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Glaubt ihr, was man euch erzählt? (Gal 3,5)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Glaubt ihr, was man euch erzählt?   (Gal 3,5)

 

Überlegt doch einmal: Wieso gibt Gott euch seinen Geist? Wieso lässt er Wunder bei euch

geschehen? Tut er das, weil ihr die Vorschriften des Gesetzes befolgt, oder tut er es, weil ihr

der Botschaft glaubt, die euch verkündet wurde? (Gal 3,5;NGÜ)

 

Hallo Du,

es gibt so viele 'Schlächtbabbler', 'Dummschwätzer', 'Interessantmacher' und

Märchenerzähler, so viele Lügner, Betrüger und Täuscher, so viele Egoisten, Ausnutzer und

Unlogiker, wenn ich denen allen zuhören und glauben würde, wo käme ich da hin? Ich würde

ständig betrogen, ausgenommen und getäuscht. Ich wäre nur noch unglücklich und

verbittert.

 

Nein, ich bin grundsätzlich Skeptiker. Ich passe auf und bin misstrauisch! Gutgläubigkeit und

Naivität schaden nur! Ich stelle meine Ohren lieber auf Durchzug. Ich höre lieber weg oder

überhöre, was sie sagen. Zuhören? Nein! - Darauf hören? Selbstverständlich nicht! - Ihnen

glauben und ihnen ihre Geschichten abnehmen? Wozu? Das ist doch allein ihre Sache! Das

tue ich mir nicht an! Sie können reden was sie wollen: Ich lasse ihr Gerede bei mir nicht ein!

 

Richtig? Gut so? - Ich weiß nicht. Wo ziehe ich die Grenze? Wer gehört zu den Betrügern,

Schlächtbabblern und Dummschwätzern und wer zu den Guten? Wohin führt mich ein

überstarkes Misstrauen?

Es hält mich in ständiger Vorsicht, Angst und Ablehnung. Das kostet Kraft und verkrampft

mich unnatürlich. Es unterstellt anderen pauschal Schlechtes, Bösartigkeit und Täuschungs-

willen. Ich werte sie ab und mich auf. Ich wehre sie ab und meine Empfindsamkeit ebenfalls.

Und das Schlimmste: Ich verschließe mich auch dem Guten. Ohne Vertrauen gibt es keine

Kontakte und kein Lernen, keine Liebe und keine Weiterentwicklung. Zum Reifen gehören

neben Erfolgen auch Erfahrungen mit Scheitern.

 

Zugegeben, es ist unschön, enttäuscht und (immer wieder) betrogen zu werden. Aber es ist

auch blöd, sich aus Angst und Misstrauen immer weiter zurückzuziehen und abzusondern,

um schädliche Einflüsse zu meiden.

 

Wieso gibt Gott Menschen seinen Geist? - Damit sie im Guten, in Gott, fest verankert und

unangreifbar sind. Damit sie böse Absichten (vorher oder nachher) erkennen und sich jedes

Mal neu davon distanzieren. Damit sie die guten und bösen Geister um sie herum und in

ihnen selbst unterscheiden. Damit sie in der Liebe bleiben und anderen zuhören und erst

danach entscheiden, was sie mit dem Gehörten machen, ob sie es glauben und annehmen

und daraus lernen wollen oder nicht.

 

Als Jesus nach seiner Gefangennahme zu Pilatus gebracht wurde, fragte der ihn:

"Dann bist du also doch ein König?" Jesus antwortete: "Ja, du hast Recht. Ich bin ein König.

Und dazu bin ich Mensch geworden und in diese Welt gekommen, um ihr die Wahrheit zu

bezeugen. Wer bereit ist, auf die Wahrheit zu hören, der hört auf mich." - "Wahrheit?

Was ist das überhaupt?", erwiderte Pilatus. (Joh 18,37-38;HfA)

 

Ja, was ist Wahrheit überhaupt? Gibt es die? Ist sie nicht immer subjektiv geprägt. Hängt sie

nicht immer von Einstellungen, Sichtweisen und Erfahrungen ab? Ist Wahrheit nicht immer

relativ? Halb- und Teilwahrheiten sowie Lebenswahrheiten sind doch auch Wahrheiten,

oder?! Vielleicht sehen wir den Begriff 'Wahrheit' zu gesetzlich, zu absolut, zu schicksalshaft.

 

Nach dem Bedeutungswörterbuch ist Wahrheit, wenn eine Darstellung oder Schilderung

einer auch von anderen erlebten Wirklichkeit entspricht bzw. wenn etwas Gesagtes mit

Geschehenem, Bestehendem und Gedachtem übereinstimmen.

 

Jesus antwortete: "Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben!

Ohne mich kann niemand zum Vater kommen. (Joh 14,6; HfA)

 

Er allein ist absolut wahr und verlässlich, weil er kein eigenes Interesse hat. Schließlich hat er

sogar sein Leben für unser Wohl und Heil, für deines und meines gegeben.

 

Deshalb erklärte er (Jesus) ihnen: "Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, werdet ihr

erkennen, wer ich bin, und einsehen, dass ich nichts von mir aus tue, sondern weitergebe,

was mir mein Vater gesagt hat. (Joh 8,28; HfA)

 

Wir erkennen also erst rückblickend, was wahr und zuverlässig war, dass Jesus in allem die

Wahrheit gesagt hat und dass Gott zuverlässig ist, dass wir ihnen glauben können. Zuerst

kommt das Wagnis des Vertrauens. Aber das ist nicht schlimm, denn gerade das hilft uns,

uns immer stärker an Jesus und an dem von ihm Gesagte und Getane zu orientieren.

 

Wer aber die Wahrheit Gottes liebt und das tut, was er will, der tritt ins Licht! An ihm zeigt

sich: Gott selber bestimmt sein Handeln. (Joh 3,21;HfA)

 

Seltsam, ich glaube den Menschen, was sie mir sagen. Ich weiß, es ist ihre persönliche

Wahrheit. Ich erkenne sie darin. Ich bemerke, wenn etwas nicht stimmt. Ich frage nach und

mache damit bewusst. Ich nehme sie an und ermögliche damit, ebenfalls angenommen zu

werden. Gegenseitig werden durch das Gesagte und Gehörte neue Impulse gesetzt. Wir sind

veränderungsfähig. Ich bin bereit, Altes sterben zu lassen um Neuem Platz zu machen. Das

berührt und öffnet Ohren und Herzen.

Das Gesagte auf Punkt und Komma zu prüfen und zu analysieren und die Unwahrheit

herauszufinden ist gesetzmäßig, rechthaberisch, pingelig sowie wenig liebevoll und hilfreich.

Da kann auch ich nicht bestehen.

 

Denn es heißt in der Schrift: „Verflucht ist jeder, der sich nicht ständig an alles hält, was im

Buch des Gesetzes steht, und der nicht alle seine Vorschriften befolgt.“ (Gal 3,10b;NGÜ)

 

Und wenn ich schon Menschen glaube, umso mehr glaube und vertraue ich Gott, der Liebe

und Gnade und Güte und Barmherzigkeit ist und Jesus, dem Messias, der sich auch für mich

hat kreuzigen lassen und den ich selbst leider schon viel zu oft gekreuzigte habe!

 

Wieso lässt Gott Wunder bei uns geschehen? - Damit wir an den Wundern erkennen,

dass er uns liebt, für uns sorgt, bei uns ist und dass in der Bibel die Wahrheit über ihn steht.

Damit wir unseren vorhandenen Glauben an ihn erkennen und darin bestätigt und gefestigt

werden und damit wir uns um so mehr auf ihn stützen und ihm vertrauen.

 

Gott wirkt an mir, weil ich der Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus glaube, weil ich

ihm glaube und vertraue, weil ich auf ihn höre und mich an ihm ausrichte. Auf der Grundlage

des schlichten Glaubens, dass wahr ist, was er uns sagt und zusagt, wurde ich vor Gott für

gerecht erklärt, wurden mir meine Sünden vergeben, erhielt ich eine neue Chance, ein neues

Leben. Im Nachhinein erkenne ich immer deutlicher, das seine Wahrheit mich immer mehr

zum Glauben befreit.

 

Und darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen

Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommem habt,

sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das in euch wirkt, die ihr glaubt.

(1.Thess 2,13;HfA)