Änderung beginnt im Kopf
„Orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt,
sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln. Dann werdet ihr wissen, was Gott von euch will: Es ist das,
was gut ist und ihn freut und seinem Willen vollkommen entspricht.“ (Röm 12,2)
Hallo Du,
geht es dir gut?
Klar geht es dir gut, du hast ja fast alles.
Ja, fasst alles.
Da wäre nur noch das und das und das, was ich auch noch gerne hätte!
Mit dem und dem … ginge es mir dann wirklich spitze. – Wirklich?
Menschen streben danach,
mehr Geld zu haben, um sich weitere Dinge zu leisten;
mehr Dinge zu haben, um Spaß damit zu haben;
mehr Spaß zu haben, um das Leben zu genießen!
Welches Leben?
Dient mir das alles zum Zeitvertreib?
Weshalb vertreibe ich die Zeit?
Ich müsste mich doch freuen, sie zu haben.
Was ich mit ihr alles machen könnte?
Warum machen mir Dinge so schnell keinen Spaß mehr?
Ist es lediglich der Reiz des Neuen, also Neugier?
Warum freue ich mich nicht richtig?
Spaß und Freude sind wohl nicht das Gleiche.
Ich möchte mich doch nur richtig freuen können.
Freuen wie ein Kind.
Glückliche Augen haben.
Vor Freude strahlen.
Frei lachen.
Natürlich aufgeregt sein.
Vor Freude und Dank überlaufen.
Immer wieder davon erzählen.
Im Glück die ganze Welt umarmen.
Ich möchte unerwartetes Glück haben, kein selbstgekauftes.
Ich möchte geschenktes Glück haben, kein gewolltes.
Ich möchte überrascht werden, von der Zuneigung anderer.
Ich möchte erkennen, dass ich für andere wichtig bin.
Ups! Wollen das nicht alle?
Sie wollen es, aber sie bekommen es nicht.
Deshalb kaufen sie es sich. Aber das ist nicht das Gleiche.
Das ist Selbstbefriedigung, vorübergehende Befriedung meines Selbst’s.
Suche ich Frieden? Frieden wovon?
Brauche ich Abstand zu meinem Selbst, zu meinem „Ich“,
um diesen Frieden zu finden?
Brauche ich Abstand von der Welt,
um andere Maßstäbe kennen zu lernen?
Ups, was bemerke ich da?
Ich will ja das, was alle wollen.
Ich mache es ja genau so, wie sie.
Ich renne hinter den gleichen Dingen her wie sie auch,
vielleicht um zu zeigen,
dass ich zu ihnen gehöre,
dass ich einer von ihnen bin,
dass ich zu ihnen gehören möchte.
Bin ich ein Ochse, der hinter einer Leitkuh her rennt?
Ich verhalte mich wie sie,
ich denke wie sie,
ich bin wie sie!
Wie kann ich „ich“ sein, wenn ich wie sie bin?
Mache ich nur nach, was sie mir vormachen?
Hält mich ihre Vormacht zurück?
Sind sie mir Vorbild?
Verbildet mich ihr Denk- und Verhaltensbild.
Eigentlich möchte ich ja anders sein,
eigenständig, unabhängig, kreativ, …, vielleicht sogar einmalig.
Ein schöner Gedanke!
Keiner so wie ich?!
Ich habe etwas, was sonst kein anderer hat?!
Ich werde deshalb gebraucht.?!
Ich kann etwas geben, was andere brauchen, weil sie es nicht haben?
Ich müsste gar nicht sein wie sie, um anerkannt zu werden,
denn ich hätte etwas, was sie nicht haben,
was sie aber gerne kennen lernen möchten.
Komisch, mir geht es mit ihnen genauso.
Die können manches besser als ich,
und das lasse ich mir gerne zeigen.
Ich kann von ihnen lernen.
Manches kann ich besser. - Das freut mich.
Das kann ich ihnen zeigen.
Huch? Was ist mit mir los?
Ich denke ja plötzlich ganz anders.
Der Gedanke lässt mich nicht mehr los,
dass ich etwas habe und kann, was sie brauchen
und dass sie etwas haben, was ich brauche.
Braucht jeder jeden!?
Wenn ich gebraucht werde,
wozu vertreibe ich mir dann noch die Zeit?
Ich könnte sie dazu nutzen,
meine Fähigkeiten aufzupolieren,
sie noch schöner und glänzender zu machen,
sie zu besonderen Geschenken weiterzuentwickeln.
Wenn ich Zeit hätte, dann könnte ich mich ja auch
an den Geschenken der anderen erfreuen,
mich mit ihnen freuen,
mit ihnen lachen,
mit ihnen zusammen sein.
Also das gefällt mir!
Mich mit anderen austauschen.
Mich zeigen und sie kennenlernen.
Geben und nehmen.
Das Besondere in mir zeigen und es genießen.
Das Besondere in ihnen sehen und es genießen.
Jeder bekommt, was er braucht.
Diese gegenseitige Anerkennung verstärkt.
Diese ergänzende Gemeinschaft erweitert.
Dieses neue Denken inspiriert.
Es schafft Energie.
Es drängt zum Tun.
Es verändert mich und meine bisherigen Einstellung und Werte.
Es macht mich beziehungsfähig.
Es macht mich zu dem Kind, das ich früher einmal war,
zu dem Kind, das heimlich früh aufgestanden ist,
um der Mutter einen Strauß Feldblumen zu pflücken, einfach so!
Etwas in mir hat mich dazu gedrängt.
Heute weiß ich, dass es tiefempfundene und unkomplizierte Liebe war,
eine herzliche Liebe, die heute wieder da ist,
eine Liebe,
die Hindernisse überwindet, die überfließt, stärkt und verschenkt,
die dauerhafte Freude bereitet, die wärmt, trägt und versteht.
Offensichtlich sind Liebe und Freude eng miteinander verbunden.
Im Impuls, in der Idee, im liebevollen Gedanken ist diese Liebe erwacht.
Im Suchen der Blumen hat sie sich verstärkt.
Im Pflücken der Blumen hat sie sich entfaltet.
Im Schenken hat sie sich erfüllt.
Sie hat meine Mutter und mich erfüllt.
Meine Mutter hat sich gefreut wie ein kleines Kind.
Ich habe ihre glücklichen Augen gesehen,
Sie hat gestrahlt und gelacht.
Ich habe diese Freude zunächst nicht verstanden,
denn ich war ja nur einem Impuls gefolgt.
Aber ihre Reaktion hat mir gefallen. Ich habe sie nicht vergessen.
Freude wird offensichtlich durch unerwartete Geschenke vermittelt,
in denen sich Liebe und Zuneigung ausdrücken.
Was soll ich sagen?
Lasst euch von euren Herzensimpulsen inspirieren und führt sie aus.
Gebt ihnen Raum, damit sie immer stärker werden können.
Handelt danach, damit die darin enthaltene Reinheit sichtbar wird.
Verschenkt die in euch enthaltene Liebe zur Ehre dessen,
der sie euch geschenkt hat, zur Ehre Gottes, unseres Schöpfers.
Orientiert euch nicht am Verhalten
und an den Gewohnheiten der anderen, sondern
„Macht den Weg frei für den Herrn!
Räumt alle Hindernisse hinweg!“ (Jesaja 40,3)
Lasst euch von der Liebe verändern, die in eurem Wesen vorhanden ist.
Lasst euch diese Liebe von Gott verstärken.
Veränderung beginnt im Kopf
und überträgt sich von dort dauerhaft aufs Herz.
Liebevolles Denken „ändert euch von Grund auf!“
„Wer (aber) dennoch in der Sünde leben will,
der soll nur weiter darin leben.
Wer seinen Lastern nicht absagen will,
der wird weiter daran gebunden bleiben.
Wer ein Leben führt, wie es Gott gefällt,
der achte darauf, dass sich daran nichts ändert.
Und wer Gott gehört, der soll alles daransetzen,
dass er ihm immer mehr zur Verfügung steht. (Offb 22,11)

