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Die Weitsicht des Alters (Ps 32,8)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Die Weitsicht des Alters   (Ps 32,8)

 

Hallo Du,

jedes Kind kommt mit einer Lebensaufgabe zur Welt. Es soll leben, durch ‚Sich‘ dem Leben

hingeben! Zum Glück kann es noch nicht denken und reden, denn es würde wahrscheinlich

sagen: Das schaffe ich nicht. Diese Aufgabe ist für mich zu groß!

Und so wächst das Kind an jedem weiteren Tag und lernt immer mehr dazu. Auch, weil

andere ihm dabei helfen. Auch, weil Gott es zu seiner Bestimmung führt. Tag für Tag und

Schritt für Schritt.

Das Kind fragt sich nicht, ob und wie es lebt. Es lebt einfach. Es handelt und erlebt, es wird

geliebt und liebt. Es lebt aus sich heraus - im vorgegebene Rahmen, aus dem heraus, was

in es gelegt wurde und was es gelernt hat.

Sein Tun wird stimmig durch den Aufgabengeber, der das Kind in seinen Plan einfügt und

zu seinem Ziel hinführt.

Wir sind seine Helfer, jede und jeder auf seine ganz eigene Weise, alle mit ihrem

unterschiedlichen Wirken. Wir wissen nicht, wie die Kathedrale einmal aussehen wird,

an der wir mit bauen. Und wir wissen auch nicht, was in ihr einmal geschehen wird. Aber

wir wissen: Unser Leben einer der Bausteine, aus denen sie errichtet wird, aus denen das

Reich Gottes gebaut wird. Dank sei dem Baumeister, der den Bau plant und unser Tun

begleitet und der uns in dieser Lebensaufgabe formt. Ihm setzen wir ein Denkmal –

und er uns!

 

Im Rückblick erkenne ich, dass ich früher, aus eigenem Streben, viele Aufgaben

angenommen habe, die für mich viel zu schwer waren. Sie zu erledigen, war deswegen

anstrengend und mühsam. Aber, ich bin in ihnen schneller gewachsen. Ich habe mein

Bestes gegeben. Den großen Rest zum Gelingen hat aber immer der Schöpfer erledigt.

 

Es gibt Menschen die sagen, ich sei im Leben sehr mutig gewesen. Andere sagen, ich sei

sehr eher dumm gewesen, mich auf solche Herausforderungen einzulassen.

Beides stimmt nicht. Ich bin nur meinen Weg gegangen. Er ging durch tiefe Täler, aber auch

auf Hügel und Höhen. Immer war ich begleitet und geführt.

 

Mein Lebensrückblick ist wie der Blick von einem hohen Berg. Ich überblicke und schaue

mit Weitsicht auf mein Lebenspanorama. Und ich erkenne erfreut in allem Gewesenen

die Größe und Kraft Gottes und seine weise Führung und Fügung darin.

Höhen und Tiefen, Gut und Schlecht, haben ihre Bedeutung. Ebenso Freude und Leid.

In Grunde sind das alles Wegweiser zum Ziel hin.

Letztlich wachsen wir aus Liebe, hin zur Liebe. Wir wachsen hinein in den Wechsel von

Nehmen und Geben. Wir wachsen über unser kleines Ich hinaus, hin zu Gott. Unser Leben

ist gespeist aus seiner Gnade und Güte und dient zu seiner Herrlichkeit und Ehre, an denen

wir Anteil bekommen.

Amen.

 

´Du hast zu mir gesagt:` »Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen

 sollst. Ich will dich beraten und immer meinen Blick auf dich richten.« (Ps 32,8; NGÜ)