Mein Körper gehört nicht mir! (1.Kor 6, 19 - 20)
„Habt ihr etwa vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, den euch Gott gegeben hat? Ihr gehört also nicht mehr euch selbst. Gott hat einen hohen Preis gezahlt, um euch freizukaufen; deshalb dient nun auch mit eurem Körper dem Ansehen Gottes in der Welt.
(1.Kor 6, 19 - 20)
Hallo Du,
Du wurdest von deinen Eltern gezeugt,
von deiner Mutter geboren und in die Welt gebracht
aber von Gott, dem Schöpfer aller Dinge, erschaffen,
mit Haut und Haar, Leib und Seele,
Verstand und Gefühlen, Geist und göttlicher Inspiration.
Zelle für Zelle wuchs nach seinem Plan,
sie vereinigten sich zu Zellverbänden, zu Organen
und schließlich zum ganzen Körper, zum ganzen Menschen.
Dein Körper ist der Träger deines Wesens.
Er ist die Schaltstelle zwischen außen und innen.
Er ist das Instrument,
mit dem du Eindrücke aufnimmst und Signale abgibst,
mit dem dich ausdrückst und zeigst.
Er ist Träger deiner Gefühle und deines Verstandes.
Er ist die Kraftmaschine, die dich mit Energie versorgt.
In ihm ist die Verbindungshotline zu Gott geschaltet.
Du lebst nicht nur, um zu leben, zu erleben und zu durchleben,
nicht nur, um Spaß, Fun und Nervenkitzel zu haben,
sondern besonders deshalb,
um mit deiner Lebenskraft und mit deinen Lebenserfahrungen Gott zu dienen.
Er hat dir deinen Körper, deine Lebenskraft und dein Leben gegeben,
damit du sie für ihn nutzt;
damit du sie für deine Weiterentwicklung nutzt;
damit du sie in seinem Sinne für andere einsetzt.
Wie dient man Gott und seiner Sache und wie nutze ich ihm?
Zunächst ist es wichtig, dass deine Lebensgrundlagen in Ordnung sind
Nämlich, dass dein Körper,
der dir für die Zeit deines Erdenlebens anvertraut ist, gesund ist und bleibt;
dass er von negativen Erlebnissen und Einflüssen gereinigt wird und rein bleibt;
dass er von negativen Gedanken und Gefühlen befreit wird und befreit bleibt;
dass negative Einstellungen, wie z.B. zu starker Selbstbezug, korrigiert werden;
dass er mitsamt des Verstandes richtig ernährt wird;
dass er das tut und ausdrückt, wozu er erschaffen wurde.
Dieser Körper beherbergt deinen Geist, der dich mit dem Geist Gottes verbindet,
Er beherbergt deine Sinne, mit denen du auf- und wahrnimmst,
mit denen du dich orientierst
mit denen du für Gott siehst, hörst, riechst, schmeckst und fühlst.
Sie lassen dich spüren und empfinden.
Sie signalisieren dir den Zustand deines Körpers.
Sie geben deinem Denken und Handeln eine Richtung.
Er beherbergt die Kraft zum Tun: Zum Aktiv werden und Handeln.
Dein Körper ist also viel mehr als nur ein Körper.
Er ist die Herberge deines bewussten und unbewussten Seins;
all dessen, was dich ausmacht.
Er trägt dich (hoffentlich lange und gesund) durchs Leben
und er dient dir in dem Maße, wie auch du ihm dienst.
Gott ist die Quelle deines Wesens und Handelns.
Er ist mit dir im Geist verbunden, damit dein Geist deinen Verstand beeinflusst.
Denn dein Verstand und das damit verbundene Denken
beeinflussen deine Gefühle, dein Bewusstsein und deinen Körper.
Ein Raucher will rauchen. Er hat sich dazu entschieden.
Er hat seine Gefühle, sein Verhalten und seinen Körper davon abhängig gemacht.
Mit dieser Entscheidung schädigt er seinen Körper und sich selbst.
Er vergiftet seinen Körper, sich selbst und seine Lebensgrundlage.
Er schädigt damit Gott und versündigt sich an seinem Lebensgeschenk.
Er missachtet, dass sein Körper sein Zuhause und der Tempel Gottes ist.
Er missachtet sich selbst und seine Verbindung mit Gott..
Dies gilt für alle, die ihren Körper nicht pflegen und erhalten.
Dies gilt für alle, die ihren Körper als Maschine betrachten,
die gefälligst zu funktionieren hat und aus der man herausholen kann und muss,
was sie irgend hergibt.
Dies gilt für alle, die ihr Ich und ihr Streben über alles andere setzen.
Dies gilt für alle, die sich im Inneren leer fühlen und nichts von sich halten.
Wer seinen Körper als untergebenes Eigentum betrachtet, das ihm zu gehorchen hat
und nicht als eine Leihgabe Gottes für dieses irdische Leben,
der erkennt die wahren Zusammenhänge nicht
und der weiß auch nicht mit Geliehenem sorgfältig und pfleglich umzugehen.
Wer kein Körperbewusstsein hat, hat auch kein Bewusstsein für sein selbst,
und schon gar keines für Gott.
Ich diene der Sache Gottes, indem ich alles tue, um diesen Körper gesund zu erhalten
und ich diene der Sache Gottes auch,
indem ich den Verstand und die Gefühle gesund erhalte, die den Körper steuern.
Mein Denken und meine Gedanken sind das Ergebnis meines Verstandes.
Im Verstehen stehe ich auf meiner ganz persönlichen Erfahrung,
auf meinem Erkennen und meiner Erkenntnis,
auf dem, was ich erkannt, gelernt und mit mir verbunden habe,
auf dem, was zu meiner jeweiligen Lebensgrundlage geworden ist.
Und da um mich herum ständig Veränderung geschieht,
verändere auch ich mich ständig, zwar ungern aber notwendigerweise.
Liebgewordene Gewohnheiten müssen aufgegeben werden,
damit neue, für mich gesündere und bessere, sich entwickeln können.
Fruchtbares Lernen geschieht nur durch bewusstes überdenken und ändern.
Es geschieht nur, wenn ich dazu bereit bin.
Es geschieht nur, wenn ich Altes loslasse und Neues annehme.
Er geschieht nur, wenn ich mich selbst nicht als allgemeingültigen Maßstab nehme.
Ich diene der Sache Gottes, indem ich über den Sinn meines Lebens,
und über den Einsatz meiner besonderen Fähigkeiten nachdenke,
mein Leben und meine Fähigkeiten einsetze, weiterentwickle und vervollkommne
und zum Nutzen von mir selbst, von anderen und von Gottes einsetze,
zu seinem Wohlgefallen.
Woher weiß ich, was Gott nützt und gefällt?
Ich weiß: Was mir gut tut, tut auch anderen gut.
Ich weiß: Ich bin nicht alleine auf dieser Welt und möchte es auch nicht sein.
Ich weiß: Wenn ich mir in dieser Welt mehr nehme, als ich persönlich brauche,
dann nehme ich es anderen weg, auf die ich angewiesen bin.
Ich könnte es in der Bibel, dem Wort Gottes nachlesen:
Gott hat neben mir auch alles andere erschaffen, Himmel und Erde,
und damit auch die Pflanzen, die Tiere und die anderen Menschen.
Alles hat seinen Sinn und Zweck. Alles ist mit allem verbunden.
Alles dient sich gegenseitig. Alles ist ein Teil von ihm.
Das in und mit mir erschaffene Leben soll nicht mit mir enden.
Ich bin ein Glied in einer Kette. Ich trage einen Teil von mir über meine Kinder weiter.
Ich begegne anderen und verknüpfe mich lernend mit ihnen.
Ich verändere, verbessere, entwickle mein eigenes Leben und damit auch mein Umfeld.
Ich soll mit dem mir Gegebenen dazu beitragen, dass diese Entwicklung weitergeht.
Ich soll mich, meine Kraft, meine Fähigkeiten, mein Wissen und Können,
(und seien sie meiner Meinung nach noch so gering), für das Ganze einsetzen.
Ich soll vor allem die vom Schöpfer in mich gelegte Liebe
entdecken und einsetzen und sie dadurch vermehren,
auch deshalb, damit sie auf mich bestätigend zurückwirken kann.
Ich soll in dieser Liebe fließen und sie am Fließen halten,
auch deshalb, damit ich gesund und gereinigt bleibe.
Dazu benötige ich vier Eigenschaften oder Tugenden:
Weisheit, mäßigende Besonnenheit, Gerechtigkeit und Tapferkeit.
Nicht die Weisheit eines superklugen und gebildeten Menschen,
sondern die Weisheit des gesunden Menschenverstandes,
Herzensweisheit, die mir sagt,
was in einer bestimmten Situation sinnvoll, notwendig und angemessen ist
und welche Konsequenzen sich daraus ergeben!
Diese Herzensweisheit
wird auf dem Weg mit Gott ständig durch neue Erkenntnis erweitert
und sie bezieht letztlich immer mehr Seines Wesens in das eigene Wesen ein.
Die Besonnenheit besinnt sich auf das Wesentliche,
auf das Mögliche und nicht auf das Wünschenswerte,
auf das Glück im Heute und Jetzt und nicht auf das von Gestern und Morgen.
Sie bezieht sich auf das individuell richtige Maß, auf das gesunde Maß bei allen Dingen,
also auf die eigenen Möglichkeiten und Grenzen,
auf den, jedem von Gott gegebenen Maßstab, der messen und Mäßigung erlaubt.
In jeder so verstandenen Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin liegt Gehorsam,
der Voraussetzung für eine dauerhafte Veränderung durch Gott
und ein wohlgefälliges Leben ist.
Die hier genannte Gerechtigkeit schließt jede Form von
Selbstgerechtigkeit und Selbstherrlichkeit aus
und gründet sich allein auf persönliche Echtheit, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit,
auf Fairness und Kompromissbereitschaft
und auf Zuverlässigkeit auch im Einhalten von Zusagen und Versprechungen.
Wenn wir dem ‚in uns Gelegten’ gerecht werden, werden wir auch vor Gott gerecht.
Um diese Formen von Weisheit, Besonnenheit und Gerechtigkeit zu Leben,
benötigen wir eine gehörige Portion von Mut und Tapferkeit,
um gegen die so ganz anderen Werte der meisten Menschen
in ihrem maßlosen Streben nach eigenem Wohlstand,
Macht, Reichtum und Besitz zu bestehen.
Um den Verlockungen und Versuchungen des eigenen Ichs zu widerstehen,
um den Gefahren einer vorübergehenden Selbstbefriedigung zu trotzen,
um unter Schmerzen und Entbehrungen durchhalten zu können,
benötigen wir diese Tapferkeit,
zu der uns Gott auf unserem Weg des Christwerdens verhilft.
Unser Körper gehört nicht uns!
Unser Körper und alles was darin beheimatet ist und was durch ihn bewirkt wird,
sind eine Leihgabe und ein Geschenk Gottes,
uns zur sinngebenden Lebenserfüllung und ihm zur Ehre.
Ihm gehören unser Dank und die daraus erwachsende Freude.
Wir werden von ihm daran gemessen,
was wir aus dem gemacht haben, was er uns gegeben hat.
Also sollten wir es einsetzen.
Sein Geheimnis ist, dass das, was wir einsetzen, verbessert wird
und dass das, was wir gerne anderen schenken,
hundertfach zu uns zurückkommt und uns befähigt, noch mehr zu geben.
1.Kor 6,12-20 Unser Körper gehört Gott
«Es ist alles erlaubt», sagt ihr. Das mag stimmen, aber es ist nicht alles gut für euch. Diese Parole «Es ist alles erlaubt» darf aber nicht dazu führen, dass ich mich von irgendetwas beherrschen lasse und meine Freiheit verliere.
Wenn ihr schreibt: «Das Essen ist für den Bauch, und der Bauch für das Essen», dann ist das schon richtig. Und ebenso gewiss hat Gott beides - das Essen wie den Bauch - zur Vergänglichkeit bestimmt. Aber das bedeutet nicht, dass Gott uns den Leib gab, damit wir unsittlich leben! Vielmehr wurde auch unser Körper zum Dienst für den Herrn geschaffen. Deshalb ist es Gott nicht gleichgültig, wie wir damit umgehen.
Denn Gott wird uns vom Tod zum ewigen Leben auferwecken, so wie er Christus durch seine Kraft auferweckt hat.
Wisst ihr denn nicht, dass auch euer Körper zum Leib Jesu Christi gehört? Wollt ihr wirklich den Leib Christi mit dem einer Hure (mit Unreinem) vereinigen? Niemals!
Denn wer sich mit einer Hure einlässt, der wird ein Leib mit ihr. So heißt es schon in der Heiligen Schrift von Mann und Frau: «Die Zwei werden ein Leib sein.» 1.Mose 2,24
Wenn ihr euch dagegen dem Herrn zuwendet, werdet ihr mit Christus eins sein durch seinen Geist.
Deshalb warne ich euch eindringlich vor jeder Unzucht! Denn mit keiner anderen Sünde vergeht man sich so sehr am eigenen Leib wie mit einem unsittlichen Leben.
Oder habt ihr etwa vergessen, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, den euch Gott gegeben hat? Ihr gehört also nicht mehr euch selbst.
Gott hat einen hohen Preis gezahlt, um euch freizukaufen; deshalb dient nun auch mit eurem Leib dem Ansehen Gottes in der Welt.

