Führung wird
Hallo Du,
wer andere führen will, muss wissen wohin.
Er muss Visionen haben, die in anderen Hoffnungen wecken
und ihnen ein lohnendes Ziel erreichbar machen können.
Das wichtigste aber ist, andere für diese Vision zu gewinnen,
sie freiwillig daran teilnehmen zu lassen
und sich von ihm vertrauensvoll führen zu lassen.
Dazu benötigt er Kompetenz und Persönlichkeit,
Integrität und Verantwortungsbereitschaft,
Zuverlässigkeit und Akzeptanz.
Er muss wissen,
dass die, die er führt, die eigentliche Arbeit machen und
dass er selbst im Grunde nichts dazu beiträgt,
außer die Übersicht zu behalten,
ihnen übergreifende Orientierung zu geben und
sie auf ihrem Weg zu bestätigen.
Er sollte wissen, dass jeder der Geführten
auch ohne ihn auskommen kann,
er aber nicht ohne die anderen.
Seine Aufgabe ist nicht, sich einzumischen,
seinen Kopf durchzusetzen,
die anderen von sich anhängig zu machen
oder sich selbst in seiner Verantwortung
und seinem angeblichen Erfolg zu erhöhen.
Seine Aufgabe ist,
die Arbeit der anderen zu unterstützen und zu koordinieren,
die Zusammenarbeit der Gruppe zu ermöglichen,
gemeinsame Regeln dafür festzuhalten,
an deren Einhaltung zum Wohle aller zu erinnern,
die Ergebnisse zurück zu spiegeln,
das Zusammenwirken zu fördern
und den Einzelnen gebührend hervorzuheben.
Die Förderung des Einzelnen,
seiner Begabungen und seines Könnens,
die Nutzung seiner Kompetenzen für die Gruppe
und seine Integration in die Gemeinschaft
sollte immer zentrales Anliegen sein.
Dafür hat er Entwicklungsspielräume
und Gelegenheit zur Bewährung zu schaffen.
Es sollte ihm immer bewusst sein,
dass nicht er der Schlaue, Kluge und Wissende ist,
sondern die, die arbeiten,
die, die den Sachverstand haben,
die, von denen er profitiert.
Von ihnen sollte er sich beraten lassen
und mit ihnen weitergehende Entscheidungen treffen.
Der Erfolg der anderen begründet seinen eigenen Erfolg,
Bitte bedenke:
Nicht jeder ist für die Führung anderer geeignet
und nicht alle wollen geführt werden.
Die Gefolgschaft von Menschen erhält man nicht
qua Amt, durch Funktion oder Hierarchie,
sondern nur durch Vertrauen und Können.
Autorität hat man nicht, man muss sie erwerben.

