Rechne mit Prüfungen (Jak 1,12 und Hebr 12,11)
Glücklich zu preisen ist der, der standhaft bleibt, wenn sein Glaube auf die Probe gestellt wird.
Denn nachdem er sich bewährt hat, wird er als Siegeskranz das ewige Leben erhalten, wie der Herr
es denen zugesagt hat, die ihn lieben. (Jak 1,12; NGÜ)
Mit strenger Hand erzogen zu werden tut weh und scheint zunächst alles andere als ein Grund zur Freude
zu sein. Später jedoch trägt eine solche Erziehung bei denen, die sich erziehen lassen, reiche Früchte:
Ihr Leben wird von Frieden und Gerechtigkeit erfüllt sein. (Hebr 12,11; NGÜ)
„Oh Gott, doch nicht schon wieder!
Ich mag diese Prüfungen, Anfechtungen, Versuchungen oder Tests nicht, diese schweren Lebenssituationen.
Sie sind so quälend und schmerzhaft. Sind die eine Strafe?
Sie führen mich immer wieder ins Unbekannte, Ungewisse, Unabsehbare, an meine Grenzen.
Allein das auszuhalten, ist schon schwer.
Und das, scheint mir absolut überflüssig zu sein, ja sogar sinnlos und aussichtslos.
In diesen Situationen bin ich ganz auf mich gestellt. Sie fordern mich heraus; zerren mich aus meiner
Bequemlichkeitszone; konfrontieren mich mit Unbewusstem, zwingen mich zu erneuter Standortbestimmung
und verlangen intensive Besinnung und tiefgreifende Entscheidungen.
Da muss ich meine Hilflosigkeit aushalten, auch mein ‚Noch nicht verstehen‘, mein ‚Im Nebel herumtasten‘,
mein ‚Den weiteren Weg noch nicht kennen‘.
Da kreiselt es in meinem Kopf auf der Suche nach der richtigen Lösung und ich sehne die Erlösung aus
meinem Dilemma herbei.
Da schimpfe ich auf das Schicksal, das mich wieder einmal heimsucht; auf die Menschen, die diese miese
Lage mitverschuldet haben; auf meine Ohnmacht, auf meine Verzweiflung und ganz allgemein, auf Gott
und die Welt. Und je länger ich schimpfe und klage, das eigentliche Problem nicht finde und bewältige,
desto länger quält es mich und desto intensiver leide ich.
Ich muss mich endlich überwinden, wahrscheinlich wieder mal etwas dazulernen, vielleicht auf etwas verzichten,
um Neues zu gewinnen, mit Sicherheit aber: Mich neu orientieren, eine andere Sichtweise einüben, meine
Einstellungen ändern.
Wie bin ich in diese Situation geraten? Was ist das/mein Problem? Woher bekomme ich hilfreichen Rat und
wegweisende Orientierung? Was sollte ich jetzt tun oder gar unterlassen?
Ehrliche Freunde wären jetzt gut. Verlässliche Hinweise wären jetzt gut. Weisheit wäre jetzt gut.
Gott, was sagst du dazu?“
1.Petr 1,7; NGÜ: Diese Prüfungen geben euch Gelegenheit, euch in eurem Glauben zu bewähren.
Genauso, wie das vergängliche Gold im Feuer des Schmelzofens gereinigt wird, muss auch euer Glaube,
der ja unvergleichlich viel wertvoller ist, auf seine Echtheit geprüft werden. Und wenn dann Jesus Christus
´in seiner Herrlichkeit` erscheint, wird ´eure Standhaftigkeit` euch Lob, Ruhm und Ehre einbringen.
Huch, es geht um den vorhandenen Glauben! Der wird geprüft und auf die Probe gestellt.
Der erhält Gelegenheit, sich zu bewähren und gefestigt zu werden. Der ist Gott so wichtig, weil er
Standhaftigkeit beweist, sowohl Beharrlichkeit im Erdulden und Handeln, als auch, trotz aller Versuchungen
und Hindernisse, unbeirrt zu meiner Entscheidung zu stehen, nämlich mein Leben mit Gott zu führen, auf
sein Wort zu hören und ihm zu gehorchen.
1.Kor 10,13; NGÜ: Die Prüfungen, denen ihr bisher ausgesetzt wart, sind nicht über ein für uns Menschen
erträgliches Maß hinausgegangen. Und Gott ist treu; er wird euch ´auch in Zukunft` in keine Prüfung
geraten lassen, die eure Kraft übersteigt. Wenn er euren Glauben auf die Probe stellt, wird er euch auch
einen Weg zeigen, auf dem ihr die Probe bestehen könnt.
Oh Gott, das ist beruhigend: Du passt deine Prüfungen an unseren geistlichen Reifegrad an.
Und, deine Prüfungen betreffen Bereiche, die deiner Meinung nach gerade jetzt dran ist.
Und, du zeigst uns den richtigen Weg, der aus der Misere führt, auf dem wir unsere Prüfungen bestehen.
Dieser Weg führt über Jesus wieder zu dir, über Erbarmen, Umkehr, Vergebung in die neue Welt, in das neue Leben.
Joh 14,-6-7; NGÜ: Jesus sagt: Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben.
Zum Vater kommt man nur durch mich. Wenn ihr erkannt habt, wer ich bin, werdet ihr auch meinen Vater erkennen.
Ja, ihr kennt ihn bereits; ihr habt ihn bereits gesehen.
Ich erkenne:
Prüfungen sind unvermeidlich. Sie gehören zum Leben und fördern die Glaubensreifung.
Sie geben Gelegenheit zur Glaubensfestigung und Glaubensvertiefung, zu Gottvertrauen.
Sie geben Gelegenheit, uns am Vorbild Jesu und an Gottes Wort zu orientieren.
Sie geben Gelegenheit, die Hinweise Gottes anzunehmen und seinen Geboten zu gehorchen.
Sie geben Gelegenheit, Jesus als unseren liebenden und wohlwollenden Herrn zu bestätigen.
Sie geben Gelegenheit, den Jesus-Weg weiterzugehen und ihm treu zu bleiben.
Die Verschmutzung ist beseitigt. Der Innenraum wurde gelüftet. Die Prüfung ist bestanden.
Das verirrte Schaf ist wieder zuhause in Gottes Herde und hört die Stimme seines Hirten.
Und, Gott ist über alle Maßen glückselig, gütig und gnädig, bereit, unser verändertes Wesen
nun mit seinen Mitteln, durch Liebe und Segen zu loben, zu rühmen und zu ehren.
Eph 1,3; NGÜ: Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Gepriesen sei er für
die Fülle des geistlichen Segens, an der wir in der himmlischen Welt durch Christus Anteil bekommen haben.

