Schwerin
Wie tief bist du gesunken? – Ich werde dich erheben! (5. Mo 28,9)
Der HERR wird dich zum Heiligen Volk für sich erheben, wie er dir
geschworen hat, weil du die Gebote des HERRN, deines Gottes,
hältst und in seinen Wegen wandelst. (5. Mo 28,9)
„Hallo Du, ich rufe dich!
Ich möchte dich erheben.
Höre auf meine Stimme in dir.
Ich bin dein Gott, deine Zukunft.
Betrachte dich jetzt bitte einmal selbst:
Es geht dir nicht gut.
Immer wieder leidest du und dein Leid nimmt kein Ende.
Wie viele Freunde hast du noch, die treu zu dir stehen?
Wie viel Freude hast du noch in deinem engen Leben?
Wie dunkel ist es in dir und um dich herum?
Lebst du noch, oder bist auch du irgendwo im Leben gefangen?
Sinkst du immer noch tiefer in Unglück, Einsamkeit und Krankheit?
Ich nehme an, dass diese Fragen dir viel sagen
und dass du dich fürchtest, die Ursachen deines Elends zu ergründen.
Du möchtest dein Tal verlassen, aber irgendetwas hindert dich daran.
Du suchst verzweifelt einen Weg, der dich zurück ins Lebensglück bringt.
Du bist ermattet und hast nicht genug Kraft, um dir selbst zu helfen.
Du wartest auf jemanden oder etwas, das dich befreit und erlöst.
Diese Fragen erinnern dich an deine wunden Punkte
und sie möchten dich dazu aufrütteln,
dich nicht voller Selbstmitleid deinem vermeintlichen Schicksal hinzugeben,
sondern den Weg zu finden, der dich aus deiner Enge herausführt.
Es gibt diesen Weg den du suchst und da du weißt, wie es um dich steht.
Du hast nicht viele Alternativen.
Ich dein Herr und Gott sage dir:
Ich bin das Leben - und mein Sohn, Jesus der Christus, ist der Weg zu mir.
Kein Leid ist so schwer und keine Tal so tief, dass es nicht einen Weg heraus gäbe.
Sicherlich, du hast es mehrfach versucht,
doch letztlich hast du erkannt,
dass du es nicht aus eigener Kraft schaffen kannst.
Du bist gefangen in deinen Bindungen und Umständen
und du befürchtest, dass alles noch schlimmer kommen könnte,
wenn du dich bewegst oder auch wenn du einfach alles geschehen lässt.
Und das würde wahrscheinlich sogar so sein,
wenn du weiterhin in die verkehrte Richtung gehst.
Du kannst in deiner Situation nicht erkennen,
was die Richtige oder die falsche Richtung für dich ist,
aber ich kann es.
Ich sehe, wie du in deiner Angst, in deinem Leid und in deiner Blindheit leidest.
Ich sehe, wie du dem Lug und Trug der Welt entfliehen möchtest.
Ich sehe, dass du dich nach Ruhe, innerem Frieden und nach Geborgenheit sehnst,
nach einem Ort, wo du geliebt wirst und wo du zuhause bist.
Ich bin deine Hoffnung.
Ich bin die Liebe, die du suchst.
Nur ich bin deine Geborgenheit.
Ich rufe dich bei deinem Namen, hörst du mich nicht.
Ich bin dein Gewissen, deine Sehnsucht, deine Freude.
Du kannst mich hören, wenn deine Gedanken nicht mehr nur um dich selbst kreisen,
um dein schweres Schicksal,
um deinen Vorteil, um dein Pech, um dein Leid, um deine Krankheit,
um deine Schönheit und Eitelkeit,
um deine vermeintliche Hässlichkeit und Benachteiligung
oder um deinen Hass, deine Rache, deinen Neid und deine Hochnäsigkeit,
also um deine Erwartungen, Vorstellungen und Forderungen,
um deinen eigenen Willen und dein ständiges, selbstbezogenes Wollen.
Du möchtest deinen Kopf durchsetzen, so oder so.
In deiner Fixiertheit auf dich selbst bist du taub und blind.
Du hast dich zum Maßstab
und deinen Verstand zu deinem Herrn gemacht, aber du bist beides nicht.
Du belügst dich selbst, weil du etwas sein möchtest, was du nicht bist.
Deswegen täuscht dich dein Verstand.
Er suggeriert dir Macht, Herrlichkeit oder Minderwertigkeit.
Du bildest dir ein, was du sein möchtest und glaubst du wärst es.
Die Welt und deine Mitmenschen aber erkennen das nicht an.
Sie durchschauen dich.
Und um nicht als Lügner oder Lügnerin dazustehen,
verstrickst du dich immer tiefer in deine Scheinwelt und versteckst dich
(aus Unsicherheit) noch raffinierter hinter einer Maske aus Falschheit
und hinter Panzern aus Stolz, Hochmut und Täuschung.
Jede Lüge führt nur zu einer noch größeren Lüge,
jede Halbwahrheit ist eine Verdrehung der Wahrheit,
jede Behauptung wird hohl, unglaubwürdig und leer.
Ich bin der Herr, dein Gott.
Ich bin dein Maßstab und deine Rettung.
Ich bin dein Schöpfer und dein geistlicher Vater,
und deshalb liebe ich dich - trotzdem.
Ich möchte dich auf den rechten Pfad führen.
Ich möchte dir Erkenntnis geben, dass du dich und die Welt verstehst.
Ich möchte, dass du in meinem Licht und meinem Geist erleuchtet,
ständig mit mir verbunden,
freiwillig und selbstständig liebst, denkst, fühlst, sprichst, dankst und handelst.
Das ist dir zu kompliziert?
Dafür gibt es Menschen, reife Christen,
die diesen Weg bereits vor dir gegangen sind
und die dich stützen, ermutigen, beraten und begleiten können.
Jeder trägt seine eigene Last und hat deshalb seinen eigenen Weg zu mir,
aber wer sich - wie diese - nicht mehr selbst im Mittelpunkt sieht,
kann anderen ins Herz schauen und sie verstehen.
Er kann ihr Leid ermessen und sie trösten.
Er kann ihnen Leuchtturm und Wegweiser sein, wenn sie es zulassen.
So höre was beispielhaft geschah und wir ich wirke!“
Ich, der Schreiber dieser Zeilen, saß in einer tiefen, tiefen Patsche.
Ich hatte schwere Schuld auf mich geladen und mich nahezu unlösbar darin verstrickt.
Ich genoss den unbestreitbare Vorteile und wollte ihn nicht mehr missen,
aber ich litt auch unter den Folgen und Konsequenzen.
Immer wieder regte sich mein Gewissen.
Es ließ sich nicht unterdrücken und es ließ mich nicht mehr zur Ruhe kommen.
Obwohl es mir äußerlich scheinbar gut ging, ging es mir innerlich immer schlechter.
Bildlich sah ich mich in einem sehr tiefen Loch,
eingesperrt in Angst, Verlassenheit und Ausweglosigkeit.
Ängstlich und gelähmt blickte ich wie gebannt nach unten
und ich sah mich immer tiefer in den Abgrund sinken,
obwohl ich längst mehr tot als lebend war.
Und meine Leid, mein Unglück und meine Schmerzen
nahmen tatsächlich noch weiter zu.
Irgendwann aber waren der Leidensdruck und die Verzweiflung so groß,
dass ich erkannte, „Ich schaffe es nicht alleine! – Ich brauche Hilfe.“
Und in meiner übergroßen Not erhob ich den Kopf und schrie in Richtung Himmel:
„Gott, wenn es dich gibt, dann helfe mir! – Wenn du da bist, dann zeige dich!
Ich komme ohne dich nicht mehr weiter! Ich brauche dich!
Hole mich aus diesem tiefen, dunklen Loch und meinem Elend!
Ich möchte mich von dir führen und mich von dir retten lassen!“
Und indem ich den Kopf hob und schrie, sah ich am oberen Ende des Loches
ein winziges Stück Himmel; einen Hoffnungsschimmer, ein neues Ziel.
Hoffnung durchströmte mich und die Angst verschwand.
Ich empfand erstmals nach Jahren Frieden im Herzen.
Ich setzte mich ergriffen und weinte (völlig überrascht)
Tränen der Dankbarkeit, Freude und des unverhofften Glücks.
In diesem Moment hatte ich verstanden und wusste ich:
Immer wenn ich zu Gott aufschaue, immer wenn ich in sein Licht schaue,
dann näherte ich mich ihm. Darin fand ich Ruhe und Orientierung.
Darin fand ich liebevolles „angenommen und verändert werden“.
Immer wenn ich ins Licht schaute, ging es aufwärts.
Immer wenn ich mich Gott zuwandte und mich für ihn öffnete, war er bei mir.
Es war (und ist immer noch) unglaublich!
Ich hatte Gott angefleht und erhielt prompt Antwort.
Ich hatte mich an etwas
- für mich bis dahin irreales, fremdes und weit entferntes -
gewendet und plötzlich ist es fühlbar, nah, real und wirklich!
Ich hatte mich hoffend, indirekt vertrauend, dem Guten zugewendet und es wurde.
Kein Zweifel:
Dieser Gott ist real. Er ist da. Er ist gnädig und gütig.
Er liebt, verzeiht und hilft auf.
Er spricht auf seine Art mit uns und führt ans und ins Licht.
Nachdem ich gelernt hatte, mich mit meinen Sorgen und Problemen,
also mit dem, was ich zu meinen Sorgen und Problemen machte,
mich vertrauensvoll an ihn zu wenden, ihn in mein Leben einzubeziehen,
ihm mein Inneres offen zu legen, ihm zu danken und ihn zu bitten,
ihn zu suchen und ihn näher kennen zu lernen,
geschah noch etwas wunderbares.
In meinem Loch ging es mit mir langsam und stetig aufwärts,
doch während eines Gebets floss plötzlich Wasser von oben in die Grube
und nach anfänglicher Angst zu ertrinken, bemerkte ich,
dass ich schwimme und dass das Wasser mich mühelos nach oben brachte,
dem Licht entgegen, zurück auf die Erde, zurück ins Leben.
Es wurde mir bewusst, dass dieses Wasser das Wort Gottes war,
das ich gelesen hatte und das in mir wirkte,
das mich veränderte und dem Himmel entgegenbrachte.
Und wieder hatte ich etwas ganz Wichtiges gelernt:
Das, was ich aufnehme, verändert mich, richtet mich aus und führt mich.
Wenn ich Gottes Wort esse, werde ich genährt, gestärkt und geführt.
Wenn ich mich von Gottes Wort leiten lasse, geschieht Rettung und
Heilung von selbst.
Wer einmal in solch einem tiefen Loch gesessen und gelitten hat,
möchte nie wieder da hinein.
Wer einmal diese gnädige Errettung am eigenen Leib erfahren hat,
möchte nie wieder ohne diesen gnädigen, barmherzigen Gott sein.
Wie er ist und sein kann, hatte ich hautnah erfahren.
Wer er wirklich ist, wollte ich lernen.
Ich hörte viel über ihn und las in der Bibel und in anderen Büchern
viel von ihm.
Ich lernte dabei Jesus kennen - und damit ihn.
Ich werde immer weiter zu ihm hingezogen und verändert.
Ich bin ihm gehorsam und gehe seine (mir oft unverständlichen) Schritte.
Ich lebe mein Leben für ihn und werde dabei reich beschenkt.
Ich liebe und bin liebevoll, weil ich nicht mehr anders kann
und auch nicht mehr anders möchte.
Er spricht laut und deutlich:
„Höre, sehe, ich bin!
Ich bin tatsächlich.
Ich war, bin und werde sein.
Noch lebst du in der Zeit und bist begrenzt, ich aber kenne weder Zeit
noch Raum.
Ich bin unbegrenzt, allgegenwärtig, allmächtig.
Ich bin der Schöpfer von allem. Ich bin alles!
Alles ist ein Teil von mir, auch du!
Wenn du mich rufst, bin ich da.
Wenn du mich als deinen Schöpfer anerkennst
und dich von mir freiwillig leiten lässt,
dann darf, kann und werde ich dich führen, erretten und heilen.
Ich habe dir einen freien Willen gegeben,
damit du dich für oder gegen mich entscheiden kannst.
Bisher wolltest du alleine gehen und habe dich gehen lassen,
weil ich wusste, wohin dich das führt und weil ich hoffte,
dass du den Weg zu mir findest.
Selbst in deinen dunkelsten Stunden war ich bei dir,
habe dich vor Schlimmerem bewahrt und dich gerufen.
Ich habe die Hoffnung auf dich nie aufgegeben.
Jetzt bist du dich tatsächlich freiwillig zu mir gekommen
und hast Vertrauen in mich gesetzt.
Jetzt hast du mir deine Türe geöffnet,
sodass ich zu dir kommen und in dir wirken darf.
Jetzt hast du dich offen zu mir bekannt und bist mir treu.
Nun kann ich dir zeigen, wer und wie ich wirklich bin.
Ich zeige es dir durch Jesus, in dem ich Mensch geworden bin,
damit du mich besser verstehen kannst und damit du ein
Vorbild hast.
Und ich zeige es dir durch meine biblischen Worte und durch
andere Menschen, die den Weg zu mir bereits gegangen sind.
Finde Jesus und verstehe ihn.
Er ist die Tür zu mir.
Er ist der Wegweiser.
Werde wie er, immer mehr und immer stärker.
Ich werde dich führen und dabei unterstützen.
Ich werde dich adeln und in meine Familie aufnehmen.
Ich mache auch dich zu meinem Sohn und sogar zu meinem Erben.
An meinem Reichtum, an meiner Kraft und Herrlichkeit sollst du teilhaben.
Du darfst und sollst werden wie Jesus.
Du wirst zu meinem Stellvertreter auf Erden.
Du siehst, hörst und empfindest für mich.
Du handelst für mich an anderen und ich wirke durch dich.
Ich wohne in dir und werde immer mit dir sein.
Du bist ein Teil von mir und ich werde immer stärker in dir.
Ich verändere dich gänzlich, deine Persönlichkeit und deinen Charakter.
Ich mache dich zu einem völlig neuen Menschen, weil ich dich so brauche.
Du wirst mit mir mein Reich ausbauen und Menschen zu ihrem Seelenheil führen.
Du wirst ihnen zeigen, wie sehr ich sie liebe und achte, wie sehr ich sie vermisse.
Ich werde dich dafür erleuchten,
damit sie mich in dir erkennen können,
damit sie dir vertrauen und sich von dir anleiten lassen,
damit du ihnen den Weg ebnen und sie zu mir, zum wahren Leben führen kannst.
Du darfst und sollst ihnen zeigen,
wer und wie ich wirklich bin und wer ich für sie sein könnte,
so, wie ich es dir gezeigt habe.
Und, zeige ihnen auch meine Liebe und Kraft, die ich in dich lege.
Beweise ihnen meine uneingeschränkte und ewig währende Gnade.
Zeige ihnen, was Dankbarkeit bedeutet und dass sie zu Freude und Erfüllung führt.
Lasse sie an deiner Lebensfreude teilhaben und sei ihnen Vorbild und Beispiel.
Liebe sie auf meine Weise und ermutige sie, in gleicher Weise zu lieben,
mich, sich selbst und ihre nächsten Mitmenschen.
Auch sie will ich zu meinen Kindern machen.
Auch sie sollen an meinem unendlichen Reichtum teilhaben.
Auch sie sollen helfen, durch Beispiel und Zeugnis,
mein Reich der Liebe und des Guten auszubauen.
Erhebe sie über kleinliches Gezänk, unnötigen Streit und hilfloses Jammern,
über kalten Verstand und herzloses Fühlen,
über liebloses Streben und Streiten
und führe sie
in eine feste Beziehung und vertrauensvolle Verbindung zu mir.
Ich segne dich und alle die du für mich segnest.
Ich schütze dich und alle, die du zu mir führst.
Ich ermächtige dich und alle, die mich suchen.
Ich erhebe dich und alle, die sich von mir erheben lassen.
Ich bin der Herr, dein Gott!
Ich bin dein Vater seit Anbeginn.
Ich bin die Liebe, das Leben.
Ich bin, immer und überall.
Deine Treue zu mir ist deine Freude
und dein Vertrauen in mich der Grund meiner Gnade.
Deine Gebete öffnen für mich Türen
und deine Bitten erweichen mein Herz.
Deine Worte kommen von mir
und im Geiste sind wir eins.
Fürchte dich nicht!
Gehe!
Ich bin da.

