Freundlichkeit - Beziehung
Hallo Du,
das Geringste,
was ich mir und einem anderen geben kann, ist Freundlichkeit.
Freunde zu haben und Freund zu sein, ist Beziehung;
freundlich sein, schafft Beziehung.
Indem ich freundlich bin,
achte ich den anderen,
gehe ich auf ihn ein,
respektiere ich die Unterschiede zwischen uns,
schenke ich ihm meine Aufmerksamkeit
und einen Teil meiner kostbaren Zeit.
Freundlichkeit kostet nichts,
- außer manchmal Überwindung -,
denn sie kommt aus dem Herzen
und was von dort kommt, ist unerschöpflich.
Freundlichkeit ist geduldig,
besonders bei den Menschen,
mit denen wir nicht so gut zurechtkommen.
Freundlichkeit ist ein Same, der ausgesät wird
und aus dem ein Baum der Freundschaft wächst.
Freundlichkeit übersieht die Schwächen der anderen
und trägt sie mit.
Jeder von uns sollte seinen Mitmenschen „zu Gefallen sein“,
ihm Gefälligkeiten erweisen
und damit Beziehung und Gemeinschaft fördern.
Es kommt nicht darauf an,
wie schön, nett, intelligent oder gebildet jemand ist,
sondern nur darauf, dass er ist.
Wir gehören zusammen, weil wir Menschen sind
und weil wir Gemeinschaft zum Leben brauchen.
Wir gehören zusammen, weil alle Menschen
eine zarte, empfindsame Seele haben,
die Beziehung braucht und möchte,
die leben möchte und darf.
In einer Familie zählt nicht,
wer oder was jemand ist,
was er hat oder nicht hat,
sondern nur, dass er ist,
nur dass er lebt und dazugehört.
Freundlichkeit nimmt den anderen so an,
wie er gerade ist,
und sie lädt ihn ein, sie ermöglicht es ihm,
ebenfalls freundlich zu sein oder zu werden.
Manche leidgeprüften Menschen
können nur dann freundlich sein,
wenn sie sich sicher fühlen,
wenn sie mit jemandem vertraut sind,
wenn sie sich angenommen wissen,
aber Deine Freundlichkeit befreit sie
und heilt ihre alten Wunden.

