Das Paradies
Hallo Du,
gibt es eine schönere Vorstellung als die, im Paradies zu leben?
An einem Ort völlig ohne Sorgen zu sein,
an einem wunderschönen Ort,
an dem man sich wohl fühlt,
an dem man beschützt und geborgen ist,
an dem man nie alleine ist,
an dem man bedingungslos geliebt wird,
an dem man sein darf, wie man ist,
an dem man ohne Argwohn geben und annehmen darf,
aus ursprünglicher Liebe heraus,
aus ursprünglichem Vertrauen heraus
aus Mitmenschlichkeit.
Wer gerne im Paradies sein möchte, der lebt nicht im Paradies.
Wer gerne im Paradies leben möchte, der lebt in der Hölle -
oder einer irdischen Vorstufe davon.
Unsere Sehnsucht nach Ruhe, Frieden und Harmonie,
nach Gelassenheit, Gesundheit und Wohlbefinden,
nach Liebe, Geborgenheit, Vertrautheit und Gemeinschaft,
nach Achtung und Beachtung, nach Anerkennung und Zugehörigkeit,
erinnert uns daran,
dass es noch etwas Besseres gibt als den täglichen Kampf ums Dasein,
dass es noch etwas Wichtigeres gibt als Arbeit und Unterordnung
dass es noch etwas Schöneres gibt, als Freizeit und Urlaub.
Warum können wir nicht das tun, was wir gerne tun würden?
Warum können wir das, was wir tun, nicht so tun,
wie es in unseren Augen richtig und anständig wäre?
Warum glauben andere, über uns verfügen zu können,
ohne sich vorher die Mühe gemacht zu haben,
uns und unser Potenzial kennen und schätzen zu lernen?
Haben wir mit unserer Arbeitskraft unsere Seele verkauft?
Es könnte alles so einfach sein,
wenn wir entsprechend unseren Begabungen und Fähigkeiten
wirken und arbeiten könnten;
wenn wir unsere Liebe in das, was wir tun,
angemessen einbringen könnten;
wenn wir kreativ und verantwortlich handeln dürften.
Wir könnten das Paradies auf der Erde haben.
Wir könnten gelingende Beziehungen und Gemeinschaft haben.
Wir könnten andere und uns selbst glücklich machen.
Wenn es die finstere Hölle des selbstbezogenen Wollens nicht gäbe,
könnten wir längst im Paradies der Zufriedenheit leben.
Wenn es das kalte, vernichtende Feuer der Angst nicht gäbe,
könnten wir längst in der wärmenden Sonne der Liebe leben.
Wenn es die unmenschliche Hektik und Reizüberflutung nicht gäbe,
könnten wir endlich den Himmel in uns erbauen.
Wer hindert uns daran? Nur wir selbst!
Es ist unser Ehrgeiz, unser Stolz und Neid;
es ist unsere Gleichgültigkeit und Trägheit;
es ist unsere Beeinflussbarkeit und unsere selbstgewählte Abhängigkeit;
es ist unser tägliches Denken, Reden und Handeln;
es sind unsere Zweifel, Sorgen, Befürchtungen und Ängste.
Das Paradies wird uns nicht gegeben,
wir müssen es selbst erschaffen, - in uns und um uns!
Wenn wir mit uns und der Welt im Reinen sind,
dann ist auch die Welt mit uns im Reinen;
dann reinigt und klärt sich unsere Umgebung;
dann verwandeln sich die Menschen und Dinge um uns herum.
Unsere Wahr – nehmung wird ganz anders.
Wir sind nun einmal mit unserer Umgebung verbunden
und unser Verhalten und unsere Einstellungen
wirken sich auf die anderen aus;
genau so,
wie auch die anderen mich und mein Verhalten beeinflussen.
Lasst uns doch immer unser Bestes geben und uns darin ergänzen.
Lasst uns doch gemeinsam den Himmel auf Erden erbauen.
Lasst uns doch das liebevolle Wir verwirklichen.
Lasst uns doch wie Kinder, wie Söhne und Töchter Gottes handeln,
verantwortlich für uns selbst und auch für andere.
Irgendjemand muss doch irgendwann damit anfangen.
Warum also nicht ich und Du?
Warum nicht ab heute?

