Freundlichkeit (Jak 3,13)
Hallo Du,
hasst Du auch schon einmal erlebt, dass Du von wildfremden Menschen
überaus freundlich begrüßt und aufgenommen wurdest?
Diese angenehme Situationen und freundliche Herzlichkeit,
dieses unvoreingenommene, liebenswürdige Entgegenkommen,
dieses Hemmnisse und Schranken überwindende Verhalten
werde ich in meinem Leben nie vergessen und ich wünsche mir,
dass ich diese erlebte Freundlichkeit übernehmen und weitergeben kann.
Es ist schon eine besondere Gabe,
im Umgang mit anderen, besonders mit fremden Menschen,
liebenswürdig und zuvorkommend sein zu können
und eine Herzlichkeit und Wärme zu verbreiten,
die gütige Aufnahme vornimmt,
die wohlwollende Liebe vermittelt,
die aufrichtiges Vertrauen beinhaltet,
die entgegenkommende Freundschaft anbietet,
die großzügige Zuwendung und Annahme signalisiert.
Menschen, die das können, sind von innen heraus ausgeglichen,
aufgeschlossen, vertrauensvoll und gastfreundlich.
Sie schauen den anderen in die Seele
und verbinden sie mit ihrer eigenen in Mitmenschlichkeit.
Sie kennen die Schätze der Andersartigkeit
und sie genießen die Begegnung als unwiederbringliche Möglichkeit,
Menschen und Ihre einmaligen Eigenschaften kennen zu lernen
und sie, und Gott durch ihre dankbare Freundlichkeit zu ehren und zu preisen.
Wahre Freundlichkeit ist nicht willentlich aufgesetzt,
sie kommt aus einem überlaufenden, weiten Herzen,
aus einer unbeschwerten Seele,
aus einem offenen, fröhlichen Geist
und aus warmherzig lächelnden, strahlenden Augen.
Wahre Freundlichkeit ist eine Lebenseinstellung,
eine besondere, vorbildliche Lebensführung,
ein kluges, gütiges und weises Verhalten,
ein Achten und Würdigen von anderen und sich selbst.
„Wer von euch meint, klug und weise zu sein,
der soll das durch sein ganzes Leben zu erkennen geben,
besonders durch seine Freundlichkeit und Güte.
Sie sind Kennzeichen der wahren Weisheit.“ (Jak 3,13)

