dieser Gott auch ins finstere Tal meiner Tränen kommen?

Könnte er mich aus den Irrungen meines Lebens erlösen?

Könnte er mir neue Hoffnung und Kraft in meiner verzweifelten Lage geben?

Gibt es ein neues, ein besseres Leben auch für mich?

 

Wie kann ich mehr über ihn erfahren? Wer hat gute Erfahrungen mit ihm gemacht?

Wer kennt ihn? Was will er? Wie denkt er? Was sagt er? Wie ist er?

 

Irgendwo habe ich eine alte, verstaubte Bibel.

Nach längerem Suchen finde ich sie, schlage sie irgendwo auf und lese, wie Jesus sagt:

"Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir,

denn ich bin gütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht." (Mt 11,28-30)

 

Woher weiß er, wie es mir geht? Was ich lese, klingt gut: Er will mir meine Last abnehmen.

 

Welches Joch habe ich bisher getragen?

Ich wollte mich doch nur im Leben bewähren und erfolgreich sein. Ich wollte es aus eigener Kraft meistern.

Ich wollte es nach meiner Vorstellung und meinen Wünschen gestalten.

Es sollte so werden wie ich es wollte und wie ich es für mich und meine Familie für richtig hielt. Ist das nicht mein Lebensauftrag?

 

Ja, ich habe Gott dabei bisher nicht um Hilfe und Führung und Gelingen gebeten.

Weshalb sollte er sich darum kümmern, wenn es doch meine Aufgabe ist? Hat er nicht genügend anderes zu tun.

Ich ahne: Mein eigenes Wollen könnte mein bisheriges Joch gewesen sein?

Und das bestätigt meinen Verdacht. Mein Unglück muss mit mir zusammenhängen.

 

Jesus sagt von sich, er sei gütig, also barmherzig, gnädig, wohlwollend, nachsichtig und entgegenkommend.

Bin ich das auch? Eher nicht. Kommt man dabei nicht selbst zu kurz?

Er sagt auch, er sei demütig, also nicht stolz, unabhängig oder hochmütig, sondern geduldig, folgsam und fügsam.

Wem folgt er? Wem fügt er sich? Wer ist über oder neben oder in ihm?

Er kann nur Gott meinen, seinen Vater, der vielleicht auch mein Vater ist. Der mein Vater sein könnte, wenn ich dies zuließe, es glaubte und wollte.

 

Welches Joch soll ich bei ihm tragen? Komme ich da nicht vom Regen in die Traufe?

Ich ahne: Das Joch des Demütigen ist Gehorsam und die neue Last, die er trägt, könnte der stets liebevolle Umgang mit allen und allem sein.

Ja ich möchte von Jesus lernen, wenn ich dadurch endlich Ruhe für meine Seele finde.

Ich habe schon so viel ausprobiert, eine andere Alternative sehe ich nicht mehr.

Das könnte der Weg in ein neues und besseres Leben sein.

 

Und ich wage es, spreche ihn an und erzähle ihm meinen Kummer.

Und ich bekomme klärende Antworten:

 

Außerdem dürft ihr jenes ermutigende Wort in der Schrift nicht vergessen, das an euch als Gottes Kinder gerichtet ist. »Mein Sohn«, heißt es dort,

»lehne dich nicht dagegen auf, wenn der Herr dich mit strenger Hand erzieht! Lass dich nicht entmutigen, wenn er dich zurechtweist! (Hebr 12,5)

 

Ist es Gott, der mir Dinge und Abhängigkeiten zerbricht, damit ich den richtigen Weg finde, den zu ihm und mit ihm? Es scheint fast so.

 

Wenn Gott sogar das Gras so schön wachsen lässt, das heute auf der Wiese grünt, morgen aber schon verbrannt wird, wie könnte er euch dann vergessen?

Vertraut ihr Gott so wenig? (Lk 12,28)

 

Ups! Das sitzt. Nicht Gott hat mich vergessen, sondern ich ihn. Ich habe ihn nicht beachtet, ihm nicht vertrauet, seinen Rat nicht eingeholt, die Verbindung mit ihm

nicht gesucht, an seine Hilfe und Unterstützung nicht geglaubt, sondern nur an mich selbst.

 

Wirst du aber den HERRN, deinen Gott, vergessen und andern Göttern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich euch heute, dass ihr

umkommen werdet, weil ihr nicht gehorsam seid der Stimme des HERRN, eures Gottes. (5.Mo 8, 19.20)

 

Ups! Auch da muss ich schlucken und bekennen. Ich bin anderen Göttern nachgelaufen und habe ihnen gedient: dem Erfolg, dem Ehrgeiz, dem Geld, dem Wohlstand,

der Selbstgefälligkeit, der Überheblichkeit und was sonst noch. Das also hat mein Scheitern verursacht, das hat verhindert, dass ich zu Gott finde, auf ihn höre,

meinen Lebensweg gemeinsam mit ihm gehe und mich von ihm leiten lasse.

 

Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist? Der Geist, den Gott euch gegeben hat, wohnt in euch, und ihr gehört nicht mehr

euch selbst. (1.Kor 6,19)

 

Vater vergib mir, ich habe das nicht gewusst. Nun aber tröstet es mich zu wissen, dass dein Geist in mir wohnt, mich überallhin begleitet, mich mit deiner Liebe anfüllt,

um sie anderen weiterzugeben und mit ihr sie auf dich hinzuweisen.    Amen.





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Kategorie - Texte weltlich Mon, 28 Sep 2015 05:54:03 +0000
Göttliche Gabe https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5750-goettliche-gabe https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5750-goettliche-gabe  

 

Göttliche Gabe

 

Habe ich eine göttliche Gabe?

Falsche Frage.

Jeder hat mindestens eine.

 

Hat man sie oder hat man sie nicht?

Göttliche Gaben entwickelt sich,

wenn sie benutzt werden!

 

Kann man sie verlieren?

Wenn man sie nicht benutzt,

dann schlummert sie weiter,

bis sie geweckt wird.

 

 

 

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Kategorie - Texte weltlich Mon, 01 Apr 2019 05:28:22 +0000
Ich oder Wir https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/623-ich-oder-wir https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/623-ich-oder-wir  

Ich oder Wir

 

Hallo Du,

in mir und dir wohnen zwei Seelen.

Ohne Gemeinschaft können wir nicht sein

und doch möchten jeder von uns wertvoller und besser sein, als sein Nächster.

 

Gemeinschaft bekommt man geschenkt.

Seinen eigenen Wert kann man in dieser Welt der Wissensgesellschaft selbst bestimmen.

Mit Fleiß und Ausdauer kann man dazulernen, sich Wissen aneignen und sich durchsetzen.

Taktische Beziehungsgeflechte mit Mächtigen unterstützen dieses Fortkommen,

wenn man bereit ist, ihnen zu dienen und ihre Macht zu mehren.

 

Dein Ego kämpft mit deinem Wunsch nach Gemeinschaft.

Du versuchst die Pole miteinander zu verbinden, aber es will nicht gelingen.

Weil aber die Gemeinschaft nicht machbar ist, entscheidest du dich für dein Ego.

Ich will!!

In früher Kindheit bereits erkennst du die Vorteile, sich bedienen zu lassen

und du entwickelst Taktiken, dass es so bleibt.

Du beginnst, die Menschen in deinem Umfeld zu manipulieren, weil dir das dient und schmeichelt.

Du nutzt die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Unvoreingenommenheit und anderer aus,

um Vorteile für dich zu bekommen. Und mit jedem „Erfolg“ wächst dein Ego und dein Stolz.

Du hast es mal wieder geschafft. Du hast andere ausgenutzt, ohne dass sie es bemerkt haben.

Ja sie waren dir sogar noch dankbar, dass sie etwas für dich tun konnten.

Und mit jedem „Sieg“ erhebst du dich mehr über deine Mitmenschen. Du verachtest sie immer mehr, weil sie dir auf den leim gehen und weil sie zu dumm sind, es zu bemerken.

Dein Stolz wächst und wächst und du siehst dich immer mehr als Zentrum, dem andere zu dienen haben. Letztlich kann keiner mehr neben dir bestehen. Du bist der Größte. Du bist unerreichbar. Du hast macht über andere und weißt sie zu nutzen. Du spielst Gott. Du glaubst, du bist Gott.

 

Dass du alleine bist stört dich nicht, denn du glaubst, dass die Menschen um dich herum deine „Freunde“ sind, die, denen du zu deinem eigenen Wohl Vorteile verschaffst.

Du siehst dich als großer Förderer und arbeitest doch manipulativ. Du weißt, dass du sie abhängig gemacht hast und dass sie dir in der Not nicht beistehen werden. Sie sind so wie du: egoistisch und machtorientiert. Ihr seid ein Wechselgeschäft zum beiderseitigen Vorteil eingegangen, aber das ist keine echte Beziehung und auch keine ehrliche Gemeinschaft. Es geht dir nicht um das Wohl deiner Mitmenschen, sondern nur um dein eigenes, um deine Position und deinen Vorteil.

Deine Raffinesse hat dich weit von ihnen entfernt. In dir regieren nur noch Überheblichkeit und Stolz. Du bist unfähig zur Liebe, zum Dienen und zum ehrlichen Geben.

 

 Dein übersteigerter Ichbezug bewirkt Ängste und Nervosität. Du fühlst dich nicht über alles informiert. Dir gefällt nicht, wie andere ihre Arbeit tun. Du befürchtest, dass sie dich durchschauen und im Stich lassen. Du möchtest immer stärker alles kontrollieren, aber es gelingt dir immer weniger. Du kannst nicht mehr ruhig schlafen und „Gewinnen“ macht dir keine Freude mehr. Du wirst häufiger krank, aber du übergehst die Krankheiten, weil sie Kontroll- und Machtverlust bedeuten. Deine Devise ist: Nur keine Schwäche zeigen! Und so ruinierst du deine Gesundheit immer weiter, bis du letztlich nicht mehr kannst. Der Körper holt sich, was er braucht. Er lässt sich von dir nicht auf Dauer unterdrücken. Mit Schmerzen zwingt er dich in die Knie.

 

Und du musst dich der Frage stellen, wie du da wieder heraus kommst.

Alleine schaffst du das nicht. Du brauchst andere. Du brauchst Menschen, von denen du ja nichts mehr hältst Und du brauchst den unabhängigen Gott, der dich nicht manipulieren will, der dich trotzdem liebt und der dir mit seinem Wort ungeschminkt die Wahrheit sagt.

 

Spätestens jetzt musst du dich doch der Frage nach der Gemeinschaft stellen.

Was macht Gemeinschaft möglich? Was kann sie mir geben und was kann ich ihr geben?

 

Ehrlichkeit, Höflichkeit, uneigennützige Liebe zu den Menschen, Vertrauen, Verständnis und Achtung, Mitgefühl und gemeinsame Freude, Friedfertigkeit und Geduld, Großzügigkeit, Dienst- und Vergebungsbereitschaft, Güte und Treue, Besonnenheit, Demut und Selbstbeherrschung.

 

Das alles sind Geschenke, Geschenke Gottes an jeden von uns und sie abzulehnen, sie nicht weiterzugeben, bedeutet Gott abzulehnen, die anderen abzulehnen und alles abzulehnen, was Gemeinschaft möglich macht.

 

In der echten Gemeinschaft geht es nur darum, was du für die anderen tun kannst,

ohne eigene Vorteile zu haben. Es geht um einbeziehen, abgeben, teilen, mitfühlen, ermutigen und aufbauen, also um lieben. Und es geht darum, diese freiwilligen Geschenke von anderen dankbar anzunehmen und sie als ein Bindeglied der Liebe zu erkennen.

Wenn ich von anderen um meiner selbst willen angenommen und geschätzt werde, dann kann auch ich das mit anderen tun, dann gelingt Gemeinschaft. Wenn ich erkenne, dass ich nur echt, natürlich und menschlich sein kann und mir die Achtung der anderen nicht verdienen kann, dann habe ich Gott verstanden. Wenn ich erkenne, dass ich auf die Zuwendung, Liebe und Gnade anderer angewiesen bin und sie auf meine, dann habe ich das Wesen der Liebe erkannt.

Wer auf einem hohen Ross sitzt, wird tief fallen, wer aber bodenständig ist und bleibt, der befindet sich mit den anderen auf gleicher Augenhöhe und mit ihnen in der gleichen Situation.

 

Stolz, Eitelkeit und Überheblichkeit wie auch der Wunsch nach Gemeinschaft und gelingender Beziehung sind in uns als gegensätzliche Pole verankert. Die Frage ist, wofür wir uns entscheiden und wie wir damit umgehen!

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Kategorie - Texte weltlich Fri, 04 Jun 2010 05:39:04 +0000
Im Wirbel der Leidenschaft https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3156-im-wirbel-der-leidenschaft https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3156-im-wirbel-der-leidenschaft  

Im Wirbel der Leidenschaft


(Körperlich lieben …)

 

Hallo Du,

ich traue mich

das Unbeschreibliche zu beschreiben,

   das Einmalige, Wirbelnde und Vergängliche

   in einfachen Zeilen festzuhalten:

 

Hallo Du,

Du besonderes Wesen,

das mich anzieht, schwach macht, wild macht,

ohne das ich nicht leben will und kann;

ich denke nur noch an Dich,

möchte bei Dir sein, Dir nahe sein,

Deine Schönheit sehen, Deine Stimme hören,

Deine Bewegungen genießen, Deinen Körper fühlen

Dich riechen und schmecken, Deinen Atem spüren.

 

Ich leide, wenn ich mich nach Dir sehne

   und ich bin überwältigt,

wenn ich Deine Einzigartigkeit und Schönheit

   in meine Armen halte.

Ich genieße das Festhalten

   und befürchte das Loslassen,

doch Du machst mir Mut,

gibst mir Nähe, Wärme, Verständnis,

bestätigst mein Sehnen

   und zeigst Deine Wildheit.

 

In Deinen Armen werde ich Ursprung,

meine Sinne sind hochkonzentriert

und dennoch bin ich gelöst,

losgelöst von Grenzen und Schranken,

unbegrenzt, ursprünglich, unbändig.

 

Es gibt nur das Eine,

   Dich und mich, elementar.

In der Zärtlichkeit und Wildheit

   verliere ich mich und werde doch ich,

ich finde mich in Dir und Dich um mich,

ich finde Dich in mir und mich um Dich,

eng umschlungen, vereinigt, eins.

 

Alles löst sich auf und fließt doch zusammen,

die Zeit vergeht und bleibt doch stehen,

unsere Körper gehen ineinander über

und ich weiß nicht mehr,

was zu wem gehört oder wer zu was.

 

Und im Strudel der Vereinigung

   wird die Zeit zur Ewigkeit

   und die Verwirrung so beirrend,

dass ich sterben könnte,

   um lieben zu können,

und das ich leben möchte,

   um liebend sterben zu können.

 

Und im Augenblick größter Verschmelzung,

größter Nähe und intensivster Erfüllung,

durchströmt mich Erlösung und Glückseligkeit,

Zugehörigkeit zu Dir, dem geliebten Wesen,

das alles gegeben und alles genommen hat.

 

Und während ich losgelöst schwebe,

   spüre ich Dich als Du

   und mich als Ich.

Und obwohl wir gemeinsam

   den Himmel geschaut haben,

   finden wir uns einsam auf Erden wieder.

Und wir kuscheln zusammen,

   empfinden -, entspannen -,

   gleiten langsam zurück in uns,

   schweigen und träumen

   von der nächsten,

   beglückenden,

   entrückenden Ewigkeit.

 


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Kategorie - Texte weltlich Fri, 15 Mar 2013 13:29:54 +0000
K.O. - gegangen (Daniel 8,18) https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3911-ko-gegangen-daniel-818 https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3911-ko-gegangen-daniel-818

K.O. gegangen
  (Daniel 8,18)


Während er mit mir redete, lag ich wie ohnmächtig da, mit dem Gesicht am Boden.

Doch dann berührte mich Gott und stellte mich wieder auf die Beine. (nach Daniel 8,18)

 

Hallo Du,

gestern habe ich beim wöchentlichen Basketballspiel den Ball mit voller Wucht an die Stirn

bekommen. Ich spürte noch wie die Nervenverbindungen zu den Muskeln sich abschalteten

und ich zusammensank. Doch irgendwie war ich nicht ganz weg. Eher stark benebelt.

Ich konnte nichts sehen und ich war unfähig, mich zu bewegen oder zu sprechen. Und doch

hörte ich, was um mich herum vorging und spürte, was andere mit mir machten.

Die fünf Sportkameraden standen eschrocken um mich herum und redeten durcheinander, was

  nun zu tun sei.

Einer sagte: "Legt ihn in die Seitenlage", was dann auch geschah. Jemand legte mir sogar seine Hand

  auf den Oberarm. Beides war sehr angenehm. Es gab mir Ruhe und das Gefühl, nicht alleine zu sein

  und dem Gehirn die Möglichkeit zur Selbstdiagnose und langsamen Regeneration.

Ein anderer sagte: "Legt ihm ein kaltes Tuch in den Nacken".

Er holte eines und überrascht stellte ich fest, dass ich die frische Kühle empfinden konnte.

Es funktionierte noch etwas.

Doch irgendwie war ihnen die Situation und meine Bewegungslosigkeit unheimlich.


Ein Dritter zog mich aus der Seitenlage, rüttelte und schüttelte mich, klopfte mir auf die Wangen

  und fragte ständig: "Hörst du mich? Hörst du mich?" Das war sehr unangenehm, zumal ich mich

  nicht wehren und auch nichts sagen konnte.

Dann meinte ein Vierter: "Setzt ihn doch auf." Und sie zogen mich hoch. Auch das war schlimm.

Weshalb konnten sie mich nicht einfach liegen lassen und warten bis mein Körper sich wieder

  einschaltete? Dann würde ich doch von selbst wieder aufstehen.

Schließlich lag ich dann doch wieder auf dem Boden und fand die Kraft mich auf die Knie zu drehen,

  die Stirn auf den kühlen Boden zu legen und ihnen den Rücken zuzuwenden mit dem Signal:

  "Lasst mich! Zerrt nicht an mir rum." Doch einige meinten wieder, diese Lage sei nicht gut für mich

  und sie wollten mich hochheben und aufstellen.

Nach einer Weile führten mich zwei in die Umkleide, wo ich dann mit dem kühlen Tuch auf der Stirn

  eine Weile auf einer Bank lag, bis ich langsam wieder klarer und koordinierter wurde.

Das freundliche Angebot, mich nach Hause zu fahren, brauchte ich zum Glück nicht anzunehmen.

Dennoch fuhr einer von ihnen hinter mir her, um sicher zu sein, dass alles gut ging.

Die Jungs waren sehr besorgt um mich, jeder auf seine Art.

In der Not ist es gut, jemanden zu haben, der versucht beizustehen.

Ich weiß: Nichts geschieht ohne Grund und ohne Auswirkung.

Der Grund, weshalb ich den Ball an den Kopf bekam, ist nicht wichtig.

Es geschah mit Sicherheit ohne Absicht und sagt dennoch dem Werfer etwas.

Jedoch, wie ich und die anderen mit dem Vorfall und dessen Auswirkung umgehen, das ist wichtig.


Mein Fazit:

Ich schreibe das Geschehen und Empfinden auf, um mir und anderen bewusst zu machen

   wie wichtig es ist, die Erste-Hilfe -Regeln zu kennen,

   sie immer wieder aufzufrischen und einfühlsam anzuwenden;

   bei der praktischen Hilfe einen klaren Kopf zu behalten;

   sich nicht von anderen irre machen zu lassen und alles Mögliche auszuprobieren und,

   nicht nur technisch alles richtig zu machen,

   sondern auch menschliche Nähe und Berührung zu wagen.


Ich danke den Jungs, die fast alle Lehrer sind oder waren, für ihren Beistand

   und nehme den Vorfall zum Anlass festzustellen, dass wir alle für den Notfall nicht genügend

   vorbereitet sind und uns dafür regelmäßig weiterbilden sollten.

Und auch, dass es gerade als Lehrer und Sportlehrer zu unserer Pflicht gehört,

   Kinder in Schule, Vereinen oder Kirchengemeinden frühzeitig in die Erste-Hilfe-Regeln einzuweisen

   und sie mit ihnen immer wieder zu üben.

Mir brummt der Schädel immer noch (wohl doch eine leichte Gehirnerschütterung),

   doch das wird vergehen.

Gott sei Dank, dass nichts schlimmeres passiert ist und,

   dass wir dadurch darauf vorbereitet wurden, beim nächsten Notfall noch besser zu handeln.



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Kategorie - Texte weltlich Tue, 10 Dec 2013 08:45:56 +0000
Lass dich nicht kleinkriegen! (Röm 12,21) https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4170-lass-dich-nicht-kleinkriegen-roem-12-21 https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/4170-lass-dich-nicht-kleinkriegen-roem-12-21  

 

 Lass dich nicht kleinkriegen!   (Röm 12,21)

 

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse

mit Gutem. (Röm 12,21)

 

Gebet eines Verzweifelnden

Allmächtiger Vater im Himmel,

andere sagen mir immer wieder, ich sei naiv und blauäugig,

unselbständig und unbeholfen, unfähig und unverbesserlich.

Dazu auch noch zu klein, zu dünn, zu bescheiden und zu ängstlich.

 

Sie reden mir ein,

dass ich faul, dumm, blöd oder doof bin, dass ich nichts kapiere und nichts dazulerne,

dass ich hässlich und unscheinbar bin, dass ich ein minderwertiger Pechvogel bin.

 

Sie machen mir Angst. Sie verunsichern mich.

Sie machen mich immer mutloser. Sie rauben mir jeden Halt.

 

Mein Gott, was stimmt mit mir nicht?

Haben sie recht? Langsam glaube ich es!

 

Warum machen sie mich so klein?

Warum tun sie das? Was haben sie davon?

 

Herr, schenke mir Klarheit über deren Absichten

und auch darüber, was du von mir denkst.

 

Amen.

 

 

Lass dich nicht kleinkriegen!

Wer will sich schon ständig klein kriegen lassen?

Es ist doch viel schöner akzeptiert und anerkannt zu sein, vielleicht als

  Prinz oder Prinzessin oder

vielleicht sogar König oder Königin. Es ist doch viel schöner, sich verwöhnen

  und bedienen zu lassen und selbst Bestimmer und Beurteiler zu sein.

Wer will schon Sklave oder Diener sein, jemandem hörig sein und ihm dienen

  müssen und ständig dessen Launen ausgesetzt sein.

Viele behandeln andere von oben herab und betrachten sie als ihre Handlanger,

  die zu tun haben, was sie wollen. Nur wenige sind höflich, rücksichtsvoll,

  entgegenkommend, hilfsbereit und herzlich und sehen andere als etwas Besonderes,

  behandeln sie zuvorkommend wie einen König.

Weshalb ist das so? Als Sklave ist man ihr unmündiges und willfähriges Opfer.

Als König aber, ist man wer, hat man das Sagen.

 

Wer will uns klein kriegen?

Viele ichbezogene Menschen, z.B. Unzufriedene und böse Mitmenschen, unausgeglichene

Nachbarn, neidische Freunde, mobbende Arbeitskollegen, ehrgeizige Konkurrenten, dominante

Ehe- oder Lebenspartner, aufmüpfige Kinder, übermütige Bekannte, raffinierte Verkäufer,

geldgierige Geschäftsleute, hochmütige Chefs oder stolze Reiche.

 

Sie wollen andere verunsichern und einschüchtern. Sie wollen sie fügsam, unselbständig,

beeinflussbar, verführbar, ausnutzbar und von sich abhängig machen und halten, in innere

Kleinkriege stürzen, denn schwache, verunsicherte und eingeschüchterte Menschen sind

leicht zu manipulieren und auszunutzen.

Sie sind schneller bereit, zu gehorchen, sich anzupassen, zu kuschen, im Strom mitzuschwimmen,

Aufträge zu akzeptieren und nicht zu streiten.

Gerade die eingeschüchterten Menschen wollen gelobt und anerkannt werden und unbedingt

dazuzugehören. Das macht sie abhängig. Dafür sind sie bereit, viel auf sich zu nehmen, viel zu

arbeiten, viel für andere zu tun, viel für etwas zu bezahlen.

 

Weshalb tun böse Menschen das?

  1. Zu ihrem eigenen Vorteil und Gewinn.

  2. Um ihren Einfluss und ihre Macht zu steigern.

  3. Um auch andere ins Böse zu ziehen,

    vielleicht dazu, sie noch besser ausnehmen zu können,

    vielleicht zur eigenen Beschwichtigung, dass andere ja auch schlecht sind,

    vielleicht auch dazu, dass ihre Schlechtigkeit dadurch legitimiert wird.

 

Die Bibel schaut aber hinter deren Fassade. Sie erkennt ihre Besessenheit. Sie sagt:

Das sind die Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen

und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben. (Eph 6,12; HfA)

 

Diese Mächte und Gewalten des Bösen sind die Heere Satans, sind seine Dämonen

und die von ihnen beherrschten Menschen. Sie alle haben die Aufgabe, Unordnung

zu schaffen, zu verwirren, zu vernebeln, zu täuschen, zu verletzten, zu entmutigen,

zu verängstigen und zu lähmen; kurz, Unrecht, Chaos und Angst zu verbreiten.

 

Was will Satan?

Satan ist Gottes Gegenspieler. Er will verhindern, dass Menschen zu Gott kommen

oder bei ihm bleiben. Er will sie in Sünde, Unglauben und Misstrauen stürzen, sie sich

unterwerfen und für seine Zwecke einspannen. Er will im Trüben Menschen fischen.

Er will Menschen beherrschen und ihr Gott sein.

 

Wie macht er das?

Schlau, raffiniert und hinterlistig. Er nutzt individuelle Schwachstellen und er verspricht

das Blaue vom Himmel. Seine Bedingung für die Erfüllung aller menschlicher Wünsche,

Sehnsüchte und Begierden ist, dass sie vor ihm niederfallen, ihn als Herrn anerkennen,

ihn anbeten und ihm dienen.

 

Unsere Schwachstellen könnten u.a. sein:

- Egoismus, Ungeduld, Enttäuschung, Unausgeglichenheit, Geltungsbedürfnis und Misstrauen,

- Haltlosigkeit, Leichtsinn, Übermut, Unsicherheit, Unwissenheit oder Langeweile,

- Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit, Skepsis, Zweifel oder Gefühlsduselei,

- Empfindlichkeit oder Abhängigkeit von Menschen und Dingen,

- überhöhte Erwartungen, Vorstellungen und Begehrlichkeiten.

 

Sie sind die Türöffner für Satans besitzergreifende Dämonen, die in uns Ungutes schüren,

beispielsweise Lüge, Wut, Hass, Lust, Untreue, Angst, Gier, Neid, Sucht, Ehrgeiz,

Überheblichkeit, Hochmut, Stolz, Eitelkeit, Besserwisserei, Faulheit, Selbstmitleid, Eifersucht

oder Minderwertigkeit, Ungehorsam und Rebellion gegen Gottes Gebote.

 

Wie arbeitet er?

Er nutzt schwierige Lebensumstände, Situationen und Gegebenheiten oder führt sie herbei.

Er versucht und verführt. Er übermannt und vereinnahmt. Er verspricht viel und hält wenig.

Alle Mittel sind ihm recht.

Er mischt sich ein. Er drängt sich auf. Er lügt, täuscht, erschreckt oder verwirrt.

Er lässt misslingen oder zum Anködern, auch gelingen.

Er benutzt Angst, Gewalt, Verletzung, Leid, Krankheit, Tod und Trübsinn. Er gibt sich brutal oder

einschmeichelnd und fürsorglich, ist aber immer scheinheilig, gemein und hinterlistig.

Je abhängiger Menschen von ihm werden, desto mächtiger und einflussreicher wird er.

 

Der Herrscher der Welt beansprucht für sich unsere Lebensenergie und Schaffenskraft und

Anbetung. Er hält Menschen dumm oder versetzt sie in einen Wahn, damit sie es nicht merken.

Er sorgt für Überbelastung, damit keine Zeit zur Besinnung bleibt. Er manipuliert sowohl das

Denken, Tun, Wollen, Sagen und Verhalten, als auch die Gefühle, die Leitwerte und Ziele.

Er nistet sich in Körper, Geist und Seele ein, fesselt sie in Verstrickungen und vollbringt sein

teuflisches Vernichtungswerk an uns - und mit unserer Hilfe - an anderen.

 

Wenn der von ihm beherrschte Mensch sich schließlich selbst hässlich, unbedeutend, elend und

unwürdig fühlt, keine Selbstachtung, keinen Anstand, keine Hoffnung und kein Gottvertrauen mehr

hat, dann ist dessen Verbindung zu Gott und zu seiner Liebe, Führung und Kraft zerstört, dann ist

der arme Mensch Satan hilflos, orientierungslos und hoffnungslos ausgeliefert. Dann erlebt er die

Hölle auf Erden.

 

Wie sieht es im Mensch, in uns aus?

In uns ist Gutes und Böses gleichzeitig. Gott und Satan. Liebe und Boshaftigkeit. Warum?

In uns bildet sich das prägende Verhalten der Welt ab. Wir sind ihr Produkt.

Paulus schreibt in Röm 7,19:

Ich tue nicht das Gute, das ich tun will, sondern das Böse, das ich nicht tun will.

Was zwingt ihn dazu? Auch wir werden zwischen diesen beiden Polen hin und her gezogen.

 

Was sind die Ursachen für unser böses Tun? Falsche Einstellungen und Gefühle, z.B. Enttäuschung,

Wut, Rache, Verletzung, Verteidigung oder Habgier? Was ist unser Maßstab und unsere Leitlinie?

Das Verhalten von anderen.

In uns hin- und hergezogen zu werden, erleichtert Satans teuflisches Wirken.

Aber, es ist auch unser Entwicklungspotential. Es macht uns bewusst, dass wir ohne Gottes Hilfe

untergehen und dass wir ihn brauchen, um dem bösen Schlamassel zu entgehen. Nur Gott hat die

Macht, den Teufel, das Böse, die Angst in uns zu besiegen und zum Guten zu führen.

 

Johannes sagt in 1.Joh 4,17-18;HfA:

Wenn Gottes Liebe uns ganz erfüllt, können wir dem Tag des Gerichts voller Zuversicht

entgegengehen. Denn wir leben in dieser Welt so, wie Christus es getan hat. Wirkliche Liebe

ist frei von Angst. Ja, wenn die Liebe uns ganz erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst.

 

Wie kam Paulus aus seiner Zwickmühle?

Jesus ist ihm erschienen. Ihm wurde vergeben. Er erhielt ein neues Leben und eine neue

Lebensaufgabe. Jesus brachte Licht in sein Dunkel, in seine selbstgewählte Bestimmung, die ihn

zunehmend fanatisierte, belastete und vergiftete. Jesus, der Heiland, normalisierte, entlastete,

entgiftete und heilte ihn an Körper, Geist und Seele.

 

Wozu leben wir?

Das Ziel unseres irdischen Daseins ist nicht Spaß zu haben, zu arbeiten, es uns

gutgehen lassen, uns zu ärgern oder Kinder zu kriegen, es ist: zu Jesus zu finden,

im Glauben mit ihm eine lebendige Beziehung einzugehen und nach seinen

Lebensregeln zu leben. Allein das garantiert Lebenserfolg.

Jesus bringt uns Gott nahe. Macht ihn uns vertraut. Er ermöglicht uns den direkten

Kontakt mit Gott. Jesus zeigt uns, was Gott von uns will und was er für uns tun

kann und tut.

 

Jesus ist für seine Nachfolger ein Lehrer, der seine Lehre durch sein Beispiel zeigt.

Er ist uns Vorbild. Er weist uns den Weg zu Gott. Er führt uns in seine Wahrheit und

damit auch in die Erkenntnis über sein Wort und unsere Lebenszusammenhänge.

Durch Glauben an ihn bekommen wir eine neue Lebenschance und ein neues Leben.

Jesus schenkt uns durch sein Sterben am Kreuz Vergebung. Wir werden von Sünde, schlechten

Bindungen und Altlasten befreit. In Freud und Leid lernen wir, Gutes von Bösem zu unterscheiden.

Durch seine Liebe lernen wir, uns gegenseitig zu respektieren, miteinander auszukommen und

füreinander einzustehen. Der Geist Gottes leitet auch uns durch Irrungen und Wirrungen, durch

Herausforderungen und Versuchungen, über Höhen und durch Tiefen, durch Bestätigungen und

Niederlagen.

Darin wachsen und reifen wir. Dadurch wird unser Gottvertrauen gefestigt. Dadurch lernen wir

Verantwortlichkeit. Dadurch werden wir auf ein gemeinsames Leben mit und bei Gott vorbereitet,

auf das dann ewige Leben in seiner Gegenwart, auf ein beginnendes Leben in Frieden, Verständnis,

Freude und Dankbarkeit, ganz nach seinem Willen.

 

Das gemeinsame Leben entsteht durch Glaube und vertrauen, durch Liebe und Hoffnung. Dieses

neue Leben birgt Heil und Segen. Es macht uns stark, groß und frei. Gott selbst macht stark, groß

und frei!

In der Bibel sagt Gott zu Abraham und zu uns (1.Mo 12,2; ELB):

Ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein!

 

Weshalb will Gott uns groß, stark und frei haben?

Er ist unser Schöpfer, unser himmlischer Vater, der seine Kinder liebt und sie für alle Hindernisse

und Versuchungen stark machen will, damit sie nicht scheitern, damit sie an ihm Freude haben,

damit sie dankbar und freiwillig mit ihm verbunden bleiben und sich vertrauensvoll von seinem

Geist der Liebe leiten lassen. Er möchte mündige Kinder, die ihn lieben, die treu zu ihm stehen und

die sich für ihn einsetzen.

 

Weshalb sind wir nicht klein?

Gott hat uns nicht nur das Leben gegeben, sondern auch spezielle Gaben und Fähigkeiten.

Er hat uns nach seinem Bilde, Wesen, geformt und damit gut gemacht. (Wir sollten uns also

gefallen und nicht an uns herumnörgeln.)

 

Indem wir Jesus nachfolgen, werden wird dieses Wesen immer deutlicher. Wir sind Söhne und

Töchter des allmächtigen Gottes. Er macht uns zu seinen Kindern, Erben, Botschaftern und

Beauftragten. Er bevollmächtigt uns, für unsere Aufgaben, dich und mich.

 

Unser Wert bestimmt sich allein daraus, das Gott uns liebt und in uns wohnt. Wir sind ein Teil von

ihm. Unsere Gene, unsere Geschichte und besonders unsere individuelle Beziehung mit Gott

machen uns einmalig.

Er gibt jedem eine Lebensaufgabe. Kennen wir die?

Er führt und leitet uns in sie und durch sie.

Durch Erfolge und Niederlagen und verändert uns darin.

Sein befreiender Geist der Liebe ehrt uns und wirkt in uns und durch uns!

Wir werden zum Segen für andere.

 

Die Bibel sagt uns einiges dazu:

Der Geist, den ihr empfangen habt, macht euch nicht zu Sklaven, sodass ihr von neuem in Angst

und Furcht leben müsstet; er hat euch zu Söhnen und Töchtern Gottes gemacht. Jetzt können wir

im Beten zu Gott kommen und vertrauensvoll zu ihm sagen: Abba, lieber Vater! (Röm 8,15)

 

Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und lasst euch nicht grauen; denn der HERR, dein

Gott, wird selber mit dir ziehen und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. (5.Mo 31,6)

 

Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir

auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. (Jes 41,10)

 

Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein? (Röm 8,31)

 

Wir sollten uns dessen bewusst sein! Lasse dich nicht klein machen und kleinkriegen.

Du bist ein Königskind. Dein Glaube kann Berge versetzen. Du bist größer und stärker als du denkst.

Gott macht aus Angsthasen mutige Löwen.

Er formt uns zu Kämpfern für Liebe und Gerechtigkeit, für Menschlichkeit und Chancengleichheit,

für Ehrlichkeit, Anstand, Treue und Solidarität. Er lässt uns gegen Unrecht, Lieblosigkeit,

Gleichgültigkeit oder Boshaftigkeit ankämpfen.

 

Die Waffen, mit denen wir unseren Kampf führen, sind nicht die Waffen dieser Welt. Es sind Waffen

von durchschlagender Kraft, die dazu dienen, im Einsatz für Gott ´feindliche` Festungen zu

zerstören. Mit diesen Waffen bringen wir ´eigenmächtige` Gedankengebäude zum Einsturz.

(2.Kor 10,4)

 

Wir kämpfen in Gottes Rüstung und mit seinen Waffen, um den heimtückischen Angriffen des

Teufels standzuhalten.

 

Unser Kampf richtet sich nicht gegen Wesen von Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte

und Gewalten der Finsternis, die über die Erde herrschen, gegen das Heer der Geister in der

unsichtbaren Welt, die hinter allem Bösen stehen.

 

Wir kämpfen mit Wahrheit und in Gerechtigkeit, bereit, das Evangelium des Friedens zu verbreiten,

mit dem Schutzschild des Glaubens, mit dem Helm unserer Errettung und mit dem Wort Gottes als

Schwert. Kraft und Ausdauer im Kampf erwachsen uns aus Liebe, Dankbarkeit und

Gottbewusstsein.

 

Jesus Christus, unser Vorbild

Die damalige religiöse und weltliche Führungselite, egoistisch denkende Menschen, wollten Jesus

kleinkriegen, ihm Angst machen und ihn zum Schweigen bringen, weil er das Böse und Schlechte in

ihnen offenlegte und ihnen das Gute als Richtmaß vorlebte.

Dadurch war er ihnen gefährlich. Er untergrub ihre anmaßende Autorität, ihr Ansehen, ihre Macht,

ihren Einfluss, ihre Stellung und Glaubwürdigkeit, ihr Selbstbewusstsein. Das konnten sie sich nicht

gefallen lassen.

Im Gegensatz zu ihnen, war Jesus nicht Selbstherrlich. Er ging er auf die Menschen zu, berührte sie

in der Seele und wirkte dadurch an ihnen Wunder. Er tat das mit Kraft und Vollmacht.

 

Jesus ließ sich nicht kleinkriegen, weil er eine wichtige Mission und einen festen Halt in seinem

Glauben und in seiner Beziehung mit seinem Vater hatte. Er kuschte nicht, also mussten sie ihn

töten, demütigen und kreuzigen. Doch das half nicht. Das Gute obsiegte. Jesus ist auferstanden

und lebt in den Köpfen und Herzen seiner Anhänger immer noch. Der Gute, Gott, und das Gute, die

Liebe, haben gesiegt. Zum Glück und zum Segen für die Menschheit. Gott sei Dank!

 

Amen.

 

 

 

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Kategorie - Texte weltlich Thu, 29 Dec 2016 06:00:00 +0000
Liebe woher? https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5739-liebe-woher https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5739-liebe-woher  

 

Liebe woher?


Jesus ist Liebe.

Er füllt uns mit Liebe,

mit sich,

damit wir sie,

ihn,

weitergeben.

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Kategorie - Texte weltlich Mon, 01 Apr 2019 05:30:43 +0000
Mäusealarm!? https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5067-maeusealarm https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5067-maeusealarm  

Cold out? | Pet mice, Cute hamsters, Cute mouse

Eschborn, den 4.12.2020

 

Mäusealarm!?

Gestern wurde mir eine wahre Geschichte erzählt:

Jetzt, bei beginnendem Kälteeinbruch, holte eine Familie

eine große Topfpflanze von draußen zurück ins warme

Wohnzimmer. Was sie nicht wussten war:

 

Ein Mäusemann samt Frau und Kind,

die froren arg im kalten Wind

und schlau, wie Mäuse nun mal sind,

verlegten sie ihr Nest geschwind.

Der Blumentopf, dem Hause nah,

sollt ihnen dienen als Rikscha,

zum Lift hinein ins warme Haus,

endlich aus der Kälte heraus.

 

Es kam der Tag, die Fahrt fand statt,

doch’s Mäusekindlein war nicht satt.

Papa sollte Futter holen,

heimlich, leis und ganz verstohlen.

Doch:
Seine Knüttel wurden entdeckt;

Der Jagdtrieb im Hausherrn geweckt.

Die Mausefalle schnappte zu!

Hergestellt war die alte Ruh.

 

Mitnichten.

Mama ging auf Futtersuche.

Im Haus, war wieder Gefluche.

Das darf nicht sein! Die Maus muss weg!

Der Sohn im Haus ging nun vorweg.

Und bald war‘s aus mit Mama Maus.

Das Mausekind vernahm Applaus.

Doch Hunger fordert Trank und Speis.

Dem Kindlein wurde es nun heiß.

Sogleich ließ sich‘s im Freien sehn -.

Wie kann das sein? Wer kann’s versteh’n?

 

Erstaunt, entrüstet, aufgebracht,

ging die Familie in die Schlacht.

Doch‘s Mäuslein, war flink und geschickt.

Es wurden Möbel rumgerückt.

Die Hetzjagd, ging fast zwei Stunden. -


Auch das Mäuslein - ist verschwunden!

 

Tom und Jerry möchte grüßen;

Wir, die Geschichte genießen.

Der Dichter dem, ein Denkmal setzt:

Schmunzelnd, leidend, doch unverletzt.

 

 

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Kategorie - Texte weltlich Mon, 21 Dec 2020 06:48:00 +0000
Mit dem Kopf durch die Wand (2) https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5742-mit-dem-kopf-durch-die-wand-2 https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5742-mit-dem-kopf-durch-die-wand-2  

 

Mit dem Kopf durch die Wand

 

Wer mit dem Kopf durch die Wand will,

der darf sich nicht über Kopfschmerzen beklagen.

Ganz besonders dann, wenn er es häufiger versucht.

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Kategorie - Texte weltlich Fri, 22 Mar 2019 05:37:34 +0000
Redewendungen - Bohnen in den Ohren https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/629-redewendungen-bohnen-in-den-ohren https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/629-redewendungen-bohnen-in-den-ohren  

Redewendungen - Bohnen in den Ohren

 

Hallo Du,

heute habe ich keine Bohnen in den Ohren, sondern ich bin ganz Ohr.

Ich möchte mit ungeteilter Aufmerksamkeit hören, was meine Ohren vernehmen.

Also mache ich meine Ohren jetzt weit auf und hoffe,

   dass sie hören wie ein Luchs, damit mir nichts entgeht.

Ich spitze meine Ohren und höre, was meine innere Stimme mir sagt:

 

„Dir haben die Ohren geklingelt, weil andere über dich geredet haben.

Lasse deswegen die Ohren nicht hängen! Die Leute sind so.

Sie können reden, was sie wollen.

Manche kommen mit dir nicht klar.

Manche sind neidisch oder mit sich selbst unzufrieden.

Manche sitzen auf ihren Ohren und bekommen deswegen kaum etwas mit.

 

Also, halte die Ohren steif und stelle sie auf dafür auf Durchzug.

Verschließe deine Ohren aber nicht vor Gott,

   sondern habe ein feines Ohr für seine Worte.

Leihe Jesus dein Ohr und schenke auch denen die dich suchen, ein geneigtes, offenes Ohr.

Habe Verständnis für die Menschen, die immer wieder einen Satz heißer Ohren bekommen,

   weil sie nicht zuhören und etwas falsch machen.

Sie werden sinnbildlich geohrfeigt und ihnen werden immer wieder die Ohren langgezogen.

Das gefällt niemandem. Man wird dabei nur müde und muss sich aufs Ohr legen.

 

Du wirst deinen Ohren nicht trauen, wenn du hörst, was sie zu erzählen haben.

Es ist unvorstellbar. Glaube nicht, dass sie dir die Ohren voll jammern wollen,

   nein, es ist ihr Seelenschmerz, der ihren Mund öffnet und ihre Ohren taub macht.

Nehme Anteil an ihrem Leid und gebe ihnen nicht auch noch eins auf die Ohren.

Schreibe du ihnen nicht auch noch etwas hinter die Ohren,

   denn du wirst nur tauben Ohren predigen und mit Ermahnungen nichts erreichen.

Höre ihnen nicht nur mit halbem Ohr zu, sondern staune darüber,

  wie Menschen sich gegenseitig übers Ohr hauen.

Du wirst mit den Ohren schlackern und künftig Augen und Ohren offenhalten,

   um nicht auch davon betroffen zu werden.

Aus dieser Betroffenheit heraus wirst du anderen auch nicht das Fell über die Ohren ziehen.

Vielmehr wirst du erkennen, dass du selbst bis über die Ohren in etwas steckst,

   weil du zuviel um die Ohren hattest.

Vieles ging bei dir in der Vergangenheit zum einen Ohr hinein

   und zum anderen wieder hinaus ohne bedacht oder gehört zu werden.

 

Höre auch nicht auf den Schalk hinter deinem Ohr,

   denn der will dich nur verführen und ablenken.

Lasse dich doch einmal ganz auf andere ein,

   sonst wirst du nie bis über beide Ohren verliebt sein

   und nie von einem Ohr bis zum anderen strahlen.

Das Leben kann auch Musik in deinen Ohren sein.

Freude hast du nur, wenn du niemandem das Ohr abschwätzt

   und wenn du dir nicht die Nacht um die Ohren schlägst.

Lasse dir den Wind um beide Ohren wehen, damit du das Leben verstehst

   und immer weißt, dass dein Wort in Gottes Ohr ist.“

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Kategorie - Texte weltlich Fri, 04 Jun 2010 03:15:12 +0000
Redewendungen - Rosinen im Kopf https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/455-redewendungen-rosinen-im-kopf https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/455-redewendungen-rosinen-im-kopf


Redewendungen - Rosinen im Kopf

 

„Hallo Du“,

sagte bewundernd der Igel zum Hasen.

„Wie hast du das wieder hinbekommen? -

   Mir schwirrt und raucht dabei der Kopf

   und ich weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht!“

 

„Köpfchen, Köpfchen!“ antwortete der Hase,

   der seinen Kopf schon immer etwas höher trug

   und dem mittlerweile der Kopf durch die Haare wuchs.

„Du solltest einmal Kopf und Kragen riskieren

   und dir nicht ständig auf dem Kopf herumtanzen lassen!

Wer bis über den Kopf in Sorgen steckt,

   der hat natürlich ein Brett vor dem Kopf und der kann nur noch

   seine Hände über dem Kopf zusammenschlagen und stöhnen:

   Ich habe Kopfschmerzen!“

 

„Es will mir nicht in den Kopf gehen“, sagte der Igel,

   „dass jemand, der so viele Rosinen im Kopf hat wie du,

   einen klaren Kopf behalten und den Nagel auf den Kopf treffen kann!

Ich bin doch auch nicht auf den Kopf gefallen,

   ich stecke ihn auch nicht in den Sand,

   ich behalte ihn immer oben und verloren habe ich ihn auch noch nicht.

   Was also macht ich falsch?“

 

„Lieber Igel!“, sagte der Hase liebevoll, „gerade das.

Ich möchte dir nichts an den Kopf werfen, dir nicht den Kopf waschen

   und ich möchte auch nicht, dass wir uns an die Köpfe kriegen,

   aber danke, dass du mich fragst und dass wir unsere Köpfe zusammenstecken können.

Kannst du nicht manchmal einfach kopflos sein,

   deine Sorgen vergessen und tun, was dir Freund macht?

Niemand macht dich einen Kopf kürzer, wenn du etwas wagst.

Wer seinen Kopf nicht riskiert, kann auch nichts gewinnen.

Haue doch einfach mal etwas Geld auf den Kopf,

   stelle deine Bude auf den Kopf und gehe mit deinem Kopf durch die Angstwand.

Lasse dich mit Kopf und Kragen auf etwas ein und lasse dich nicht vor den Kopf stoßen.

Die Decke kann dir nur auf den Kopf fallen, wenn du eine Decke über dir hast.

Verliebe dich Hals über Kopf und du vergesse alles andere.

Mache Nägel mit Köpfen, anstatt dir einen Kopf zu machen.

   Tue etwas und denke nicht lange darüber nach.

   Du kannst nichts erzwingen.

   Es wird nur gelingen, wenn Gott es darf vollbringen!

   Das ist für mich Köpfchen, Köpfchen.“

 

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Kategorie - Texte weltlich Thu, 03 Jun 2010 14:24:29 +0000
Selbstbeherrschung ist https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5745-selbstbeherrschung-ist https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/5745-selbstbeherrschung-ist  

 

Selbstbeherrschung ist ein Nein zu dem,

was uns und anderen nicht gut tut.

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Kategorie - Texte weltlich Fri, 22 Mar 2019 05:53:44 +0000
Stephanus https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3857-stephanus https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3857-stephanus


Stephanus

Hallo Du,

der biblische Stephanus ist mir sehr nahe.

Ich bin mit ihm groß geworden. Die Szene seiner Steinigung

ist im Wappen meiner mütterlichen Familie Stephani dargestellt.

Es hing im Flur meiner Großeltern. Oft blieb ich als Kind sinnend,

staunend und andächtig davor stehen. Meine Großmutter sagte mir

immer wieder, dass ich ein Nachkomme von Stephanus sei. Daraus

erwuchs mit der Zeit eine besondere Verbindung zu ihm.

 

Ob ich wirklich biologisch mit Stephanus verwandt bin, weiß ich nicht, doch tatsächlich

bin ich durch das Vertraut sein mit ihm im Geist verbunden. Die Verse in der

Apostelgeschichte sind mir seit langen bekannt und oft habe ich mich und mein

Lebensschicksal immer wieder in Stephanus gespiegelt.

Seine liebevolle, gütige und seelsorgerische Einstellung zu Menschen erkenne ich auch in mir.

Und wie bei ihm bewirken meine Güte, mein lebendiger und begeisterter Glaube und das

Erfüllt sein vom Heiligen Geist, Neid, Verleumdung und Ablehnung. Die damalige Steinigung wird

in unserer Zeit u.a. durch Mobbing und Rufmord ersetzt.

 

Viele Menschen können und wollen die gute Nachricht von Jesus Christus nicht hören, weil

sie um ihre Einstellung als eigener Gott und ihre geistige Unabhängigkeit und

Selbstherrlichkeit bangen. Sie fürchten die Erkenntnis der Wahrheit über sich selbst.

Lieber halten sie sich die Ohren zu. Lieber flüchten sie in Selbstlüge und Überheblichkeit.

Lieber wird der gute Mensch als selbsternannter Heiliger diffamiert, um von der

eigenen Ernennung und Regentschaft abzulenken. Sie sind gefangen in ihrer eigenen Welt,

in ihrem selbst konstruierten, eingebildeten Luftschloss, in dem sie strahlende Helden und Heilige sind.

 

Sie sind verblendet von ihren eigenen Vorstellungen, Ansprüchen, Erwartungen und Zielen,

von Geltungsdrang, Einfluss und Vorteilnahme. Da ist kein Platz für einen anderen Herren;

für Jesus, den Christus, den Retter und Erlöser davon; für Nächstenliebe und Güte.

 

Ihr Hochmut und Neid kommen aus Mangel. Es mangelt ihnen an Erkenntnis über die weite

Liebe Gottes und an Einsicht durch den Heiligen Geist. Sie können nicht anders.

Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!

 

Jesus ist voller Liebe. Er rechnet nicht an, sondern ermöglicht Befreiung und Vergebung.

Dafür ist er bis in den Tod gegangen. Dafür hat er mit seinem Blut für uns gezahlt. Er bindet

ein, lässt wachsen und beauftragt. Er hat den Christenverfolger Saulus, der einer der Peiniger

von Stephanus war, zum Paulus gewendet und ihn zum Segen für viele werden lassen.

 

 

Apg 6, 5 ff in Auszügen:

Sie wählten Stephanus, einen Mann voll lebendigen Glaubens und erfüllt vom Heiligen Geist.

... In der Kraft, die Gott ihm schenkte, vollbrachte Stephanus große und Staunen erregende

Wunder. Da traten Leute aus verschiedenen jüdischen Gemeinden gegen ihn auf und

verwickelten ihn in ein Streitgespräch. ... Aber sie waren der Weisheit und dem Geist

nicht gewachsen, die aus Stephanus sprachen. Darauf stifteten sie eine Anzahl Männer

dazu an, dass sie überall verbreiten sollten: "Wir haben ihn Dinge sagen hören! Er hat

Mose und Gott gelästert!"

Damit brachten sie das Volk, die Ratsältesten und die Gesetzeslehrer gegen ihn auf. Dann

ergriffen sie Stephanus und schleppten ihn vor den jüdischen Rat. ... In der Ratsversammlung

ließen sie falsche Zeugen auftreten, die behaupteten: "Dieser Mann hält ununterbrochen

Reden gegen diese heilige Stätte und gegen das Gesetz. Wir haben selbst gehört, wie er

sagte: 'Jesus von Nazareth wird diesen Tempel niederreißen und die Ordnungen ändern, die

Mose uns im Auftrag Gottes übergeben hat.'" Alle im Rat blickten gespannt auf Stephanus.

Sie sahen, dass sein Gesicht leuchtete wie das eines Engels. ...

Stephanus antwortete mit vielen Hinweisen auf die Liebe und Güte und Gnade Gottes.

 

Schließlich legte er den Finger in Wunde seiner Ankläger, damit sie heile:

"Ihr widerspenstiges Volk, am Körper seid ihr beschnitten, aber euer Herz ist unbeschnitten,

und eure Ohren sind verschlossen für Gottes Botschaft! Ständig widersetzt ihr euch dem

Geist Gottes, ihr genauso wie damals eure Vorfahren! Gibt es einen einzigen Propheten, den

sie nicht verfolgt haben? Sie haben die Boten Gottes umgebracht, die das Kommen des einzig

Gerechten angekündigt hatten. Den habt ihr nun verraten und ermordet! ...

Starrköpfig seid ihr! Im Herzen seid ihr wie die Menschen, die Gott nicht kennen, und taub für

die Wahrheit. Könnt ihr nicht endlich aufhören, euch dem Heiligen Geist zu widersetzen? Eure

Vorfahren taten es, und ihr macht es genauso!" ...

 

Die Anschuldigungen, die Stephanus gegen sie erhob, versetzten die führenden Männer des

jüdischen Volkes in maßlose Wut. Doch Stephanus, vom Heiligen Geist erfüllt, blickte

unverwandt zum Himmel hinauf, wo er die Herrlichkeit Gottes sah, und er sah Jesus auf dem

Ehrenplatz zur Rechten Gottes stehen. Er sagte zu ihnen: "Schaut doch, ich sehe den Himmel

offen und den Menschensohn auf dem Ehrenplatz zur Rechten Gottes stehen!"

Da hielten sie sich die Ohren zu, schrien mit lauter Stimme und stürzten sich auf ihn.

Sie schleppten ihn hinaus vor die Stadt und steinigten ihn. Die amtlichen Zeugen der

Hinrichtung zogen ihre Mäntel aus und legten sie zu Füßen eines jungen Mannes mit Namen

Saulus nieder. Während sie ihn steinigten, betete Stephanus: "Herr Jesus, nimm meinen Geist

auf." Und kniend rief er: "Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!" Mit diesen Worten starb

er.




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Kategorie - Texte weltlich Sat, 06 Apr 2013 06:42:00 +0000
Traurigkeit https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3528-traurigkeit https://www.old123.himmelsbriefe.de/index.php/texte-weltlich/3528-traurigkeit  

 

Traurigkeit

 

Hallo Du,

warum bist Du so traurig?

Was ist schief gelaufen?

Was hast Du verloren?

Wonach sehnst Du Dich zurück?

 

Woher willst Du wissen, dass das Verlorene,

das Vergangene besser war, als das, was noch kommt?

Auch wenn Du im Moment in einem Tal bist,

musst Du nicht mutlos und traurig sein,

nicht Deinen Kopf hängen lassen,

weil es Dir nicht so gut geht

und Du Dich nicht stark genug fühlst,

den Kampf ums Dasein aufzunehmen.

 

Du solltest Dich nicht in Traurigkeit

und Selbstmitleid zurückziehen,

denn dadurch wird alles noch schlimmer.

Du verlierst Deine Selbständigkeit immer mehr

und hoffst immer stärker auf Hilfe von außen,

aber helfen kannst nur Du Dir selbst.

 

Du solltest Deinen selbst gewählten Käfig verlassen

und nicht noch die Tür von innen verschließen oder zuhalten.

Lüfte Deine Gedanken und bewege Dich.

Warum willst Du leiden?

Mit Deinem Leid bestrafst Du Dich doch nur selbst.

Das hilft niemandem.

Dadurch kannst Du auch nichts erreichen oder erzwingen.

Deine Wünsche und Bedürfnisse bleiben unerfüllt.

Benimmst Du Dich nicht unvernünftig, trotzig,

kindlich und verantwortungslos?

 

Ich bedrücke und quäle Dich,

damit Du erkennst, was Gott möchte.

Er möchte, dass Du lebst, erlebst, wirkst, bewirkst,

dass Du ein Vorbild für andere bist.

Er möchte, dass Du ihm vertraust

und seine Weisheit und Güte auch für Dich erkennst.

Er hat Dir etwas genommen, um Dir etwas anderes zu geben,

vielleicht um Dich von Abwegen zurückzuführen

oder um Dich aus Sackgassen und Lebensfallen zu befreien.

 

Nicht aus Strafe sollst Du traurig sein,

sondern für eine neue Chance,

für einen Neubeginn.

Deshalb steige doch wieder ins Leben ein,

in ein anderes, neues Leben mit neuen Werten und Zielen.

Gehe das an, was Dir täglich begegnet,

setze Dich damit auseinander

und lerne aus Deiner Trauer,

aus Deiner Vergangenheit und Deiner Erfahrung.

Dazu lebst Du.

 

Bedenke, dass Gott es immer gut mit Dir meint,

ob er gibt oder nimmt,

alles geschieht zu Deinem Wohle.

 

Gebe Dich bitte nicht weiter dem Trübsinn hin

und quäle Dich nicht mit nutzlosem Grübeln !

Freude und Fröhlichkeit verlängern das Leben

und machen es lebenswert.

Überrede Dich selbst zur Freude und spreche Dir Mut zu.

Gehe wieder unter die Leute und vertreibe Deinen Trübsinn,

denn der hat noch niemandem geholfen, -

aber schon viele umgebracht.

 

 

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Kategorie - Texte weltlich Wed, 27 Nov 2002 23:00:00 +0000