urteilen
Jesus Christus spricht:
Ihr urteilt, wie Menschen urteilen, ich urteile über keinen. (Joh 8,15)
Ein Urteil ergeht am Ende eines Gerichtsprozesses.
Es bestraft verbotenes, sündiges Tun.
Es versucht, die menschliche Gerechtigkeit zu erhalten.
Es versucht, Recht zu sprechen und gerecht zu sein.
Doch die menschliche Gerechtigkeit ist begrenzt.
Nie können alle Umstände berücksichtigt werden.
Selten werden auch die guten Seiten einbezogen.
Sind wir denn fehlerlos, die wir urteilen?
Haben nicht auch wir schon Verbotenes getan?
Halten wir denn immer Gottes Gebote ein?
Dennoch urteilen wir ständig über andere.
Wir erheben uns zum Richter über richtig und falsch.
Wir beurteilen nach eigenem Maßstab über gut und böse.
Wir nehmen andere an oder lehnen sie ab.
Wir gehen auf sie zu oder meiden sie.
Wir loben sie oder qualifizieren sie ab.
Wir entscheiden über sie, ohne sie wirklich zu kennen.
Wer über andere urteilt, erhebt sich über sie.
Wer andere verurteilt, verdammt sie.
Wer andere beurteilt, verurteilt sich selbst.
Wir alle brauchen Liebe und Vergebung.
Wir alle brauchen unvoreingenommene Zuwendung.
Wir alle brauchen Jesus, der die Sünder liebt und der Sünde vergibt.

