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Gott hat die Gegensätze geplant (Sirach 33, 15-16)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Gott hat die Gegensätze geplant   (Sirach 33, 15-16)

 

Wie das Gute dem Bösen und das Leben dem Tod gegenübergestellt ist,

so der Gottesfürchtige dem Gottlosen. So schau alle Werke des Höchsten an:

Es sind immer jeweils zwei und dabei eins dem anderen gegenübergestellt.

(Sirach 33, 15-16)

 

Wow, so viel Weisheit

und so viel Erkenntnis über den Menschen vor über 3000 Jahren!

 

Immer wieder werde ich gefragt: Warum lässt Gott das Böse zu?

Die Antwort ist einfach: Weil Gott uns kennt und liebt!

Und weil er uns kennt und erschaffen hat, weiß er natürlich auch,

   wie wir denken, fühlen, empfinden und uns ausrichten.

 

In unserer Außenwahrnehmung und Orientierung ist es sehr wichtig,

   dass wir sehr schnell einen einschätzenden Überblick bekommen.

Dies gelingt nur, wenn wir uns nicht gleich mit Einzelheiten beschäftigen.

Deshalb unterscheidet unser Gehirn zunächst grob zwischen Gegensätzen

   wie z.B. dick-dünn, groß-klein, laut-leise, hell-dunkel, gut-schlecht,

     angenehm-unangenehm, sympathisch-unsympathisch, usw.

Es schaut zunächst nur auf die Gegensätze und Kontraste.

Es wägt im ersten Eindruck dazwischen ab

und entscheidet sofort über eine angemessene Einstellung dazu.

Die Schnelligkeit der Ja-Nein- Entscheidung ist für unsere persönliche Sicherheit

   und für unser inneres Gleichgewicht und Wohlbefinden notwendig.

Wir justieren uns darüber ein und richten uns für das Folgende aus.

Es sind immer nur jeweils zwei und dabei eins dem anderen gegenübergestellt.

Da wir anfangs Details gar nicht kennen, ist dies die einzige Möglichkeit der Erstorientierung.

Hier wird unsere Einstellung zu etwas oder zu jemandem festgelegt.

Hier wird das Vorzeichen bestimmt, unter dem wir Ereignisse und Personen betrachten.

Hier wird bereits entschieden, wie wir uns danach Verhalten und Einlassen.

Die sich daran anschließende differenziertere Betrachtungsweise

   ist schon durch das von uns unbewusst gesetzte Vorzeichen belegt,

   nämlich entweder die vertrauende, wohlmeinende rosarote Brille

   oder die misstrauende, vorsichtige Zurückhaltung.

 

Nur durch diesen Abgleich von Entgegengesetztem

   ist ein Abwägen und Beurteilen überhaupt erst möglich

und nur das Abwägen von zwei Gegensätzen

   liefert ein schnelles und zuverlässiges Ergebnis.

 

Wie könnten wir überhaupt entscheiden,

   wenn wir keinen klaren Orientierungsrahmen hätten, ein entweder - oder?

Bei mehreren Alternativen fällt uns die Entscheidung deswegen schwer,

   weil wir dann unseren Verstand einschalten und bewusst entscheiden wollen

   und weil wir dann mögliche Konsequenzen und Folgen mit bedenken.

Nur zwischen zwei sich gegenüberstehenden Positionen,

   wie bei einer Balkenwaage, ist ein intuitives (ab-)wägen möglich.

 Gott braucht also das Böse, denn das Böse ist das Gegensätzliche vom Guten.

Er braucht den Gegensatz, um uns auf einfache Weise zu verdeutlichen,

   was richtig und falsch ist; was er für richtig und falsch hält.

Er gebraucht das Böse,

   damit Menschen sich innerhalb ihres freien Willens leichter orientieren können,

   damit Menschen die bessere Alternative schnell bewusst wird,

   damit sie sich auch bei der Feinjustierung bewusst für eine Seite entscheiden

     und die Verantwortung dafür übernehmen,

   damit sie sich letztlich bewusst für ihn, für Gott und seine Weisheit, entscheiden,

     denn er hat ja das Gute in sie gelegt und er möchte, dass sie es finden.

   Er möchte, dass sie herausfinden, was gut für sie ist; dass er gut für sie ist.

 

Das eine ist ohne das andere nicht zu erkennen und nicht zu verstehen.

Wer das Negative nicht kennt, weiß das Positive nicht zu schätzen.

Im Gegensatz wird das Richtige verdeutlicht.

Im entgegen gesetzten Gegenüber kann man nie beide Ziele gleichzeitig erreichen.

 

Und Gottes Geheimnis ist,

   dass die beiden Pole auch in uns liegen,

   dass wir uns zwischen ihnen in einem Spannungsfeld bewegen,

     gesteuert von unserem Wissen und Willen und von unseren Gedanken und Gefühlen,

     aber auch von unserer Intuition und unserem Gewissen,

         der gottgegebenen Grundausrichtung,

         nämlich der tragenden, bewegenden und führenden Liebe, die uns bestimmt.

 

Unser Leben spielt sich irgendwo zwischen diesen Polen ab.

Wir können feststellen, wo wir gerade stehen

   und entscheiden, in welche Richtung wir uns bewegen.

Wir können uns eine Seite als Ziel auswählen und beobachten,

   was mit uns auf dem Weg zu diesem Ziel geschieht,

     wie wir vom Ziel und der Beschäftigung damit verwandelt werden.

Wir können Erfahrungen in der einen oder anderen Richtung sammeln

   und sie an unserem Gewissen und Empfinden prüfen.

 

Gott benutzt das Gegensätzliche auch,

   um uns neugierig zu machen für eine differenziertere Betrachtung

und letztlich auch dafür,

   um uns nicht gleich zu überfordern und dadurch handlungsunfähig zu machen.

 

Er gibt uns die Grobübersicht, damit wir die Zusammenhänge,

   die Ordnung der Dinge und Geschehnisse, leichter überblicken.

   Wir fühlen uns wohler und entspannen schneller,

     wenn ein Überblick und eine Einschätzung schnell und automatisch gegeben ist,

     wenn die Unsicherheitsspannung rasch abgebaut wird und

     wenn das innere Gleichgewicht, der innere Friede, wieder vorhanden ist.

 

Gott möchte, dass wir im Lebensstress in ihm, dem Pol des Guten,

     eine verlässliche Orientierung finden,

   dass wir aus falscher Richtung und Ausrichtung umkehren,

   dass wir uns auf das Gute in uns besinnen und dadurch den rechten Weg finden,

     den Weg zu ihm und mit ihm,

     den Weg, der Liebe, der Freude und des Friedens,

     den Weg der Offenheit, Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Güte und Geduld,

         den der Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschung.

 

Gott möchte,

   dass wir ihn in unser Leben holen und darin erkennen,

     dass wir ein Teil von ihm sind; ein Teil des Lebens, das er ist.

 

Erkennen und Bewusst werden gehen der bewussten Entscheidung voraus

   und die bewusste Entscheidung ist eine vollverantwortliche Festlegung,

   eine in Groß- und Teilbereichen immer wieder neue Ausrichtung,

   eine ständige Standortbestimmung zwischen den Gegensätzen.

 

Entscheiden kann man sich nur, wenn eine klare Alternative vorhanden ist.

Entscheiden wird man sich nur, wenn eine Notwendigkeit dazu besteht;

   wenn man zur Erkenntnis gekommen ist, dass die eigene Not gewendet werden muss.

Um eine Neuausrichtung vorzunehmen,

   muss man sich zwischen der einen oder anderen Richtung entscheiden

     und dies verbindlich anderen mitteilen.

Die eigene Entscheidung ist die notwendige Voraussetzung dafür,

   dass das selbst gesetzte Vorzeichen tatsächlich geändert wird,

   dass man lern-, aufnahme- und annahmebereit ist und

   dass man auch mit ganzem Herzen dazu steht.

Das Mitteilen zeigt, dass wir es ernst meinen

   und dass wir uns in diesem Vorhaben beim Wort nehmen lassen.

 

Lasst uns also nicht länger über das Gegensätzliche, das Zwiespältige,

   das Polarisierte, das dazwischen liegende Spannungsgefälle

     und die immerwährende Entscheidungsnotwendigkeit schimpfen.

Lasst uns das Böse nicht verteufeln und dadurch indirekt Verstärken.

Wir müssen es ja nicht tun. Wir können uns doch frei entscheiden.

Lasst uns dankbar sein für diese einfache Entscheidungserleichterung.

 

Unsere Nase zeigt in die Richtung, in die wir gehen

   und unsere Augen sehen das Ziel, auf das wir zugehen.

Wenn wir uns für eine Neuausrichtung entscheiden,

   lassen wir die alte Richtung hinter uns.

Was hinter uns liegt ist nicht mehr wichtig,

   denn es kann uns nicht mehr im Weg stehen oder uns von etwas abhalten.

 

Lasst uns auch erkennen, dass für Gott Gegensätze eine Einheit sind.

Sie gehören unzertrennlich zusammen. Sie sind ein göttliches Grundprinzip.

Unser Geist, unser inneres Auge, nämlich Jesus und sein Vorbild in uns,

   sieht uns von außen. Er sieht uns zu.

   Er sieht uns im Spannungsfeld zwischen den Gegensätzen

   Er sieht uns in unserem Verhalten und Handeln.

   Er sieht uns zu, schmunzelt verständnisvoll und sagt:

„So schau alle Werke des Höchsten an:

Es sind immer jeweils zwei und dabei eins dem anderen gegenübergestellt.“