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Ansprüche führen ins Verderben (Lk 20,46)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Ansprüche führen ins Verderben
     (Lk 20,46)

 

Hütet euch vor den Eingebildeten! Sie gehen mit Vorliebe in vornehmen Gewändern einher

und haben es gern, wenn man sie auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt. In Versammlungen

nehmen sie die vordersten Sitze für sich in Anspruch und bei Festessen die Ehrenplätze.

(Lk 20,46; moderne Übersetzung)

 

Hallo Du,

um deine kostbare Zeit nicht unnötig in Anspruch zu nehmen, will ich möglichst rasch zur

Sache kommen und bitte dich, mir für einen kurzen Augenblick deine wohlwollende

Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Es geht heute um Ansprüche, darum, etwas zu wollen, etwas oder jemanden für sich

   in Anspruch zu nehmen, damit es dem Wollenden dient.

In 1.Mo 3,2-6 heißt es:

Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten;

aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt:

Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet!

Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott

weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie

Gott und wissen, was gut und böse ist. Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen

wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte.

 

Eva hatte den Anspruch, zu sein wie Gott.

Dafür verstieß sie gegen ein ausdrückliches Verbot Gottes, was ihr und dazu auch noch dem

mitmachenden Adam die Vertreibung aus der Nähe Gottes einbrachte.

 

Ansprüche sind Anforderungen bzw. Forderungen, etwas zu haben, zu sein oder zu werden.

Wer Anspruch auf etwas erhebt, beansprucht es, verlangt es, fordert es, will es haben und

    darüber verfügen. Anspruchsvolle Menschen sind stark selbstbezogen, hochtrabend und

    überheblich, oft auch dreist und unverschämt.

Wer hohe Ansprüche an sich und andere hat, überfordert.

 

Ein anspruchsloser Mensch, einfach, bescheiden und genügsam, wird oft als karg, schlicht,

    niveaulos oder deppert angesehen. Er passt nicht in die heutige Zeit.

 

Nun glauben viele, jegliche Ansprüche und Erwartungen seien normal und berechtigt, ja sie

    stünden ihnen gar zu.

Sie meinen, wer nichts beanspruche und einfordere, der gehe leer aus.

Ihnen sei gesagt: Ansprüche zeigen das Maß und die Einstellung, mit denen man sich und

   seine Wünsche vorrangig sieht und an dem man alles andere misst. Sie sind Ausdruck von

Selbstbezug und Egozentrik.

 

Die, die so denken, fordern für sich das Recht auf lückenlose Versorgung, das Recht auf

   umfassendes Glück, das Recht auf grenzenlose Selbstverwirklichung, Vorrechte auf

   Ansehen, Gewinn und Besitz, auf bessere Kleidung und Nahrung, für ihre persönlichen

Interessen.

Wohin führt das? Wenn jeder das bekäme, was er will,

   müssten in diesem Kampf viele nachgeben, verzichten oder sterben.

 

Gehen wir vielleicht gerade so mit Menschen, Tieren und Pflanzen, mit der Schöpfung um?

Betrachten wir alles aus unserer egozentrisch getrübten Sicht?

Kennen wir keine Achtung mehr vor den Geschöpfen und der Schöpfung,

   keinen Dank mehr für die Geschenke des Schöpfers an alle?

 

Richtig ist, dass wir lebensnotwendige Bedürfnisse haben, die gestillt werden müssen, damit

wir gesund und bei Kräften bleiben.

Wir brauchen Liebe und Freude, Nahrung und Getränk, Schlaf und Bewegung,

   Arbeit und Träume, Gemeinschaft mit Reden, Singen, Spielen und Schutz.

Der Unterschied zu Ansprüchen ist, das Bedürfnisse gestillt werden können (wer gegessen

   hat, ist satt), Ansprüche jedoch nicht.

Ansprüche werden grenzenlos. Sie wachsen bei Kindern und Erwachsenen in dem Maß,

   wie sie erfüllt werden. Sie werden gezüchtet.

Und werden sie nicht mehr erfüllt, dann entstehen Unzufriedenheit, Verbitterung,

   Aggression und Hass oder auch Rückzug, besonders, wenn die Ansprüche zur Steigerung

   des Selbstwertes benötigt werden.

 

Ansprüche haben auch die fatalen Eigenschaften, dass sie nicht warten können

   und nicht verzichten wollen.

Sie sind wie der Schrei eines unmündigen Kleinkindes, das gefüttert werden will.

Sie sind ein Beweis für Abhängigkeit und Bequemlichkeit.

Sie sind ein Schrei nach Halt und Geborgenheit, nach Führung und Sicherheit,

   ein Schrei nach Gott.

Der widersprüchliche, anspruchsvolle, selbstbezogene und überhebliche Mensch

schreit gequält nach Gott und weiß es nicht.

 

Wie kann er seiner Sucht entfliehen? Aus eigener Kraft gar nicht!

Das gelingt nur mit Unterstützung Gottes, der Selbstbeschränkung und Verzicht ermöglicht

und sei es erst auf dem selbst zu verantwortenden Weg ins Verderben.

 

Wenn ihr euer Leben von eurer eigenen Natur bestimmen lasst, müsst ihr sterben.

Wenn ihr euch jedoch von Gottes Geist bestimmen lasst und dadurch die alten

Verhaltensweisen tötet, werdet ihr leben. (Röm 8,13)

 

Die Frucht hingegen, die der Geist Gottes hervorbringt, besteht in Liebe, Freude, Frieden,

Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung.

Gegen solches ´Verhalten` hat kein Gesetz etwas einzuwenden.

Nun, wer zu Jesus Christus gehört, hat seine eigene Natur mit ihren Leidenschaften

und Begierden gekreuzigt.

Da wir also durch ´Gottes` Geist ein ´neues` Leben haben, wollen wir uns jetzt auch auf

Schritt und Tritt von diesem Geist bestimmen lassen. Wir wollen nicht überheblich auftreten,

einander nicht provozieren und nicht neidisch aufeinander sein! (Gal 5,22-26)