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Wie steht es um die Familie? (1.Tim 5,4)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Wie steht es um die Familie? (1.Tim 5,4)

 

Sind aber Kinder oder Enkel da, dann sollen diese lernen,

zuerst in der eigenen Familie Gottes Willen zu tun und ihre

Angehörigen zu versorgen. Es gefällt Gott, wenn sie auf diese

Weise ihre Dankbarkeit zeigen für das, was sie von ihnen

empfangen haben. (1.Tim 5,4)

 

Hallo Du,

die Familie ist Kern und Zentrum des Gemeinwesens, jedes

Staates. Sie kann nur dann ihre Funktion erfüllen, wenn Eltern

liebevoll, verantwortungsbewusst und vorbildlich und sich einig

sind und Kinder gehorsam und einfügsam. Die Familie ist stabil

und fruchtbar, wenn jedes Familienmitglied sich in ihr einbringt

und seinen Teil zum gemeinsamen Gelingen beiträgt.

 

Die Familie ist der Ursprung des menschlichen Fortbestandes.

Sie ist der Entstehungsort von Lebensmustern, Lebensein-

stellungen und Leitwerten. Sie ist das wichtigste Lern- und

Übungsfeld für eine geregelte, geordnete, soziale und emotionale

Interaktion mit anderen, für den Gefühls- und Gedankenaustausch,

für die Entwicklung von Denken, Sprache, Verhalten und Tun im

Miteinander, für elementare Einstellungen wie z.B. Respekt und

Achtung vor der Würde und Eigenständigkeit von anderen und

andersdenkenden.

Sie ist Spielwiese und Freiraum zum Einüben von gegenseitiger

Liebe, von Zuwendung und Geduld, von Freundlichkeit und Güte,

von Sanftmut, Treue, Verständnis und Selbstbeherrschung, von

Aufmerksamkeit, Gehorsam und Anstand.

In ihr sollten alle ihr Bestes geben und zu ihrem Besten kommen,

damit sie werden, was sie sein könnten, damit sie das entwickeln

können, was noch verborgen in ihnen ist.

In ihr sollte man Zuwendung, Anregung, Vorbild und Bestärkung

finden, ebenso Schutz, Sicherheit und Geborgenheit, wie auch

Vertrauen, Anteilnahme, Frieden und Freude, damit man mutig und

stark und zuversichtlich durchs Leben gehen kann.

 

Doch wie sieht die Realität von Familie aus? Oft genug ist die

Kernfamilie (oder auch die Großfamilie mit Großeltern und Enkeln

und allen anderen Verwandten) lediglich eine gegenseitige

Duldungsherausforderung, ein gefährliches Kampffeld, eine

schlappe Schlafgemeinschaft oder eine unpersönliche

Gefängnisgemeinschaft von bzw. für selbstbezogenen Individuen.

In ihr spiegeln sich ungefiltert die Abartigkeit der Spaß- und

Leistungsgesellschaft, die Verantwortungslosigkeit von Politik und

Wirtschaft sowie die heruntergekommene Moral der Umwelt und

der Eltern.

 

Ist Familie noch der Ort, an dem wir Zeit füreinander haben, an dem

wir gemeinsam Essen, Hoffen und Entscheiden, das Beste vonein-

ander lernen, miteinander spielen, lachen und weinen,

untereinander vertrauen, füreinander da sind und einstehen,

einander beistehen, aneinander Freude haben, umeinander besorgt

sind, uns gegenseitig stützen und zusammengehören.

Ist Familie der Ort, an dem wir Beispiel von unserem Glauben geben,

an dem wir von Gott und unserem Glauben reden, miteinander und

füreinander beten, in zuversichtlichem Gottvertrauen

und Gehorsam leben, Gott gemeinsam loben und preisen, ihm danken

und andere darin einbeziehen?

 

Wie soll das möglich sein, wenn Papa oder Mama oder beide nicht

zuhause sind, weil sie Geld für überteuerte Lebenshaltungskosten und

zu hohe Steuern und Abgaben verdienen müssen.

Wie soll das möglich sein, wenn sie überarbeitet, entnervt und kraftlos

von der Arbeit nachhause kommen, wenn sie unter Arbeitsverdichtung,

Stress, Überforderung und Entmenschlichung am Arbeitsplatz leiden,

wenn Familienmitglieder vom Fernseher oder vom Computer in den

Bann gezogen und in Beschlag genommen wird, wenn man sich keine

Zeit mehr füreinander nimmt, wenn man Nähe meidet und nur noch an

sich selbst denkt, wenn es vorrangig nur noch ums eigene bestehen

und überleben geht?

 

Wie soll das möglich sein, wenn Probleme, Nöte oder Schulden sich

unüberwindbar auftürmen und Hilfe oder Beistand nicht vorhanden

sind, weil jeder sich selbst der Nächste ist?

Wie soll das möglich sein, wenn der Arbeitsplatz weit vom Wohnort

entfernt ist und/oder wenn hilfsbereite Familienangehörige zu weit

entfernt wohnen?

 

Da sind die drei Gründe fast verständlich, die Deutsche gegen eine

Familiengründung nennen:

  1. Der Wunsch, lieber frei und unabhängig zu bleiben (62 %).

  2. Das Gefühl, sich den eigenen Lebensstandard mit Kindern nicht 
    mehr leisten zu können (61 %).
  1. Die eigene berufliche Karriere, dann vernachlässigen zu müssen
    (59 %).

 

Dann ist es wohl auch besser, dass Kinder solchen Eltern nicht

geboren werden. Denn Kinder brauchen Bindung, Nähe, Pflege,

Führung, Anleitung, Ermutigung, Orientierung, Aufsicht und

Beschäftigung, um sich entwickeln zu können und zu eigenen

Persönlichkeiten heranzuwachsen.

 

Bekommen sie das nicht, entstehen in ihnen Entwicklungs- und

Verhaltensstörungen, Hemmungen und Blockaden, Minderwertigkeit

oder Aggression, Gleichgültigkeit oder Aufdringlichkeit, Lethargie,

ADHS oder Borderline.

 

Ein Lebensstandard in Wohlstand ist für Kinder nicht wichtig, Liebe

und Ansprache und Anteilnahme und gemeinsam verbrachte Zeiten

schon. Wem die eigene Karriere wichtiger ist als eine Familie, der

hat Defizite aus der Kindheit, der will auffallen, beachtet werden, sich

beweisen, aus seiner inneren Armut und seinem seelischen Mangel

ausbrechen; der will zeigen, dass auch er oder sie dazu gehört und

wertvoll und wichtig ist. Kinder sind immer ein Spiegel dessen, was

sie erleben und aufnehmen, dessen wer sie ‚gebildet‘ hat.

 

Bedenkt man dann noch, dass bei den verbleibenden 40 %, die eine

Familie gründen, mindestens jede zweite Beziehung scheitert und der

Trennung oft langjährige Streitereien vorausgehen, dann kann man

das Leid der Betroffenen ermessen. Die Folge davon sind zerrüttete

Familien, erschütterte Menschen, verletzte Seelen, verlorene Kinder.

Die Folgen davon sind auch Alleinerziehendenbelastung,

Sorgerechtsauseinandersetzungen mit einem Hin- und Hergeschiebe

von Kindern als Streitobjekte sowie Orientierungslosigkeit, Haltlosigkeit,

Ängste und Verunsicherung aller Beteiligten.

Kürzlich hörte ich von einem verhaltensgestörten und aggressiven

zehnjährigen Kind, das jeweils 14 Tage im Wechsel bei Mutter oder

Vater wohnt, damit das Kindergeld ‚gerecht‘ zu gleichen Teilen an die

Elternteile gehen kann. Das ist für ein Kind grausam! Das zeigt den

Kampf zwischen lieblosen Eltern.

 

Wie kann eine Familie heil und segensreich sein und allen Mitgliedern

Halt und Geborgenheit vermitteln, wenn Eltern ihre fürsorgende Rolle

und Aufgabe nicht wahrnehmen wollen oder können, wenn sie nicht

zuverlässig sind, wenn sie sich trennen und nicht mehr am gleichen

Erziehungsstrang ziehen, wenn Kinder nicht mehr gehorsam, sondern

geschädigt und aufmüpfig sind, wenn Liebe und Geduld und

Einfühlungsvermögen und Gemeinschaft nicht (vor)gelebt werden,

wenn sie ständig in egoistischem Zank und Streit verängstigt und

verunsichert werden.

 

Wie kann man in einer Gruppe sein Bestes entwickeln, wenn man

ständig vor Willkür oder Strafe bzw. vor Ärger oder Gewalt den Kopf

einziehen muss.

 

Das Schlimmste aber ist, dass alle Erfahrungen in der Familie prägende

Grundlagen fürs ganze Leben sind. Diese Erlebnisse speichern sich im

Unterbewusstsein und werden zum Maßstab für eigenes Elternverhalten

und damit auch zum Konfliktthema zwischen den Eltern.

Sie sind kaum zu korrigieren. Sie pflanzen sich fort und werden zur

unreflektierten, beispielfolgenden Erziehungsgrundlage für die Kinder,

Enkel und Urenkel.

Deswegen ist eine gute und konsequente und verantwortungsvolle und

wertebezogene und ehrliche Erziehung so wichtig.

Deswegen sind unterstützende Elternkurse mit Erziehungshilfen wichtig,

damit der verhängnisvolle Erziehungskreislauf schneller unterbrochen

wird.

Deswegen ist eine Rückbesinnung auf die tragenden und schützenden

Leitwerte der Bibel notwendig.

 

Gott sagt in 4.Mo 14,18:

`Ich bin der Herr. Meine Geduld, meine Liebe und Treue sind groß.

Ich vergebe Sünde und Unrecht. Und trotzdem lasse ich die Sünde

nicht ungestraft, sondern bestrafe die Kinder für die Sünden ihrer

Eltern bis in die dritte und vierte Generation. ´

 

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Kinder übernehmen Eigenschaften vorwiegend von ihren Eltern,

von denen sie abhängig sein, auf die sie angewiesen sind, mit denen

sie die meiste Zeit verbringen und die sie am besten kennen.

Das gilt sowohl für die guten, wie auch leider für alle schlechten

Eigenschaften.

 

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass diese fatale

Familiensituation ohne grundlegende Änderung immer schlimmer

wird und die Kinder, die in ihr aufwachsen immer stärker geschwächt

und verbogen werden.

Es schmerzt erkennen zu müssen, dass unser Gesellschaftssystem

familienunfreundlich ist, dass es beschädigte, verletzte und entmutigte

Menschen erzeugt, die man leicht manipulieren und übervorteilen kann.


Es ist beängstigend, dass der voranschreitende Individualisierungs­

prozess und der gegenseitige Entfremdungsprozess politisch gewollt

und fiskalisch notwendig ist, um Steuereinnahmen zu erhöhen und

den von Politikern zu verantwortendem Schuldenberg zu verringern.

 

Es ist traurig, dass sich in der politisch propagierten Leistungsgesell-

schaft wenige die Taschen vollstopfen und viele als moderne

Arbeitssklaven herhalten müssen.

 

Wer entscheidet über Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsmenge,

Einkommenshöhe, Unternehmensziele und gesellschaftliche Leitwerte?

Das ist die Führungsschicht, das ist die Wirtschaft und die mit ihr

verbandelte Politik, das sind gewinnorientierte Menschen, die vorrangig

ihren eigenen Vorteil sehen.

 

Weshalb sonst werden Mann und Frau noch immer für gleiche Arbeit

unterschiedlich bezahlt?

Weshalb sonst kann man nicht mehr von einem Einkommen in einer

Familie leben?

Weshalb sonst ist die Teuerungsrate trotz Währungsschnitt durch den

Euro so hoch?

Weshalb sonst werden Schülerinnen und Schüler in den Schulen mehr

auf Wirtschaftskonformität getrimmt, als auf Persönlichkeitsentwicklung?

Weshalb sonst werden nicht ihre jeweiligen Begabungen und deren

Entwicklung als zentrale Bildungsziele gesehen?

Weshalb sonst wird die Lebensarbeitszeit immer weiter verlängert,

werden Burnout immer häufiger, nehmen psychische und psycho-

somatische Erkrankungen immer stärker zu?

 

In dieser gefallenen Welt ist nur eines sicher: Die Macht- oder Geldgier

einiger ‚Beherrscher‘ geschieht auf Kosten der Allgemeinheit!

Seit Menschengedenken hat sich daran nichts geändert.

 

 

Die Bibel sagt in Lk 11,17: Jesus kannte ihre Gedanken und sagte:

"Ein Staat, in dem verschiedene Herrscher um die Macht kämpfen,

steht vor dem Untergang; und eine Familie, die ständig in Zank

und Streit lebt, bricht (zum Schaden aller) auseinander.

 

Und weil die Familie Zentralstelle und natürliche Ausbildungsstelle für

den menschlichen Charakter und die mitmenschlichen Tugenden sind,

sollte ihr Schutz und ihre Stabilität wieder erhöht und die Ursachen für

familiären Zank und Streit vermindert werden. Das ist eine Forderung

an die Politik.

Und weil die Situation für Familien so verfahren ist und weil der

einzelne Mensch aus sich heraus kaum etwas dagegen unternehmen

kann, sollten das Wort Gottes und seine Ordnung, sein Geist und

seine Führung, wieder Einzug in die Familien und in die Erziehung

der Kinder finden. Wie sonst könnten Kinder oder Enkel in der eigenen

Familie zuerst lernen, was Gottes Wille ist und ihn zu tun. Das ist eine

Bitte an alle Eltern.

 

Sind aber Kinder oder Enkel da, dann sollen diese lernen, zuerst in

der eigenen Familie Gottes Willen zu tun und ihre Angehörigen zu

versorgen. Es gefällt Gott, wenn sie auf diese Weise ihre Dankbarkeit

zeigen für das, was sie von ihnen empfangen haben. (1.Tim 5,4)

 

Das würde so manchem unnötige Schmerzen, Leiden und Zweifel

ersparen und sie schneller in den Segen Gottes bringen, in Zufrieden-

heit, Dankbarkeit, Lebenssinn und Lebenserfüllung.

 

Was Kinder in der Familie lernen sollten aber nicht können, lernen sie

dann als Erwachsene auf dem steinigen Weg zu ihrer Bestimmung,

zu Gott.

Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe aus Unkenntnis so manche

Fehler begangen, die weltlich gesehen keine besonderen Fehler sind.

Aber heute erkenne ich das Generationenproblem immer deutlicher

und bin froh, heute ein staunendes und dankbares Kind zu sein, ein

altes Kind Gottes.

 

So werden Erwachsene und Alte wieder zu Kindern, um in Gottes

Glaubensfamilie aufgenommen zu werden, um Vergebung für ihre

Fehler zu bekommen, um aus ihren vielfältigen Abhängigkeiten

wieder befreit zu werden, um der Mühsal, Hektik und Falschheit der

Welt zu entkommen und bei Gott Geborgenheit und innerem Frieden

zu finden.