Schuld
Hallo Du,
ich trage Schuld,
wenn ich mich in meinem Denken, Handeln und Verhalten
weit von den Vorstellungen Gottes entfernt habe,
wenn ich gegen seine Gebote
oder gegen menschliche Vorgaben und Gesetze verstoßen habe,
wenn ich für einen unheilvollen
und strafwürdigen Vorgang verantwortlich bin,
wenn ich mir selbst die Schuld dafür gebe,
etwas Verwerfliches getan
oder etwas Wichtiges nicht getan zu haben.
Manche Menschen wollen mir Schuld einreden,
mir die Schuld in die Schuhe schieben,
für etwas, das ich nicht getan habe,
für etwas, das sie angestellt haben, aber nicht verantworten wollen,
für etwas, das sie gerne gehabt hätten, aber nicht bekommen haben,
für etwas, das ihren eigenen, hohen moralischen Ansprüchen nicht genügt,
um von sich und ihrem eigenen schuldhaften Verhalten abzulenken,
um mich klein und gefügig zu machen,
um mich von ihrem Wohlwollen abhängig zu halten,
um mich zu verunsichern, einzuengen und auszunutzen.
Um aus diesem Teufelskreis herauszukommen,
muss ich mich unabhängig machen
von Vorstellungen und Erwartungen,
von Vorgaben, Auflagen und Zwängen,
von Launen und Machtgelüsten,
von der Zustimmung und Anerkennung anderer,
indem ich mich auf höhere, anerkannte ethische Grundwerte beziehe.
Solche Grundwerte werden in der Bibel genannt.
Es sind die zehn Gebote Gottes des alten Testaments
und das höchste Gebot des neuen Testaments:
«Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben
mit deinem ganzen Herzen, von ganzer Seele,
mit aller Kraft und deinem ganzen Verstand.
Und auch deinen Mitmenschen sollst du so lieben
wie dich selbst.»
Auf dieser Grundlage entscheidet sich, ob ich gesündigt habe und schuldig bin;
ob ich bekenne, bereue und Gott sowie die Betroffenen um Vergebung bitte.

