Das ausgesprochene Wort
Hallo Du,
Du kannst vieles denken,
aber wenn Du es nicht aussprichst,
wenn Du es nicht in Worte fasst
und jemandem sagst,
bleibt es Dein Geheimnis.
Deine Gedanken bleiben in Dir stecken;
Du offenbarst Dich nicht;
niemand erfährt es;
Du gehst keine Verpflichtung ein.
An das was Du nur denkst,
fühlst Du Dich nicht gebunden.
Es bleibt unverbindlich.
Du bleibst unverbindlich.
Du kannst Dich leicht an das Ungesagte gewöhnen,
es ist bequem und macht Dich bequem,
es ist mutlos und macht Dich mutlos,
es führt zu nichts und macht Dich zum Nichts.
Indem Du Deine Gedanken in Worte fasst,
sie aussprichst, sie jemandem anvertraust,
vertraust Du Dir selbst und anderen.
Deine Worte entwickeln eine eigene Kraft,
sie öffnen Dich,
sie führen Dich zu Verantwortlichkeit,
zu Verlässlichkeit und zu Bereitschaft;
sie führen Dich zum Handeln und Bewirken,
zum Leben und Erleben.
Der Ursprung liegt in der Idee, im Gedanken,
aber erst der ausgesprochene Gedanke,
das ausgesprochene Wort,
ist der Beginn der Tat,
ist der Beginn von Beziehung,
von Erfahrung und Veränderung,
von Selbstvertrauen und Gottvertrauen,
von Selbstliebe und Nächstenliebe.

