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Innere Bilder werden Wirklichkeit (Teil 1) - Der Engel des Herrn (Apg 12,7)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Innere Bilder werden Wirklichkeit (Teil 1) - Der Engel des Herrn   (Apg 12,7)

 

Da schuf Gott den Menschen nach seinem Bild, als sein Ebenbild schuf er ihn. (1.Mose 1,27)

 

Hallo Du,

der Mensch ist ein soziales und empfindendes Wesen, dessen Denken geprägt ist von dem,

was ihn umgab und umgibt, von dem, was andere ihm vorlebten und beibrachten sowie

von den, von ihm erfassten und verinnerlichten Bildern von Situationen und Erlebnissen

und Geschichten.

Er lebt aus dem, was er wahrnahm, erlebte und abspeicherte. Dazu gehört auch Vieles, was

ihm unbewusst, unklar und unerklärlich war, was sein Verstehen, seine Denklogik überstieg.

Er lebt aus dem, was er richtig fand, akzeptierte und glaubte. Dem vertraut er solange, bis

es Schwierigkeiten gibt, bis es nicht mehr stimmt.

Dann wird es mit dem neuesten Kenntnisstand hinterfragt. Die Wissbegier wird geweckt.

Das Gespeicherte wir an der Realität gemessen. Aktuelles wird hinzugefügt. Veraltetes

entfernt. Die Bild- und Handlungsvorlagen werden auf den jeweilig neusten Stand gebracht,

damit die Innenwelt und die Außenwelt wieder (einigermaßen) stimmig sind, damit der

Mensch Unklares klarer sieht und Unverständliches besser versteht, damit er ein Stückchen

weiter hinter seinen Horizont blicken kann, damit er etwas mehr von der unbegreiflichen

und vielschichtigen Wirklichkeit erfasst. Er möchte Zusammenhänge verstehen von denen

er glaubt, dass sie für ihn wichtig, vielleicht sogar lebenswichtig sind. Und indem er den

Dingen immer wieder auf den Grund geht, findet er immer wieder etwas, was noch

verborgen war, was ihm hilfreich und nützlich ist. Er möchte verstehen!

Genauso möchte er auch Gott verstehen, bevor er im vertraut, sich ihm anvertraut und ihn

als Helfer und Lenker in sein Leben einlädt. Doch, wie kann er etwas verstehen, das seinen

Verstand übersteigt? Und wie kann man jemandem begegnen, der nicht körperlich ist? Die

Antwort ist: Nur in der Vorstellung. Im Glauben!

Deshalb stellt der Mensch sich vor, dass Gott, der ja allmächtig ist, sich seinen Geschöpfen

zeigt, indem er verschieden Formen annimmt oder indem er sein Wollen durch Boten

kundtut, z.B. durch Engel oder durch Propheten oder durch Gläubige zu ihm spricht, die mit

Gott im Geist fest und intensiv und eng verbunden sind.

Fest und intensiv und eng mit Gott verbunden ist ein Mensch dann,

wenn er mit Gott eine vertrauensvolle Beziehung hat,

wenn er Gottes Nähe spürt und sich seiner Güte und Liebe gewiss ist,

wenn er aus eigener Erfahrung weiß, dass Gott hilft, unterstützt, bewahrt und führt,

wenn er in allem versucht, Gott zu erkennen,

wenn er die Absichten und den Willen Gottes kennt und für sich angenommen hat,

   sie für richtig hält und sich mit seinem Denken und Handeln daran ausrichtet,

wenn er im ständigen Gebet, in Gedanken oder Worten, mit ihm spricht,

wenn er in ständiger Beziehung und Gemeinschaft mit Gott lebt.

 

Das sind viele Wenn‘s. Etliche sind den, noch im Irdischen gebundenen Menschen nur

teilweise möglich. Und weil das so ist, hilft Gott dabei. Er führt und Schritt für Schritt in die

enge und vertrauensvolle Verbindung mit ihm. Er erhellt unser Dunkel. Er spricht in unseren

Geist. Er sagt uns Dinge, die wir noch nicht wissen, die wir aber für unser weiteres

Wachstum brauchen. Was ich schreibe, ist keine esoterische Phantasie, sondern für die, die

das regelmäßig erleben, eine Tatsache. 

Im Geist hören wir das Unhörbare und sehen das Unsichtbare. Im Geist erkennen und

wissen wir. Im Geist schauen wir weit voraus. Der Verstand ist dabei untergeordnet. Das

Herz sieht. Die Seele hört. Der Bauch ahnt. Die Liebe führt. Das Gewissen leitet. Gott gibt

und belebt. Und manchmal, besonders in Grenzsituationen, können wir sogar seine Stimme

hören oder Engel sehen, die uns lebensecht erscheinen. Solche übernatürlichen und

äußerst eindringlichen Visionen sind zukunftsbestimmend, weil sie unverhofft und

ungewöhnlich und machtvoll Antworten auf elementare und aktuelle Fragen geben, die

man bisher nicht einmal fragen konnte. Man hört im Kopf, im Gehirn, umfassend gesagt:

Im Geist, der die Verbindung zwischen Gott und Mensch ist.

Als soziale Gruppenwesen wissen wir, dass ein gutes und reibungsarmes Miteinander nur

durch bindende Strukturen, nur mit Hilfe von Regeln möglich ist, denen sich alle

gleichermaßen unterordnen, zum Wohle aller.

 

Menschen stellen sich bildhaft vor, dass Gott der oberste Chef über Himmel und Erde ist,

dass er König über alle und alles ist und seine Welt, das gesamte Universum, mit einem

Hofstaat von dienenden Engeln regiert. Sie beaufsichtigen und verwalten die vielen

Bereiche seines Staatswesens. Etliche sind für jede Gemeinde oder jeden Menschen

zuständig.

Und weil wir Menschen nicht immer rechtschaffen sind denken wir, dass auch Engel nicht

immer gut sind, dass es auch unter ihnen schwarze Schafe gibt, gefallene Engel, die sich

gegen Gott stellen und als Dämonen gegen ihn arbeiten, die nur darauf aus sind, Gottes

Macht und Einfluss und Liebe im Bewusstsein der Menschen zu schwächen. Sie von Gott

fernzuhalten oder wegzuziehen, sie unter die Herrschaft des Bösen zu bringen und sie da

gefangen zu halten.

Diese erlernte menschliche Betrachtung ist ein Bild, das unseren Denkhorizont bestimmt.

Was wir immer wieder denken, wird für uns gedanklich vertraut und real. Wir sehen es

dann tatsächlich auch im wirklichen Leben.

Übrigens: Engel sehen so aus, wie Künstler sie mit Phantasie gemalt oder modelliert haben

oder wie Schriftsteller sie einprägsam beschrieben haben oder wie wir sie vermenschlicht

denken. Der Engelglaube entstand aus biblischen Berichten, kultiviert in vielen, vielen

Engelsgeschichten. Und je mehr Engelgeschichten wir gehört oder gelesen haben, desto

realer sind sie uns geworden. Für manche sogar als Kindergestalten mit Flügelchen, wie sie

verspielte Rokoko-Putten darstellen.

 

Ich glaube, dass es tatsächlich Engel gibt, dass sie aber anders sind, als wir sie uns

vorstellen. Die Bibel spricht von unsichtbaren Mächten und Gewalten, von Engeln und von

Dämonen und explizit auch vom Engel des Herrn.

Vor etlichen Jahren habe ich auch von Engeln geträumt. An ihr Aussehen kann ich mich

nicht erinnern, aber an das, was sie gesagt haben und wie sie es gesagt haben. Es war

deutlich, klar, eindrücklich und wegweisend.

Mein Bild vom Himmel ist:

Über allen Himmeln und Erden ist Gott. Er ist allgegenwärtig und allmächtig. Er ist

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Er übersieht alle Zeit und gestaltet sie. Er kann sich

in allem ausdrücken und sich jedem und jeder auf die individuell beste Art verständlich

machen. Damit er uns erreicht, benutzt er unterschiedlichste Erscheinungsformen, Formen,

denen wir vertrauen und vor denen wir uns nicht fürchten.

 

In biblischer Vorstellung ist der Engel des Herrn ein persönlicher Bote Gottes mit einem

ganz bestimmten Auftrag. Er erscheint Menschen stellvertretend für Gott, weil sie dessen

Strahlkraft aus Reinheit, Herrlichkeit und Helligkeit nicht überleben würden. Gott spricht

durch Engel als Medium und verkündet Menschen seine Absichten, seine Vorhaben,

Weisungen und Aufträge. Er sieht die Menschen als sein Gegenüber, als seine Mitwesen

und Gesprächspartner (1.Mose 1,27). Und indem er mit ihnen, mit uns, spricht, bindet er

sie in sein Wirken und Planen ein, beteiligt er sie. Das ist eine hohe Auszeichnung, die uns

ungeahnte Möglichkeiten eröffnet.

 

In Jesus Christus begegnet uns Gott in Menschengestalt. Er stellt sich uns gleich. Er versteht

uns. Dieses Bild sagt uns viel. Jesus wurde von einer Mutter geboren, wie wir. Er ist, wie wir,

den Widrigkeiten des Lebens und den Anfeindungen seiner Mitmenschen ausgesetzt. Er

muss, wie wir, Situationen, Herausforderungen und Niederlagen meistern. Er erlebt die

Niedertracht von anderen am eigenen Leib, wie wir. Doch gleichzeitig ist er auch Gottes

Sohn, ihm gleich, im Wesen und im Geist mit dessen Kraft und Weisheit erfüllt, wie auch wir

es sein können. Jesus ist das Ebenbild Gottes. Er ist die Verkörperung all dessen, was wir

uns von einem Boten Gottes erhoffen. Jesus ist als Mensch real, unmittelbar, erlebbar und

anfassbares, ein vertrauenswürdiges Vorbild. Er ist immer mit Gott, seinem Vater, im Geist

verbunden und er lebt ganz nach dessen Willen. Daraus schöpft er seine Kraft. Gott ist auch

unser himmlischen Vater. Auch wir dürfen aus seiner Kraft schöpfen.

 

Die Bibel zeigt uns in Hebr 1, 1-4 anschaulich, dass Jesus als der 'Engel des Herrn' den

übrigen Engeln weit überlegen ist:

‚Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch

die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er

eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat. Er ist der

Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem

kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur

Rechten der Majestät in der Höhe und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der

Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name.

 

'Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum

hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in

dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter

der Erde sind.' (Phil 2,8-10)

 

'Wir bitten Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi, welcher ist zur

Rechten Gottes, aufgefahren gen Himmel, und es sind ihm untertan die Engel und die

Gewaltigen und die Mächte.' (1.Petr 3, 21b-22)

 

Jesus, Mensch und Gott, hat die Kluft zwischen sündhaftem Mensch und reinem Gott

beseitigt. Durch sein selbstloses Sühneopfer am Kreuz kann Gott den Menschen den Abfall

von ihm, ihrem Schöpfer, vergeben, und auch all die Sünden, die sich daraus ergeben.

Jesus macht Sünder zu Rehabilitierten. Gott macht sie zu seinen geliebten Kindern. Und wie

Kinder ihren Eltern vertrauen, weil sie von ihnen geliebt, geführt und umsorgt werden, so

können auch wir dann Gott als himmlischen Vater lieben und ihm ganz vertrauen. Er ist

gerne unser Abba, unser Papa, denn er ist immer für uns da. Er führt uns weise und

weitsichtig und sorgt liebevoll und umfassend für uns. Er gibt dem Mensch Heil und Leben.

Er macht aus Sündern Heilige. Er formt unser Wesen um, nach seinem Bilde, macht uns

Jesus immer ähnlicher. Die, die in seinem Licht und aus seiner Liebe und seiner Kraft leben,

werden zu seinen Stellvertreter*innen auf Erden. Wir sind Gottessöhne und Gottestöchter,

die, wie Jesus, Gottes Willen und Auftrag ausführen, zum Wohle aller, zum Wohl der

ganzen Schöpfung. Davon sind wir noch weit entfernt. Zu wenige unterstützen das aktiv.

Es gibt leider noch zu viele Ausbeuter, Sünder, die sich gegen Gott und sein Wollen

auflehnen, um sie sich dadurch persönliche Vorteile zu schaffen.

 

Als Christen sind auch wir zu Boten Gottes berufen und ausgesandt, die gute Botschaft von

Gottes Liebe, Güte, Gnade, Rettung und Vergebung an andere weiterzugeben. Dabei hilft

uns der Heilige Geist, der sich im Glauben mit unserem Geist verbindet und uns mit Mut

und Kraft ausstattet. Jesus bindet uns Menschen in sein Planen und Wirken ein, weil jetzt

wir für andere unmittelbar und anfassbar sind. Weil jetzt wir ihnen ein sichtbares Beispiel

sein können, an dem sie das liebevolle Wirken Gottes erkennen und mit dem sie leibhaftig

reden können. In der Liebe sind wir denen ganz nahe, die Gott suchen, die ihn brauchen

und die auf ihn hoffen. Gott wirkt durch uns durch zu ihnen.

 

Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich

selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht allein für

sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins

seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt

glaube, dass du mich gesandt hast.

Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien,

wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt

erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. (Joh 17, 18-23)

 

Unser Herr und Vorbild gibt uns Beispiel und lässt uns unseren Lebenssinn erkennen,

nämlich den, seine und unsere Liebe weiterzugeben, mit ihm in enger Verbundenheit, im

Eins- und Einig sein mit ihm. Für ihn sind jetzt auch wir für die Zukunft verantwortlich,

damit sie zum Wohle aller gestaltet wird.

Diese Vision, diese bildhafte Vorstellung kann keine Einzelaufgabe sein. Sie ist eine schöne

und gute und erhabene Weisung, die nur in Gemeinschaft mit vielen anderen und mit Gott

Erfolg haben kann. Wir sind mitverantwortlich für das, was in der Zukunft passiert. Das ist

Auftrag und Mahnung zugleich.

 

 Und siehe, der Engel des Herrn kam herein und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er

stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen

ihm von seinen Händen. (Apg 12,7; L)

 

Der Engel des HERRN sprach zu ihm: Zieh hin mit den Männern, aber nichts Anderes, als

was ich zu dir sagen werde, sollst du reden. (4.Mo 22,35; L)