Deprecated: str_replace(): Passing null to parameter #1 ($search) of type array|string is deprecated in /www/htdocs/w0102ae4/himmelsbriefe-j4/libraries/src/User/UserHelper.php on line 565
Warum trifft das gerade mich? (Joh 9,1-4)

Deprecated: htmlspecialchars(): Passing null to parameter #1 ($string) of type string is deprecated in /www/htdocs/w0102ae4/himmelsbriefe-j4/layouts/chromes/html5.php on line 26

Deprecated: htmlspecialchars(): Passing null to parameter #1 ($string) of type string is deprecated in /www/htdocs/w0102ae4/himmelsbriefe-j4/layouts/chromes/html5.php on line 26

Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates

 

 

Warum trifft das gerade mich?    (Joh 9,1-4)

 

Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Da fragten ihn seine

Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst? Oder haben seine Eltern gesündigt, sodass

er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt,

sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden. Wir müssen, solange es Tag ist,

die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat. (Joh 9,1-4)

 

Hallo Du,

hast du dich schon einmal gefragt, warum jeder Mensch anders ist, einen anderen Lebensweg

geht, ein anderes Lebensschicksal hat? Liegt das vielleicht an der jeweiligen Einzigartigkeit,

seiner ganz eigenen Mischung aus Genen undErleben und seinem ureigenen Sehen, Bewerten,

Erkennen, Lernen und Bewältigen?

 

Rückblickend auf mein Leben kann ich sagen: Was auch immer mir geschah, das Leben ging

danach weiter. Ich aber habe mich in dem Geschehen zunehmend verändert. Meine

Lebenserfahrung hat mich verändert, auch die Suche nach Ursachen, die Suche nach

Lösungen und die Suche nach Sinn und Aufgabe im Leben. Geändert haben sich nach und

nach meine Ansichten und Überzeugungen, meine Kraft und Entschiedenheit, meine

Einstellungen, Werte und Ziele. Ich habe mir Ereignisse, Fehler und Schicksalsschläge zu

Herzen genommen, darüber nachgedacht, darüber gelesen oder mit anderen darüber

gesprochen. Heute, nachdem ich Christ geworden bin, bewerte ich mein Leben, Erleben und

Sein im Lichte Jesu, am Willen Gottes, an den Lehren der Bibel. Meine Erkenntnis daraus ist:

Es geht im Leben nicht darum, ob wir etwas richtig oder falsch machen, ob wir sündigen und

Schuld auf uns laden, ob wir einen breiten oder schmalen Weg gehen. Es geht deswegen

nicht darum, weil das menschlich ist. Wir können nicht anders.

 

Wir alle sind seit der Geburt unerfahren und deswegen blind. Wir können noch so viel

Wissen anhäufen: Gemessen an den Geheimnissen des Geschehens und dessen

Zusammenhängen bleibt es winzig. Deswegen gehen wir ja abenteuerliche Wege. Wir wollen

darauf dazuzulernen. Um zu überleben müssen wir wissen, was uns guttut oder schadet.

Ganz auf uns gestellt sind Versuch, Irrtum und Gefühl unsere einzigen Wegweiser. Erfahrung

kann uns Entscheidungshilfe geben, doch die weist meist uns nur die ungefähre Richtung.

Schön wäre es, unterwegs Hinweisschilder zu finden oder Ortskundige befragen zu können

oder einen hohen Berg am Horizont oder einem Leitstern am Himmel zur Orientierung zu

haben. Das Beste aber wäre, jemanden zu haben, der mich kennt und der sich überall

auskennt, der mit mir geht und mich den rechten Weg führt.

 

Auf unserem Lebensweg geschehen Ereignisse, die wir nicht verschuldet haben, die wir uns

nicht erklären können, die uns aber beschäftigen. Und wir stellen uns zwangsläufig die Frage:

'Warum trifft das gerade mich?' Warum also? Wahrscheinlich dafür, damit ich mich damit

beschäftige, damit ich mich hinterfrage und zu der Einsicht komme, dass ich es einfach nicht

verstehen kann (und soll), dass ich einen Ortskundigen brauche. Vielleicht erkenne ich dann,

dass ich schon jemanden habe, der mich begleitet, den ich fragen kann und der die

Antworten kennt. Und auch, dass der Rücksicht auf meine Begrenztheit nimmt und mir nur

das zu erkennen gibt, was ich gerade benötige und verstehen kann, nämlich in welche

Richtung der nächste Schritt geht. Wenn mich jemand führt, muss ich nicht Fragen, ihm nur

folgen, dann sehe und erlebe ich alle Antworten. Wenn mich jemand begleitet, dann kann

ich auch jederzeit mit ihm reden, mich mit ihm austauschen, mich dabei schlau machen,

mich an ihm neu orientieren. So ein jemand sollte nicht nur mich begleiten, sondern jeden

anderen auch. Das aber kann kein Mensch, nur Gott kann es. Er steht über Raum und Zeit.

Er ist gleichzeitig überall und bei jedem. Seine Weisheit und Liebe ist allumfassend. Sein

Wort ist gleichzeitig in vielen Köpfen und Herzen. Sein Geist und Licht leuchtet bei Tag und

Nacht in jede Dunkelheit.

 

Ich habe gelernt, über alle meine Geschehnisse mit Gott zu sprechen. Sei es eine rote Ampel

oder ein freier Parkplatz, eine Begegnung oder ein Erlebnis, eine Erkenntnis oder eine

aktuelle Frage, sei es Schmerz, Trauer, Freude oder Unklarheit.

Durch das, was mir widerfährt finde ich Anlass, Gott dafür zu danken, mein Leben, Denken

und Tun zu überdenken, mich noch enger an Gott zu binden, meine Not, meine Trauer, mein

Klagen, Jubeln, Bekennen und Erfreuen vor ihn zu bringen.

Wozu geschieht mir, was geschieht? Doch deshalb, um mein Sein, mein Empfinden und mein

Befinden darin Gott mitzuteilen. Dazu sind die Ereignisse da. Hätte ich Gott nicht, dann

würde ich sie doch einem Mitmenschen erzählen. Wes das Herz voll ist, des geht der Mund

über. Wovon das Herz erfüllt ist, das spricht der Mund aus! Wie der Mensch in seinem Herzen

denkt, so redet er.

 

Jeder Mensch ist anders, einzigartig und jeder hat mit Gott einen eigenen Weg. Die

Geschehnisse, Ereignisse, Nöte, etc. widerfahren uns, damit jeder seinen eigenen Weg mit

Gott geht. Kein Jammern, kein Vergleichen, kein Verzagen, sondern das Gespräch mit ihm

wagen: sich mit ihm beraten, sich an ihn orientieren, sich von ihm durch Wort und Geist

führen lassen, besonders in schweren Zeiten. Was mir geschieht, ist gerade für mich.

'Hallo du', ist meine Anrede an euch, ist auch Gottes Anrede für uns. Wir sagen zu ihm 'Du',

'Vater', 'Abba' oder 'Papa'. Das zeigt Vertrautheit und liebevolle Beziehung. Gott sagt auch:

"Fürchte dich nicht!" und auch "Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Es ist allezeit mit uns!

 

Wir fürchten uns, vor Gefahr, Krankheit, Not, Leid oder Tod; auch wenn wir unsicher sind,

den Halt verlieren oder, nicht wissen, was auf uns zukommt, was wir tun sollen und wie es

weitergeht. Jeder fürchtet sich davor, dass es gerade ihn trifft. Indirekt heißt das: 'Es treffe

besser jemand anderen.' Aber das wollen wir gar nicht. Besser, es treffe niemanden!

 

Das aber wäre schlecht für jeden, denn gerade in Not und Leid werden wir gottoffen, such-,

lern-, gesprächs- und veränderungsbereit. Dann sind wir besonders auf Gott angewiesen.

Gerade dann brauchen wir Gemeinschaft mit ihm, das Gespräch mit ihm, das Beispiel Jesu,

das Gebet, das Bitten, das Danken und das Ihn ehren.

 

In der Auseinandersetzung mit unserem Geschehen werden wir uns unserer menschlichen

Begrenzung bewusst und verhalten uns demgemäß angemessen und sinnvoll, liebevoll

hoffend und vertrauend. In der Auseinandersetzung mit ihm werden wir verändert und das

Wirken Gottes an uns wird offenbar. Solange es Tag ist, solange wir noch leben, solange das

Licht Jesu in uns ist, sollen wir die Werke, die Aufgaben, den Auftrag Gottes vollbringen. Das

geht nur, wenn wir mit ihm im Gespräch und in Verbindung sind und bleiben.