Absolute Gerechtigkeit
Hallo Du,
jeder Mensch möchte gerne Gerechtigkeit erfahren,
gerecht behandelt werden,
möglichst nach seinem eigenen Gerechtigkeitsbegriff, selbstgerecht,
besonders dann, wenn er sich selbst danach richtet,
aber auch dann, wenn er es nicht tut.
Ich aber, die Gerechtigkeit, behandele alle Menschen gleich.
Nicht alles was ich tue ist in Deinen Augen gerecht.
Meine Gerechtigkeit ist höher, weiser und übergreifender,
als Du Dir vorstellen kannst.
Es ist mir egal, was Du hast oder wer Du glaubst zu sein.
Ich weiß, dass jeder, auch Du, seine Schattenseiten hat,
Fehler macht, andere unbewusst oder bewusst verletzt,
gegen die Gebote der Gemeinschaft und Gottes verstößt.
Weißt Du das auch,
wenn Du über Dich selbst oder über andere richtest,
wenn Du Dich über andere erhebst und überheblich wirst,
wenn Du bewertest, beurteilst, verurteilst, richtest,
wenn Du über Gerechtigkeit entscheiden willst.
Das steht Dir nicht zu.
Jeder versteht unter Gerechtigkeit etwas anderes.
Jeder geht seinen eigenen Weg.
Jeder hat das Recht, so zu sein. wie er ist.
Jeder muss sein Verhalten oder Fehlverhalten alleine verantworten.
Jeder muss die Konsequenzen seines Handelns selbst tragen.
Ich, die absolute Gerechtigkeit,
bin übergeordnet und ausgleichend,
bin ohne Zeitbezug und
ich bin ein Werkzeug Gottes.
Ich soll nicht bestrafen, sondern erziehen,
nicht zerstören, sondern aufbauen,
nicht entzweien, sondern einigen.
In mir liegen nicht Rache oder Genugtuung,
sondern Gott verbindet mich mit Größe und Vergebung.
Er vergibt Dir immer wieder
und nur durch seine und Deine Vergebung
wirst Du Deinen Mitmenschen gerecht,
würdigst Du sie als Mitgeschöpfe Gottes.
Nur durch verständnisvolle Vergebung
beachtest Du Deine eigene Würde
und kannst Dir selbst vergeben.
Ich möchte Dich
zu Deinen eigenen Schwächen und Sünden führen,
zu Deiner Begrenztheit und Ohnmacht,
zu Deiner eigenen Hilflosigkeit und Größe.
Ich möchte, dass Du Deine Fehler erkennst, Dich dazu bekennst, sie bekennst.
Ich möchte, dass Du Dich an Gott wendest und Dir von ihm helfen lässt.
Ich möchte, dass Du ihm Deine Sünden übergibst, damit er Dir vergibt.
Ich möchte, dass Du auf seine Gerechtigkeit vertraust,
immer wieder neu,
damit Du Deinen eigenen Weg findest und gehst,
damit Du dankbar und fruchtbar werden kannst.

